Datenvolumen Weniger GB im Handytarif reichen oft – und sparen Geld

Manuel Vonau
Manuel Vonau
Experte Digitales

Das Wichtigste in Kürze

  • Mobilfunkverträge haben meist ein begrenztes Datenvolumen, nach dessen Verbrauch Deine Surfgeschwindigkeit stark gedrosselt wird.
  • Der durchschnittliche Datenverbrauch in Deutschland liegt bei etwa acht Gigabyte (GB) pro Monat, während Deutsche im Schnitt fast 20 GB buchen – dadurch entstehen unnötige Kosten.
  • Unbegrenztes Datenvolumen lohnt sich nur für intensive Nutzer, die regelmäßig unterwegs arbeiten, viel Videos streamen und große Dateien herunterladen. 

So gehst Du vor

  • Kontrolliere, wie viel Datenvolumen Du im Schnitt verbrauchst, bevor Du einen neuen Handytarif buchst.
  • Schau dazu in die Einstellungen Deines Handys unter „Mobilfunk“ oder in Deiner aktuellen Mobilfunkrechnung nach, um eine Einschätzung zu erhalten.
  • Mit dem Finanztip-Handytarif-Rechner findest Du den passenden Tarif für Deine Anforderungen:

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Wie viel Datenvolumen brauchst Du wirklich?

Im Durchschnitt verbrauchten im Jahr 2025 Menschen in Deutschland mit ihrem Handytarif rund acht GB Daten pro Monat, was Dir als erste Orientierung dienen kann. Diese Zahl stammt von der Bundesnetzagentur, die jährlich auswertet, wie viel wir in Deutschland unterwegs surfen. 

Wenn Du viel Videos und Filme streamen möchtest oder gerne unterwegs per Video telefonierst, dann brauchst Du nach Finanztip-Berechnungen für gewöhnlich eher das Doppelte, also gut 17 GB.

Der Datenverbrauch kann über diese Zahlen hinaus individuell unterschiedlich sein. Verschaff Dir deshalb einen Überblick, wie viel Du selbst jeden Monat unterwegs im Netz surfst. 

Das erspart Dir auf der einen Seite, am Monatsende mit der Datendrossel im Schneckentempo zu surfen. Auf der anderen Seite kannst Du so vermeiden, viel zu viel Datenvolumen zu buchen. Denn das kostet nur unnötig Geld.

Wo findest Du Deinen eigenen Verbrauch?

Du findest Dein monatlich verbrauchtes Datenvolumen auf der Rechnung Deines Mobilfunkanbieters. Das gehört zu den Pflichtangaben (§ 9 Abs. 2 TKTransparenzV).

Des Weiteren muss Dir Dein Anbieter Informationen über Dein tagesaktuell verbrauchtes Datenvolumen im Online-Kundencenter oder in einer App bereitstellen. 

Praktisch: Es ist außerdem gesetzlich geregelt, dass Du eine Nachricht bekommst, wenn Du 80 Prozent Deines Datenvolumens in einem Monat verbraucht hast. Meist kriegst Du diese Info per SMS.

Du kannst Deinen Verbrauch aber auch in Deinem Handy nachschauen.

Wie findest Du Deinen eigenen Verbrauch bei Android heraus?

In den Einstellungen Deines Android-Smartphones findest Du Deinen mobilen Datenverbrauch der vergangenen Monate. Je nach Modell siehst Du diese Auswertung unter dem Menüpunkt Mobile Daten oder Mobilfunk. Bei manchen Handys musst Du Dich auch erst durch den Menüpunkt Netzwerk & Internet durchtippen und Datennutzung durch Apps auswählen.

Viele Android-Handys ermöglichen es auch, den Datenverbrauch der letzten Monaten zu sehen. 

Wie findest Du Deinen Verbrauch beim iPhone heraus?

Beim iPhone ist es etwas komplizierter. Hier findest Du in den Einstellungen unter Mobilfunk nur eine Gesamtübersicht des Datenverbrauchs, seit Du Deinen aktuellen Tarif mit Deinem iPhone benutzt. Deshalb musst Du rechnen, bekommst dafür aber einen aussagekräftigen Durchschnitt.

Scrolle in der Verbrauchsansicht bis ganz nach unten, bis Du den Punkt Statistiken zurücksetzen siehst. Darunter ist klein vermerkt, seit wann Dein iPhone Deinen Datenverbrauch misst. Das kann zum Beispiel ein Datum im Februar 2025 sein. Wenn heute März 2026 wäre, müsstest Du den angezeigten Datenverbrauch durch 13 teilen, da das iPhone Dir den Verbrauch der letzten 13 Monate auf einmal anzeigt. Das Ergebnis gibt Dir eine Orientierung, wie viel Daten Du im Schnitt in einem Monat verbrauchst.

