Tipps & Tricks
Kfz-Versicherung reagiert nicht: Mit diesen 7 Schritten kommst Du weiter
Wochenlang keine Antwort auf Deine Kfz-Schadensmeldung? Das musst Du nicht einfach hinnehmen. So gehst Du jetzt vor.

Tipps & Tricks
Wochenlang keine Antwort auf Deine Kfz-Schadensmeldung? Das musst Du nicht einfach hinnehmen. So gehst Du jetzt vor.


Eine aktuelle AssCompact-Studie zeigt genau das: Bei mehr als jedem sechsten Kfz-Schaden brauchte die Versicherung länger als eine Woche für die erste Reaktion.
Unser Tipp: Bist Du mit Deiner Kfz-Versicherung generell unzufrieden, kannst Du auch prüfen, ob sich ein Wechsel lohnt. Für die Suche nach einem passenden Tarif empfehlen wir immer, den doppelten Vergleich zu machen: Nutz erst Verivox oder Check24 als Vergleichsportal. Und mach danach den Gegencheck bei der Huk24.
Die Wartezeit macht einen deutlichen Unterschied: Reagiert die Versicherung innerhalb von drei Tagen, waren die Befragten mit der Reaktionszeit durchweg zufrieden. Bei vier bis sieben Tagen war es nur noch ungefähr ein Drittel, nach mehr als einer Woche gut jeder Siebte.
Es geht nur um die erste Reaktion. Eine Antwort bedeutet also noch lange nicht, dass Dein Schaden schon geprüft oder sogar bezahlt ist. Aber was kannst Du tun, wenn sich Deine Versicherung nicht bei Dir meldet?
Check zuerst, ob Du den Schaden vollständig und wahrheitsgemäß gemeldet hast. Schick fehlende Nachweise wie Fotos, Rechnungen oder Gutachten direkt nach.
Frag außerdem nach einer Eingangsbestätigung und ob noch Unterlagen fehlen. So vermeidest Du, dass sich die Bearbeitung unnötig verzögert.
Hörst Du trotzdem nichts, ruf bei der Versicherung an. Frag, ob alles angekommen ist, noch Unterlagen fehlen und wann Du mit einer Rückmeldung rechnen kannst.
Notier Dir Datum, Namen und Ergebnis des Gesprächs. Wichtige Aussagen kannst Du anschließend per E-Mail bestätigen.
Bringt der Anruf nichts, forder die Versicherung schriftlich zu einer Rückmeldung auf. Für eine Auskunft zum Bearbeitungsstand können z. B. sieben bis 14 Kalendertage sinnvoll sein.
Eine feste Frist für die Schadenregulierung gibt’s nicht. Bei komplizierten Fällen darf die Prüfung ruhig länger dauern.
Prüft Deine Versicherung den Schaden schon länger als einen Monat, kannst Du vielleicht eine Abschlagszahlung verlangen: Du bekommst schon einen Teil des Geldes, obwohl die Versicherung den Schaden noch nicht abschließend geprüft hat.
Das geht aber nur, wenn die Versicherung auf jeden Fall zumindest einen Teil des Schadens zahlen muss. Wie viel Du bekommst, kannst Du Dir allerdings nicht aussuchen. Steht z. B. schon fest, dass die Versicherung grundsätzlich zahlen muss, aber noch nicht, wie hoch der Schaden genau ist, kann ein Abschlag infrage kommen.
Bleibt die Versicherung trotz Frist weitere Tage oder Wochen lang untätig, wende Dich an ihr Beschwerdemanagement. Nenn Deine Schaden- und Versicherungsnummer und fass Deine bisherigen Kontaktversuche kurz zusammen.
Schreib vor allem klar, was Du erwartest: eine Auskunft, eine Entscheidung oder eine Zahlung.
Kommst Du bei der Versicherung immer noch nicht weiter, kannst Du Dich an den Versicherungsombudsmann wenden. Das kostet Dich nichts.
Oder Du meldest Dich bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). So erhöhst Du den Druck auf die Versicherung und lässt ihr Verhalten kostenlos von einer unabhängigen Stelle prüfen. Deinen Schaden kann sie aber nicht für Dich durchsetzen.
Bei hohen Schäden, Verletzungen, strittiger Haftung oder drohender Verjährung kann anwaltliche Hilfe sinnvoll sein. Das gilt auch, wenn die Versicherung Leistungen ablehnt oder stark kürzt.
Hast Du eine Rechtsschutzversicherung, frag nach einer Deckungszusage und prüf, wie hoch Deine Selbstbeteiligung ist. Bei kleineren Streitwerten solltest Du abwägen, ob Du die Versicherung wirklich einschaltest. Denn nach mehreren übernommenen Rechtsschutzfällen kann der Versicherer den Vertrag kündigen.
Achtung: Eine neu abgeschlossene Rechtsschutzversicherung übernimmt diesen bereits bestehenden Streit in der Regel nicht. Möchtest Du Dich für künftige Fälle absichern, findest Du alles Wichtige in unserem Rechtsschutz-Ratgeber.
Wir empfehlen Dir hier übrigens WGV (PBV Optimal) und ARAG (Aktiv Komfort). Wenn Du eine höhere Selbstbeteiligung zahlen möchtest, kommt auch Huk-Coburg (PBV Plus) infrage.
Mehr zu dem Thema findest Du in unserem Ratgeber zum Thema Versicherung zahlt nicht.
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