Flohmarkt
Bild: ArtMarie / GettyImages

Der zu klein gewordene Pullover, das alte Kinderspielzeug, die verstaubte Vase: Den eigenen Haushalt von Zeit zu Zeit zu entrümpeln, hat etwas Befreiendes. Drei von vier Leuten verkaufen wenigstens ab und an etwas Gebrauchtes im Netz, wie der Digitalverband Bitkom in einer Umfrage in Erfahrung gebracht hat.

Doch seit der Preiserhöhung von Ebay kehren viele Gelegenheitsverkäufer der Auktionsplattform den Rücken. Wir haben sechs interessante Alternativen rausgesucht und erklären Dir, wie Du alte Schmöker einfach loswirst, wo Du am meisten für ein ausrangiertes Handy kriegst – und wo Du schöne Klamotten aus zweiter Hand bekommst. Wie Du eigene Anzeigen zum Hingucker machst, liest Du hier.

Unabhängig vom Marktplatz solltest Du stets eine sichere Bezahlmethode mit Käuferschutz wählen, zum Beispiel Amazon Pay oder Paypal (achte darauf, dass Du nicht die Option „an Freunde und Familie senden“ nutzt). Bietet die Plattform selbst Käuferschutz an, lohnt es sich in der Regel, dafür auch eine kleine Gebühr zu zahlen.

Versende Deine Verkäufe stets als versicherte Pakete. Gibt es keine sichere Bezahlmethode, dann bestehe auf Barzahlung und persönliches Abholen. Kommen Dir als Käuferin Zweifel bei einem Angebot, vertraue Deinem Gefühl: Klingt eine Anzeige zu gut, um wahr zu sein, ist sie es meistens auch.

Marktplätze für alle Arten von Produkten:

1. Hood

Schwerpunkt: Der Online-Marktplatz ist Ebay am ähnlichsten. Von Auspuffanlagen bis Bürobedarf findest Du alles – egal, ob Neu- oder Gebrauchtwaren. Der Nachteil: Es gibt wesentlich weniger Angebote und Nachfrage als bei Ebay.

Kosten: Als Privatverkäuferin zahlst Du bei Hood 5 Prozent auf den Verkaufserlös.

Sicherheit und Käuferschutz: Alle Käufer und Verkäufer müssen sich mit ihrem Ausweis registrieren. Die Identität der Mitglieder wird überprüft. Wähle trotzdem eine sichere Bezahlmethode mit Käuferschutz.

Besonderheiten: Der Marktplatz ist Privatverkäufer-freundlich: Du kannst Deine alten Sachen zum Festpreis verkaufen oder als Auktionen. Auch der Versand ist bei Hood vorgesehen.

Dachboden
Bild: IMAGO / Margit Wild

2. Ebay-Kleinanzeigen

Schwerpunkt: Ebay-Kleinanzeigen ist vor allem für Selbstabholer geeignet. Du kannst von Tieren über Immobilien bis hin zu Möbeln beinahe alles erwerben. Auch hier gibt es also Neu- und Gebrauchtwaren aller Art.

Kosten: Ebay-Kleinanzeigen ist für Käufer und Verkäuferin kostenlos.

Sicherheit und Käuferschutz: Entscheide Dich für eine Abholung und Barzahlung oder wähle eine sichere Bezahlmethode mit Käuferschutz. Ebay-Kleinanzeigen empfiehlt sein eigenes System „Sicher bezahlen“. Nimmst Du doch den Versand, dann versichere diesen.

Besonderheiten: Die Angebots- und Nachfragemenge ist hier besonders groß.

3. Etsy

Schwerpunkt: Etsy bietet Dir von personalisierten Brieftaschen bis hin zu handgemachtem Schmuck eine große Auswahl an Unikaten. Weltweit können kleine Firmen oder Privatleute ihre kreativen Erzeugnisse dort verkaufen.

Kosten: Inserierst Du ein Produkt, zahlst Du pauschal 17 Cent. Vom Verkaufspreis musst Du noch einmal 5 Prozent an Etsy abgeben (inklusive Versandkosten).

