New York
Bild: martinedoucet, iStock.com

Der Urlaub ist vorbei und Sie schulden Freunden oder Verwandten noch Geld. Allerdings in einer anderen Währung, zum Beispiel US-Dollar. Dann ist es natürlich einfach, ihnen das Geld per Paypal zu schicken. Doch hierbei drohen hohe Kosten! Zwar verlangt Paypal auf den ersten Blick nur eine vergleichsweise geringe Gebühr von knapp 4 Euro. Dafür langt der Anbieter dann beim Wechselkurs zu: Wir stellten am Stichtag Ende September eine Abweichung vom Bundesbank-Kurs von fast 4 Prozent fest! Insgesamt hätte eine Paypal-Überweisung von 200 Dollar an Freunde in den USA gut 11 Euro gekostet. Immerhin: Mit der neuen Marke „Xoom“ versucht Paypal, sich günstigeren Gebühren anzunähern.

Zum Vergleich haben wir bei Filialbanken, Onlinebanken und digitalen Dienstleistern gecheckt, was diese für Überweisungen in fremder Währung verlangen: Für die 200 Dollar an Freunde in den USA hätten wir bei der Commerzbank gut 20 Euro bezahlt, bei der Sparkasse Köln gut 16 Euro und bei der DKB etwa 13 Euro. Diese Kosten kommen vor allem durch unterschiedlich hohe Servicegebühren zustande. Beim Wechselkurs hingegen wichen alle Banken nur etwa 0,4 Prozent ab.

Wirklich günstig ist der Anbieter Transferwise. Für eine 200-Dollar-Überweisung verlangt er 1,80 Euro. Beim Wechselkurs hält er sich an den aktuellen Handelskurs – hier gibt’s gar keine Abschläge. Damit ist der britische Anbieter mit Abstand der günstigste, den wir untersucht haben. Das gilt übrigens auch für Überweisungen in polnische Złoty, die wir ebenfalls durchgerechnet haben.

Zum Ratgeber

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass Transferwise 60 Cent für die 200-Dollar-Überweisung verlangt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Sara Zinnecker
Autor

Stand:

Sara Zinnecker war bis Juni 2020 Finanztip-Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate-Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate-Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.