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Schufa, Rente, Steuer: Das ändert sich im März 2026

Neuer Monat, neue Regelungen: Wir haben die wichtigsten Änderungen im März 2026 für Dich zusammengefasst.

Redakteurin Anna Karolina Stock
Anna Karolina Stock Private Finanzen
Das ändert sich im März 2026

Mehr Transparenz beim Schufa-Score, neue Funktionen bei ELSTER, steigende Renten und höhere Krankenkassenbeiträge: Im März kommen einige wichtige Änderungen auf Dich zu. Hier erfährst Du, was jetzt wichtig ist.

1. Mehr Transparenz beim Schufa-Score

Ab Ende März kannst Du Deinen Schufa-Score digital und kostenlos einsehen. Bisher war das meist nur kostenpflichtig oder über eine umständliche Datenabfrage möglich. Außerdem ändert die Schufa ihr Bewertungssystem:

  • Künftig nennt sie zwölf zentrale Kriterien, die Deinen Score beeinflussen. Dazu zählen z. B. die Dauer Deiner Kreditkartenbeziehungen, wie lange Du an Deiner aktuellen Adresse gemeldet bist, die Anzahl Deiner Konto- oder Kreditanfragen, laufende Kredite und mögliche Zahlungsstörungen – also etwa nicht bezahlte Rechnungen. Die genaue Berechnungsformel bleibt weiterhin nicht öffentlich
  • Der Score wird künftig einheitlich als Punktzahl zwischen 100 und 999 dargestellt. Dabei gilt weiterhin: Je höher Dein Wert, desto besser

Für Dich bedeutet das mehr Transparenz und Kontrolle. Du kannst künftig besser nachvollziehen, wie Dein Score zustande kommt – und zum Beispiel darauf achten, Rechnungen pünktlich zu zahlen oder nicht zu viele Kreditanfragen auf einmal zu stellen.

2. Neue 1-Klick-Funktion in meinELSTER+

Ab 31. März kannst Du in der Smartphone-App meinELSTER+ eine neue 1-Klick-Funktion aktivieren. Ab 1. Juli steht Dir dort eine vorausgefüllte Steuererklärung mit Vorschau auf Deinen Steuerbescheid bereit. Enthalten sind alle Daten, die dem Finanzamt bereits vorliegen – zum Beispiel Deine Lohnsteuerbescheinigung sowie gemeldete Kranken- und Rentenbeiträge.

Diese Erklärung kannst Du laut dem bayerischen Finanzministerium mit nur einem Klick ans Finanzamt übermitteln. Du kannst die Angaben aber auch prüfen und mit weiteren Daten ergänzen.  

Und das solltest Du auch: Trägst Du z. B. Werbungskosten, Spenden oder Handwerkerleistungen nicht selbst ein, kann Dir eine mögliche Steuererstattung entgehen.

Grundsätzlich empfehlen wir Dir daher weiterhin Deine Steuererklärung mit Steuerprogrammen wie Wiso Steuer oder der kostenlosen Steuerapp Check24 Steuer zu machen.

3. Jetzt noch Resturlaub prüfen

Resturlaub aus dem Vorjahr verfällt in vielen Fällen am 31. März. Das gilt allerdings nur, wenn der Urlaub ins neue Jahr übertragen wurde und Dein Arbeitgeber Dich zuvor klar auf den drohenden Verfall hingewiesen hat. Ohne diesen Hinweis darf der Urlaub nicht einfach gestrichen werden.

In manchen Arbeits- oder Tarifverträgen können auch längere Fristen gelten.

Trotzdem solltest Du jetzt prüfen, ob und wie viele Urlaubstage noch offen sind. Falls Du keinen Hinweis bekommen hast, sprich Deinen Arbeitgeber darauf an.

4. Rentenanpassung zum 1. Juli

Im März wird offiziell bekanntgegeben, wie stark die Renten zum 1. Juli steigen. Aktuell rechnet die Bundesregierung mit einer Erhöhung um 3,73 %.

Bei einer monatlichen Rente von 1.500 € brutto wären das rund 56 € mehr, bei 2.000 € etwa 75 € zusätzlich im Monat. Wie viel davon netto übrig bleibt, hängt unter anderem von Deinen Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung ab.

Damit würden die Renten erneut spürbar steigen – die endgültige Höhe legt die Bundesregierung aber erst im Frühjahr per Verordnung fest.

5. Höhere Krankenkassenbeiträge für Rentner

Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen schon seit Jahresbeginn höhere Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Ab 1. März betrifft das nun auch pflichtversicherte Rentnerinnen und Rentner, weil die Deutsche Rentenversicherung Beitragserhöhungen aufgrund gesetzlicher Vorgaben zeitversetzt weitergibt.  

Wie stark Deine Beiträge steigen, hängt von Deiner Krankenkasse ab. Steigt der Zusatzbeitrag, sinkt Deine Nettorente entsprechend.

Ein Wechsel kann sich daher lohnen – denn die Zusatzbeiträge unterscheiden sich teils deutlich. In unserem Krankenkassen-Vergleich findest Du unsere GKV-Empfehlungen für 2026.

6. Versicherungskennzeichen und Zeitumstellung

Für Mofa, Moped und E-Scooter brauchst Du ab 1. März ein neues Versicherungskennzeichen. Die Kennzeichenfarbe für 2026 ist Schwarz. Ohne neues Kennzeichen darfst Du nicht mehr fahren – sonst riskierst Du ein Bußgeld und bist nicht versichert.  

Am 29. März beginnt die Sommerzeit. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Uhr von 2:00 auf 3:00 Uhr vorgestellt. Du schläfst also eine Stunde kürzer. 

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Von Anna Karolina Stock, und Giulia Tita
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