Das Wichtigste in Kürze
- Der aktuelle Gaspreis liegt bei 11,56 Cent pro Kilowattstunde, das sind die günstigsten von Finanztip empfohlenen Tarife.
- Steigende Netzgebühren und CO2-Steuern könnten Gas in Zukunft weiter verteuern.
- Rechne langfristig mit höheren Gaspreisen – das Gasnetz ist ein Auslaufmodell.
So gehst Du vor
- Vergleiche Gaspreise mit dem Finanztip-Gasrechner (enthält Werbelinks). Alle Empfehlungen erfolgen unabhängig und nach verbraucherfreundlichen Kriterien. Negativ auffällige Anbieter entfernen wir.
- Du besitzt eine Immobilie? Plane angesichts steigender Gaspreise Deine Heizungswende.
- Du wohnst zur Miete mit eigener Gasetagenheizung? Dann kannst Du Deinen Gaspreis durch einen Anbieterwechsel selbst beeinflussen.
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Wo liegen die Gaspreise aktuell?
Die günstigsten von Finanztip empfohlenen Tarife für Neukundinnen und Neukunden mit zwölf Monaten Preisgarantie kosten derzeit 11,56 Cent pro Kilowattstunde (kWh) (Stand: 18. August 2026).
Infolge des Iran-Kriegs sind die Gaspreise vorübergehend gestiegen. In mehreren Ländern des Nahen Ostens wurde Gasinfrastruktur beschädigt und zeitweise passierten nur noch wenige Schiffe die Straße von Hormus, eine wichtige internationale Handelsroute. Wie schnell die Gaspreise wieder sinken, ist ungewiss.
Im Finanztip-Gaspreis-Barometer siehst Du die aktuelle Preisentwicklung der vergangenen zwei Jahre. Über wichtige Änderungen bei den Gaspreisen informieren wir Dich auch in unserer App und in unserem Newsletter.
Welche Preise zeigt das Finanztip-Gaspreis-Barometer?
Für das Finanztip-Gaspreis-Barometer werten wir nur Tarife von Gasanbietern aus, die wir bei Finanztip empfehlen. Wir erheben für mehr als 100 Orte in ganz Deutschland die drei günstigsten Gastarife, die unsere verbraucherfreundlichen Kriterien erfüllen. Aus diesen Preisen bilden wir einen Mittelwert. Um möglichst realistische Werte zu erhalten, rechnen wir auch den jährlichen Grundpreis der Tarife in den Preis pro Kilowattstunde ein. Eventuelle Neukundenboni, die viele Gasanbieter im ersten Vertragsjahr auszahlen, berücksichtigen wir dagegen nicht im aktuellen Gaspreis.
Mit dem Finanztip-Gasrechner (enthält Werbelinks) weiter unten auf dieser Seite vergleichst Du die aktuell für Neukundinnen und Neukunden abschließbaren Gastarife. Wegen unterschiedlich hoher Netzentgelte unterscheiden sich die Preise je nach Region.
Welchen Gaspreis zahlen Haushalte aktuell im Schnitt?
Der Gaspreis des deutschen Durchschnittshaushalts lag im April 2026 im Schnitt bei 11,63 Cent/kWh. Diesen Preis gibt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für einen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden an. Das entspricht Gaskosten von 2.326 Euro im Jahr. Dabei handelt es sich um eine Schätzung. Denn bei den vielen Hundert Gasanbietern lässt sich nicht exakt sagen, welchen Preis Haushalte in laufenden Verträgen tatsächlich zahlen.
Ist Dein Gaspreis aktuell zu hoch?
Vergleiche die aktuellen Angebote für Deinen Wohnort mit dem Gaspreisrechner von Finanztip. Der Rechner zeigt Dir ausschließlich Tarife mit verbraucherfreundlichen Konditionen. Außerdem empfehlen wir bei Finanztip keine Gasanbieter, die in der Vergangenheit negativ aufgefallen sind. Welche Kriterien die Finanztip-Empfehlungen erfüllen müssen, liest Du im Ratgeber Gasvergleich.
Mehr dazu im Ratgeber Gasanbieter wechseln
- Einen Gasanbieterwechsel kannst Du innerhalb von zehn Minuten beauftragen.
- Wer regelmäßig wechselt, spart langfristig Heizkosten.