Wie schätzt Du Dein benötigtes Datenvolumen?

Die folgende Tabelle zeigt Dir, wie viel Datenvolumen Du mit beliebten Apps verbrauchst. So kannst Du schätzen, wie viel Daten Du mit welchen Nutzungsszenarien benötigst.

Appin 5 Minutenin einer Stunde (hochgerechnet, gerundet)
Youtube193 MB1,4 GB
Disney Plus150 MB1,1 GB
Uber102 MB710 MB
Snapchat101 MB710 MB
Amazon Prime Video97 MB680 MB
Google Maps87 MB610 MB
Pinterest85 MB600 MB
Tiktok79 MB550 MB
Telegram70 MB490 MB
Instagram69 MB480 MB
Duolingo69 MB480 MB
Amazon Shopping68 MB480 MB
Facebook65 MB460 MB
Netflix53 MB370 MB
X (vormals Twitter)50 MB350 MB
Gmail42 MB290 MB
Linkedin23 MB160 MB
Audible10 MB70 MB
Whatsapp9 MB60 MB
Spotify7 MB50 MB

Quelle: Holafly (Stand: 13. März 2025)

Neben der oben aufgelisteten App-Nutzung wirst Du wahrscheinlich auch die ein oder andere Frage an Google richten. Das verbraucht pro Anfrage kaum Datenvolumen: nur wenige Kilobyte (KB), also wesentlich weniger als ein Megabyte (MB). Ähnlich sieht es zum Beispiel bei einer mobilen Anfrage auf der Website der Deutschen Bahn aus.

E-Mails ohne Anhänge und Text-Nachrichten über einen Messenger-Dienst wie Whatsapp sind ebenfalls kein Problem. Damit verbrauchst Du ebenfalls nur ein paar KB. Wenn Bilder und Anhänge dazukommen, sieht es ein bisschen anders aus: In der Tabelle oben wird die Whatsapp-Nutzung mit durchschnittlich neun MB je fünf Minuten angegeben. Dort ist auch das Versenden von Bildern und Whatsapp-Telefonie mit eingerechnet.

Wenn Du unterwegs gerne Musik hörst, musst Du Dir keine Sorgen machen. Eine Stunde Musik streamen verbraucht über Spotify nur gut 50 MB. Den Verbrauch kannst Du in den App-Einstellungen der meisten Streaming-Dienste auch selbst justieren. Dort kannst Du die Audioqualität anpassen, was sich direkt auf den Datenverbrauch auswirkt. Je höher die Qualität, desto mehr Daten verbrauchst Du.

Wenn Du unterwegs oft und gern durch Instagram oder Tiktok wischst, macht sich das im Datenverbrauch bemerkbar. Eine Stunde Tiktok oder Instagram verbraucht gut ein halbes GB Daten. Und wer sein Smartphone als Navi benutzt, sollte lieber das nötige Kartenmaterial vorher auf das Handy runterladen. Sonst ist nach einem Reisetag ein großes Loch im Datenvolumen.

Weitere Datenfresser findest Du beim Videostreaming. Einige Video-Anwendungen spielen immer eine hohe Qualität aus, während andere die Datennutzung im Mobilfunk automatisch runterschrauben. Normalerweise kannst Du die Wiedergabe-Qualität in den jeweiligen App-Einstellungen manuell herunterschrauben. Alternativ kannst Du bei vielen Anbietern Filme und Serien vorher über W-Lan runterladen. 

Falls Du gerne unterwegs mal eine Runde zockst, musst Du vor allem auf eins achten: Stelle sicher, dass Du große Updates für Deine Spiele nur im W-Lan herunterlädst. Abgesehen von diesen Updates verbrauchen Online-Spiele gar nicht mal besonders viel Datenvolumen, egal ob Candy Crush, Fortnite oder Minecraft. Im Schnitt musst Du mit maximal 100 MB pro Stunde rechnen.

Kannst Du mehr Datenvolumen nachträglich buchen?

Bei Handyverträgen mit langer Laufzeit kannst Du oft kostenpflichtig ein größeres Datenvolumen buchen, das Du dauerhaft nutzen kannst. Schätze Deinen Datenverbrauch also eher konservativ. 

