Das Wichtigste in Kürze
- Eine Sterbegeldversicherung zahlt einen festgelegten Geldbetrag aus, wenn die versicherte Person stirbt. Davon kann dann die Bestattung bezahlt werden.
- Bei einer Sterbegeldversicherung zahlst Du in den allermeisten Fällen deutlich mehr Geld ein, als später ausgezahlt wird.
- Sinnvoll ist ein Sterbegeldversicherung daher nur selten. Zum Beispiel, wenn Du selbst keine Rücklagen aufbauen kannst oder entweder Grundsicherung oder Pflegewohngeld beziehst.
So gehst Du vor
- Entscheide Dich für eine Form der Bestattungsvorsorge. Wir von Finanztip empfehlen dafür ein Tagesgeldkonto.
- Entscheidest Du Dich für eine Sterbegeldversicherung, wähle einen Tarif mit möglichst kurzer Zahldauer sowie kurzer Wartezeit und ohne Gesundheitsprüfung.
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Was ist eine Sterbegeldversicherung?
Eine Sterbegeldversicherung zahlt nach Deinem Tod eine vertraglich vereinbarte Summe an Deine Angehörigen aus. Üblich sind Beträge zwischen 5.000 Euro und 15.000 Euro. Mit dem Geld können Deine Angehörigen Deine Bestattung bezahlen.
Je höher die Versicherungssumme, desto teurer sind die monatlichen Beiträge.
Beim Abschluss der Sterbegeldversicherung legst Du eine bezugsberechtigte Person fest, an die der Versicherer das Geld nach Deinem Tod auszahlt. Das kann beispielsweise Dein Ehepartner, Dein Kind oder eine gute Freundin sein.
Wie lange läuft eine Sterbegeldversicherung?
Bei einer Sterbegeldversicherung ist die Beitragsdauer meist begrenzt. Du zahlst also nur bis zu einem bestimmten vereinbarten Alter in die Versicherung ein. Beispielsweise bis 65, 75 oder 85 Jahre. Der Schutz der Versicherung besteht unabhängig davon bis zum Lebensende. Stirbt der Versicherte noch während der Beitragsdauer, zahlt der Versicherer das Geld ebenfalls aus.
Allerdings musst Du in der Regel eine Wartefrist von zwölf bis 18 Monaten hinnehmen: Die Versicherer zahlt die volle Summe also erst, wenn der Versicherte nach Vertragsabschluss noch mindestens zwölf oder 18 Monate gelebt hat. Stirbt die versicherte Person früher, zahlt der Versicherer entweder einen Teil der gezahlten Beiträge an die Erben aus oder sie beteiligt sich anteilig an den Bestattungskosten.
Bei Unfalltod gibt es bei vielen Versicherern keine oder eine kürzere Wartezeit. Einige Versicherer zahlen in diesem Fall sogar die doppelte Versicherungssumme aus. Bei Suizid zahlen manche Versicherer nur, wenn der Vertragsabschluss bereits zwei oder drei Jahre zurückliegt.
Was kostet eine Bestattung in Deutschland?
Deine Angehörigen sind verpflichtet, sich um Deine Bestattung zu kümmern. Wenn Du nicht selbst Geld dafür zurücklegst, müssen Deine Erben die Bestattungskosten tragen (vgl. § 31 BestattG sowie § 1968 BGB).
Wie teuer eine Bestattung ist, hängt im Wesentlichen davon ab, für welche Art Du Dich entscheidest. Eine klassische Erdbestattung kostet im Durchschnitt etwa 13.000 Euro. Eine anonyme Feuerbestattung ist dagegen mit rund 2.000 Euro um ein Vielfaches günstiger. Die Kosten für eine Zeremonie oder eine Trauerfeier kommen darüber hinaus noch dazu.
Wann zahlt der Staat die Bestattung?
Der deutsche Staat zahlt nur in Ausnahmefällen für die Bestattung. Und zwar dann, wenn die Beerdigungskosten für die Angehörigen nicht tragbar sind. Das ist allerdings mit einer Prüfung beim Sozialamt verbunden. Wird dem Antrag stattgegeben, werden die Kosten bis zu einer bestimmten Höhe übernommen.