Sicherheit und Käuferschutz: Für eine zusätzliche Gebühr bietet Etsy eigenen Käuferschutz über Etsy Payment. Sachbearbeiter entscheiden bei Konflikten, ob ein Anspruch auf Verkäufer- oder Käuferschutz besteht.

Besonderheiten: Bei Etsy stehen weniger gebrauchte Artikel im Vordergrund, sondern selbstgemachte und designte Produkte. Vintage-Artikel müssen mindestens 20 Jahre alt sein.

4. Fairmondo

Schwerpunkt: Ob fair gehandelte Schokolade oder Yogahose, Fairmondo bietet Dir eine breite Auswahl an Neu- und Gebrauchtwaren.

Kosten: Für Privatverkäufer ist Fairmondo kostenlos. Für gewerbliche Anbieter liegt die Gebühr zwischen 4 und 7 Prozent.

Sicherheit und Käuferschutz: Entscheide Dich für eine Abholung und Barzahlung – oder wähle eine sichere Bezahlmethode mit Käuferschutz.

Besonderheiten: Du kannst gezielt nach fair gehandelten Produkten suchen.

5. Vinted (ehemals „Kleiderkreisel“)

Schwerpunkt: Hier findest Du vor allem Second-Hand-Kleidung und Beauty-Artikel.

Kosten: Es fällt eine Käuferschutzgebühr von 5 Prozent des Artikelpreises an. Für weitere 70 Cent kannst Du zusätzlich Deine Daten, Dein Geld und Deine Käufe schützen.

Sicherheit und Käuferschutz: Wähle eine sichere Bezahlmethode mit Käuferschutz über den „Kaufen“-Button.

Besonderheiten: Ausschließlich für Privatpersonen. Es werden sowohl No-Name- als auch Markenartikel verkauft.

Ähnlich wie bei anderen Kleinanzeige-Plattformen versuchen viele Vinted-Verkäuferinnen, die Gebühr zu umgehen, indem sie ihre Produkte per Direktnachricht verkaufen. Vorsicht: Dahinter steckt oft Betrug!

6. Vestiaire Collective

Schwerpunkt: Premium- und Luxusmode sowie Accessoires aus zweiter Hand. Verkauf erfolgt in Kommission durch die Plattform.

Kosten: Je nach Verkaufspreis behält Vestiaire Collective eine Gebühr zwischen 15 und 25 Prozent ein.

Sicherheit und Käuferschutz: Wähle ein sichere Bezahlmethode mit Käuferschutz.

Besonderheiten: Die Produkte werden auf Echtheit geprüft: Der Verkäufer schickt das Kleidungsstück an Vestiaire Collective und erst nach der Kontrolle kommt das Angebot online. Studierst Du? Mit Student Beans erhältst Du einen Studentenrabatt von 10 Prozent.

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Autorin: Louise Sommerfeld. Schreibt für Finanztip und studiert Medienmanagement.

32 Kommentare

  1. Hallo
    ich würde mich freuen, könnte man Alternativen zu ebay Kleinanzeigen und ebay bekommen.
    Bei Ebay Kleinanzeigen wird man denunziert, obwohl man brav ist und legal seine überschüssigen Artikel anbietet. Trotz allem fliegen sie raus – weil man angeblich Gewerbehändler wäre….tsts
    Ferner sind bei ebay die Gebühren nicht nur sehr hoch geworden, so dass sich kleinpreisige Angebote nicht mehr lohnen. Und in dieser heutigen Zeit findet man echt keinen Käufer mehr, es sei denn man will „verschenken“.
    Echte Teile wie echt Perlen werden denunziert und man behauptet, sie seien plötzlich aus echt unecht geworden. Usw….
    Daher sehe ich nicht mehr ein, diese Plattformen zum Verkaufen zu nutzen. Lediglich kaufen kann man noch.
    Habt Ihr Alternativen, wenn man seine überschüssigen Bücher, oder andere Dinge aus einem Erbe verkaufen möchte. Bücher verkaufen bei booklooker dauert Jahre, bis die wirklich verkauft sind. Da ich aber antike Bücher habe, kann man sie bei anderen ohne ISBN nicht anbieten.
    Danke schon mal für die Antworten.

