Gasvergleich

Mit dem Finanztip-Gasrechner einen günstigen Gastarif finden

Ines Rutschmann 25. Januar 2021
So gehst Du vor
  • Vergleiche Tarife am besten mit unserem Gasrechner. Er fragt die Angebote von Verivox und Check24 gleichzeitig ab und filtert die Ergebnisse nach unseren strengen Finanztip-Kriterien.
  • Die Ergebnisliste enthält Werbelinks, über die Du Deinen Tarif direkt abschließen kannst. Alle Empfehlungen erfolgen rein redaktionell und 100 Prozent unabhängig.

Zum Gasrechner

Zum Jahreswechsel 2021 haben viele Gasanbieter die Preise erhöht. Seit Januar gilt die neue CO2-Steuer auf Erdgas, die Mehrwertsteuer liegt wieder bei 19 Prozent und die Netzentgelte sind in einigen Regionen gestiegen. Dass die Kilowattstunde Erdgas im Schnitt weniger als 6 Cent kostet – diese Zeiten sind erst einmal vorbei. Schließlich werden die Kosten der CO2-Steuer Jahr um Jahr steigen und vermutlich auch die Kosten fürs Gasnetz, das im Zuge der Energiewende modernisiert werden muss.

Steigende Kosten für Erdgas nutzen die Energieanbieter nicht selten dazu, die Preise stärker zu erhöhen als notwendig. Du solltest daher regelmäßig die Konditionen Deines Tarifs prüfen. Dabei hilft unser Gasvergleichsrechner. Hast Du Deinen aktuellen Tarif nicht bewusst gewählt, steckst Du noch in der teuren Grundversorgung – dann solltest Du schnellstmöglich den Tarif oder auch den Lieferanten wechseln.

Noch ein Tipp: Wenn Deine nächste Abrechnung für 2020 kommt, solltest Du kontrollieren, ob Dir Dein Lieferant auf Deinen Verbrauch von Juli bis Dezember nur die damals gültige Mehrwertsteuer von 16 Prozent berechnet hat und nicht etwa durchgängig den seit 2021 wieder gültigen Satz von 19 Prozent.

Größte Datenbasis für Vergleich von Gastarifen

Finanztip ist im Juni 2017 mit dem Gas-Tarifrechner online gegangen. Er nutzt die Tarif-Datenbanken von Verivox und Check24. Beide Vergleichsportale hatten sich in den Gastarif-Tests 20172015 und 2014 bewährt. Finanztip sprach daher immer für beide Portale eine Empfehlung aus.

Durch den Zugriff auf zwei Datenbanken profitiert der Finanztip-Gasrechner von der größten Datenbasis der im Internet verfügbaren Vergleichsrechner für Gaspreise. Wir zeigen aber nicht alle an einem Wohnort verfügbaren Tarife an. Im Gegenteil: Unser Gasrechner filtert und entfernt bestimmte Angebote aus einer Suchanfrage. Das Ziel ist, dass Du nur verbraucherfreundliche Tarife siehst. Die günstigsten stehen dabei ganz oben. Anzeigen gibt es in den Ergebnislisten nicht.

So funktioniert der Finanztip-Gasvergleich

Für eine Abfrage von Gastarifen musst Du lediglich Deine Postleitzahl eingeben und Deinen Gasverbrauch nennen. Weißt Du Deinen Verbrauch nicht aus dem Kopf, entnimm ihn Deiner letzten Abrechnung. Alternativ kannst Du auf das Haussymbol klicken, das Deiner Wohnungsgröße am ehesten entspricht. Dann schätzen wir Deinen Verbrauch. Basis dafür sind die durchschnittlichen Energiemengen der vergangenen Jahre, die deutsche Haushalte zum Heizen verwendeten.

Eine weitere Angabe kannst Du nach Vorliebe machen: Ob Du Schnäppchen-Tarife suchst, die nur im ersten Vertragsjahr sehr wenig kosten oder ob Du einen Tarif suchst, der längere Zeit günstig bleibt. Dazu stellt der Rechner die Frage: „Wie oft willst Du den Tarif wechseln?“. Von Haus aus ist die Antwort „einmalig“ markiert. In diesem Fall kalkuliert der Rechner die jährlichen Kosten nur aufgrund der Preise des Tarifs, bezieht aber Boni nicht ein. Das führt dazu, dass meist Tarife ohne Bonuszahlung in unserem Rechner oben stehen. Befindet sich doch ein Tarif mit Bonuszahlung unter den gezeigten Angeboten, so kannst Du die Höhe des Bonus den Detailangaben zum Tarif entnehmen. 