Besser noch: Nimm Dir direkt einen Vertrag mit kurzer Laufzeit, um gar nicht erst an einen Anbieter gebunden zu sein, der vielleicht Deinen Ansprüchen nicht entspricht. Bei Verträgen mit kurzer Laufzeit wechselst Du einfach zu einem anderen Tarif mit größerem Datenvolumen.

Lohnen sich Tarife mit unbegrenztem Datenvolumen?

Für die meisten Menschen lohnen sich Tarife mit unbegrenztem Datenvolumen nicht. Solche Tarife werden auch Unlimited-Tarife genannt. Selbst bei Tarifen mit Datenvolumen buchen viele Leute viel mehr Inklusivdaten, als sie brauchen. Dadurch geben sie zu viel Geld für ihre Tarife aus. Mehr dazu im Abschnitt Wie viel Datenvolumen wird in Deutschland gebucht?

Dieser preisliche Faktor ist bei Tarifen mit unbegrenztem Datenvolumen noch einmal größer. Denn Mobilfunkanbieter lassen sich Unlimited-Tarife besonders gut bezahlen. Zum Vergleich: 

Wie teuer sind Unlimited-Tarife?

Bei der Telekom erhältst Du 20 GB Datenvolumen für rund 30 Euro pro Monat. Willst Du unterwegs unbegrenzt surfen, musst Du rund 85 Euro im Monat bezahlen, Aktionspreise ausgeschlossen (Stand 2026).

Andere Anbieter bauen Beschränkungen ein, um Unlimited-Tarife günstiger anzubieten. Bei O2 zum Beispiel kostet der günstigste Tarif mit unbegrenzten Datenvolumen 40 Euro. Er bietet dafür aber nur eine geringe Download-Geschwindigkeit von 15 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Das reicht zwar im Alltag meist aus, aber andere Tarife bei Mobilfunkbetreibern selbst bieten üblicherweise 300 Mbit/s. Auch bei Discountern bekommst Du für gewöhnlich rund 50 Mbit/s.

Für wen eigenen sich Unlimited-Tarife?

Unbegrenztes Datenvolumen ist vor allem etwas für Menschen, die den ganzen Tag unterwegs sind und für ihren Beruf oder ihr Hobby ständig im Internet hängen. Viele Menschen nutzen das Internet unterwegs aber viel weniger als zuhause.

Zum Vergleich: Laut der Bundesnetzagentur wurde 2025 pro Haushalt zuhause rund 376 GB verbraucht. Selbst wenn man durchweg von Dreipersonenhaushalten ausgeht, ist das ein Vielfaches der durchschnittlichen Datenmenge unterwegs.

Warum solltest Du bei Unlimited-on-Demand-Tarifen aufpassen?

Unlimited on Demand bedeutet zu Deutsch „unbegrenzt auf Anfrage“, was heißt, dass Du ein begrenztes Datenvolumen erhältst, bei dem Du nach Verbrauch kostenlos schrittweise Daten nachbuchen kannst.

Im Detail erhältst Du bei diesen Tarifen zunächst wie üblich ein limitiertes Datenvolumen. Bei einem Unlimited-on-Demand-Tarif von 1&1 sind das zum Beispiel zehn GB pro Monat. Diese kannst Du ohne Wenn und Aber nutzen. Sobald Du diese zehn GB aufgebraucht hast, wird Deine Geschwindigkeit zunächst gedrosselt. 

Um diese Drosselung aufzuheben, musst Du Dich in der App oder auf der Website des Anbieters anmelden und dort kostenfrei ein GB nachbuchen. Das darfst Du so oft wiederholen, wie Du willst. Aber es ist natürlich umständlich, für jedes weitere GB auf den entsprechenden Knopf drücken zu müssen.

Du kannst das GB auch schon kurz vor Aufbrauch des jeweils aktiven Datenvolumens nachbuchen. Deine Surfgeschwindigkeit wird also nicht zwangsläufig gedrosselt, wenn Du immer rechtzeitig nachbuchst.

Andere Anbieter bieten ähnliche Unlimited-on-Demand-Tarife an, die leicht abgewandelte Konditionen haben. Bei O2 zum Beispiel erhältst Du statt monatlich gleich täglich ein neues Kontingent von nicht gedrosselten Daten, das Du nach Erreichen des Limits per SMS in Zwei-GB-Schritten aufladen kannst.

Für wen lohnt sich Unlimited-on-Demand?

