Klarna

Bezahlen in Sekunden, Geld anlegen für Jahre

Josefine Lietzau
Finanztip-Expertin für Bank und Kredit

Das Wichtigste in Kürze

  • Klarna ist ein schwedischer Zahlungsdienstleister, über den Du Deine Online-Einkäufe bezahlen kannst.

  • Du bekommst die Rechnung von Klarna und überweist an Klarna, der Onlineshop hat nichts mit dem Bezahlvorgang zu tun.

  • Du kannst auch per Lastschrift oder Kreditkarte über Klarna bezahlen.

  • Klarna bietet außerdem Tagesgeld, Festgeld, ein Girokonto und eine eigene Visa-Kreditkarte an.

So gehst Du vor

  • Nachdem Du Deinen Online-Einkauf über Klarna bezahlt hast, bekommst Du die Rechnung per E-Mail. Nutze unbedingt die Daten, die Klarna für die Bezahlung angibt.
  • Die Kreditkarte von Klarna zählt derzeit nicht zu den Finanztip-Empfehlungen. Wenn Du eine Kreditkarte brauchst, nutze lieber die von uns emp­foh­lenen Karten.
  • Die Angebote für Tagesgeld und Festgeld von Klarna erfüllen grundsätzlich unsere Stabilitätskriterien. Vergleiche den Zins aber unbedingt mit anderen Angeboten mithilfe der Finanztip-Rechner für Tagesgeld und Festgeld.

Zum Festgeldrechner

Ratenzahlung beim Online-Shopping, Festgeld-Sparen oder Bezahlen mit Karte: Die schwedische Bank Klarna bietet viele Bankgeschäfte an. Dabei legt der Anbieter besonderen Wert auf das Design, sowohl in der App, als auch bei den Karten.

Wie bezahlst Du mit Klarna beim Online-Shopping?

Viele Onlineshops bieten inzwischen neben Paypal oder einer Kreditkartenzahlung auch Klarna als Zahlungsmöglichkeit an. Einige Händler wickeln den Kauf auf Rechnung inzwischen vollständig über Klarna ab. Ob Du in einem bestimmten Shop mit Klarna bezahlen kannst, erkennst Du am Klarna- oder am Sofort-Logo. Zudem listet Klarna entsprechende Onlineshops auf der eigenen Website auf.

Registrieren musst Du Dich für das Bezahlen mit Klarna nicht. Nachdem Du Klarna als Bezahlmethode ausgewählt hast, bekommst Du eine E-Mail mit einem Login-Link. Nutzt Du Klarna öfter, werden die unterschiedlichen Einkäufe zusammen im Login-Bereich angezeigt, falls Du dabei immer dieselbe E-Mail-Adresse nutzt. Du kannst aber auch die Klarna-App herunterladen und so Deine Umsätze im Blick behalten.

Klarna bietet unterschiedliche Möglichkeiten an, die Du zum Bezahlen nutzen kannst. Dass ein Händler Klarna anbietet, heißt jedoch nicht, dass auch alle Bezahlmethoden dabei sind.

Rechnung/Überweisung - Du kannst Deinen Einkauf ganz klassisch per Rechnung bezahlen, also das Geld an Klarna überweisen. Dazu nutzt Du einfach die Bankdaten und den Verwendungszweck, den Klarna in der Rechnung angibt.

Wichtig: Nutze nicht die Daten des Händlers oder fasse nicht mehrere Zahlungen zusammen. Du musst unbedingt alle Daten so angeben, wie Klarna es Dir vorgibt. Abweichungen führen dazu, dass Klarna das Geld nicht zuordnen kann und später zurückbucht. Darauf wiederum können Mahnungen folgen.

Lastschrift - Bei Klarna kannst Du Dein Bankkonto einbinden und dem Unternehmen ein Sepa-Lastschriftmandat geben. Wenn Du per Rechnung bezahlst, kannst Du Dir dann die Überweisung sparen: Du loggst Dich einfach bei Klarna ein und bestätigst die Zahlung, das Geld wird dann vom Girokonto abgebucht. Klarna nennt dieses Verfahren „1-Klick“.

Sofort - Einige Händler bieten auch „Sofort“ als Zahlungsmethode an, dahinter steckt ebenfalls Klarna. Wenn Du „Sofort“ im Shop auswählst, kannst Du danach drei unterschiedliche Möglichkeiten nutzen: Überweisung, Kreditkarte und Lastschrift.