Ziel ist es schließlich, dass die angezeigten Tarife nicht nur günstig wirken sollen, sondern über einen längeren Zeitraum günstig bleiben. Es gibt aber auch Tarife ohne Boni, die ähnlich niedrige Kosten ausweisen wie Tarife mit üppigen Bonuszahlungen. Diese Tarife haben so niedrige Preise, dass der Anbieter im ersten Vertragsjahr kaum Gewinn mit ihnen erwirtschaften kann. Die Folge: Er erhöht seine Preise nach einem Jahr wahrscheinlich drastisch. Einen solchen Tarif können wir daher nicht für einen einmaligen Wechsel empfehlen. Deshalb prüfen wir regelmäßig die Höhe von Neukundenangeboten und sortieren die aus, die wohl nach einem Jahr viel teurer werden. Zu finden sind diese Tarife dann nur, wenn Du angibst, „jedes Jahr“ den Anbieter wechseln zu wollen.

Eine dort angezeigte Empfehlung solltest Du aber wirklich nur abschließen, wenn Du Dir vorstellen kannst, regelmäßig einen neuen Lieferanten zu suchen. Neben den Tarifen mit kaum kostendeckenden Preisen finden sich unter der Einstellung „jedes Jahr wechseln“ Tarife mit hohen Bonuszahlungen. Die versprochenen Boni bezieht unser Rechner bei der Kalkulation der jährlichen Kosten ein. Fallen diese im zweiten Vertragsjahr weg, zahlst Du automatisch mehr. Häufig sind die Tarife dann nicht mehr günstig. Manchmal sind die Preise so hoch, dass Du im zweiten Jahr automatisch mehr zahlst als in der Grundversorgung, haben wir in einer Untersuchung festgestellt.

Entscheidest Du Dich für einen Tarif mit hohen Boni, dann beachte: Ein Versorger gewährt einen Neukundenbonus zumeist nur, wenn Du in den vergangenen sechs Monaten nicht schon einmal sein Kunde warst. Nicht als Neukunde kannst Du auch gelten, wenn Du bereits vom gleichen Anbieter Strom beziehst und zusätzlich noch einen Gastarif abschließt. Zudem musst Du meist volle zwölf Monate in dem Tarif bleiben, sonst zahlt der Versorger den Bonus nicht.

Was wir anzeigen – und was nicht

Die eingegebenen Daten übermittelt der Rechner an Verivox und Check24. Jedes der beiden Portale spielt dann mindestens die 100 günstigsten Stromtarife an Deinem Wohnort an unseren Rechner zurück. Aus dieser Liste entfernt der Rechner zunächst Tarife  von Firmen, deren Geschäftspraxis wir nicht unterstützen möchten. Dazu zählen Unternehmen, gegen die die Bundesnetzagentur ein Aufsichtsverfahren eingeleitet hat oder gegen die sie ein Bußgeld verhängt hat und Unternehmen, gegen die eine Verbraucherzentrale eine Klage führt. Verstößt eine Firma nachweislich gegen Energierecht, zeigt der Finanztip-Gasrechner Angebote dieser Firma über einen bestimmten Zeitraum ebenfalls nicht an. Schließlich entfernt der Rechner Tarife von Unternehmen, die Insolvenz eingereicht haben – bis die Zukunft des Anbieters als gesichert gilt.

Darüber hinaus sortiert der Rechner aus den Ergebnissen alle Tarife mit Vorkasse oder Kaution sowie alle Pakettarife aus. Bei Angeboten mit Vorkasse oder Kaution besteht stets die Gefahr, dass ein Anbieter Insolvenz anmeldet und Kunden dann umsonst vorab Rechnungen bezahlt haben. Pakettarife bergen das Risiko, dass ein Kunde zu viel zahlt – entweder, weil er weniger verbraucht, als das Paket beinhaltet, oder weil er mehr benötigt und die zusätzlichen Kilowattstunden zu hohen Preisen bezahlt. Da der Wärmebedarf eines Haushalts stark von der Witterung eines Jahres abhängt, lässt sich der Verbrauch schwer prognostizieren.

Empfehlung von verbraucherfreundlichen Tarifen

Die verbleibenden Tarife filtert der Rechner nach verbraucherfreundlichen Kriterien. Darunter verstehen wir Tarife, deren

  • Mindestvertragszeit bei maximal zwölf Monaten liegt,
  • Vertragsverlängerung maximal einen Monat bei Tarifen ohne Bonus und maximal zwölf Monate bei Tarifen mit Bonus beträgt,
  • Preise zwölf Monate oder länger stabil bleiben. (Eine solche Preisgarantie akzeptiert der Rechner, wenn sie alle Preiskomponenten umfasst oder zumindest alle Komponenten bis auf Steuern sowie staatlichen Umlagen und Abgaben.)

Die Tarife, die diese Kriterien erfüllen, zeigt der Rechner in einer Empfehlungsliste an. Diese öffnet sich direkt, wenn Du eine Abfrage startest. Ganz oben stehen die günstigsten Tarife, die an Deinem Wohnort verfügbar sind. Bei den Angeboten kann es sich sowohl um konventionelles Gas als auch Ökogas handeln. Wählst Du in der Rechner-Maske aus, dass Du nur Öko-Tarife sehen willst, bekommst Du auch nur solche angezeigt.