Mehr dazu im Ratgeber Bestattungskosten
- Im Durchschnitt kostet eine Bestattung 13.000 Euro. Es geht günstiger, aber auch sehr viel teurer.
- Es gibt drei Kostenblöcke: Friedhofsgebühren, Kosten für den Bestatter und Kosten rund um die Trauerfeier.
Wie sinnvoll ist eine Sterbegeldversicherung?
Sterbegeldversicherungen sind teuer. Denn in den allermeisten Fällen zahlst Du mehr Beitrag als Deine Angehörigen später vom Versicherer bekommen. Es ist also ein kalkuliertes Verlustgeschäft.
Dennoch gibt es Situationen, in denen eine Sterbegeldversicherung sinnvoll sein kann. Gerade, wer im etwas fortgeschrittenen Alter bislang nicht genug Geld zur Seite legen konnte oder auf Grundsicherung angewiesen ist, kann über eine Sterbegeldversicherung nachdenken.
Was sind die Vorteile einer Sterbegeldversicherung?
Schnelle Absicherung - Nach Ende der Wartezeit wird die volle Versicherungssumme ausgezahlt, beispielsweise 10.000 Euro. Auch, wenn Du bis dahin erst Beiträgen in deutlich geringerer Höhe an den Versicherer überwiesen hast. Sparst Du das Geld selbst zusammen, kommst Du nicht so schnell auf einen solchen Betrag.
Unabhängig vom Erbe - Die Sterbegeldversicherung kann so ausgestaltet werden, dass sie klar von der Erbmasse getrennt ist. Denn sie steht nur der bezugsberechtigten Person zu. Damit wird nicht nur Erbschaftsteuer, sondern auch Streit unter den Hinterbliebenen vermieden. Bleibt nach der Bestattung etwas von dem ausbezahlten Geld übrig, darf der Begünstigte es behalten. Die Auszahlung der Sterbegeldversicherung ist steuerfrei.
Keine Anrechnung bei Grundsicherung und Pflege - Das Sozialamt darf das Kapital in einer Sterbegeldversicherung nicht als Vermögen anrechnen. Das ist vor allem relevant, wenn Du Leistungen wie die Grundsicherung oder Grundsicherung im Alter bzw. für Erwerbsgeminderte bekommst oder es um Wohngeld oder Pflegewohngeld geht. Die Höhe der Versicherungssumme muss allerdings in einem angemessen Rahmen liegen. Liegt das Geld für die Bestattung hingegen auf einem Konto, zählt es zum Vermögen dazu. Und alles Guthaben, das über das sogenannte Schonvermögen hinausgeht, wird bei Grundsicherung oder Pflege angerechnet. Das Schonvermögen unterscheidet sich in der Höhe je nachdem, welche Sozialleistung Du beziehst. Bei der Grundsicherung im Alter sind es 10.000 Euro Barvermögen für Alleinstehende und 20.000 Euro für verheiratete Paare.
Welche Alternativen zur Sterbegeldversicherung gibt es?
Da eine Sterbegeldversicherung teuer ist, solltest Du genau abwägen, ob Du diesen Versicherungsschutz wirklich benötigst.
Wir von Finanztip raten: Sorge am besten selbst für Deine Bestattung vor. Dies gilt besonders, wenn Du noch jünger bist. Dann kannst Du das Geld anlegen – beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto – und Zinsen kassieren. Lebst Du lange, kannst Du mit einem Teil des so erwirtschafteten Geldes noch andere Dinge tun oder das überschüssige Geld vererben.
Auch in einem Alter von 60 Jahren ist es noch lange nicht zu spät, mit der Bestattungsvorsorge zu beginnen.
Am besten gehst Du so vor:
- Informiere Dich in unserem Bestattungskosten-Ratgeber, wie viel Geld Deine gewünschte Bestattung ungefähr kosten wird.
- Prüfe dann, wie viel Geld Du monatlich beiseitelegen kannst.
- Rechne aus, wie viele Jahre Du benötigst, um die gewünschte Summe anzusparen.
- Ist der Zeitraum überschaubar und Du bist bei guter Gesundheit? Dann eröffne ein Tagesgeldkonto und richte einen monatlichen Dauerauftrag dorthin über den festgelegten Betrag ein.