Diese Tarife können zum Beispiel spannend sein, wenn Du nur in manchen Monaten unterwegs mehr Datenvolumen brauchst. Betrachte die Tarife am besten so, als hätten sie begrenztes Datenvolumen, das Du kostenfrei nachbuchst. So kannst Du besser abschätzen, ob sie sich für Dich lohnen.

Bei den meisten anderen Tarifen kannst Du nur kostenpflichtig Datenvolumen nachbuchen.

Manuel Vonau
Manuel VonauExperte für Digitales

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Wie hoch sollte die Datengeschwindigkeit sein?

Im Alltag reichen für die meisten Menschen 20 Mbit/s als Download-Geschwindigkeit. Tarife bei Mobilfunkbetreibern können zwar 300 Mbit/s oder mehr erreichen, doch gerade unterwegs und mit begrenztem Datenvolumen kannst Du von so viel Bandbreite gar nicht profitieren.

Für gewöhnlich nutzt Du nie Höchstgeschwindigkeit, außer, wenn Du große Dateien herunterlädst. Ein Film im HD-Stream über Netflix kommt zum Beispiel mit fünf Mbit/s aus. Mehr nutzt Du nicht, selbst wenn Dir 20, 50 oder gar 300 Mbit/s zur Verfügung stehen. Das gilt auch für andere Apps und fürs Surfen im Internet.

Sei Dir jedoch bewusst, dass die in Tarifen genannten Download-Geschwindigkeiten nur das angeben, was technisch möglich ist – und nicht das, was tatsächlich bei Dir ankommt. Das gilt besonders, wenn Du in abgelegeneren Regionen unterwegs bist, wo Du vielleicht keinen guten 5G-Empfang hast. 

Die meisten Mobilfunk-Discounter bieten Geschwindigkeiten zwischen 25 und 50 Mbit/s an.

Was ist bei Handytarifen mit Geschwindigkeit gemeint?

Ist bei einem Handytarif die Rede von Geschwindigkeit, dann ist meist die Download-Geschwindigkeit gemeint. Diese Download-Geschwindigkeit oder auch Datenübertragungsrate bezeichnet die Menge an Daten, die Du innerhalb eines Zeitraums herunterladen kannst. 

Wählst Du beispielsweise einen Handytarif mit einer Download-Geschwindigkeit von 300 Mbit/s, würde sich Dein Datenvolumen sekündlich um rund 37 Megabyte verringern. Die Geschwindigkeit wird nämlich in Bit gemessen, während das Datenvolumen in Byte angegeben wird. Ein Byte entspricht acht Bit.

Was ist die Upload-Geschwindigkeit bei Handytarifen?

Die Upload-Geschwindigkeit gibt an, wie schnell Du eine bestimmte Menge an Daten innerhalb eines Zeitraums hochladen, also senden, kannst. Sie ist das genaue Gegenteil zur Downloadrate. In der Regel ist die Upload-Geschwindigkeit geringer als die Download-Geschwindigkeit – bei den Telekom-Tarifen wird sie zum Beispiel im Verhältnis 1:6 angegeben.

Solange Du das Internet normal nutzt, ist das für Dich nicht weiter schlimm. Der Grund: Du empfängst viel mehr Daten als Du sendest – zum Beispiel beim alltäglichen Surfen im Internet und Anschauen von Videos. Eine hohe Upload-Geschwindigkeit benötigst Du beispielsweise nur für das gelegentliche Hochladen von Videos oder Senden von E-Mails mit großen Anhängen. Aber selbst mit 25 Mbit/s klappt das im Alltag schnell genug. Einen 30 MB großen Anhang oder ein ebenso großes Video kannst Du mit 25 Mbit/s in rund zehn Sekunden verschicken.

Was ist die Drosselgeschwindigkeit?

Auf die Drosselgeschwindigkeit wirst Du herabgestuft, wenn Du Dein Datenvolumen aufgebraucht hast – oft auf 64 Kilobit pro Sekunde (KBit/s) oder weniger. Das sind 0,064 MBit/s und nur ein Bruchteil der normalen Geschwindigkeit.

Um das deutlich zu machen: Das ungedrosselte Surftempo beträgt wie oben beschrieben bei vielen Handytarifen bis zu 50 MBit/s und mehr. Mit dieser Bremse bist Du also gerade mal 0,1 Prozent so schnell unterwegs wie normalerweise. So kannst Du noch die ein oder andere Textnachricht per Whatsapp und andere Messenger verschicken. Im Netz surfen, Navigieren, Musik hören oder Bilder verschicken ist damit unmöglich.