- Alle Tipps zum Wechsel des Gasanbieters liest Du in unserem Ratgeber.
Wie entwickeln sich die Gaspreise weiter?
Wir bei Finanztip rechnen langfristig mit steigenden Gaspreisen. Dafür gibt es zwei Gründe: den steigenden CO2-Preis und die steigenden Gebühren für das Gasnetz.
Wie stark erhöht der CO2-Preis den Gaspreis?
Der CO2-Preis ist ein Teil des Gaspreises und macht im Jahr 2026 bis zu 1,4 Cent/kWh (brutto) aus. Das entspricht derzeit etwa zehn bis 15 Prozent des Gaspreises. In den nächsten Jahren könnte der CO2-Preis noch deutlich steigen und Gas weiter verteuern. Denn Erdgas verursacht beim Verbrennen klimaschädliche Emissionen, vor allem Kohlenstoffdioxid (CO2). Um ihre Klimaziele zu erreichen, will die EU diese Emissionen senken und klimafreundliche Technologien fördern. Das soll unter anderem über den CO2-Preis erreicht werden. Er dürfte daher steigen – und mit ihm der Gaspreis.
Nach Berechnungen von Finanztip musst Du bei einem Einfamilienhaus mit einer Gasheizung in den kommenden 20 Jahren mit CO2-Kosten von rund 20.000 Euro rechnen. Dieses CO2-Preisschild ist bei einem Jahresverbrauch von 24.000 kWh zu erwarten.
Mehr dazu im Ratgeber CO2-Preis / CO2-Steuer
- Der CO2-Preis ist eine Art Steuer auf klimaschädliche Emissionen.
- In den kommenden Jahren wird er Benzin, Diesel, Gas, Heizöl und weitere fossile Brennstoffe zunehmend verteuern.
- In unserem Ratgeber findest Du hilfreiche Tabellen und Beispielrechnungen.
Warum führt der Gasausstieg zu steigenden Preisen?
Immer mehr Haushalte steigen von Gas auf andere Heizsysteme um, zeigt eine Studie des BDEW. Gleichzeitig bleiben die Kosten für das Gasnetz vorerst hoch und verteilen sich wegen des Gasausstiegs auf immer weniger Haushalte. Für den einzelnen Haushalt mit Gasheizung bedeutet das steigende Netzentgelte. Sie sind ein Teil des Gaspreises.
Seit 2025 dürfen sich die Gasnetzbetreiber die Netzkosten früher von ihren Kundinnen und Kunden zurückholen als zuvor. Die Kosten sollen auf möglichst viele Kunden verteilt werden, damit es für die letzten Gasverbraucher in den 2040er-Jahren nicht unbezahlbar wird. Deshalb sind die Netzentgelte 2025 und 2026 fast überall in Deutschland deutlich gestiegen.
Wegen der aktuellen Reformpläne der Bundesregierung, das Heizungsgesetz abzuschaffen, bleiben Gasheizungen zwar voraussichtlich länger erlaubt. Wer eine neue Gasheizung einbaut, muss aber ab 2029 mit einem steigenden Anteil Biogas heizen. Das wird unserer Einschätzung nach zu höheren Kosten führen. Gleiches gilt für die geplante Quote, die grüne Gase im Gasnetz vorschreibt. Diese Gase sind knapp und teurer und könnten den Gaspreis insgesamt steigen lassen.
Wie stark steigen die Gasnetzentgelte in Zukunft noch?
Wie stark die Netzentgelte bis zum Jahr 2045 steigen könnten, zeigt eine Studie der Agora Energiewende (PDF). Im teuersten Fall könnten sie 16-mal so hoch sein wie 2023. In diesem Extremszenario würde der Gaspreis auf 47 Cent/kWh steigen und sich damit gegenüber heute mindestens vervierfachen. Für ein Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Jahresverbrauch ergäbe sich eine Gasrechnung von 590 Euro im Monat, also mehr als 7.000 Euro im Jahr.
Die Agora Energiewende hat mehrere Empfehlungen formuliert, um dieses Szenario zu vermeiden. Selbst wenn alle umgesetzt würden, würden sich die Netzentgelte in älteren Gasnetzen aber immer noch verachtfachen. Zum Vergleich: Die Monatsrechnung für den Beispielhaushalt läge dann bei 350 Euro.