  2. Ich kenne mich bei den verschiedenen Marktplätzen nicht aus, bin aber mit meinen Mineralien
    und Fossilien zur Zeit noch bei Ebay.
    Das Problem sind die Kosten, die der „Monopolist“ abzieht.
    Könnt ihr mir sagen, auf welchem Portal ich mit meiner Ware noch am besten dastehe?
    Es sind Gegenstände die zwischen 8 bis leicht über 100 Euro! Es sind auch recht seltene
    Artikel dabei! Klar, dass ich nicht einen Monat warten möchte bis etwas geht.
    Ich danke euch!

  3. Ebay und Ebay Kleinanzeigen gehen weiter Ihren Weg….
    Steil, teuer und überheblich, aber eben bergab.

    Schlechter Service und willkürliches Verhalten…..falsche Vorwürfe.
    Bei E Kleinanzeigen muss man (Frau) inzwischen 1-2 Wochen warten bis online Stellung erfolgt….ohne Antwort auf täglich Anfragen warum das so ist.
    Gerne zwingt man Kunden auf gebühren fressende Telephonnummern in denen über freundlich, bestimmend und zielfrei galabert wird.

    Ebay ist inzwischen dermassen unpraktisch und teuer, dass es einfach längst keinen Spass mehr macht.
    Auch das jedem aus dem Nichts heraus mögliche anschwärzen eines Juser reicht Ebay aus, um den betroffenen einfach zu löschen.

    Sie meinen sie sind Gott aber eigentlich bestimmt doch die Masse der Juser welche Plattform überlebt oder einfach durchfällt auf Bassis von Qualität.

    Fazit:
    Ich rate ausdrücklich dazu alternativen zu suchen.
    Ebay und E Kleinanzeigen sind vom Bewusstsein der Juser und der Zeit einfach rechts überholt worden.

  4. Inzwischen kann man neben EBay auch die EBay Kleinanzeigen mit Wehmut vergessen.
    War es eine nette unverbindliche Gratis Alternative parallel zu den EBay Versteigerung.
    Wird man jetzt auch bei EBay Kleinanzeigen gezwungen sich durch eine Handynummer zu Registrieren. Eine Alternative abgesehen von einem Festnetz mit SMS Funktion wird nicht angeboten. Auch diese Festnetz/SMS Alternative funktioniert wie man hört nicht so wie zu lesen.
    Auch wurden einige Dinge Geändert wie z.B. wenn man ein paar alte Herren/Jungs Magazine „Jugendfrei, max. Freigabe 16 Jahren“ einstellen möchte wird dies nicht mehr gestattet.
    Weitere negative in Erfahrung gebrachte Punkte die da wären:
    – Jeder kann dich nach Kontaktlockversuch Negativ bewerten.
    – Jeder kann dich als angeblicher Händler bei EBay Kleinanzeigen anschwärzen. Diese wiederum Löschen deine Anzeigen ohne Kontaktaufnahme.
    – Ohne Zwangsregistrierung durch eine Handynummer sind Einstellen, Kontaktieren und weitere Funktionen nicht mehr möglich.
    – Der Kundendienst ist aber der schlimmste den ich erlebt habe. Mit anderen Worten man wird einfach mit 0815 Vorabgefertigten Maschinell Erstellten Texten abgewimmelt. Wenn man sich das nicht bieten lässt und dennoch den Kundendienst weiter um Hilfe bittet erhält man darauf keine Antwort/Hilfeleistung mehr.
    Aber mal ehrlich Hand auf´s Herz es ist ja schließlich Gratis und was Gratis ist da muss man das wohl in Kauf nehmen. Ich habe es in Kauf genommen und gleich beide Konten „Versteigerungshaus & Kleinanzeigen“ still gelegt ob ich diese Löschen tue da bin ich mir noch nicht schlüssig, schliesslich sind es nun mehr 20 Jahre im Versteigerungshaus und mindest 15 Jahre in den Kleinanzeigen in denen ich immer ein treuer Kunde war. So wird es einen Gedankt 🙁

    1. +1 !!!

