500 € Dividende im Monat: So viel Kapital brauchst Du

500 € zusätzlich im Monat – ganz ohne Nebenjob? Mit Dividenden aus ETFs kann das funktionieren. Aber wie realistisch ist das? Und wie viel musst Du dafür investieren?

Timo Halbe
Timo Halbe Geldanlage
500 € Dividende im Monat: So viel Kapital brauchst Du

Viele wünschen sich neben dem Job oder später in der Rente ein Einkommen, das regelmäßig aufs Konto kommt – ohne dafür zusätzlich arbeiten zu müssen. Genau das versprechen Dividenden aus ETFs: Unternehmen schütten Gewinne aus, Du bekommst Deinen Anteil.

Dieses passive Einkommen kannst Du sowohl mit klassischen Aktien-ETFs als auch mit speziellen Dividenden-ETFs bekommen – wir schauen uns beide Varianten mal genauer an.

Aktien-ETFs vs. Dividenden-ETFs – was ist der Unterschied

Dividenden aus ETFs kannst Du Dir auszahlen lassen – mit einem ausschüttenden ETF (meist mit "Dist" markiert, im Gegensatz zum wiederanlegenden ETF, "Acc"). Er überweist Dir die Dividenden mehrmals im Jahr auf Dein Verrechnungskonto und Du kannst anschließend frei darüber verfügen.

Damit Du möglichst viele Dividenden kassierst, kannst Du auf spezielle Dividenden-ETFs setzen (meist markiert mit "Dividend"). Sie enthalten nicht einfach die größten Unternehmen der Welt oder einer bestimmten Branche, sondern die Unternehmen, die in der Vergangenheit am meisten Dividende gezahlt haben. Denn bei diesen Unternehmen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie auch künftig hohe Dividenden zahlen.

Wie viel brauchst Du für 500 € passives Einkommen?

Die folgende Übersicht zeigt Dir, wie stark das nötige Kapital vom ETF und von der Ausschüttung abhängt.  

Grundlage der Berechnung ist die aktuell ausgewiesene Ausschüttungsrendite, die sich auf die Ausschüttungen des vergangenen Jahres bezieht. Künftige Dividenden können davon abweichen – sowohl nach oben als auch nach unten. 

Wie viel brauchst Du für 500 € passives Einkommen?

Hinweis: Alle genannten Beträge sind Brutto-Ausschüttungen, es wird also noch Abgeltungssteuer fällig. Außerdem schütten die ETFs die Dividenden nur quartalsweise aus – Du musst Dir die Summe dann manuell pro Monat z. B. aufs Tagesgeldkonto überweisen.

Fazit: 500 € im Monat sind machbar – aber kapitalintensiv

Du siehst: Selbst bei einer vergleichsweise hohen Ausschüttungsrendite brauchst Du mehrere Hunderttausend Euro Startkapital, um auf 500 € Dividende im Monat zu kommen.

Je höher die Ausschüttungsquote, desto geringer ist zwar das nötige Kapital – dafür können Kursschwankungen und langfristige Renditen stärker variieren. Mach Dir außerdem klar: Wenn Du Ausschüttungen nicht wieder investierst, profitierst Du weniger bzw. gar nicht vom Zinseszinseffekt.  

Von speziellen Dividenden-ETFs raten wir daher eher ab: Durch die Konzentration auf besonders dividendenstarke Unternehmen leidet die breite Streuung, die für ETFs eigentlich typisch ist – und damit steigt das Risiko, langfristig schlechter abzuschneiden als mit breit aufgestellten Aktien-ETFs.

Du bist noch auf der Suche nach dem richtigen ETF?

Wenn Du Dir langfristig ein passives Einkommen aufbauen willst, brauchst Du zuerst ein gutes Depot. Wir empfehlen Dir aktuell elf Depotangebote. Jeweils am besten sind Traders Place (Preis-Leistung) und Smartbroker+ (Leistung).

In unserem ETF-Vergleich findest Du dann alle unsere ETF-Empfehlungen. Wir raten Dir hier unter anderem zum Vanguard FTSE Developed World (IE00BK5BQV03), iShares MSCI ACWI (IE00B6R52259) und SPDR MSCI ACWI (IE00B44Z5B48).

Unser ETF-Finder hilft Dir dann, den für Dich passenden ETF auszuwählen.

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Von Anna Karolina Stock, und Giulia Tita
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