Ob es tatsächlich so kommt, hängt auch von politischen Entscheidungen ab. Mach Dir deshalb besser einen Plan für Deinen Heizungstausch.
Welche klimafreundlichen Alternativen zum Gas gibt es?
Wärmepumpen oder Pelletheizungen sind im Betrieb oft günstiger und klimafreundliche Alternativen zu Gasheizungen. Auch mit Fernwärme kannst Du klimafreundlich heizen, wenn der Versorger einen Teil der Wärme aus erneuerbaren Energien gewinnt.
Eine Gasheizung kannst Du auch mit Biogas betreiben. Es gehört zu den erneuerbaren Energien und gilt als klimaneutral. Zu Biomethan veredelt, kann es wie normales Erdgas ins Gasnetz eingespeist werden. Doch die zum Heizen verfügbare Menge ist sehr begrenzt. Entsprechend teuer ist Biogas: In einer Finanztip-Preisauswertung kosteten selbst die günstigsten Tarife mit 100 Prozent Biogas rund drei Cent pro kWh mehr als herkömmliche Gastarife – ein Aufschlag von 30 Prozent.
Wenn Du mit Deiner Gasheizung klimafreundlicher heizen möchtest, findest Du mit unserem Gasrechner (enthält Werbelinks) Biogastarife mit einem Anteil von zehn bis 100 Prozent Biogas. Außerdem kannst Du das Klima schützen, indem Du Deinen Gasverbrauch senkst.
Ist Wasserstoff eine Alternative für Gasheizungen?
Synthetisch erzeugte Gase wie Wasserstoff können Erdgas in Heizungen ersetzen. Wir bei Finanztip raten Dir aber, nicht darauf zu setzen, künftig mit Wasserstoff heizen zu können.
Die Wasserstoffpreise fürs Heizen werden sehr hoch sein, besagt eine vom Fraunhofer IEG und ISI veröffentlichte Studie (PDF) im Auftrag von Gaswende und Greenpeace. Im optimistischsten Szenario liegt der Preis im Jahr 2035 demnach bei 21,4 Cent/kWh, im pessimistischen bei 33,3 Cent/kWh. Zum Vergleich: Gegenüber dem heutigen Gaspreis würde das eine Verdopplung bis Verdreifachung Deiner Heizkosten bedeuten. Damit wäre auch Wasserstoff keine kostengünstige Zukunftslösung fürs Heizen.
Und es gibt noch ein weiteres Problem: Die Bundesregierung hat eine Nationale Wasserstoffstrategie vorgelegt und treibt den Aufbau eines Wasserstoffnetzes voran. Aus diesen Planungen ist schon jetzt ersichtlich, dass sich das Netz auf bestimmte Hauptadern beschränken wird. Längst nicht überall, wo Haushalte heute ans Gasnetz angeschlossen sind, wird es also später auch ein Wasserstoffnetz geben.
Wie beeinflusst der Ausstieg aus russischem Gas die Preise?
Infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine fließt seit September 2022 kein Erdgas mehr über Pipelines von Russland nach Deutschland. Das löste damals eine Energiepreiskrise aus. Inzwischen haben sich die Importpreise für Gas wieder auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert. Langfristig rechnen wir bei Finanztip aber mit etwas höheren Gaspreisen als vor dem Überfall auf die Ukraine.
Norwegen, die Niederlande und Belgien liefern jetzt den größten Teil des Gases nach Deutschland, zeigen Daten der Bundesnetzagentur. Die Niederlande und Belgien verkaufen vor allem Flüssigerdgas, sogenanntes LNG (Liquefied Natural Gas), das wiederum aus anderen Ländern kommt – hauptsächlich aus den USA. Über LNG-Terminals gelangt auch weiterhin russisches Gas in die EU und nach Deutschland. Das zeigt eine Analyse, die unter anderem von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) veröffentlicht wurde.
Wie beeinflussen die Gasspeicherstände den Gaspreis?
Bis zum Start der Heizperiode müssen alle EU-Mitgliedstaaten ihre Gasspeicher verpflichtend befüllen, damit das Gas im Winter nicht knapp wird. Die Füllstände rechtzeitig vor dem Winter zu erreichen, kann selbst im Sommer die Gaspreise in die Höhe treiben. Viele deutsche Speicher haben für den 1. November einen Füllstand von mindestens 80 Prozent als Ziel (§ 1 GasSpFüllstV).