      EBay Kleinanzeigen ist wirklich DAS LETZTE!!!
      Ein Stapel alter Hefte (20 Jahre +) wird dort als Gewerbe eingestuft und einfach kommentarlos gelöscht!
      Man sitzt Stunden um die Artikel ordentlich zu beschreiben und abzubilden. Alles für die Katz!
      Und dabei quatschen die liebend gern von „Nachhaltigkeit“.
      Von Stromkosten / Zeit / Aufwand etc. haben die Herren und Damen Studenten dort wohl leider noch nie etwas in ihrem Leben gehört!
      EIN WITZ!!

  5. Auf ebay-Kleinanzeigen MUSS man ab heute eine Handy-Nr angeben. Angeblich um gegen sexuelle Belästigung vorzugehen. In Wirklichkeit will man natürlich einfach nur Daten sammeln und immer mehr Daten verbinden und zu analysieren. Ich mache da nicht mit, aber 3/4 ist es alles egal und so machen die Konzerne mit uns und unseren Daten was sie wollen und alles, weil „wir“ zustimmen….

    1. Hallo Luzi, das ist verständlich und auch diskriminierend! Aber es MUSS in naher Zukunft eien echte Alternative zu dem monopolistischen E bay Kleinan zeigen geben!

      Was schlägst Du denn vor?

      1. Bisher gibt es nicht annähernd eine Alternative zu Ebay der früheren Jahre. Das ist erschreckend, gerade wo heutzutage Millionen private Verkäufer und Käufer auf so eine Plattform warten. Eine absolute Marktlücke, wo Ebay ein Abzocker Verein geworden ist…Ebay Kleinanzeigen geht auch nicht…das ist zu einem Abbild unserer heutigen verdummten, verdorbenen und „klein“ kriminellen Unterschichts Gesellschaft geworden. Es sind einfach viel zu viele niveaulose und betrügerische Menschen dort unterwegs. Macht wirklich keinen Spass mehr dort zu verkaufen. Man kann nur hoffen das es baldigst wieder eine Verkaufsplattform wieder gibt, die an das alte Ebay anknüpft.

        1. Hallo Christian, ich kann Dir da zu 100 Prozent recht geben, bin auch seit über 10 Jahren dabei und wurde mehrfach von Käufern so richtig betrogen, habe die Ware bestens beschrieben, sie ordnungsgemäß versendet, und dann kam der Rückruf, weil irgend etwas bemängelt wurde was vollständig aus der Luft gegriffen war und einfach nicht stimmte. Der Käufer erhielt sein Geld zurück aber ich warte bis heute auf die Rücksendung meiner Ware. Also EBAY ein TOR für Betrugskäufer, mehr kann ich dazu nicht sagen!!!

          1. Hallo Heinrich, uns ist es ebenso bei eBay ergangen. Haben einen ersteigerten Artikel versendet, Käufer bestätigte den einwandfreien erhalt der Ware und gab zu, dass er in der Beschreibung ein wichtiges Detail nicht gesehen hat. Anschließend macht er eine Rückgabeanfrage über eBay auf. Davor hatten wir bereits Kontakt mit eBay aufgenommen und den Sachverhalt geklärt, wo eBay uns Recht gab und bestätigten, dass die Beschreibung korrekt war. Dennoch hat eBay letztendlich dem Käufer recht gegeben und ihm den Betrag zurückerstattet zu unseren Lasten. Währenddessen stellt der Käufer „unseren“ Artikel in eBay ein und für einen deutlich höheren Preis und hat sogar einen Teil unserer Beschreibung frecherweise übernommen. Auf Aufforderung, den Artikel wieder an uns zurückzuschicken, da es ja unser Eigentum ist, erhält man nur freche Antworten. Laut eBay können Sie nichts machen. Wir haben mit mindestens 7 verschiedenen eBay Mitarbeiter gesprochen, sind sogar bis zu Vorgesetzten (Herr Nils Siefers) weitergeleitet worden. Dennoch enthält sich eBay jeglicher Verantwortung. Jetzt sitzen wir auf dem Schaden. Das einzige Entgegenkommen seitens eBay war, dass sie die Verkaufsgebühren gutschreiben und das Konto nicht negativ darstehen lässt. Da nach 12jähriger einwandfreier Mitgliedschaft und Geschäftspraktiken heißt das dennoch nicht genug. Es bleibt nur der Rechtsweg z.B. Polizei, Anwalt, Verbraucherschutz etc. Echt traurig, wohin eBay inzwischen geht. Eine direkte Beschwerde nach Dublin in Irland wird wohl unumgänglich sein und die EU Richtlinien wurden teilweise auch nicht eingehalten.