Bist Du allerdings schon älter und verfügst nicht über die notwendigen finanziellen Rücklagen, kann es sinnvoll sein, eine Sterbegeldversicherung abzuschließen. Es gibt allerdings noch andere Optionen.
Welche weiteren Alternativen gibt es zur Sterbegeldversicherung?
Konto mit Sperrvermerk: Legst Du das Geld für Deine Bestattung auf ein Konto mit Sperrvermerk, kann es nur für diesen Zweck genutzt werden. In der Regel bekommt eine Person, die Du vorher festlegst, bei Vorlage der Sterbeurkunde Zugriff auf das Geld.
Vorsorgevertrag: Mit einem Bestattungsinstitut kannst Du schon vor Deinem Tod alles regeln. Nicht nur die Art und Ausgestaltung der Bestattung, sondern auch die Bezahlung. Das Geld solltest Du für diese Variante allerdings schon zusammen haben.
Es ist ratsam, die Kosten bei einem Bestattungs-Vorsorgevertrag nicht direkt an das Unternehmen zu zahlen, sondern auf ein Treuhandkonto zu legen. So ist das Geld zum einen vor einer Insolvenz des Bestattungsinstituts geschützt und zum anderen gilt es dort als zweckbestimmte Bestattungsvorsorge. Sofern der Betrag angemessen ist, hat das Sozialamt damit keinen Zugriff darauf (Bundessozialgericht, Urteil vom 18. März 2008, Az. B 8/9b SO 9/06 R).
Ein solches Treuhandkonto gibt es zum Beispiel beim Verband unabhängiger Bestatter (VuB), beim Bundesverband der Deutschen Bestatter (BDB) oder beim Deutschen Institut für Bestattungskultur (DIB).
Risikolebensversicherung: Hast Du bereits eine Risikolebensversicherung, brauchst Du keine zusätzliche Sterbegeldversicherung. Denn eine von Dir ausgewählte Person erhält bei Deinem Tod ohnehin eine große, meist sechsstellige Summe. Beachte aber, dass diese Verträge meist vor dem Ruhestand oder spätestens mit 75 Jahren enden. Ab einem bestimmten Alter hast Du also keinen Schutz für den Todesfall mehr.
Geld vererben: Liegt das von Dir vermachte Vermögen ohnehin über der Summe, die Deine Bestattung kosten wird, können Deine Angehörigen die Kosten auch einfach aus dem Erbe bezahlen. Bedenke, dass sie dabei in Vorleistung gehen müssen. Denn in der Regel dauert es einige Wochen bis Monate, bevor das Erbe ausgezahlt wird.
Du bist nicht mehr bei bester Gesundheit und fühlst Dich unwohl damit, Deine Bestattungsvorsorge erst mit den Jahren aufzubauen? Dann entscheide Dich im Zweifel für eine Sterbegeldversicherung.
Wie kannst Du die Kosten für die Bestattung finanzieren?
Bekommst Du zum Zeitpunkt des Todes bereits eine Altersrente aus der Deutschen Rentenversicherung, steht unter Umständen zusätzliches Geld für die Bestattung zur Verfügung.
Kurz nach dem Tod ihres Ehepartners bekommen viele Witwer und Witwen eine erhöhte Witwenrente. Drei Monate lang wird die gesetzliche Altersrente des Verstorbenen in voller Höhe gezahlt. Das Geld kann helfen, zumindest einen Teil der Bestattungskosten zu stemmen.
Wer das Geld sofort benötigt, zum Beispiel um die Bestattung zu bezahlen, kann innerhalb von 30 Tagen einen Vorschuss bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen.
Wie viel Sterbegeld gibt es für Angehörige von Beamten?
Warst Du verbeamtet oder hast eine Beamtenpension bekommen, erhalten Deine Hinterbliebenen im Todesfall ebenfalls Geld vom Staat. In der Regel das Doppelte Deiner monatlichen Bezüge. Nur in Bremen ist es mit dem 1,35-fachen der Bezüge etwas weniger.
In Baden-Württemberg kann das Sterbegeld für Beamte nur an Ehepartner ausgezahlt werden, während es in den anderen Bundesländern auch an eine nicht verwandte Person gehen kann. Voraussetzung dafür ist, dass diese die Bestattung bezahlt hat.
Was kostet eine Sterbegeldversicherung?
