Balkonkraftwerk-Förderung 2026 Bis zu 500 Euro Zuschuss für Deine Balkon-Solaranlage

Benjamin Weigl
Benjamin Weigl
Experte Energie

Das Wichtigste in Kürze

  • In unserer Übersicht findest Du aktuelle Förderprogramme für Balkonkraftwerke in Bundesländern sowie Städten und Gemeinden.
  • Oft liegt der Förderbetrag zwischen 100 und 200 Euro, in manchen Regionen sind bis zu 500 Euro drin.
  • Je nach Ort musst Du den Förderantrag entweder vor dem Kauf stellen – oder erst nach Kauf und Installation.
  • Nutze unsere Checkliste mit hilfreichen Tipps für Kauf und Installation eines Balkonkraftwerks:

Checkliste Balkonkraftwerk

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Welche Bundesländer fördern Balkonkraftwerke?

In drei Bundesländern gibt es aktuell eine Balkonkraftwerk-Förderung: Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Die wichtigsten Details dazu findest Du unten. Mit einem Klick auf das jeweilige Bundesland kommst Du direkt zum Förderprogramm. 

Gut zu wissen: Bundesweit profitierst Du beim Kauf eines Balkonkraftwerks wie bei einer großen Photovoltaikanlage auf dem Dach von null Prozent Mehrwertsteuer. Grund dafür ist die staatliche Steuerbefreiung für Photovoltaik.

Wer bekommt in Hamburg die Balkonkraftwerk-Förderung?

In Hamburg gibt es seit Oktober 2025 eine Balkonkraftwerk-Förderung für Haushalte mit geringem Einkommen. Die Stadt Hamburg übernimmt bis zu 90 Prozent der Anschaffungskosten. Du kannst die Förderung beantragen, wenn Du Bürgergeld, Sozialhilfe, Grundsicherung, Wohngeld, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Kinderzuschlag oder Bafög beziehst oder wenn das Einkommen Deines Haushalts unter dem Pfändungsfreibetrag liegt.

Das Förderprogramm wird gemeinsam mit dem Caritasverband für das Erzbistum Hamburg organisiert. Die Caritas berät, hilft beim Förderantrag und unterstützt bei der Kommunikation mit Vermieterinnen und Vermietern. Informationen findest Du auf der Seite ,,Balkonkraftwerk – Förderung für Haushalte mit geringem Einkommen".

Wie fördert Mecklenburg-Vorpommern Balkonkraftwerke?

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es für Mieterinnen und Mieter eine Balkonkraftwerk-Förderung von bis zu 500 Euro. Kostet Dein Balkonkraftwerk weniger, werden höchstens die Kauf- und Installationskosten übernommen. Die wichtigste Voraussetzung: Du musst mit Erstwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern zur Miete wohnen. Den Förderantrag stellst Du erst nach Kauf und Installation der Anlage.

Welche Balkonkraftwerk-Förderung gibt es in Sachsen?

Das Bundesland Sachsen fördert noch bis 30. Juni 2026 Balkonkraftwerke für Mieterinnen und Mieter pauschal mit 300 Euro. Den Förderantrag stellst Du erst nach erfolgreicher Montage und Inbetriebnahme. Alle Voraussetzungen für die sächsische Balkonkraftwerk-Förderung findest Du auf der Internetseite der Sächsischen Aufbaubank. Unter anderem müssen die Solarmodule zusammen mindestens 300 Watt-Peak (Wp) leisten.

Benjamin Weigl

Balkonkraftwerke sind günstig und lohnen sich auch ohne Förderung. Wenn es bei Dir einen Zuschuss gibt, solltest Du ihn aber nutzen.

Benjamin Weigl
Unser Finanztip-Experte für Energie

In welchen Städten und Landkreisen gibt es eine Balkonkraftwerk-Förderung?

Aktuell sind Finanztip rund 20 kommunale Förderprogramme bekannt, die Dich beim Kauf eines Balkonkraftwerks unterstützen. Unten findest Du eine alphabetische Liste mit Städten und Landkreisen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Programmen erhältst Du per Klick auf den Namen der Kommune. Fehlt Deine Stadt, Gemeinde oder Dein Landkreis, informiere Dich vor Ort, ob es dort Unterstützung gibt.

Du hast ein Förderprogramm gefunden, das hier nicht auftaucht oder hast einen Fehler entdeckt? Schreib eine E-Mail an redaktion@finanztip.de und hilf mit, die Übersicht aktuell zu halten.

