Gaspreise 2026 Wie sich die Gaspreise aktuell und in Zukunft entwickeln

Benjamin Weigl
Benjamin Weigl
Experte Energie

Das Wichtigste in Kürze

  • In den günstigsten von Finanztip empfohlenen Tarifen liegt der Gaspreis aktuell bei 10,22 Cent pro Kilowattstunde.
  • Steigende Netzgebühren und CO2-Steuern könnten Gas in Zukunft weiter verteuern.
  • Rechne auf lange Sicht mit höheren Gaspreisen – das Gasnetz ist ein Auslaufmodell. 

So gehst Du vor

  • Vergleiche Gaspreise mit dem Finanztip-Gasrechner (enthält Werbelinks). Alle Empfehlungen erfolgen unabhängig und nach verbraucherfreundlichen Kriterien. Negativ auffällige Anbieter entfernen wir. 

Gaspreise vergleichen

  • Du besitzt eine Immobilie? Plane wegen steigender Gaspreise Deine Heizungswende. Das Finanztip-Buch Energetisches Sanieren: Einfach erklärt bietet einen Überblick.
  • Du wohnst zur Miete mit eigener Gasetagenheizung? Beeinflusse Deinen Gaspreis durch einen Anbieterwechsel selbst.

Klickst Du auf eine Empfehlung mit *, unterstützt das unsere Arbeit. Finanztip bekommt dann eine Vergütung. Empfehlungen sind aufwändig recherchiert und basieren auf den strengen Kriterien der Finanztip-Expertenredaktion. Mehr Infos

In jeder zweiten Wohnung in Deutschland wird mit Gas geheizt, zeigt eine Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Wir zeigen Dir in diesem Ratgeber, wo die Gaspreise aktuell stehen und wohin sie sich vermutlich entwickeln werden.

Wo liegen die Gaspreise aktuell?

Der Gaspreis liegt aktuell bei 10,22 Cent pro Kilowattstunde (kWh) für Tarife mit zwölf Monaten Preisgarantie (Stand: 10. März 2026). So viel kostet Gas in den günstigsten von uns empfohlenen Tarifen für Neukunden. Im Finanztip-Gaspreis-Barometer siehst Du neben den aktuellen Preisen auch die Gaspreisentwicklung der vergangenen zwei Jahre. Auch in unserer App und in unserem Newsletter informieren wir Dich über wichtige Änderungen und aktuelle Entwicklungen bei Gaspreisen.

Welche Preise zeigt das Finanztip-Gaspreis-Barometer?

Das Finanztip-Gaspreis-Preisbarometer wertet nur Tarife von Gasanbietern aus, die wir bei Finanztip empfehlen. Wir erheben für mehr als 100 Orte in ganz Deutschland die drei günstigsten Gastarife, die unsere verbraucherfreundlichen Kriterien erfüllen. Aus diesen Preisen bilden wir einen Mittelwert. Um besonders realistisch zu sein, rechnen wir auch den jährlichen Grundpreis der Tarife in den Preis pro Kilowattstunde hinein. Eventuelle Neukundenboni, die viele Gasanbieter im ersten Vertragsjahr ausbezahlen, rechnen wir dagegen nicht in den aktuellen Gaspreis mit ein.

Mit dem Finanztip-Gasrechner (enthält Werbelinks) weiter unten auf dieser Seite kannst Du die Gastarife vergleichen, die Du als Neukunde jetzt abschließen kannst. Aufgrund unterschiedlich hoher Netzentgelte unterscheiden sich die Preise regional. 

Welchen Gaspreis zahlen Haushalte aktuell im Schnitt?

Der Gaspreis des deutschen Durchschnittshaushalts lag im Januar 2026 im Schnitt bei 11,10 Cent/kWh. Der BDEW gibt diesen Preis für einen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden an, das summiert sich also auf Gaskosten von 2.220 Euro im Jahr. Dabei handelt es sich um eine Schätzung. Ganz genau weiß niemand, welchen Gaspreis die deutschen Haushalte bei den vielen Hundert Gasanbietern in ihren bereits laufenden Verträgen bezahlen. 

Die günstigsten von Finanztip empfohlenen Gastarife sind aktuell deutlich günstiger. Vergleiche die Gaspreise mit dem Finanztip-Gasrechner (enthält Werbelinks). Aktuell könnte der Musterhaushalt durch einen Gasanbieterwechsel nach unseren Finanztip-Analysen rund 340 Euro im Jahr sparen.

Ist Dein Gaspreis aktuell zu hoch?