In unserer letzten Finanztip-Untersuchung im Jahr 2022 haben wir festgestellt: Die Kosten für eine Sterbegeldversicherung betragen in der Regel zwischen dem 1,2-fachen und dem 1,7-fachen der garantierten Versicherungssumme. Beträgt diese 10.000 Euro, liegen die Kosten also zwischen 12.000 und 17.000 Euro. Abhängig sind diese vom Anbieter, der Anzahl der Beitragsjahre und dem gewünschten Monatsbeitrag.
In unserer Stichprobe haben wir für vier Profile auf einem Vergleichsportal nach Preisbeispielen für eine Sterbegeldversicherung gesucht. Die fiktiven Personen waren 40, 50, 60 oder 70 Jahre alt und wollten entweder bis zum Alter von 65, 75 oder 85 Jahren Beiträge bezahlen. Berücksichtigt haben wir bei der Untersuchung nur die garantierte Versicherungssumme. Wirtschaftet der Versicherer gut, können noch Überschüsse hinzukommen.
Wie bekomme ich eine günstigere Sterbegeldversicherung?
Die Gesamtkosten lassen sich reduzieren, indem eine möglichst kurze Zahldauer gewählt wird. Bei unseren Preisbeispielen sind die Tarife mit kürzerer Laufzeit wesentlich günstiger als dieselben Tarife mit längerer Laufzeit. Dafür sind die monatlichen Beiträge bei kürzerer Laufzeit höher.
Letztlich ist eine Sterbeversicherung aber immer ein Minusgeschäft, vor allem wenn Du länger lebst als die Dauer der Beitragszahlung. Du wirst immer mehr Geld in die Versicherung gesteckt haben als Deine Angehörigen später wieder herausbekommen.
Worauf solltest Du bei einer Sterbegeldversicherung achten?
Spielen in Deinem Fall die Vorteile einer Sterbegeldversicherung eine so große Rolle, dass Du einen Vertrag abschließen möchtest? Wir haben Dir zusammengefasst, worauf es bei Anbieter und Vertrag ankommt.
Finanzkraft des Versicherers - Wähle einen Anbieter, der die vereinbarte Versicherungssumme mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in vielen Jahren noch zahlen kann. Das Analysehaus Morgen & Morgen prüft Versicherer regelmäßig auf ihre Finanzstärke. Das ist keine Garantie, aber ein guter Indikator. Die Ergebnisse des jährlichen Ratings sind kostenfrei einsehbar.
Kurze Wartezeit – Je früher der Anbieter die volle Versicherungssumme auszahlt, desto besser. Achte daher auf eine möglichst kurze Wartezeit. 12 bis 18 Monate sollten das Maximum sein. Je älter Du zu Vertragsbeginn bist, desto wichtiger wird eine kurze Wartezeit.
Keine Gesundheitsprüfung - Manche Versicherer verlangen eine Gesundheitsprüfung und verzichten dafür auf eine Wartezeit. Der Versicherungsschutz gilt dafür schon ab Vertragsbeginn. Die Gesundheitsfragen beziehen sich in der Regel auf die letzten fünf bis zehn Jahre. Allerdings dürfte sich eine Gesundheitsprüfung im fortgeschrittenen Alter als kompliziert erweisen, wenn Dein Körper schon einiges hinter sich hat. Bei bestimmten Erkrankungen musst Du sogar mit einer Ablehnung Deines Antrags rechnen. Machst Du Fehler bei der Gesundheitsprüfung oder vergisst, relevante Leiden anzugeben, kann der Versicherer später die Auszahlung kürzen oder verweigern. Tarifen ohne Gesundheitsprüfung haben dieses Problem nicht.
Kurze Zahldauer - Eine Sterbegeldversicherung zahlst Du immer nur bis zu einem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt, etwa bis 65, 75 oder 85 Jahre. Wähle eine möglichst kurze Zahldauer. Dadurch zahlst Du zwar höhere monatliche Beiträge, aber insgesamt weniger Geld für den Versicherungsschutz.
Auszahlung während der Wartezeit - Wähle einen Anbieter, der einen möglichst hohen Teil der Versicherungssumme auszahlt, wenn Du vor Ablauf der Wartezeit verstirbst. In der Regel ist die Versicherungssumme gestaffelt und steigt bis zum Ende der Wartezeit auf die volle Höhe an.