    2. ich bin seit 2014 auf ebay-Kleinanzeigen aktiv, aber wenn die nicht sofort Ihre Strategie der Datensammelwut ändern war ich die längste Zeit dort aktiv. Alle reden von Nachhaltigkeit, also Sachen weiter verwenden, dies fällt in Zukunft dann aus und wir produzieren noch mehr Müll. Das ist besser als wie alle möglichen Daten preiszugeben. Die einzige Alternative die ich noch versuchen werde ist Quoka (https://www.quoka.de)

  6. e-Bay hat auch mich enttäuscht, ständig Erhöhungen und versteckte Kosten. Wenn jetzt zum Beispiel etwas für 80 Euro verkauft wird muss man mit den Versteckten Kosten die vorab schon bei verschiedenen Häkchen versteckt werden, schon 18,00 Euro bezahlen.Das finde ich nicht in Ordnung. In Zukunft werde ich auf e-Bay auch nichts mehr verkaufen. Es gibt Gott sei Dank auch andere Plattformen.

  7. Meine Erfahrungen mit so einigen Online-Plattformen sind bunt gemischt und ich denke, daß ich in Zukunft lieber wieder auf Flohmärkte gehe und die Sachen, die ich nicht mehr haben will, dort anbiete.
    „Letze Preis“, „für Zenn € kommisch hollen“ etc. sind da noch die geringsten Vorkommnisse. Man schreibt mich auf Whattsapp aus Ungarn an, „Sicheres Bezahlen“ schleppt sich über mehrere Wochen hin, Abholer kommen nicht, Käufer lässt für 2 Tage reservieren, meldet sich nie wieder, unverschämte Preisdrücker schreiben ellenlange Jammer-Nachrichten und der angebliche Fachmann will die Sammlerware mit Zertifikat plötzlich nicht mehr, weil sie angeblich gefälscht ist.
    Wenn ich inseriere, dann will ich verkaufen und nicht auf 10, 20 oder 50 Merklisten landen, ohne daß ich weiss, wer mich da markiert und ob da überhaupt echtes Interesse besteht, oder lediglich – auf Kosten des Verkäufers – die Marktsituation ausgelotet wird.
    Ich war und bin leider noch auf einigen dieser Plattformen, aber es ist müssig, nervig und macht keinen Spaß mehr. Obendrein habe ich auf den Flohmärkten persönlich und anwesend von Angesicht zu Angesicht bisher immer besser verkauft, als online.
    Als Käufer (geht leider nicht für Musikinstrumente) nehme ich Rebuy in Anspruch und was gebrauchte Instrumente angeht: da gibt es überhaupt nichts, das ich im www. empfehlen könnte.
    Eine ganz eigene Plattform ist E-Gun. Sie ist für Angler, Jäger, Reenactor und Schiessportler. Jeder online Verkaufsanbieter sollte sich das mal genauer ansehen und das Meiste daraus für sich übernehmen, denn hier funktioniert alles bestens: die Plattform ist immer der Mittler, so haben es Betrüger schwerer. Das Bewertungssystem ist beispielhaft, auch das Messaging System ist unschlagbar gut und sicher. Ein Anschreiben an die Admins wird ernst genommen und es wird reagiert. Zu jeder Auktion oder jedem Direktverkauf gibt es Markierungsfunktionen: Käufer/Verkaufer meldet sich nicht, Bezahlt, Versendet, Nachrichten (Einfach mal testen) . Zur besseren Kontrolle gibt es auch noch ein Forum, in dem sich die reistrierten Mitglieder austauschen können. Hier geht so gut wie nie was schief. Dieses Portal geht mit bestem Beispiel voran und eine solche Plattform wünscht man sich für alles, das man irgendwie kaufen oder verkaufen möchte.