Bei der Sofortüberweisung loggst Du Dich mit Deinen Bankdaten ein und bestätigst die Zahlung mit einer Tan. Der Anbieter kann in solchen Fällen automatisiert prüfen, ob auf dem Konto genug Geld für die Überweisung ist und ob in den letzten 30 Tagen bereits Sofort-Überweisungen storniert wurden. Willst Du Deine Kreditkarte nutzen, musst Du Deine Kartendaten eingeben. Bei der Lastschrift tippst Du Deine Bankdaten ein und das Geld wird ein paar Tage später vom Konto abgebucht. Hat Klarna bereits ein Lastschriftmandat, funktioniert das über „1-Klick“.

Ratenzahlung - Du kannst Deine Käufe auch in Raten bezahlen. Das ist aber teurer! Bei flexiblen Raten kannst Du monatlich so viel zurückzahlen, wie Du willst; es ist aber eine Mindestsumme von 6,95 Euro festgelegt. Das Ganze kostet satte 11,95 Prozent aufs Jahr gerechnet. Effektiv sind es sogar 14,79 Prozent. Feste Raten kosten immer noch happige 9,9 Prozent. Feste Raten kannst Du nicht bei allen Rechnungen auswählen. Du kannst zudem die Option "Bezahle in 3 Raten" wählen. In diesem Fall verlangt Klarna keine Zinsen.

Ratenzahlung kannst Du in der App oder über den Webzugang beantragen. Klarna überprüft dabei Deine Bonität. Finanztip rät davon ab, die Ratenoption zu nutzen, da die Zinsen sehr hoch sind und die Gefahr besteht, sich für Konsum zu verschulden.

Sicherheit beim Einkaufen

Wie die Konkurrenz Paypal und Paydirekt bietet auch Klarna einen Käuferschutz. Der soll Dich schützen, wenn der Händler keine oder kaputte Ware schickt. In solchen Fällen musst Du entweder nicht zahlen oder Du bekommst Dein Geld zurück. Allerdings musst Du immer erst versuchen, das Problem mit dem Händler zu klären. Der Käuferschutz gilt nicht, wenn Du den Einkauf mit einem Gutschein bezahlst.

Inkasso und Klarna

Du musst Deine Einkäufe innerhalb von 14 oder 30 Tagen bezahlen. Danach versendet Klarna eine Mahnung per E-Mail. Wenn Du allerdings einen Teil der Sendung zurückschickst und die Retoure bei Klarna anmeldest, pausiert die Frist. Klarna schickt eine neue Rechnung, nachdem die Retoure beim Händler angekommen ist.

Nach der dritten Mahnung beauftragt Klarna meist ein Inkassounternehmen, das die Schulden eintreiben soll. Das treibt die Rechnung nach oben, weil weitere Kosten wie Mahngebühren entstehen. Dabei dürfen Inkassounternehmen nicht mehr verlangen, als es auch ein Rechtsanwalt tun würde; die Höhe ist vom Arbeitsaufwand abhängig.

Was kann das Girokonto von Klarna?

Klarna bietet auch ein Girokonto an. Eröffnen und nutzen kannst Du es nur über die Klarna-App. Das Konto ist kostenlos. Der Dispo beträgt 6,5 Prozent.

Eine Girocard bekommst Du nicht zum Konto, aber eine Debitkarte von Visa (Klarna Bankkarte). Mit der kannst Du zweimal im Monat kostenlos Geld abheben, danach kostet Dich jede Abhebung zwei Euro. Klarna verlangt keine Fremd­wäh­rungs­ge­bühren.

Was kann die Kreditkarte von Klarna?

Du kannst bei Klarna auch gesondert eine Karte von Visa beantragen, die Klarna Card. Allerdings geht das nur, wenn Du bereits Einkäufe mit Klarna bezahlt hast. Die Karte funktioniert anders, als Du es von normalen Kreditkarten kennst.

Zum einen kannst Du mit der Karte kein Bargeld abheben, das geht nur mit der Klarna Bankkarte. Für die musst Du aber auch ein Girokonto bei Klarna beantragen. Die Klarna Card kann dagegen mit Deinem Girokonto bei einer anderen Bank verbunden werden.

Zum anderen bezahlt bei der Klarna Card zunächst Klarna Deine Kartenumsätze, danach begleichst Du Deine Schulden bei Klarna. Dabei kannst Du in der dazugehörigen App auswählen, ob Du das zeitnah machst, 14 Tage nach dem Einkauf oder in Raten. Beim zeitnahen Bezahlen nutzt Klarna ein Lastschriftmandat zum Abbuchen des Geldes, beim Zahlen nach 14 Tagen und bei der Ratenzahlung erhältst Du eine Rechnung.