Die aktuellen Gaspreise für Deinen Wohnort vergleichst Du am besten mit dem Gasrechner von Finanztip. Der Rechner zeigt Dir ausschließlich Gastarife mit verbraucherfreundlichen Konditionen an. Außerdem empfehlen wir Dir bei Finanztip keine Gasanbieter, die in der Vergangenheit negativ aufgefallen sind. Mehr zu unseren strengen Kriterien liest Du im Ratgeber Gasvergleich.

Tagesaktueller Gaspreisvergleich

Die Ergebnisliste des Finanztip-Gasrechners enthält Werbelinks zu Gastarifen, die uns täglich aktuell von Check24 und Verivox übermittelt werden. Wir sortieren die Angebote nach dem jährlichen Gesamtpreis. Mehr dazu

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Der Finanztip-Gasrechner basiert auf Daten der Check24 Vergleichsportal Energie GmbH sowie der Verivox GmbH. Mehr dazu

Willst Du einen abgeschlossenen Vertrag wieder kündigen, klicke für einen Check24-Vertrag hier und für einen Verivox-Vertrag hier, um Deine Kündigung durchzuführen.

Mehr dazu im Ratgeber Gasanbieter wechseln

  • Einen Gasanbieterwechsel kannst Du innerhalb von zehn Minuten beauftragen.
  • Wer regelmäßig wechselt, spart langfristig Heizkosten.
  • Alle Tipps zum Wechsel des Gasanbieters liest Du in unserem Ratgeber.

Zum Ratgeber

Wie entwickeln sich die Gaspreise weiter?

Wir bei Finanztip rechnen langfristig mit steigenden Gaspreisen. Dafür gibt es zwei Gründe: Der steigende CO2-Preis und die steigenden Gebühren für das Gasnetz.

Wie stark erhöht der CO2-Preis den Gaspreis?

Der CO2-Preis ist ein Teil des Gaspreises und macht im Jahr 2026 bis zu 1,4 Cent/kWh (brutto) aus. Momentan sind das also gut zehn Prozent des Gaspreises. In den nächsten Jahren könnte der CO2-Preis noch deutlich steigen und den Gaspreis weiter verteuern. Denn Erdgas verursacht beim Verbrennen klimaschädliche Emissionen, vor allem Kohlenstoffdioxid (CO2). Will die EU ihre Klimaziele erreichen und klimafreundliche Branchen fördern, müssen die Emissionen sinken. Das soll unter anderem über den CO2-Preis erreicht werden, er dürfte daher steigen, und damit die Gaspreise.

Nach Berechnungen von Finanztip musst Du bei einem Einfamilienhaus mit einer Gasheizung in den kommenden 20 Jahren mit CO2-Kosten von rund 20.000 Euro rechnen. Dieses CO2-Preisschild ist bei einem Jahresverbrauch von 24.000 kWh zu erwarten.

Mehr dazu im Ratgeber CO2-Preis / CO2-Steuer

  • Der CO2-Preis ist eine Art Steuer auf klimaschädliche Emissionen. 
  • In den kommenden Jahren wird er Benzin, Diesel, Gas, Heizöl und weitere fossile Brennstoffe zunehmend verteuern.
  • In unserem Ratgeber findest Du hilfreiche Tabellen und Beispielrechnungen.

Zum Ratgeber

Warum führt der Gasausstieg zu steigenden Preisen? 

Immer mehr Haushalte steigen von Gas auf eine andere Heizung um, zeigt eine Studie des BDEW. Gleichzeitig bleiben die Kosten für das Gasnetz aber vorerst hoch – durch den Gasausstieg werden sie auf immer weniger Schultern verteilt. Für den einzelnen Haushalt mit Gasheizung bedeutet das steigende Netzentgelte. Die Netzentgelte sind ein Teil des Gaspreises.

Seit 2025 dürfen sich die Gasnetzbetreiber die Netzkosten von ihren Kundinnen und Kunden früher zurückholen als vorher. Die Kosten sollen auf möglichst viele Kunden verteilt werden, damit es für die letzten Gasverbraucher in den 2040er-Jahren nicht unbezahlbar wird. Deshalb sind die Netzentgelte 2025 und 2026 fast überall in Deutschland deutlich gestiegen.

Wegen der aktuellen Reformpläne der Bundesregierung, das Heizungsgesetz abzuschaffen, bleiben Gasheizungen zwar voraussichtlich länger erlaubt. Wer eine neue Gasheizung einbaut, muss aber ab 2029 mit immer mehr Biogas heizen. Das wird unserer Einschätzung nach zu höheren Kosten führen. Genauso wie die geplante Quote, die grüne Gase im Gasnetz zur Pflicht macht. Diese Gase sind knapp und teurer und könnten den Gaspreis damit insgesamt steigen lassen. 