  8. Das Problem der privaten Verkäufer ist nicht die Gebuehrenerhöhung, sondern der Zwang zum Käuferschutz.
    Paypal ist besonders fuer betrügerische Käufer gut und private Verkäufer werden gezwungen, Artikel zurückzunehmen, auch wenn sie kein Widerrufsrecht gewährt haben. Dafür dürfen sie auch noch pro Beschwerde 15 EUR Gebühr zahlen.
    Ebay tritt die deutsche Rechtslage mit Füßen und wundert sich, warum die Gelegenheitsverkäufer ihnen in Scharen verbrannt davonlaufen.
    Der Hinweis auf Paypal ist absolut unpassend und gefährlich, wer als privater Verkäufer sich auf PP einlässt kann die Ware in vielen Fällen besser gleich wegwerfen, da zahlt er wenigstens nicht noch drauf.

    1. „Ebay tritt die deutsche Rechtslage mit Füßen und wundert sich, warum die Gelegenheitsverkäufer ihnen in Scharen verbrannt davonlaufen….“ damit hast Du den Nagel präzise auf den Kopf getroffen! Ich erinnere eBay aus den Anfangszeiten noch als einen Mitglieder-freundlichen und -fröhlichen Flohmarkt, hab von damals tatsächlich langjährige Freunde gefunden. Heute werden die privaten K und VK strengstens separiert und mit kilometerlangen AGB’s zugetackert, die nur deren eigene, ausgefuchste Anwälte rechtens finden können. Bin folgerichtig auf der Suche nach ’ner anderen Plattform. Werde mir mglw. Sybilles Tipp merken.

  9. Eine noch kleine, aber feine Plattform fehlt in der Aufzählung: Oldthing!
    Oldthing ist ein Berliner Online-Handelsplatz für private und gewerbliche Verkäufer und vor allem für Sammler interessant. China-Ramsch ist hier verpönt.
    Die Betreiber sind momentan dabei, die Seite noch zu optimieren.
    Die Preise für Händler sind fair, Verkaufs-Provision zwischen von 2,5 bis 8 %. Versteckte Kosten gibt es nicht und niemand mischt sich – im Gegensatz zu Ebay – in Absprachen/ Geschäfte zwischen Verkäufer und Käufer ein.
    Und wenn es doch mal Probleme gibt, steht das kleine Oldthing-Team zeitnah und unbürokratisch mit Beratung/ Hilfestellung zur Verfügung.
    Auch wenn schon einige ehemalige Ebay-Händler ihren Weg zu Oldthing gefunden haben, würde ich mich freuen, wenn mein Tipp für diese Seite auf fruchtbaren Boden fällt und viele Anbieter und auch Käufer sich für Oldthing interessieren. – Drei Monate kann mit bis zu 10 Artikeln komplett kostenlos getestet werden… 🙂

  10. eBay hat sich mit der jetzigen Preispolitik für mich weitestgehend erledigt – oder ich kalkuliere die Kosten schon vorab und schlage sie auf den Verkaufspreis.
    eBay Kleinanzeigen ist für Verkäufer ein Feuchtbiotop, durchsetzt von Individuen, die Anzeigen nicht lesen, verstehen (können oder wollen) und gerade im Bereich niedrig bepreister Gegenstände nur mit „was ist letzte Preis“ Anfragen begeistern. Da hilft nur „Blockieren“.
    Quoka schickt regelmäßig Warnungen über vorangegangene Kontakte – da tummelt sich viel kriminelle Energie. Quoka ist gleichzeitig die lahmste Alternative.
    Kalaydo ist jetzt ’ne Jobbörse, markt.de ist einfach nur mittelmäßig programmiert.
    Die Verrohung und Verdummung der Gesellschaft hat das Niveau für Kleinanzeigen deutlich verringert und die mangelnde Auswahl an Alternativen hilft nicht wirklich.

