Tipps & Tricks

Was Du von Superreichen beim Investieren lernen kannst

Milliardäre wissen, wie man gut investiert. Oder ist das nur ein Mythos? Wir zeigen Dir, was Du wirklich von ihnen lernen kannst.

Nadine Graf
Nadine Graf Geldanlage
Was Du von Superreichen beim Investieren lernen kannst

Tatsächlich ist das Geld der meist milliardenschweren „Superreichen“ in vielen Fällen über viele Generationen vererbt – zumindest in Deutschland. Laut einer Studie der Schweizer Großbank UBS haben gerade mal etwa ein Viertel der Milliardärinnen und Milliardäre in Deutschland ihr Vermögen selbst erarbeitet.

Anders sieht es in den USA und in China aus: Dort haben die meisten ihr Vermögen selbst aufgebaut. Der UBS-Studie zufolge leben in den USA auch die meisten superreichen Menschen und ihr Vermögen vermehrt sich im Schnitt am schnellsten. Allen voran das der Tech-Milliardäre wie Elon Musk oder Mark Zuckerberg.

Was Du und die Superreichen gemeinsam haben

Die Vermögensziele der Reichen in Deutschland decken sich vermutlich mit Deinen: Den Wohlstand bis ins hohe Alter sichern, wenn möglich sogar steigern – und idealerweise etwas vererben. Also sollte das Geld gut angelegt sein, ohne zu große Risiken.

Milliardäre achten bei ihren Anlagen zum Beispiel darauf, dass sie breit gestreut und auf verschiedene Anlageklassen verteilt sind, um sie vor der Inflation zu schützen. Diese Grundgedanken können auch für Dich sinnvoll sein.

Heißt konkret: Nicht alles auf eine Karte setzen, sondern Risiken verteilen.

So diversifizieren Superreiche

Der US-Milliardär und Hedgefonds-Manager Ray Dalio setzt auch auf Diversifikation. Sein Mantra: Er rät, in rund 15 gute und voneinander unabhängige Anlagen mit unterschiedlichen Risiken zu investieren.

Neben Aktien spielen bei Vermögenden häufig auch Immobilien oder Edelmetalle eine Rolle. Hinzu kommen Anleihen, Kunst und Rohstoffe.

Doch viele Superreiche gehen noch weiter und investieren gezielt in Anlageformen, die für Privatleute meist schwer zugänglich sind.

Aktuell besonders gefragt sind vor allem zwei Bereiche: Hedgefonds und Private Equity. Laut UBS-Studie wollen viele der befragten Milliardäre hier künftig sogar noch stärker investieren.

Hedgefonds: Hohe Risiken, hohe Gebühren

Hedgefonds sind aktiv gemanagte Fonds, die bewusst sehr riskant investieren. Häufig kommen Leerverkäufe und große Hebel zum Einsatz. Die Hoffnung: hohe Renditen in jeder Marktphase.

Damit geht aber auch das Risiko hoher Verluste einher. Wer hier investieren will, der kann das meist erst mit mindestens 100.000 € oder mehr. Und die Gebühren sind so hoch wie bei teuren aktiv gemanagten Fonds: sehr oft 2 % des angelegten Geldes pro Jahr plus 20 % der erzielten Gewinne.

Ein Beispiel: Investierst Du 100.000 € und der Fonds macht 10 % Gewinn, also 10.000 €, zahlst Du allein 2.000 € Grundgebühr. Von den 10.000 € Gewinn gehen zusätzlich 20 %, also 2.000 €, an den Fondsmanager. Dir bleiben vor Steuern also nur 6.000 €.

Private Equity: Direktbeteiligung an Unternehmen

Während Du bei Aktien Anteile eines Unternehmens an der Börse kaufst, investieren Vermögende mit Private Equity große Summen direkt in Unternehmen, die nicht börsennotiert sind.

Durch das direkte Investment sichern sie sich Mitspracherecht. Sie können strategische Entscheidungen beeinflussen und aktiv auf die Entwicklung des Unternehmens einwirken.

Die gezielte Auswahl einzelner Unternehmen scheint für viele entscheidend zu sein. Denn Dachfonds – also Fonds mit Anteilen aus mehreren Unternehmen – sind bei Milliardären zuletzt immer unbeliebter geworden.

Was bedeutet das für Dich?

In Hedgefonds und Private Equity kannst Du als Privatanlegerin bzw. -anleger aktuell meist nur indirekt investieren – zum Beispiel durch Dachfonds, die in mehrere Hedgefonds investieren. Oder in Private-Equity-Fonds, sogenannte ELTIFs.

Aktuelle Angebote sind allerdings sehr teuer und die Renditen ungewiss. Hohe Kosten und lange Bindungsfristen können Deine Rendite deutlich schmälern. Mehr zu Private-Equity-Fonds liest Du in diesem Beitrag.

So lassen Superreiche ihr Vermögen verwalten

Je größer das Vermögen, desto komplexer wird seine Organisation. Laut der Julius-Bär-Studie beauftragen rund ein Drittel der Milliardärinnen und Milliardäre weltweit deshalb sogenannte Family Offices. Das sind Gesellschaften, die sich um alles kümmern: vom Vermögen über das Erbe bis hin zu (steuer-)rechtlichen Angelegenheiten – quasi ein Rundum-Service. Andere geben diese Aufgaben an Banken oder spezialisierte Vermögensverwalter ab.

Warum nutzen nicht alle diesen Service?

Der Hauptgrund: Die Gesellschaften lassen sich das teuer bezahlen. Aktives Management kostet viel Geld und schmälert die Rendite. Das gilt bei großen Vermögen genauso wie bei kleineren.

Milliardäre und Du habt mehr gemeinsam, als es scheint

An den Zielen ändert sich wenig – egal, ob Du Millionen besitzt oder gerade erst mit dem Investieren beginnst. Es geht um Vermögensaufbau, Sicherheit und langfristiges Wachstum.

Der Unterschied liegt vor allem in der Komplexität. Superreiche können sich aufwendige Spezial-Investments und professionelle Vermögensverwaltung leisten. Für Dich geht es aber deutlich einfacher – mit dem Finanztip-Prinzip:

  1. Bau Dir zuerst einen Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto auf – in Höhe von drei bis sechs Monatsgehältern. So bist Du finanziell abgesichert, falls etwas Unvorhergesehenes passiert
  2. Dann investierst Du langfristig in einen weltweiten Aktien-ETF. Damit streust Du Dein Geld automatisch über Hunderte bis Tausende Unternehmen weltweit und musst keine einzelnen Titel auswählen

Historisch gesehen kannst Du langfristig mit etwa 6 % p. a. Rendite rechnen. ETFs sind deshalb für viele der einfachste Weg, um gute Renditechancen, breite Streuung und geringe Kosten zu verbinden. Du musst also kein Milliardär sein, um klug zu investieren.

Egal, ob Du 5.000, 50.000 oder 500.000 € investieren willst: Wir zeigen Dir, worauf Du dabei achten solltest und wie Du am besten vorgehst.

Und weil die Kosten über Deine Rendite entscheiden, haben wir viele Depots getestet und miteinander verglichen. Dabei hat Traders Place am besten abgeschnitten. All unsere Empfehlungen findest Du direkt unter diesem Text. 

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