Gebühren bei der Klarna Card

 Kosten
Jahresgebühr0 Euro
Bezahlen in einer fremden Währungkostenlos
Geld abhebennicht möglich

Quelle: Website des Anbieters (Stand: 7. Januar 2022)

Du kannst die Karte auch im Smartphone hinterlegen und mit Google Pay oder Apple in Geschäften mobil bezahlen.

Die Konditionen der Karte sind zwar gut, die fehlende Bargeld-Option kann aber leicht zum Problem werden. Schließlich akzeptieren nicht alle Geschäfte Kartenzahlungen. Finanztip hat sich unterschiedliche Kreditkarten angeschaut und empfiehlt folgende Karten:

Barclays
Barclays Visa (Revolving)
Nutzer-Erfahrungen
  • keine Jahresgebühr
  • komplettes, automatisches Abbuchen des offenen Betrages möglich
  • weltweit kostenlos Bargeld abheben
  • weltweit kostenlos bezahlen
Hanseatic Bank
Genialcard / Visa (Revolving)
Nutzer-Erfahrungen
  • keine Jahresgebühr
  • komplettes, automatisches Abbuchen des offenen Betrages möglich
  • weltweit kostenlos Bargeld abheben
  • weltweit kostenlos bezahlen
  • Kartenkonto kann nicht im Plus geführt werden
Zum Anbieter

Wie kannst Du mit Klarna sparen?

Mit Klarna kannst Du nicht nur Geld ausgeben, sondern auch sparen. Das Unternehmen hat eine schwedische Banklizenz und bietet Festgeld mit Laufzeiten zwischen sechs Monaten und vier Jahren an. Während dieser Zeit kannst Du – wie bei Festgeld üblich – nichts abheben, sondern erst am Ende der Laufzeit den Betrag entnehmen. Kurzfristig verfügbar ist dagegen Tagesgeld, das Klarna ebenfalls anbietet, allerdings zu einem niedrigeren Zinssatz.

Drei Varianten führen zur Bank

Klarna bietet seinen Kunden drei unterschiedliche Wege zum Sparkonto an. Du kannst das Konto entweder über die App von Klarna selbst eröffnen ("Festgeld+") oder über die Website des Anbieters abschließen („Festgeld“). Außerdem kannst Du bei Klarna indirekt über die Plattform Weltsparen. In beiden Fällen landet Dein Geld schließlich bei Klarna, aber es gibt deutliche Unterschiede beim Kundenservice.

Ein paar Beispiele: Wenn Du über die Zwischenstation Weltsparen anlegst, kannst Du Dein Klarna-Konto per Online-Banking über den normalen Internetbrowser verwalten. Die Mindestsumme beträgt 500 Euro. Bei der Kontoführung des "Festgeld+" gibt es zum Verwalten nur die Klara-App fürs Smartphone, die Mindestanlage liegt hier bei 1 Euro. Das Angebot „Festgeld“ kannst Du zwar online abschließen, danach aber nur noch per Kundentelefon oder Mail verwalten. Hier musst Du mindestens 5.000 Euro investieren.  Flexibel verfügbares Tagesgeld lässt sich nur via Weltsparen bei Klarna anlegen. In der folgenden Tabelle findest Du die wichtigsten Einzelheiten.

Merkmale der drei Anlagevarianten

MerkmalDirektanlage Klarna
"Festgeld +"
Direktanlage Klarna 
"Festgeld"
Klarna über Weltsparen
Anlagebetrag1 bis 500.000 €15.000 bis 500.000 €1500 bis 95.000 €
Zinssatz Festgeldzum Rechnerzum Rechnerzum Rechner
Zinssatz Tagesgeldnicht angebotennicht angebotenzum Rechner
Kontoverwaltungnur über die Klarna-Appper Telefon über Weltsparen
Kündigungnicht erforderlicherforderlichnicht erforderlich

Einlagensicherung

pro Anleger

Schweden, bis 100.000 EuroSchweden, bis 1.050.000 SEKSchweden, bis
1.050.000 SEK

Zinseszins bei

Anlagen > 1 Jahr

nein, Zins wird jährlich ausgezahltnein, Zins wird jährlich ausgezahltja, Zins wird erst am Ende ausgezahlt

1 Finanztip empfiehlt allerdings, keinen höheren Betrag als den Gegenwert von 1.050.000 schwedischen Kronen anzulegen, derzeit rund 100.000 Euro, siehe weiter unten im Abschnitt „Die Sicherheit Deiner Einlagen“.
Quelle: Anbieter (Stand: 12. Juli 2022)

Kontoeröffnung Klarna über Weltsparen

Als Neukunde bei der Zinsplattform Weltsparen musst Du Dich dort zunächst registrieren. Dies kannst Du über Videoident oder Postident machen. Weltsparen richtet ein kostenloses Verrechnungskonto bei der Frankfurter Raisin Bank ein.