Aus dem Winter 2025/2026 kamen die deutschen Gasspeicher mit einem historischen Tiefstand von rund 20 Prozent, zeigen Daten der Bundesnetzagentur. Branchenvertreter haben deshalb gewarnt, dass es schwierig oder teuer werden könnte, die Speicher bis zum nächsten Winter wieder aufzufüllen.
Was sollten Mieter beim Gaspreis beachten?
Anders als beim Strom können Mieterinnen und Mieter beim Gas nicht immer selbst den Anbieter wählen und so ihren Gaspreis beeinflussen. Wohnst Du zur Miete in einem Mehrfamilienhaus mit Gaszentralheizung, läuft der Gasliefervertrag nämlich auf Deine Vermieterin oder Deinen Vermieter. Die Gaskosten werden dann über die Heizkostenabrechnung an Dich weitergereicht.
Stellst Du fest, dass der Gaspreis auf der Abrechnung hoch ist, dann fordere Deinen Vermieter zu einem Gasanbieterwechsel auf. Das Wirtschaftlichkeitsgebot nach Paragraf 556 Absatz 3 BGB besagt, dass Vermieter im Sinne ihrer Mieter wirtschaftlich handeln und für einen günstigen Gaspreis sorgen sollten.
Mietest Du eine Wohnung mit eigener Gasetagenheizung, hast Du Deinen Gasvertrag dagegen selbst in der Hand und kannst Dich um einen günstigen Gaspreis kümmern.
Wie beteiligt sich der Vermieter an Deinen CO2-Kosten?
Bei einer Gasheizung muss sich der Vermieter an den CO2-Kosten seiner Mieter beteiligen. Der Vermieteranteil ist umso größer, je höher der Energieverbrauch in der Wohnung ist. Schließlich kannst Du als Mieter weder die Heizungstechnologie noch die energetische Qualität des Wohngebäudes beeinflussen.
Wohnst Du zur Miete und hast keinen eigenen Gasvertrag, muss der Vermieter seinen Anteil an den CO2-Kosten in der Heizkostenabrechnung abziehen. Überprüf das, unsere Lesehilfe zur Heizkostenabrechnung hilft Dir dabei.
Wohnst Du zur Miete und hast einen eigenen Gasvertrag, etwa mit einer Gasetagenheizung oder in einem gemieteten Einfamilienhaus, musst Du die CO2-Kosten vom Vermieter selbst einfordern. In unserem Ratgeber CO2-Kosten-Rechner findest Du ein Tool und ein Musterschreiben.
Wie setzt sich der Gaspreis zusammen?
Dein Gaspreis besteht aus drei Kostenblöcken:
- Beschaffung und Vertrieb – beeinflusst der Gasanbieter.
- Netzentgelte und Zählerkosten – beeinflussen der Netzbetreiber und Messstellenbetreiber.
- Steuern, Umlagen und Abgaben – sie werden vor allem staatlich bestimmt.
Welche Kosten entstehen für Beschaffung und Vertrieb?
Knapp die Hälfte des Gaspreises fließt an den Gasanbieter, laut BDEW im Schnitt rund 5,5 Cent/kWh (netto). Der größte Teil davon entfällt auf die Kosten für den Einkauf des Gases an der Börse oder bei einem Großhändler. Enthalten sind außerdem ein bis 1,5 Cent pro Kilowattstunde, die der Gasanbieter einbehält, um seine Vertriebskosten zu decken und Gewinn zu erwirtschaften. Dieser Anteil kann auch höher sein.
Was sind Netzentgelte und Zählerkosten im Gaspreis?
Rund ein Viertel Deines Gaspreises zahlst Du als Netzentgelt für den Gastransport an den Netzbetreiber. Er kümmert sich auch um Deinen Gaszähler und verlangt dafür eine Gebühr für den Messstellenbetrieb. Diese Zählergebühr ist in der Grafik in den angegebenen Netzentgelten enthalten.