Wie schaltest Du eine Datenautomatik aus?

Eine Datenautomatik kannst Du für gewöhnlich auf der Website oder in der App Deines Anbieters im Kundenportal oder über seine Hotline ausschalten. Diese Automatik lädt automatisch kostenpflichtig Datenvolumen für Dich nach, wenn Du vor Monatsende über Dein Kontingent hinausschießt. Es ist aber fast immer günstiger, selbst aktiv zu werden und im Kundenportal Datenvolumen nachzubuchen.

Hintergrund ist: Manche Tarife im Vodafone- und 1&1-Netz bucht nach Erreichen Deines Datenvolumens automatisch kostenpflichtig ein kleines Datenkontingent nach. Was im ersten Moment praktisch klingt, ist eine Kostenfalle. 

Es wird nämlich oft nur eine kleine Menge Daten zu einem gepfefferten Preis nachgebucht. Zum Beispiel 200 MB für zwei Euro, und das bis zu dreimal. So bist Du für nur 600 MB Daten schnell sechs Euro los. Für diesen Preis kannst Du schon einen ganzen Handytarif mit acht GB Datenvolumen buchen.

Im Finanztip-Tarifrechner weisen wir Dich darauf hin, wenn ein Tarif eine solche Datenautomatik hat. Wir zeigen dort nur Tarife, bei denen sich die Datenautomatik abschalten lässt.

Wie viel musst Du für Datenvolumen bezahlen?

Du konntest in Deutschland Ende 2025 laut einer Studie des Tele­kommuni­kations­verbands Bitkom schon ab 5,24 Euro einen Tarif mit mindestens sieben GB bekommen – und 20 GB gab es bereits ab 6,12 Euro. Das alte Vorurteil, dass Mobilfunk in Deutschland besonders teuer ist, gilt also nicht mehr.

Insgesamt liegen die Preise für Handytarife laut der Studie in Deutschland mit durchschnittlichen Kosten von 15,19 Euro international im Mittelfeld. Wenn Du aber auf die günstigsten Angebote schaust, sieht das Bild anders aus: Deutschland gehört bei den günstigsten Tarifen zu den Top Drei der betrachteten Länder.

Das heißt, dass es hierzulande eine große Spannbreite von unterschiedlich hohen Preisen für die gleiche Menge von Datenvolumen gibt. Du kannst also ordentlich Geld sparen, wenn Du Preise vergleichst und zu einem besonders günstigen Tarif wechselst. 

Bei den Finanztip-Tarifempfehlungen ist die Lage sogar noch besser als in der Studie. Es geht Stand Juni 2026 bereits ab 4,99 Euro für 15 GB los. Wenn Du noch in einem teureren Tarif steckst, ist das Dein Signal für den Wechsel. Nutze dazu entweder die Finanztip-Tarif-Empfehlungen oder den Finanztip-Handytarif-Rechner, mit dem Du den für Dich passenden Tarif suchen kannst.

Handytarif-Rechner

Die Ergebnisliste des Finanztip-Handyrechners enthält Werbelinks Mehr dazu

Welche Netzanbieter bevorzugst Du?
Das Handynetz entscheidet maßgeblich über Deinen Empfang. Als Faustregel gilt: Platz 1 Telekom - Platz 2 Vodafone - Platz 3 Telefónica. Das 1&1-Netz befindet sich noch im Aufbau. Wo es noch nicht verfügbar ist, surfst Du über Vodafone-Antennen.
Benötigst Du eine Allnet-Flat?
Was ist Dir wichtiger: Flexibilität oder Preis?
Eine kürzere Vertragslaufzeit kann die Kosten anfangs etwas erhöhen. Prepaid eignet sich etwa für Kinder.
8000

Der Finanztip-Handy-Tarifrechner basiert auf Daten des Dienstleisters Tariffuxx Mehr dazu

Wie viel Datenvolumen wird in Deutschland gebucht?

Im Durchschnitt buchen Tarifwechslerinnen und -wechsler 19,8 GB Datenvolumen. Das stellt eine Untersuchung von Check24 für das Jahr 2023 fest. Das Vergleichsportal analysierte für die Studie alle Handy-Tarife ohne neues Smartphone nach Alter und Wohnort, die über Check24 abgeschlossen wurden.  