Du füllst das Konto über Dein bestehendes Girokonto oder alternativ über Paypal auf und kannst anschließend aus dem Weltsparen-Online-Banking Dein Tagesgeld- oder Festgeldkonto bei Klarna einrichten. Ebenso sind viele andere Banken im Programm. Wenn Du Dich für diese interessierst, achte vorher auf unsere Einschätzung zur Vertrauenswürdigkeit der Herkunftsländer dieser Banken.

Du musst über Weltsparen bei Klarna mindestens 500 Euro anlegen. Die Festgeldanlagen laufen automatisch aus und werden inklusive der Zinsen auf Dein Verrechnungskonto überwiesen. Bei Festgeldlaufzeiten von über zwölf Monaten wird der Sparbetrag jährlich verzinst und ab dem 13. Monat mitverzinst (Zinseszinseffekt). Die Zinsen sind Kapitalerträge aus dem Ausland und müssen in der Steu­er­er­klä­rung angegeben werden. 

Der Weg zum "Festgeld+" über die Klarna-App

Die Kontoeröffnung für das "Festgeld+" läuft ausschließlich über die Smartphone-App von Klarna. Technisch ist dafür iOS 12.1 für das Iphone oder Android 5.0 erforderlich. Die Identifikation im Zuge des Eröffnungsvorgangs findet ebenfalls über die App per Videoident statt. Du musst für das Festgeld zusätzlich ein Klarna-Girokonto eröffnen, das aber keine laufenden Kosten verursacht. Achte aber darauf, dass maximal zwei Bargeld-Abhebungen vom Girokonto pro Monat inklusive sind. Mehr dazu liest Du weiter oben im Abschnitt zum Klarna-Girokonto.

Auf Dein Klarna-Girokonto überweist Du von Deiner Hausbank den gewünschten Anlagebetrag fürs Festgeld. In der Klarna-App startest Du die gewünschte Festgeldanlage, wählst also Betrag und Laufzeit (zwischen einem und vier Jahren) aus. Nach dem Ende der Laufzeit landet das Geld wieder auf Deinem Klarna-Girokonto.

Als Mindestbetrag für eine Anlage in das Festgeld+ ist nur ein Euro erforderlich. Die Zinsen werden am Ende der Laufzeit, mindestens aber einmal jährlich, auf ein von Dir ausgewähltes Konto überwiesen. Erneut gilt: Die Zinsen als Kapitalerträge aus dem Ausland müssen in der Steu­er­er­klä­rung angegeben werden.

Der Weg zum „Festgeld“ über die Klarna-Homepage

Möchtest Du das andere Klarna Direktangebot „Festgeld“ nutzen, musst Du auf der Website ein Formular ausfüllen. Anschließend erhältst Du den vorausgefüllten Antrag und die Unterlagen zur Identifizierung bei der Post. Den Antrag musst Du unterschreiben und dann an die angegebene Adresse senden. Mit den Unterlagen für das Post-Ident-Verfahren gehst Du in eine Postfiliale und weist Dich dort mit einem Personalausweis aus. Zum Abschluss überweist Du den Anlagebetrag auf ein Konto bei Klarna. Im Verwendungszweck gibst Du Deinen Namen und Deine Antragsnummer an. Hat alles geklappt, erhältst Du von Klarna per Mail eine Bestätigung der Kontoeröffnung. 

Für das Klarna-Festgeldkonto gibt es keine Höchsteinlage. Wenn jedoch die Summe der Guthaben auf Klarna-Girokonto und Festgeld-Konto beziehungsweise -Konten 500.000 Euro übersteigt, behält sich Klarna das Recht vor, einen Negativzins auf den übersteigenden Betrag zu berechnen. Daher empfiehlt Klarna, diese Grenze nicht zu überschreiten. Ungeachtet dessen empfiehlt Finanztip dringend, keinen höheren Betrag als 100.000 Euro anzulegen, weil höhere Beträge nicht von der Einlagensicherung geschützt sind, siehe weiter unten im Abschnitt „Die Sicherheit Deiner Einlagen“.

Zum Ende der Laufzeit des „Festgeld“ darfst Du den Kündigungstermin nicht verpassen. Andernfalls verlängert sich der Anlagevertrag um den gleichen Zeitraum, aber zum dann aktuellen Zins, der niedriger als beim ersten Vertrag sein kann. Klarna-Festgelder, die von Weltsparen vermittelt werden, sowie das neue Klarna-Festgeld per App müssen nicht gekündigt werden und laufen automatisch aus.

