Steigende Zinsen: Wegen Irankrieg und Inflation
Anleihen-ETFs: Verzeichnen deshalb Kursverluste
Laufzeit: Auf diesen Faktor solltest Du achten
Seit dem Beginn der Angriffe auf den Iran steigt die Inflation. Es steigen aber nicht nur die Preise: An den Finanzmärkten haben die langfristigen Zinsen ebenfalls angezogen. Denn viele am Markt erwarten, dass die EZB die Zinsen bald erhöht, um die Inflation zu bekämpfen.
Und das wirkt sich auch auf Dich aus: So kannst Du inzwischen etwas bessere Zinsen beim Festgeld bekommen – z. B. 2,86 % p. a. bei 24 Monaten Laufzeit bei HoistSpar. Das ist aber noch nicht alles.
So funktionieren Anleihen-ETFs
Bei Anleihen-ETFs fallen die Kurse. In solchen ETFs stecken zahlreiche Anleihen, meist von Staaten, aber teilweise auch von sehr großen und kreditwürdigen Unternehmen.
Wenn Du eine Anleihe einzeln kaufst und bis zum Ende der Laufzeit hältst, bekommst Du Dein eingezahltes Geld plus Zinsen zurück – vorausgesetzt der Herausgeber gerät nicht in finanzielle Probleme. Der Anleihen-ETF selbst hält viele Anleihen aber oft nicht bis zum Ende der Laufzeit.
Zinsniveau sorgt für Schwankungen
Während der Laufzeit werden Anleihen an der Börse gehandelt. Heißt: Sie haben einen Kurs, ihr Kauf- und Verkaufspreis schwankt. Für diese Schwankungen sorgt u. a. das allgemeine Zinsniveau.
Steigt das allgemeine Zinsniveau, müssen Staaten und Unternehmen für neue Anleihen, die sie ausgeben, höhere Zinsen bezahlen. Und das bedeutet: Die niedriger verzinsten, älteren Anleihen möchte niemand mehr haben.
Längere Laufzeiten trifft es stärker
Also sinkt die Nachfrage nach solchen Anleihen. Und zwar so stark, dass die Rendite dem Zinssatz von neuen Anleihen mit der gleichen Laufzeit entspricht. Fallen die Kurse der Anleihen, fällt schließlich auch der Kurs des Anleihen-ETFs.
Vor allem Anleihen-ETFs, in denen Anleihen mit höheren durchschnittlichen Laufzeiten stecken, trifft das hart.
Solche ETFs haben schon 2022 beim Zinsanstieg an Wert verloren. Seitdem haben sie sich zwar erholt – jetzt geht es aber wieder bergab.
Geldmarkt-ETF statt Anleihen-ETF
Unser Tipp: Setz als Sicherheitsbaustein lieber auf einen Geldmarkt-ETF. Das ist vor allem eine gute Wahl, wenn es um große Summen geht. Wir empfehlen ETFs von Amundi (ISIN: FR0010510800) und Xtrackers (LU0290358497, LU0335044896).
Sie bilden den Referenzzins ESTR der EZB nach – so profitierst Du automatisch von steigenden Zinsen.
Auch Tagesgeld und Festgeld sind gute Optionen. Sie sind das einfachere Produkt und Rendite bzw. Zinsen sind Dir garantiert. Beim Tagesgeld sind momentan für drei Monate sogar 3,5 % p. a. möglich, mit dem Raisin Startzins.
Mehr Details findest Du in unserem Ratgeber zu Anleihen-ETFs – und die besten Angebote in unseren Vergleichen für Tagesgeld und Festgeld.