Dein Netzbetreiber hängt vom Wohnort ab, Du kannst ihn nicht selbst auswählen. Wie viel Gewinn er machen darf, legt die Bundesnetzagentur fest. Investiert ein Netzbetreiber viel Geld in das Gasnetz, kann er diese Kosten auf den Gaspreis umlegen – das Netzentgelt in Deiner Region steigt.
Wie hoch sind die Netzentgelte beim Gas aktuell?
Das Netzentgelt beträgt 2026 im Schnitt 2,84 Cent/kWh (netto). Der Energiedienstleister Ene't hat diese Zahl für Finanztip errechnet, sie gilt für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden. Das sind 507 Euro brutto im Jahr allein für die Nutzung des Gasnetzes – 55 Euro mehr als im Vorjahr. In Zukunft musst Du mit weiter steigenden Netzentgelten rechnen.
Da Wartung, Ausbau und Betrieb des Gasnetzes je nach Gebiet unterschiedlich viel kosten, unterscheiden sich die Netzentgelte regional. In Großstädten sind sie oft niedriger – je höher die Bewohnerdichte, desto geringer die Kosten für den Einzelnen.

Quelle: Ene't (Datenstand: Januar 2026)
Wie hoch sind die CO2-Preise für Erdgas?
| Jahr | CO2-Preis | CO2-Preis für Gas (brutto) |
|---|---|---|
| 2023 | 30 Euro/Tonne | 0,58 Cent/kWh 1 |
| 2024 | 45 Euro/Tonne | 0,97 Cent/kWh |
| 2025 | 55 Euro/Tonne | 1,19 Cent/kWh |
| 2026 | max. 65 Euro/Tonne 2 | 1,40 Cent/kWh |
| 2030 | z.B. 120 Euro/Tonne 3 | 2,59 Cent/kWh |
Alle Angaben wurden gerundet und auf den Brennwert bezogen. 1 Reduzierte Mehrwertsteuer von 7 % berücksichtigt. 2 Preiskorridor von 55 bis 65 Euro. 3 Geschätzter Preis nach dem Kopernikus-Projekt Ariadne. Quelle: Finanztip-Berechnung, EBeV 2030 und § 10 Abs. 2 BEHG (Stand: Juli 2026)
Der CO2-Preis verteuert fossile Energieträger wie Gas, weil bei ihrer Nutzung klimaschädliche Emissionen entstehen. In den kommenden Jahren könnte sich diese Steuer weiter erhöhen. Wohnst Du zur Miete, muss Dein Vermieter oder Deine Vermieterin einen Teil Deiner CO2-Kosten übernehmen. Unser CO2-Kosten-Rechner hilft Dir, den Vermieteranteil zu berechnen und das Geld einzufordern.
Wie hoch ist die Konzessionsabgabe beim Gas?
Die Konzessionsabgabe beträgt 0,03 Cent pro Kilowattstunde Gas. Das gilt für alle Sonderverträge außerhalb der Grundversorgung (§ 2 Abs. 3 KAV). In der Grundversorgung ist die Konzessionsabgabe mit 0,22 bis 0,93 Cent pro Kilowattstunde höher, abhängig von der Größe der Kommune (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 KAV). Sie ist eine Gebühr für die Nutzung von Gemeindeflächen durch das Gasnetz.
Wann wurde die Gasspeicherumlage abgeschafft?
Die Gasspeicherumlage wurde zum 1. Januar 2026 abgeschafft. Die Kosten werden nun aus dem Bundeshaushalt bezahlt – das hat der Bundestag beschlossen. Für Deinen Gaspreis bedeutet der Wegfall der Gasspeicherumlage eine Entlastung von drei Prozent. Wegen des zeitgleich steigenden CO2-Preises hatten Gaskundinnen und -kunden davon aber kaum etwas.
Bis Ende 2025 lag die Gasspeicherumlage bei 0,289 Cent/kWh. Sie wurde von der Trading Hub Europe GmbH festgelegt und finanzierte Kosten, die durch die staatliche Befüllung der deutschen Gasspeicher entstanden.
Wie hoch sind die Steuern auf Gas?
Der Staat verlangt für jede verbrauchte Kilowattstunde eine Erdgassteuer von 0,55 Cent (netto). Auf den gesamten Netto-Gaspreis werden zum Schluss noch 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig, die in die Staatskasse fließen.
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