Das solltest Du beachten

Bei der Kontoeröffnung lohnt es sich, genau auf die Zinshöhe zu schauen. Es gibt regelmäßig Aktionszinsen, die für eine begrenzte Zeit die Festgeldzinsen der meisten anderen Banken hinter sich lassen. Ausschlaggebend für Dich als Kunde ist der Zinssatz, der an dem Tag gilt, an dem Deine Einzahlung bei Klarna angekommen ist. Dieser Zins bleibt dann für Dich natürlich über die gesamte Laufzeit des Festgeldes bestehen, auch wenn Neukunden möglicherweise andere Konditionen bekommen. Sollte Klarna den Zins senken, während die Kontoeröffnung noch nicht vollständig abgeschlossen ist, kannst Du, wenn Du mit dem neuen Zins nicht zufrieden bist, innerhalb von 14 Tagen den Vertrag widerrufen.

Die Sicherheit Deiner Einlagen

Klarna ist Mitglied des Einlagensicherungsfonds in Schweden und gilt nach den Finanztip-Kriterien als sichere Bank. Sollte Klarna dennoch in Schwierigkeiten kommen, sind pro Anleger 1.050.000 schwedische Kronen (beim Angebot "Festgeld" und via Weltsparen) beziehungsweise 100.000 Euro (bei "Festgeld+" über die Klarna-App) gesetzlich abgesichert. Dein Festgeld ist in beiden Fällen in Euro angelegt. Im Juli 2022 betragen 1.050.000 schwedische Kronen etwa 93.000 Euro. Du solltest diese Beträge jedenfalls nicht überschreiten, insbesondere solltest Du nicht gleichzeitig über mehrere der möglichen Wege bei Klarna anlegen und mit beiden Konten zusammengerechnet über 100.000 Euro landen. Denn wenn der Entschädigungsfall bei Klarna eintreten würde, werden die Klarna-Konten jedes Sparers zusammengerechnet. Beträge über 100.000 Euro beziehnungsweise 1.050.000 Kronen werden in der Regel nicht erstattet. Außerdem solltest Du einen Puffer einkalkulieren, weil auch Zinsen mitgezählt werden, sowie gegebenenfalls Dein Girokonto bei Klarna.

Egal, wie viel Du anlegen willst: Es kann sinnvoll sein, das Geld auf mindestens zwei Banken zu verteilen. Auf diese Weise bist Du nicht vollständig von der Technik und dem Service einer einzelnen Bank abhängig. Die aktuell besten Angebote findest Du in unserem Festgeld-Rechner.

Wer steckt hinter Klarna?

Bei Klarna handelt es sich um ein 2005 gegründetes Unternehmen, das sich zunächst auf Zahlungsdienste konzentrierte. Dabei ermöglicht es Verbrauchern auf unterschiedliche Arten zu bezahlen und Händlern mehr Zahlungsarten anzubieten. Zudem übernimmt Klarna das Betrugs- und Ausfallsrisiko für die Händler. Inzwischen hat Klarna sein Geschäftsfeld erweitert und bietet eine Kreditkarte, ein Girokonto und Festgeld an. Weltweit nutzen 250.000 Händler Klarna, das Unternehmen ist in 19 Ländern aktiv (Stand: Januar 2022).

Alternativen zu Klarna

Online-Händler bieten zahlreiche Zahlungsmethoden an. Dazu gehören Rechnung, Lastschrift und Kreditkarte, aber auch das Zahlen über Drittanbieter. Dabei konkurriert Klarna mit den Riesen Paypal und Amazon Pay, aber auch mit Paydirekt.

Bei den Kreditkarten und Festgeldern gibt es noch mehr Konkurrenz. Die aktuellen Finanztip-Empfehlungen findest Du in unseren Ratgebern zum Thema Kreditkarte und Festgeld.

Erfahrungen mit Klarna

Informiere Dich über die Erfahrungen anderer mit dem Anbieter oder unterstütze andere Nutzer bei der Wahl des richtigen Anbieters, indem Du Deinen persönlichen Erfahrungsbericht abgibst.

Anbieter-Erfahrungen

Mehr dazu im Ratgeber Kreditkarten

  • Es gibt kostenlose Kreditkarten, mit denen das Bezahlen und Geld abheben wenig kostet.
  • Unsere Anbieter-Empfehlung: Barclays, Hanseatic Bank

Zum Ratgeber

Mehr dazu im Ratgeber Festgeld

Zum Ratgeber

Autoren
Josefine Lietzau
Hendrik Buhrs

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