Tipps & Tricks
Heutzutage noch nötig? Wie viel Bargeld Du brauchst
Ganz ohne Bargeld geht es in Deutschland weiterhin nicht. Wie viel Du wirklich brauchst, zeigt Dir dieser Überblick.
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Ganz ohne Bargeld geht es in Deutschland weiterhin nicht. Wie viel Du wirklich brauchst, zeigt Dir dieser Überblick.

Bargeld macht den Alltag nicht immer leichter: Kleingeld bleibt liegen, Scheine fehlen genau dann, wenn man sie braucht, und an der Kasse dauert Barzahlen oft einen Moment länger.
Laut einer EHI-Studie werden inzwischen 44,1 % aller Zahlungen an der Ladenkasse bargeldlos abgewickelt – nach 40,4 % im Vorjahr. Der Bargeldanteil ist im selben Zeitraum von 58,3 % auf 54,6 % gesunken.
Die Frage liegt also auf der Hand: Wie relevant ist Bargeld künftig noch in Deinem Alltag? Und vor allem: Wie viel solltest Du noch dabeihaben, zuhause lagern oder ins Bankschließfach legen?
Ganz ohne Bargeld geht es im Alltag in Deutschland meist noch nicht. An der Theatergarderobe, beim Bäcker oder vor dem Parkautomaten kann es Dir immer noch passieren, dass Du nicht mit Karte oder Handy zahlen kannst. Oder erst ab einem bestimmten Mindestbetrag. Idealerweise hast Du immer etwa 20 bis 100 €, die Du im Alltag bei dir – am besten in kleinen Scheinen und mit etwas Kleingeld. Das reicht als Backup für den Wochenmarkt, die Kugel Eis oder ein Trinkgeld.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, auch zuhause etwas Bargeld aufzubewahren zu haben. Denn bei einem Stromausfall können auch Geldautomaten und Kartenzahlungen ausfallen.
Eine feste Summe nennt das BBK nicht. Als Orientierung kannst Du Dir aber überlegen, wie viel Du brauchen würdest, um ein paar Tage überbrücken zu können. Zum Beispiel 100 bis 300 € bei einem kleinen Haushalt, bei Familien vielleicht eher Richtung 500 €. Deutlich mehr solltest Du zuhause aber eher nicht lagern.
Ein Schließfach klingt erst einmal nach einem sicheren Ort für dein Geld. Je nach Vertrag ist Dein Bargeld aber gar nicht, nur bis zu einer bestimmten Grenze oder nur unter bestimmten Bedingungen abgesichert. Bevor du also Scheine ins Schließfach legst, solltest Du genau prüfen:
Für die meisten ist ein Schließfach deshalb eher etwas für wichtige Dokumente, Schmuck, Gold, oder Sammlerstücke, nicht für den Notgroschen, denn diesen solltest Du schnell erreichen können. Und das geht im Ernstfall zuhause oder auf einem gut zugänglichen Tagesgeldkonto meist einfacher.
Größere Summen Bargeld solltest Du weder zuhause noch im Schließfach lagern. Sie bringen keine Zinsen, verlieren durch Inflation an Kaufkraft und können im Schadenfall schwierig sein, wenn Versicherungsschutz oder Nachweise fehlen. Geld für Deinen Notgroschen und gehört auf ein Tagesgeldkonto.
Hier empfehlen wir Dir aktuell Advanzia, Chase, Volkswagen Bank, Ayvens Bank und Gefa Bank. Geld, das Du langfristig nicht brauchst, solltest Du in einen breit gestreuten Aktien-ETF investieren– am besten über ein günstiges Depot. Hier empfehlen wir Dir Traders Place, Smartbroker+, Finanzen.net Zero, Scalable Capital Free Broker, Comdirect Pure Depot und Trade Republic.
Alle weiteren Info zum Thema Geldanlage findest Du in unserem Ratgeber.
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