Wie stark steigen die Gasnetzentgelte in Zukunft noch?

Wie stark die Netzentgelte bis zum Jahr 2045 steigen könnten, zeigt eine Studie der Agora Energiewende (PDF). Im teuersten Fall lägen sie 16 Mal höher als noch 2023. In diesem Extremszenario würde der Gaspreis auf 47 Cent/kWh steigen und sich damit gegenüber heute mindestens vervierfachen. Für ein Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Jahresverbrauch käme eine Gasrechnung von 590 Euro im Monat heraus, das sind über 7.000 Euro im Jahr.

Die Agora Energiewende hat mehrere Empfehlungen gegeben, um dieses Szenario zu vermeiden. Selbst wenn alle umgesetzt würden, würden sich die Netzentgelte in älteren Gasnetzen aber immer noch verachtfachen. Zum Vergleich: Die Monatsrechnung für den Beispielhaushalt läge dann bei 350 Euro.

Ob es tatsächlich so kommt, hängt auch von politischen Entscheidungen ab. Leg Dir also besser einen Plan für Deinen Heizungstausch zurecht. 

Welche klimafreundlichen Alternativen zum Gas gibt es?

Wärmepumpen oder Pelletheizungen sind im Betrieb oft günstiger und eine klimafreundliche Alternative zu Gasheizungen. Auch mit Fernwärme kannst Du klimafreundlich heizen, wenn der Versorger einen Teil der Wärme aus erneuerbaren Energien gewinnt.

Eine Gasheizung kannst Du auch mit Biogas betreiben, das zu den erneuerbaren Energien gehört und als klimaneutral gilt. Zu Biomethan veredelt, kann es wie normales Erdgas ins Gasnetz gespeist werden. Doch die verfügbare Menge zum Heizen ist sehr begrenzt. Die Preise für Biogas sind deshalb hoch: In einer Finanztip-Stichprobe kosteten Gastarife mit zehn Prozent Biogas rund zwei Cent/kWh mehr als die normale Gastarife – ein Preisaufschlag von 23 Prozent.

Wenn Du mit Deiner Gasheizung klimafreundlicher heizen möchtest, findest Du mit unserem Gasrechner (enthält Werbelinks) Biogastarife, die zwischen zehn und 100 Prozent Biogas enthalten. Außerdem kannst Du das Klima schützen, indem Du Deinen Gasverbrauch senkst.
 

Ist Wasserstoff eine Alternative für Gasheizungen?

Synthetisch erzeugte Gase wie Wasserstoff können Erdgas in Heizungen ersetzen. Wir bei Finanztip raten Dir aber, nicht darauf zu vertrauen, in Zukunft mit Wasserstoff heizen zu können.

Die Wasserstoffpreise fürs Heizen werden sehr hoch sein, besagt eine vom Fraunhofer IEG und ISI veröffentlichte Studie (PDF) im Auftrag von Gaswende und Greenpeace. Im optimistischsten Szenario liegt der Preis im Jahr 2035 demnach bei 21,4 Cent/kWh, im pessimistischen Szenario bei 33,3 Cent/kWh. Zur Einordnung: Vergleicht man das mit dem heutigen Gaspreis, würde das eine Verdopplung bis Verdreifachung Deiner Heizkosten bedeuten. Damit wäre auch Wasserstoff keine kostengünstige Zukunftslösung fürs Heizen.

Und noch ein Problem gibt es: Die Bundesregierung hat eine Nationale Wasserstoffstrategie vorgelegt und setzt die Hebel für ein Wasserstoffnetz in der Zukunft in Bewegung. Aus diesen Planungen ist bereits jetzt ersichtlich, dass sich das Netz auf bestimmte Hauptadern beschränken wird. Längst nicht überall, wo Haushalte heute ans Gasnetz angeschlossen sind, wird es also auch ein Wasserstoffnetz geben.

Wie beeinflusst der Ausstieg aus russischem Gas die Preise?

Infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine fließt seit September 2022 kein Erdgas mehr über Pipelines von Russland nach Deutschland. Das hat damals zu einer Energiepreiskrise geführt. Mittlerweile haben sich die Importpreise für Gas längst wieder auf einem niedrigen Niveau stabilisiert. Langfristig rechnen wir bei Finanztip aber mit etwas höheren Gaspreisen als vor dem Überfall auf die Ukraine. 