In manchen Städten musst Du den Förderantrag vor dem Kauf stellen. In anderen kaufst Du zuerst und reichst den Antrag nachträglich ein, um Geld zurückzubekommen. Achte auf die jeweiligen Bedingungen. Kommunale Förderungen kannst Du in der Regel nicht mit den oben genannten Förderungen der Bundesländer kombinieren.

Übersicht: Kommunale Förderprogramme für Balkonkraftwerke

  • Böblingen: Noch bis Ende 2026 fördert die Stadt Böblingen Balkonkraftwerke und dazugehörige Batteriespeicher mit 150 Euro. Maximal wird die Hälfte der tatsächlichen Kosten übernommen. Wer einen Böblinger Bonuspass hat oder als Studierender BAföG bezieht, erhält bis zu 550 Euro und höchstens 90 Prozent der Kosten.
  • Bonn: In Bonn kannst Du eine Balkonkraftwerk-Förderung beantragen, die sich nach Deiner Wohnsituation richtet. Haus- oder Wohnungseigentümer erhalten 100 Euro pro Kilowatt-Peak (kWp) Leistung, bei einem Balkonkraftwerk mit 800 Watt-Peak Solarleistung also maximal 80 Euro und höchstens 30 Prozent des Kaufpreises. Wer zur Miete wohnt, erhält 200 Euro pro kWp, aber höchstens 60 Prozent des Kaufpreises. Inhaber eines Bonn-Ausweises erhalten 800 Euro pro kWp, aber höchstens 90 Prozent des Kaufpreises.
  • Coesfeld: Von der Stadt Coesfeld gibt es pauschal 100 Euro Förderung für ein Balkonkraftwerk. Personen mit geringem Einkommen können 90 Prozent der Kosten bekommen, maximal 540 Euro.
  • Darmstadt: In Darmstadt gibt es für ein Balkonkraftwerk mit einem Solarmodul (200 bis 450 Watt) pauschal 200 Euro Förderung, bei zwei Solarmodulen (ab 450 Watt) sind es 400 Euro. Übernommen werden höchstens 50 Prozent Deiner Kosten.
  • Düsseldorf hatte bis vor Kurzem noch eine Balkonkraftwerk-Förderung im Programm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf“. Derzeit wird das Förderprogramm überarbeitet, eine Antragstellung ist nicht möglich.

Lade Dir unsere Checkliste Balkonkraftwerk herunter. Darin findest Du die wichtigsten Tipps für Kauf und Montage Deiner Mini-Solaranlage.

Checkliste Balkonkraftwerk

  • Filderstadt: Pro Haushalt gibt es pauschal 100 Euro Förderzuschuss für ein Balkonkraftwerk. Den Antrag stellst Du, nachdem Du das Balkonkraftwerk installiert hast.
  • Freiburg: Die Stadt fördert Balkonkraftwerke für Mieterinnen und Mieter mit einem Zuschuss von 150 Euro. Wer einen Freiburg-Pass besitzt, erhält bis zu 300 Euro Förderung.
  • Gelsenkirchen: In Gelsenkirchen zahlt die Stadt pauschal 100 Euro Balkonkraftwerk-Förderung, befristet bis 13. Dezember 2026.
  • Göttingen: In Göttingen gibt es seit 1. Juni 2026 eine Balkonkraftwerk-Förderung von 150 Euro. Wer bestimmte Sozialleistungen erhält, kann bis zu 300 Euro Förderung bekommen. Das Balkonkraftwerk muss mindestens 600 Watt-Peak (Wp) leisten. Wenn Du einen Batteriespeicher zum Balkonkraftwerk installierst, erhöht sich die Förderung um 100 Euro.
  • Hamburg: Die Stadt Hamburg unterstützt Haushalte mit geringem Einkommen mit einer Balkonkraftwerk-Förderung. Alles dazu liest Du oben.
  • Hiddenhausen: In der Gemeinde Hiddenhausen beträgt die Balkonkraftwerk-Förderung pauschal 100 Euro. Für ein Balkonkraftwerk mit Stromspeicher kannst Du 300 Euro Zuschuss beantragen.
  • Kassel: Alle Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz in Kassel können im Jahr 2026 einen Zuschuss von 150 Euro für ein Balkonkraftwerk beantragen. Den Antrag musst Du vor dem Kauf online stellen. Haushalte mit niedrigem Einkommen können durch die Teilnahme am Stromspar-Check ein Balkonkraftwerk im Wert von bis zu 500 Euro sogar kostenfrei erhalten.
  • Köln: In Köln gibt es aktuell 150 Euro Balkonkraftwerk-Förderung. Mit Köln-Pass sind es 200 Euro. Der Wechselrichter des Balkonkraftwerks muss mindestens 600 Watt leisten, die Solarmodule mindestens 600 Watt-Peak (Wp).
  • Landkreis Erlangen-Höchstadt: In diesem Landkreis gibt es mehrere Gemeinden, die den Kauf von Balkonkraftwerken fördern. Erkundige Dich nach den jeweils geltenden Richtlinien.

