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Top 5 ETFs: Hier bekommst Du die meisten Ausschüttungen

Einige ETFs zahlen besonders hohe Ausschüttungen aus. Hier sind die Top fünf ETFs mit der höchsten Ausschüttungsrendite der letzten zwölf Monate.

Timo Halbe
Von Timo Halbe , Anna Karolina Stock und Giulia Tita
Top 5 ETFs: Hier bekommst Du die meisten Ausschüttungen

Ausschüttende ETFs zahlen die Dividenden ihrer Unternehmen regelmäßig an Dich aus und legen sie nicht automatisch wieder an. Die Ausschüttungsrendite zeigt Dir konkret das Verhältnis zwischen investiertem Geld und Dividendenausschüttung.

Top 5 ETFs mit der höchsten Ausschüttungsrendite

  • Platz 1: Global X SuperDividend (ISIN: IE00077FRP95) 9,98 %. Das bedeutet: Wenn Du 10.000 € investiert hast, bekommst Du rund 998 € Ausschüttung pro Jahr
  • Platz 2: iShares USD High Yield Corporate Bond ESG SRI (IE00BKF09C98) 7,94 %
  • Platz 3: Amundi Stoxx Europe Select Dividend 30 (LU1812092168) 7,68 %
  • Platz 4: iShares USD High Yield Corporate Bond Hedged (IE00BF3N7102) 7,43 %
  • Platz 5: Amundi Stoxx Europe 600 Banks (LU2082996112) 7,37 %

Quelle: JustETF, Zeitraum: 10. März 2025 bis 10. März 2026

Hinweis: Die sogenannten Covered-Call-ETFs haben wir in dieser Liste bewusst nicht berücksichtigt. Bei ihnen entstehen die Ausschüttungen auf andere Weise als bei klassischen Dividenden-ETFs und lassen sich daher nur schwer vergleichen.

Was steckt hinter den ETFs?

  • Der ETF auf Platz 1 setzt auf bis zu 100 der dividendenstärksten Aktien weltweit. Die größten Branchen sind Finanzen, Immobilien und Energie
  • Der iShares-ETF auf Platz 2 investiert nicht in Aktien, sondern in Unternehmensanleihen mit hohen Zinsen und dementsprechend höherem Risiko (sogenannte High-Yield-Anleihen). Zu den größten Unternehmen gehören hier CCO Holdings, TransDigm, Tenet Healthcare und CSC Holdings. Außerdem schließt er Firmen aus, die bei Umwelt- oder Sozialthemen schlecht abschneiden
  • Der Amundi Stoxx Europe ETF (Platz 3) investiert in die 30 dividendenstärksten Unternehmen des Stoxx Europe 600 Index. Dazu gehören Unternehmen wie Rio Tinto, ABN Amro, Legal & General, Orlen und HSBC. Die wichtigsten Branchen sind Finanzwesen, Konsumgüter und öffentliche Dienstleistungen
  • Der iShares Hedged ETF (Platz 4) ist ähnlich aufgebaut wie der iShares-ETF auf Platz 2. Das Dollar-Risiko ist in diesem Fall aber abgesichert. Das heißt: Wenn sich der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar verändert, wirkt sich das kaum auf den ETF aus
  • Im Amundi Europe 600 Banks ETF auf Platz 5 stecken ausschließlich europäische Firmen aus dem Finanzsektor – z. B. HSBC, Banco Santander, Unicredit und BNP Paribas

Drei Nachteile bei diesen ETFs

Hohe Ausschüttungen klingen erstmal spannend. Die beiden Anleihen-ETFs in der Liste sind jedoch recht riskant. Denn bei Anleihen-ETFs gilt: Höhere Zinsen – also höhere Ausschüttungen – bedeuten meist auch ein höheres Risiko. 

Auch bei Aktien-ETFs empfehlen wir Dir keine Dividenden-Strategie für den langfristigen Vermögensaufbau, denn:

  1. Dividenden sind kein Extra-Geld: Wenn ein Unternehmen Dir Dividenden auszahlt, sinkt der Aktienkurs meistens ungefähr um den gleichen Betrag. Du bekommst zwar Geld auf Dein Konto, aber der Wert Deines ETFs wird gleichzeitig etwas kleiner. Die Dividende ist also kein Extra-Gewinn, sondern einfach ein Teil der Rendite, der Dir direkt ausgezahlt wird
  2. Kein Zinseszinseffekt: Mit einem thesaurierenden ETF (im Gegensatz zu einem ausschüttenden ETF) kannst Du den Zinseszinseffekt viel besser nutzen. Denn hier werden die Ausschüttungen automatisch wiederangelegt. Bei einem ausschüttenden ETF musst Du hingegen die Auszahlungen selbst wieder investieren, um den Zinseszinseffekt vollumfänglich zu nutzen
  3. Weniger breit gestreut: Die Dividenden-ETFs setzen stark auf bestimmte Branchen wie Finanzen, Energie oder Technologie oder Länder wie die USA. Dadurch landen oft viele ähnliche Firmen im ETF. Ein klassischer Welt-ETF ist deutlich breiter aufgestellt

Übrigens: Auch auf Dividenden zahlst Du Steuern

Ein Teil Deiner Rendite geht durch die Kapitalertragsteuer also direkt an den Staat. Bei thesaurierenden Welt-ETFs bleiben die Erträge dagegen im Fonds und werden automatisch wieder angelegt.

Steuern fallen meist erst an, wenn Du Deine ETF-Anteile später verkaufst. Während der Haltedauer kann allerdings schon die sogenannte Vorabpauschale besteuert werden.

Unsere Empfehlung

Für den langfristigen Vermögensaufbau empfehlen wir Dir stattdessen einen breit gestreuten Welt-ETF.

Bei der Suche nach dem passenden hilft Dir unser ETF-Finder. Wir empfehlen Dir unter anderem den Vanguard FTSE Developed World (IE00BK5BQV03), den iShares MSCI ACWI (IE00B6R52259) und den SPDR MSCI ACWI (IE00B44Z5B48).

Bevor Du investierst, brauchst Du ein günstiges Wertpapierdepot. Wir empfehlen aktuell elf Depotanbieter. Besonders gut schneiden Traders Place als Preis-Leistungs-Sieger und Comdirect mit dem besten Leistungsumfang ab.

Übrigens: Du kannst mit der Dividende auch ein sogenanntes passives Einkommen generieren. Wir haben berechnet, wie viel Startkapital Du für 500 € monatliches Einkommen und wie viel Du für 1.000 € Einkommen brauchst.

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