100 € Gebühr im Jahr fürs Girokonto? Wie Du’s besser machst
Für viele ist das Girokonto in den letzten Jahren teurer geworden: Fast jeder Vierte zahlt inzwischen 100 € pro Jahr für sein Konto. Wann sich Kontogebühren überhaupt lohnen.

Für viele ist das Girokonto in den letzten Jahren teurer geworden: Fast jeder Vierte zahlt inzwischen 100 € pro Jahr für sein Konto. Wann sich Kontogebühren überhaupt lohnen.


Verivox hat eine Umfrage durchgeführt und dafür rund 1.000 Personen rund um ihr Girokonto befragt. Besonders interessant: Viele zahlen immer noch oder wieder für ihr Girokonto und die Gebühren werden sogar immer teurer und das auch noch ziemlich unregelmäßig und unübersichtlich.
Bist Du bei der Sparkasse, zahlst Du vermutlich am ehesten Kontogebühren im dreistelligen Bereich. Direkt dahinter folgen Genossenschaftsbanken wie die Volksbank, Raiffeisenbank oder Sparda-Bank. Hast Du Dein Girokonto hingegen bei einer Online-Bank wie der DKB oder Norisbank, kannst Du höchstwahrscheinlich einige Gebühren vermeiden.
Der Grund dafür liegt vor allem im Angebot vor Ort: Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben viele Filialen und Personal, die Dich persönlich beraten können.
Bei rund 19 % der Befragten wurde das Girokonto innerhalb der vergangenen zwölf Monate auch noch teurer. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass die meisten Banken ihre Gebühren schon vor Längerem erhöht haben. Insgesamt 44 % haben angegeben, dass ihr Konto vor ein bis zwei Jahren oder sogar noch früher teurer wurde.
32 % der Befragten wissen gar nicht mehr, wann das Girokonto teurer wurde. Das zeigt vor allem, dass Kontogebühren für viele kein Thema sind, mit dem sie sich regelmäßig beschäftigen. Umso wichtiger ist es, dass Du die Kosten Deines Girokontos regelmäßig prüfst.
Seit einem Urteil des Bundesgerichtshofs vor fünf Jahren brauchen Banken zwar Deine Zustimmung für Preiserhöhungen. Die holen sie sich aber oft einfach über die App, wo viele das dann einfach wegklicken. So bemerkst Du gar nicht bewusst, dass Dein Girokonto teurer geworden ist.
In den meisten Fällen ist ein kostenloses Girokonto die beste Lösung. Denn: Du musst Dir keine Gedanken über steigende Kontogebühren machen und hast auch keinen Wechselstress, falls Deine Bank die Preise erhöht.
Aber: Wenn Du bewusst persönlich beraten werden möchtest oder die Filiale brauchst, um Geld abzuheben oder einzuzahlen, kann es sich für Dich schon lohnen, fürs Girokonto zu zahlen. Achte dann aber genau darauf, wie Du dort beraten wirst.
Denn: Die Beratung in einer Bank oder Sparkasse scheint auf dem ersten Blick kostenlos. Das ist sie aber nicht. Wenn Du ein Produkt abschließt, erhält die Bank dafür in der Regel eine Provision. Sie hat also einen Anreiz, Dir das Produkt mit der besten Provision anzubieten. Und solche Produkte sind oft unpassend und zudem teuer.
Wenn es Dir nur ums Bargeld geht: Das kannst Du in Kombination vieler Banken und Supermärkten oder Drogerieketten auch an der Kasse im Laden Geld abheben. Je nach Bank und Laden kannst Du auch Bargeld einzahlen. Oder Du zahlst an Automaten von Partnerbanken das Geld ein.
Wenn Du ohnehin fast alles über die App erledigst und keine Filiale brauchst, solltest Du überhaupt wenig für Dein Girokonto zahlen.
Wenn Du merkst, dass Du für Dein Konto zu viel zahlst, lohnt sich ein Blick in unseren Girokonto-Vergleich. Dort findest Du verschiedene Angebote und kannst passende Konten miteinander vergleichen.
Die aktuellen Finanztip-Empfehlungen sind das Norisbank Top Girokonto mit aktuell 4 % Zinsen p. a. für 6 Monate und 120 € Prämie bei Kontoeröffnung, das Consorsbank Girokonto, das Santander Bestgiro sowie das DKB Girokonto mit Aktivstatus. Dort gibt es aktuell einen Bonus von 100 € bei der Kontoeröffnung.
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