Norwegen, die Niederlande und Belgien liefern jetzt das meiste Gas nach Deutschland, zeigen Daten der Bundesnetzagentur. Die Niederlande und Belgien verkaufen vor allem Flüssigerdgas, sogenanntes LNG (Liquefied Natural Gas), das wiederum aus anderen Ländern kommt, hauptsächlich den USA. Über LNG-Terminals gelangt auch weiterhin russisches Gas in die EU und nach Deutschland. Das hat eine Analyse aufgedeckt, die unter anderem die Deutsche Umwelthilfe (DHU) veröffentlichte.

Wie beeinflussen Die Gasspeicherstände den Gaspreis?

Bis zum Start der Heizperiode müssen alle EU-Mitgliedstaaten ihre Gasspeicher verpflichtend befüllen, damit das Gas im Winter nicht knapp wird. Die Füllstände rechtzeitig vor dem Winter zu schaffen, kann selbst im Sommer die Gaspreise in die Höhe treiben. Viele deutsche Speicher haben für den 1. November einen Füllstand von mindestens 80 Prozent als Ziel (§ 1 GasSpFüllstV). 

Aus dem Winter 2025/2026 kamen die deutschen Gasspeicher mit einem historischen Tief von rund 20 Prozent Füllstand, zeigen Daten der Bundesnetzagentur. Branchenvertreter haben deshalb gewarnt, dass es schwierig oder teuer werden könnte, die Speicher bis zum nächsten Winter wieder aufzufüllen.

Was sollten Mieter beim Gaspreis beachten?

Anders als beim Strom können Mieterinnen und Mieter beim Gas nicht immer selbst den Anbieter auswählen und so ihren Gaspreis beeinflussen. Wohnst Du zur Miete in einem Mehrfamilienhaus mit Gaszentralheizung, läuft der Gasliefervertrag nämlich auf Deine Vermieterin oder Deinen Vermieter. Die Gaskosten werden dann über die Heizkostenabrechnung an Dich weitergereicht. 

Stellst Du fest, dass der Gaspreis auf der Abrechnung hoch ist, dann fordere Deinen Vermieter zu einem Gasanbieterwechsel auf. Das Wirtschaftlichkeitsgebot nach Paragraf 556 Absatz 3 BGB besagt, dass Vermieter im Sinne ihrer Mieter wirtschaftlich handeln, also für einen günstigen Gaspreis sorgen sollten.

Mietest Du eine Wohnung mit eigener Gasetagenheizung, hast Du Deinen Gasvertrag dagegen selbst in der Hand und kannst Dich um einen günstigen Gaspreis kümmern. 

Wie beteiligt sich der Vermieter an Deinen CO2-Kosten? 

Bei einer Gasheizung muss der Vermieter sich an den CO2-Kosten seiner Mieter beteiligen. Der Vermieteranteil ist umso größer, je höher der Energieverbrauch in der Wohnung ist. Schließlich kannst Du als Mieter weder die Heizungstechnologie noch die energetische Qualität des Wohngebäudes beeinflussen.

Wohnst Du zur Miete und hast keinen eigenen Gasvertrag, muss der Vermieter seinen Anteil an den CO2-Kosten in der Heizkostenabrechnung abziehen. Überprüf das, unsere Lesehilfe zur Heizkostenabrechnung hilft Dir dabei.

Wohnst Du zur Miete und hast einen eigenen Gasvertrag, etwa mit einer Gasetagenheizung oder in einem gemieteten Einfamilienhaus, musst Du die CO2-Kosten vom Vermieter selbst einfordern. In unserem Ratgeber CO2-Kosten-Rechner findest Du ein Tool und ein Musterschreiben.

Wie setzt sich der Gaspreis zusammen?

Dein Gaspreis setzt sich aus drei Kostenblöcken zusammen:

  • Beschaffung und Vertrieb – beeinflusst der Gasanbieter.
  • Netzentgelte und Zählerkosten – beeinflusst der Netzbetreiber und Messstellenbetreiber.
  • Steuern, Umlagen und Abgaben – die sind vor allen Dingen staatlich beeinflusst. 

Welche Kosten entstehen für Beschaffung und Vertrieb? 

Knapp die Hälfte des Gaspreises geht an den Gasanbieter, das sind laut BDEW im Schnitt rund fünf Cent/kWh (netto). Der größte Teil davon sind die Kosten für den Einkauf des Gases an der Börse oder bei einem Großhändler. Darauf schlägt der Gasanbieter noch ein bis 1,5 Cent pro Kilowattstunde auf, um die eigenen Vertriebskosten zu decken und Gewinn zu erwirtschaften. Dieser Anteil kann auch höher sein.