Feste Beiträge - Einige Versicherer werben mit günstigen Monatsbeiträgen, dürfen diese aber bis zur Höhe eines Maximalbeitrags erhöhen. Um die Kosten für die nächsten Jahre kalkulieren zu können, solltest Du daher entweder auf garantierte Beiträge achten oder einen Tarif wählen, mit dessen Maximalbeiträgen Du gut leben kannst.
Überschüsse als Bonuszahlung – Wirtschaftet der Versicherer gut, wirst Du zu einem kleinen Teil an den Überschüssen beteiligt. Dieses Geld wird je nach Anbieter und Tarif entweder als spätere Bonusauszahlung oder als Beitragsrabatt genutzt. Allerdings ist bei flexiblen Beiträgen auch der umgekehrte Fall möglich: Erwirtschaftet das Unternehmen weniger Überschüsse als einkalkuliert, können Deine Beiträge steigen. Entscheide Dich daher für die Bonusauszahlung.
Bezugsberechtigten wählen - Wir empfehlen Dir, im Vertrag eine bezugsberechtigte Person anzugeben. Das ist in der Regel eine Vertrauensperson, die sich später um Deine Bestattung und die Abwicklung der Sterbegeldversicherung kümmern soll. Sprich daher noch vor Vertragsschluss mit Verwandten oder Freunden und kläre, wer später Deine Bestattung organisieren soll. Diese Person bekommt nach Deinem Tod die Versicherungssumme ausbezahlt. Dazu muss sie verschiedene Unterlagen wie den Versicherungsschein, eine Sterbeurkunde und eine ärztliche oder amtliche Bescheinigung über die Todesursache vorlegen. In der Regel dauert es dann nur wenige Tage, bis der Versicherer das Geld ausbezahlt.
Wählst Du keinen Bezugsberechtigten, sehen manche Versicherer vor, dass sie selbst die Bestattung organisieren und es daher grundsätzlich zu keiner Kapitalauszahlung kommt. Davon raten wir ab. Reicht Dein Geld nicht für die von Dir gewünschte Bestattung, dann darf die Versicherung eine andere angemessene Form wählen. Eine Bestattung nach Deinen Vorstellungen ist dann aber nicht mehr gewährleistet.
Andere Versicherer zahlen die Versicherungssumme hingegen an die Erben, wenn kein Bezugsberechtigter festgelegt wurde. Dazu müssen Deine Erben den Erbschein bei der Versicherung vorlegen. Diesen zu erhalten, dauert allerdings mehrere Wochen bis mehrere Monate. Deine Erben müssen deshalb in Vorleistung treten, bevor sie das Geld von der Versicherung bekommen.
Widerrufliches Bezugsrecht - Achte außerdem darauf, dass Du die bezugsberechtigte Person nochmal ändern kannst. Die Versicherer nennen das widerrufliches Bezugsrecht. Beziehungen ändern sich mit den Jahren und vielleicht möchtest Du später doch eine andere Person wählen, die das Geld aus der Versicherung verwaltet. Beim Gegenteil, dem unwiderruflichen Bezugsrecht, muss der Bezugsberechtigte zuerst zustimmen, bevor Du Dich für eine andere Person entscheiden kannst.
Zusätzliche Bestattungsverfügung - Wir empfehlen Dir, Deine Bestattungswünsche schriftlich festzuhalten. Dazu solltest Du eine Bestattungsverfügung erstellen, in der Du die wichtigsten Fragen beantwortest. Zum Beispiel, wie, wo und in welchem Rahmen Du bestattet werden möchtest.
Die Bestattungsverfügung solltest Du handschriftlich unterschreiben und an einem Ort aufbewahren, den Deine Angehörigen kennen. Alternativ übergibst Du sie der Vertrauensperson, die sich um die Bestattung kümmern soll.
Auf keinen Fall sollte die Bestattungsverfügung Teil des Testaments werden. Dieses wird erst Wochen oder Monate nach Deinem Tod eröffnet. Dann ist es zu spät, um Deine Bestattung nach Deinen Wünschen zu planen.
Was Deine Angehörigen darüber hinaus bei einem Todesfall beachten müssen, erfährst Du in unserem Ratgeber Checkliste Todesfall.
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