Dabei bestellten die Berliner mit durchschnittlich 20,9 GB am meisten Datenvolumen – gefolgt von Nordrhein-Westfalen, Bremen und Hamburg mit 20,7 GB sowie Sachsen-Anhalt und Saarland mit 20,6 GB. Am wenigsten buchten dagegen die Bayern mit durchschnittlich 18,6 GB.

Hierbei zeigte sich, dass das gewählte Datenvolumen oft mit dem Alter zusammenhängt. Unter 20-Jährige buchten mit durchschnittlich 27,7 GB weitaus größere Datenvolumen als 40- bis 49-Jährige mit 18,2 GB und über 70-Jährige mit 12,2 GB. Der Grund: Junge Menschen nutzen unterwegs öfter datenintensivere Apps wie Netflix, Tiktok oder Snapchat als ältere Menschen und gehen daher davon aus, größere Datenpakete zu benötigen.

Auch eine Marktanalyse des Vergleichsportals Verivox von 2025 hat herausgestellt, dass das Datenvolumen von Verträgen mittlerweile gut sechsmal so hoch ist wie das tatsächlich genutzte.

Wie viel kannst Du durch weniger Datenvolumen sparen?

Der durchschnittliche Tarifwechsler zahlt in seinem neuen Vertrag 3,50 Euro im Monat zu viel, oder 42 Euro im Jahr. Das hat eine Berechnung von Finanztip im Jahr 2025 ergeben. Bei geschätzt 4,1 Millionen Tarifwechslern pro Jahr sind das ganze 173 Millionen Euro, die deutschlandweit gespart werden könnten. Der Wert könnte sogar noch etwas höher sein, weil wir uns jeweils die günstigsten Tarife angesehen haben.

Nach Erhebung der Bundesnetzagentur verbrauchten Nutzer 2023 durchschnittlich rund sieben GB Daten pro Monat, was fast 13 GB weniger sind als laut den Zahlen von Check24 tatsächlich im Durchschnitt gebucht wurde. Die Realität zeigt also, dass Datenbuchung nicht gleich Datenverbrauch ist.  

Die Lücke zwischen gebuchtem und verbrauchtem Datenvolumen ist in den letzten Jahren gewachsen. 2022 hatten laut Check24 Neukunden im Schnitt rund 13,8 GB Daten gebucht, während die durchschnittliche Nutzung bei 5,7 GB lag. Damals lag der Unterschied also nur bei rund acht GB.

Interessant ist dabei: Die Ersparnis war damals trotzdem deutlicher. Der durchschnittliche Tarifwechsler bezahlte im Jahr 2022 jeweils etwa 62 Euro zu viel. Bei geschätzten 3,4 Millionen abgeschlossenen Tarifen ohne Handy sind das rund 210 Millionen Euro, die hätten eingespart werden können.

Der Grund: Mobilfunkverträge sind in den letzten Jahren generell günstiger geworden, während das Inklusivvolumen trotzdem weiter angestiegen ist. Ganz egal, wie viel Datenvolumen Du buchen möchtest, es lohnt sich also, Deinen aktuellen Vertrag mit neuen Tarifen zu vergleichen.

Was bedeutet Datenvolumen?

Bei den meisten Handyverträgen hast Du nur ein begrenztes Kontingent von Daten, das Du pro Monat verbrauchen kannst. Das ist Dein Datenvolumen. 

Sobald Du Dein Datenvolumen aufgebraucht hast, wird Deine Surfgeschwindigkeit drastisch gedrosselt. Dann kannst Du nur noch Textnachrichten über Online-Dienste wie Whatsapp oder Facebook Messenger verschicken, aber nicht viel mehr machen – zumindest nicht ohne quälend lange Ladezeiten.

Wenn Dein Datenvolumen aufgebraucht ist, stehst Du so zumindest nicht komplett ohne Verbindung da. Auch telefonieren und SMS schreiben kannst Du dann weiterhin zu den Konditionen Deines Vertrags.

Hat das Datenvolumen einen Einfluss auf die Kosten des Vertrags?

Je mehr Inklusiv-Daten Du willst, desto teurer wird es. Heutzutage ist das Datenvolumen neben der Wahl des Mobilfunknetzes entscheidend dafür, wie viel ein Handytarif kostet. Noch mehr kosten Unlimited-Tarife, mit denen Du unterwegs so viel surfen kannst, wie Du willst. 

Dagegen ist eine Allnet-Flat bei fast allen Tarifen inklusive. Mit der kannst Du unbegrenzt kostenlos telefonieren und SMS schreiben – außer natürlich bei kostenpflichtigen Nummern und Diensten.

Autoren
Salim Rehan

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