Nachhaltige Tarife für Biogas und Klimagas gekennzeichnet

Als Ökogas kennzeichnet der Rechner nur bestimmte Tarife. Entweder enthält die verkaufte Energie einen Anteil Biogas. Es entsteht in Biogasanlagen, wenn Pflanzen vergären. Der Biogas-Anteil muss bei mindestens 10 Prozent liegen, damit wir einen Tarif mit Ökogas-Label ausweisen. Oder der Versorger investiert in Klimaschutzprojekte, um die Kohlendioxid-Emissionen auszugleichen, die entstehen, wenn Erdgas verbrennt. Wichtig ist, dass die Klimabilanz neutral ist. Die Gasversorger unterstützen beispielsweise Projekte zur Wiederaufforstung von Wäldern.

Willst Du auch Tarife sehen, die nicht den Finanztip-Kriterien entsprechen und die wir nicht empfehlen, kannst Du auf die zweite Ergebnisliste klicken: „Weitere Angebote“ heißt sie.

Ein Angebot sagt Dir zu? So wechselst Du

Wir verzichten auf die Angabe von Kundenrezensionen, weil diese nur bedingt die Qualität des Kundenservice des Versorgers spiegeln. Benotet ein Kunde ein Unternehmen direkt nach Lieferbeginn, kann er nur den Wechselprozess bewerten – nicht jedoch, ob der Versorger auch pünktlich und richtig abrechnet oder transparent über eine Preiserhöhung informiert. Für eine Bewertung belohnen manche Energieanbieter zudem ihre Kunden. Das kann deren Urteil beeinflussen.

Grundlage für die Wahl eines Gasversorgers sollten daher die Konditionen im Vertrag sein. Sagt Dir ein von uns empfohlener Tarif zu, kann Dich der Rechner zu Verivox oder Check24 weiterleiten. Beide Portale vermitteln Gaslieferverträge und leiten einen Vertragswechsel ein. Zustande kommt ein neuer Liefervertrag aber erst, wenn der gewählte Versorger den Wechsel bestätigt und auch einen exakten Lieferbeginn nennt. Was Du bei einem Vertragswechsel beachten solltest, erfährst Du in unserem Ratgeber Gasanbieter wechseln.

Führen Check24 und Verivox einen Tarif zu denselben Konditionen, zeigt der Gasrechner diesen Tarif zweifach an. Willst Du den Tarif abschließen, hast Du dann die Wahl, dies je nach Vorliebe über Verivox oder über Check24 zu tun. Unterscheidet sich ein Angebot für einen bestimmten Tarif im Preis, zeigt der Finanztip-Gasrechner nur das kostengünstigere Angebot an und bietet dann auch den Link zu dem Portal, aus dessen Datenbank das günstigere Angebot stammt. Du kannst den Tarif auch direkt beim Versorger abschließen. Such dazu die Internetseite des Anbieters auf. Es ist dann aber möglich, dass sich die Preise direkt beim Anbieter von denen über die Portale unterscheiden.

Manche Tarife, die unser Rechner empfiehlt, kannst Du ohnehin nur beim Anbieter selbst abschließen, weil Check24 oder Verivox sie nicht vermitteln. In diesem Fall gibt es keinen weiterführenden Link vom Finanztip-Gasrechner zu den Portalen. Dann musst Du den Versorger direkt ansprechen, am besten über seine Internetseite. Gewöhnlich bieten die Unternehmen dort die Möglichkeit, einen Vertrag online zu schließen. Alternativ geht dies auch per Fax, Brief oder Telefon.

Tarife, die wir nicht empfehlen, zeigen wir Dir zwar an. Eine Weiterleitung zum Abschluss über Check24 oder Verivox bieten wir in diesen Fällen aber nicht.

Ersparnis durch Lieferantenwechsel berechnen

Nach der Abfrage siehst Du bei allen Angeboten zunächst den Preis für eine einjährige Gaslieferung, abhängig von der angegebenen Verbrauchsmenge.

Willst Du diesen Preis mit dem aus Deinem aktuellen Vertrag vergleichen, benötigt der Finanztip-Rechner eine weitere Angabe: die Höhe Deines monatlichen Abschlags oder den Betrag aus der jüngsten Jahresrechnung. Der Rechner subtrahiert dann die Kosten des neuen Tarifs von Deinen bisherigen Kosten und ermittelt so die mögliche Ersparnis durch einen Vertragswechsel.

Gib die verbrauchte Gasmenge möglichst genau an. Dann kann die errechnete Ersparnis mit einem anderen Tarif auch real eintreten. Da der Gasverbrauch je nach Witterung höher oder niedriger ausfällt, wird eine Prognose wohl aber nur selten exakt einem Rechnungsbetrag entsprechen.

Falls Du Deinen Gasverbrauch nicht kennst und Dich an der Wohnungsgröße orientierst, erfasst Du Deinen Gasverbrauch nur näherungsweise. Liegt Dein tatsächlicher Verbrauch über oder unter der im Rechner angegebenen Zahl, ermittelt der Rechner einen deutlich höheren oder niedrigeren Rechnungsbetrag beim neuen Versorger, als wenn Du den tatsächlichen Verbrauch der Vergangenheit angibst.

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Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

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