Was sind Netzentgelte und Zählerkosten im Gaspreis?

Ein Viertel Deines Gaspreises zahlst Du für den Gastransport als Netzentgelt an den Netzbetreiber. Er kümmert sich auch um Deinen Gaszähler und verlangt dafür eine Gebühr für den Messstellenbetrieb. Diese Zählergebühr ist in der Grafik in den angegebenen Netzentgelten enthalten. 

Dein Netzbetreiber hängt vom Wohnort ab, Du kannst ihn nicht selbst auswählen. Wie viel Gewinn er machen darf, legt die Bundesnetzagentur fest. Investiert ein Netzbetreiber viel Geld in das Gasnetz, kann er diese Kosten auf den Gaspreis umlegen – das Netzentgelt in Deiner Region steigt.

Wie hoch sind die Netzentgelte beim Gas aktuell?

Das Netzentgelt beträgt 2026 im Schnitt 2,84 Cent/kWh (netto). Der Energiedienstleister Ene't hat diese Zahl für Finanztip errechnet, sie gilt für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden. Insgesamt sind das jährlich 507 Euro (brutto) nur für die Nutzung des Gasnetzes, 55 Euro mehr als im Vorjahr. In Zukunft musst Du mit weiter steigenden Netzentgelten rechnen.

Da Wartung, Ausbau und Betrieb des Gasnetzes je nach Gebiet unterschiedlich viel kosten, unterscheiden sich die Netzentgelte regional. In Großstädten sind die Netzentgelte oft niedriger – je höher die Bewohnerdichte, umso geringer die Kosten für den Einzelnen.

Wie hoch sind die CO2-Preise für Erdgas? 

JahrCO2-Preis CO2-Preis für Gas (brutto)
2023 30 Euro/Tonne0,58 Cent/kWh 1
202445 Euro/Tonne0,97 Cent/kWh
202555 Euro/Tonne1,19 Cent/kWh
2026max. 65 Euro/Tonne 21,40 Cent/kWh
2030z.B. 120 Euro/Tonne 32,59 Cent/kWh

Alle Angaben wurden gerundet und auf den Brennwert bezogen. 1 Reduzierte Mehrwertsteuer von 7 % berücksichtigt. 2 Preiskorridor von 55 bis 65 Euro. 3 Geschätzter Preis nach dem Kopernikus-Projekt Ariadne. Quelle: Finanztip-Berechnung, EBeV 2030 und § 10 Abs. 2 BEHG (Stand: März 2026)

Der CO2-Preis ist eine Art Steuer dafür, dass Gas klimaschädlich ist. In den kommenden Jahren könnte sich die Steuer weiter erhöhen. Wohnst Du zur Miete, muss Dein Vermieter oder Deine Vermieterin einen Teil Deiner CO2-Kosten übernehmen. Unser CO2-Kosten-Rechner hilft Dir, Den Vermieteranteil zu berechnen und das Geld einzufordern.

Wie hoch ist die Konzessionsabgabe beim Gas?

Die Konzessionsabgabe beträgt 0,03 Cent pro Kilowattstunde Gas. Das gilt für alle Sonderverträge außerhalb der Grundversorgung (§ 2 Abs. 3 KAV). In der Grundversorgung ist die Konzessionsabgabe mit 0,22 bis 0,93 Cent pro Kilowattstunde höher, abhängig von der  Größe der Kommune (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 KAV). Die Konzessionsabgabe ist eine Gebühr für die Nutzung von Gemeindeflächen für das Gasnetz. 

Wann wurde die Gasspeicherumlage abgeschafft?

Die Gasspeicherumlage wurde zum 1. Januar 2026 abgeschafft. Die Kosten werden nun aus dem Bundeshaushalt bezahlt, das hat der Bundestag beschlossen. Für Deinen Gaspreis bedeutet der Wegfall der Gasspeicherumlage eine Vergünstigung von drei Prozent. Auch wegen des steigenden CO2-Preises wirst Du das kaum im Geldbeutel spüren.

Bis Ende 2025 lag die Gasspeicherumlage bei 0,289 Cent/kWh. Sie wurde von der Trading Hub Europe GmbH festgelegt und finanzierte Kosten, die durch staatliche Befüllung der deutschen Gasspeicher entstanden.

Wie hoch sind die Steuern auf Gas?

Der Staat verlangt für jede verbrauchte Kilowattstunde eine Erdgassteuer in Höhe von 0,55 Cent (netto). Und auf den gesamten Netto-Gaspreis werden zum Schluss noch 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig, die in die Staatskasse fließen. 

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