Fernwärme
Bild: Sebastian Willnow / dpa-Zentralbild/dpa

Fernwärme gehört zu den eher teuren Heizarten. Allerdings steckt in vielen Verträgen Sparpotenzial – denn oft ist die Anschlussleistung ans Wärmenetz höher als nötig. Allein 460 Euro im Jahr zahlte zum Beispiel unser Leser Thomas in der Vergangenheit für den Anschluss – von 10 Kilowatt Leistung.

Eine überschlägige Rechnung ergab aber, dass die Hälfte der Leistung für sein gut gedämmtes Haus ausreichte, um die Familie mit Wärme zu versorgen. Der Anbieter passte schließlich im Spätsommer 2021 die Anschlussleistung an. „Es läuft alles prima“, schrieb Thomas Ende des Winters. „Die Abrechnung ergab knapp 200 Euro Rückzahlung.“

Das ist kein Einzelfall: Für viele Ein- und Zweifamilienhäuser sind Ersparnisse von 200 bis 400 Euro im Jahr fürs Haus drin. In Mehrfamilienhäusern kann es noch weit mehr sein – und alle Mieter profitieren.

Seit Oktober hat jeder Fernwärmekunde das Recht, eine Anpassung der Leistung durchzusetzen; und zwar einmal im Jahr. Wohnst Du zur Miete, dann bitte Deinen Vermieter, eine kostenlose Prüfung der Anschlussleistung vornehmen zu lassen.

Der andere Kostenanteil ist der Arbeitspreis, also der Preis pro gelieferte Kilowattstunde (kWh). Auch der ist zuweilen übertrieben hoch. Allerdings ist es schwierig, sich dagegen zu wehren. Die Bundesregierung plant daher, Fernwärmepreise genauso zu kontrollieren wie die Grundversorgungstarife für Strom und Gas. Bei Verdacht auf überhöhte Preise könntest Du Dich dann ans Kartellamt wenden. Vermutlich bis Juli wird der Bundestag darüber abstimmen.

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Ines Rutschmann
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Ines Rutschmann ist unsere Energie-Expertin und widmet sich allen Fragen, die sich Verbraucher rund um Strom und Heizen stellen. Über den Strommarkt berichtete sie erstmals 2005 für die Leipziger Volkszeitung. Danach war sie für den Deutschlandfunk und das Solarstrom-Magazin Photon tätig. Ines ist Diplom-Ingenieurin (FH) und hat einen Masterabschluss in Energiemanagement.

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