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Checkliste Balkonkraftwerk

  • München: Balkonkraftwerke werden mit 40 Cent pro installiertem Watt-Peak gefördert. Das sind maximal 320 Euro für ein Balkonkraftwerk mit 800 Wp. Höchstens 50 Prozent der Investitionskosten werden übernommen. Mit München-Pass erhöht sich die Förderung auf 50 Cent pro Watt-Peak. Den Förderantrag musst Du stellen, bevor Du das Balkonkraftwerk bestellst.
  • Neuburg an der Donau: Für Dein Balkonkraftwerk gibt es eine pauschale Förderung von 70 Euro.
  • Potsdam: Hier gibt es aktuell 250 Euro Förderung für ein Balkonkraftwerk und 500 Euro für einen dazugehörigen Batteriespeicher, wenn dieser mindestens drei Kilowattstunden Kapazität hat. Alle weiteren Bedingungen findest Du in der Förderrichtlinie.
  • Ulm: Das Ulmer Energieförderprogramm bietet 2026 bis zu 100 Euro Zuschuss für Dein Balkonkraftwerk. Höchstens 50 Prozent der Anschaffungskosten werden übernommen.
  • Walldorf: Balkonkraftwerke werden mit 300 Euro pro Wohneinheit gefördert, maximal aber mit 50 Prozent des Kaufpreises. Die Förderung kann erst nach der Installation des Stecker-Solargeräts beantragt werden.

Wann lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Mit einem Balkonkraftwerk machst Du meistens schon nach wenigen Jahren Gewinn. Nach Finanztip-Berechnungen spielen Balkonkraftwerke ihre Kosten oft innerhalb von drei bis sieben Jahren wieder ein, weil sie Deine Stromrechnung senken. Die Anlage kannst Du in der Regel mindestens 15 Jahre lang betreiben. Der Wechselrichter muss dann vielleicht ausgetauscht werden, die Solarmodule halten meist noch deutlich länger.

Ein Balkonkraftwerk schließt Du an eine wettergeschützte Steckdose in Deiner Wohnung an. Trifft Sonnenlicht auf die Solarmodule, erzeugen sie Strom, den Du sofort verbrauchen kannst. Je höher der Strompreis aus dem Netz ist, desto mehr sparst Du mit selbst erzeugtem Strom. In der Regel sinken Deine Stromkosten um 60 bis 240 Euro pro Jahr.

Balkonkraftwerke eignen sich vor allem für Eigentumswohnungen oder wenn Du zur Miete wohnst. Vermieterinnen und Vermieter müssen zustimmen, wenn Du ein Balkonkraftwerk anschließen möchtest. Hole Dir das Einverständnis vorher schriftlich ein. Nach der Inbetriebnahme musst Du die Anlage nur noch im  ​​​​​​​Marktstammdatenregister anmelden.

Steht Dir ein Hausdach zur Verfügung? Dann solltest Du über eine leistungsstärkere Photovoltaikanlage (PV-Anlage) nachdenken, bevor Du Dich für die kleinere Lösung Balkonkraftwerk entscheidest. Ab einem Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden Strom kann sich eine PV-Anlage lohnen.

Mehr dazu im Ratgeber Balkonkraftwerk

  • Ein Balkonkraftwerk senkt Deine Stromrechnung um 60 bis 240 Euro im Jahr.
  • Am Balkon, auf dem Dach oder im Garten: Die Mini-Solaranlage kannst Du per Steckdose selbst anschließen.
  • Finde heraus, ob sich ein, zwei oder mehrere Solarmodule für Dich lohnen.

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