    1. Stimme vollkommen zu! Insbesondere auch das Niveau betreffend. Was auch gewerbliche Händler heutzutage auf ebay und Amazon für falsche, zu Abbildungen widersprechende und unsinnige Angabe zu Ihren Angeboten schreiben oder irgendwo nur kopieren ohne auf Besonderheiten bei Gebrauchtem einzugehen und dann oft in grob fehlerhaftem, manchmal völlig unverständlichem Deutsch, geht nicht mehr auf die sprichwörtliche Kuhhaut. In den Anfangszeiten von ebay und Amazon war das um Welten besser! Und wegen des damaligen Bewertungssystems und wohl der Mentalität der Nutzer von ebay war es ganz normal, dass der Verkäufer nach dem Zuschlag eine Girokontobeziehung (damals noch Kontonummer und Bankleitzahl) über die ebay-Nachrichtenfunktion übermittelte, den Geldeingang mit dem entsprechenden Symbol markierte und dann den Gegenstand in den Versand gab.

  11. Danke für die guten Hinweise zu weiteren Alternativen. in unserem Ratgeber zum Thema Gebrauchtes verkaufen versuchen wir kontinuierlich einige gängige Alternativen zu beschreiben. Facebook-Marketplace, Craigslist und booklooker werden wir uns sicherlich vormerken. Bei Facebook sind wir uns noch nicht so ganz sicher, wie gut der Marktplatz am Ende vor unseriösen Angebote geschützt ist und Booklooker ist mit der Spezialisierung auf Bücher in der ersten Runde vorerst rausgeflogen.

    1. Meine Erfahrungen in aller Kürze: Der Facebook Marketplace ist massiv von Hackern und Scammern dursetzt und nach 2 Versuchen, eine E-Gitarre dort anzubieten, ist das Résümée: 13 Scams, 1 Profil-Hackversuch und (bitte festhalten) 2 Äusserst dubiose Anfragen, einmal aus Mali und einmal aus Kamerun, wobei sich bei der dann folgenden Blockier-Arie meinerseits herausstellte, daß diese Personen jeweils mindestens 30 verschiedene Facebook-Konten inne hatten. Auch über Facebook-Gruppen ist es sehr riskant, irgendetwas zu verkaufen, weil indirekt alle mit Marketplace verknüpft sind. Besser also: Finger weg.

    1. Quoka ist der Nachfolger von „Sperrmüll“ und dieser wiederum ist Nachfolger von „Alles“. Gut für Bayern und Franken, aber weiter eher nicht, da fehlt die Präsenz.

  12. Ich dachte immer, dass man als registrierter Nutzer/in auch bei Amazon alles mögliche anbieten kann.
    Warum dieses gigantische und weltweite Plattform hier nicht mal erwähnt wird erschließt sich mir nicht…

    1. Weil Amazon keine Rolle spielt….Amazon ist darauf fokussiert die eigenen Artikel im Vordergrund anzubieten….wer als eBayHändler zu Amazon möchte, wird enttäuscht sein, wie schlecht Amazon die Artikel listet…nämlich ganz versteckt im eigenlichen Angebot ganz rechts….no Chance da was zu verkaufen….ich spreche aus Erfahrung.

    2. Wir haben uns Amazon auch länger angeschaut und auf unsere etwas ausführlicheren Liste haben wir den Marktplatz als Sonderfall auch mit aufgenommen. Allerdings musst Du es schon sehr ernst meinen, wenn Du Deine alten Sachen auf Amazon verkaufen möchtest. Der Registrierungsprozess ist wesentlich umfangreicher als bei anderen Plattformen und auch die Verwaltung auf der Seite orientiert sich klar an gewerbliche Händler und nicht an Gelegenheitsverkäufer.

  13. Ein wichtiger Marktplatz fehlt: craigslist. Auch wenn er vielleicht vorwiegend von englisch Sprechenden benutzt wird, kann man ihn durchaus als deutschen Marktplatz bezeichnen.

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