Tipps & Tricks
Defekt an PV-Anlage: Hilft Dir die Garantie?
An einer Solaranlage kann viel kaputtgehen. Damit es nicht teuer wird, kannst Du ein paar Dinge beachten.

Tipps & Tricks
An einer Solaranlage kann viel kaputtgehen. Damit es nicht teuer wird, kannst Du ein paar Dinge beachten.


Aus unserer Unterstützer-Community erreicht uns diese Woche die Frage:
“Wieso fallen bei Schäden an meiner PV-Anlage trotz Garantie teils hohe Kosten an?”
Im Wesentlichen besteht eine PV-Anlage aus Solarmodulen, Stromspeicher und Wechselrichter. Auf diese drei Elemente hast Du in der Regel Garantie. Dauer und Umfang können sich allerdings deutlich unterscheiden. Schau deshalb genau hin, welche Schäden und Leistungseinbußen abgedeckt sind.
Bei Solarmodulen hast Du in der Regel sowohl eine Produkt- als auch eine Leistungsgarantie:
In den Garantieunterlagen findest Du Infos dazu, an wen Du Dich im Garantiefall wenden musst und wie schnell Du Ersatzmodule erhältst.
Wir empfehlen Dir, einen PV-Speicher mit mindestens zehn Jahren Produktgarantie zu wählen. Dazu solltest Du genau hinschauen, wann die Garantie greift: schon, wenn die Speicherkapazität eine bestimmte Grenze unterschreitet oder nur bei einem Totalausfall des Speichers?
Außerdem muss ein sog. Vollwertersatz vereinbart sein, damit ein mangelhafter Speicher ausgetauscht wird. Garantiert der Hersteller lediglich einen Zeitwertersatz, musst Du zum Austauschgerät zuzahlen. Außerdem sollte geregelt sein, wer im Garantiefall die Liefer- und Installationskosten übernimmt – hier können trotz Garantie hohe Austauschkosten für Dich lauern.
Ohne einen Wechselrichter, der den von der Solaranlage produzierten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt, kannst Du den Strom weder im Haushalt nutzen noch ins Stromnetz speisen. Hier betragen Garantiezeiten in der Regel höchstens zehn Jahre. Das liegt an ihrer Elektronik, die im Vergleich zu Solarmodulen komplexer ist. Schon ein defektes Bauteil kann einen Garantiefall auslösen.
Trotz Garantie können also im Schadensfall hohe Kosten auf Dich zukommen. Mit den folgenden drei Tipps kannst Du diese etwas abfedern:
Planst Du eine PV-Anlage, könnte Dich auch interessieren, was sich ab 2027 mit Blick auf die Einspeisevergütung ändern könnte.
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