Festgeld der Deutschen Bank

Gutes Rating, aber niedrige Zinsen bei Deutschlands größtem Institut

Dirk Eilinghoff
& Co-Autor
Stand: 21. September 2018
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Deutsche Bank zahlt nur niedrige Zinsen auf das Festgeld.
  • Kunden können nicht vorzeitig auf das Geld zugreifen und müssen das Festgeld drei Monate vor dem Ende der Laufzeit kündigen.
  • Die Bank erfüllt die Finanztip-Stabilitätskriterien.
  • Welche sichere Bank zurzeit den besten Zins bietet, lesen Sie in unserem Ratgeber Festgeld und in unserem Finanztip-Festgeldrechner.

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Die Deutsche Bank ist zwar die größte Bank Deutschlands, beim Festgeld bekommen die Kunden davon jedoch wenig mit. Das Kreditinstitut verzinst die Anlage im Vergleich zu unseren Empfehlungen sehr niedrig.

Konditionen: Mehr Laufzeiten zur Auswahl als angegeben

Kunden der Deutschen Bank haben im Internet beim Festgeld die Wahl zwischen neun Laufzeiten. Sie können außerdem telefonisch Zinsen für weitere Laufzeiten erfragen. Dabei gehen die Zinsen bei unterjährigen Anlagen am Ende der Laufzeit, bei anderen jährlich ein. Sie werden dadurch mitverzinst (Zinseszinseffekt).

Die Bank erlaubt sowohl Minderjährigen ein Festgeldkonto zu eröffnen, als auch Eheleuten oder Partnern ein Gemeinschaftskonto zu führen.

Übersicht über die Festgeld-Konditionen

minimaler Anlagebetrag:

2.500 €

maximaler Anlagebetrag:

--

Zinszahlung:

jährlich

Prolongation1:

ja

1Automatische Wiederanlage.
Quelle: Anbieter (Stand: 21. September 2018)

Zinssätze

LaufzeitZinsen pro Jahr
6 Monate0,01 %
12 Monate0,01 %
24 Monate0,01 %
36 Monate0,01 %
48 Monate0,01 %
60 Monate0,01 %
72 Monate0,01 %
84 Monate0,01 %
96 Monate0,01 %

Quelle: Anbieter (Stand: 27. November 2019)

Service: Mit den Kindern in die Bank

Eröffnen - Verbraucher füllen die Antragsformulare online aus und schicken eine ausgedruckte und unterschriebene Version an die Bank. Außerdem müssen sie ihre Identität nachweisen – entweder in der Postfiliale oder Zuhause, also per Post- oder Videoident. Kinder allerdings können mit ihren Eltern nur in den Filialen der Bank ein Konto eröffnen. Dazu ist bei unter 16-Jährigen die Geburtsurkunde oder der Kinderausweis und bei Jugendlichen ab 16 Jahren der Personalausweis nötig.

Einzahlung - Nach dem Eröffnen können die Kunden das Geld von einem Girokonto aus überweisen. Sie müssen das Girokonto nicht bei der Deutschen Bank führen.

Steuern - Die Bank führt den Solidaritätszuschlag, die Abgeltungssteuer und die Kirchensteuer automatisch ab. Das verhindern Kunden, indem sie einen Freistellungsauftrag an die Bank schicken.

Kündigung: Nur in Notfällen möglich

Die Kunden können nur am Ende der Laufzeit über das Geld verfügen und müssen dabei eine dreimonatige Kündigungsfrist beachten. Sonst verlängert sich die Anlage automatisch. Darüber hinaus müssen sie einen Umbuchungsauftrag erteilen.

Falls Kunden während der Laufzeit in eine finanzielle Notsituation geraten, entscheidet die Bank, ob sie das Festgeld vorzeitig auflöst. Dabei fallen möglicherweise zusätzliche Gebühren an.

Auf die Zinsen können die Kunden in den zwei Monaten nach der Gutschrift zugreifen. Die Bank zahlt das Geld entweder am Schalter aus oder überweist es auf das Referenzkonto.

Sicherheit: Freiwillige Sicherung in Milliardenhöhe

Die deutsche Einlagensicherung sichert bis zu 100.000 Euro des angelegten Geldes bei der Deutschen Bank ab. Bei Summen über 100.000 Euro greift der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken. Die drei Ratingagenturen Moody’s, Fitch und Standard & Poor’s bewerten die Bonität von Deutschland als gut. Die Bonität der Bank beurteilen sie entweder als gut oder durchschnittlich. So erfüllt die Deutsche Bank die Finanztip-Stabilitätskriterien.

Sicherheit: Die Deutsche Bank erfüllt die Finanztip-Kriterien

Einlagensicherung, gesetzlich: 100.000 € pro Kunde
Einlagensicherung, freiwillig: 11,204 Milliarden € pro Kunde

RatingMoody'sStandard & Poor'sFitch
Deutsche BankA3 (durchschnittliche Bonität)BBB+ (durchschnittliche Bonität)BBB+ (durchschnittliche Bonität)
DeutschlandAaa (beste Bonität)AAA (beste Bonität)AAA (beste Bonität)

Ergebnis: Dank der guten Bewertungen durch die Ratingagenturen erfüllt die Deutsche Bank unsere Stabilitätskriterien.
Quelle: Ratingagenturen und Anbieter (Stand: 21. September 2018)

Mit einer Bilanzsumme von 1.709 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2014) ist die Deutsche Bank die größte Bank Deutschlands. Sie gehört zu den sogenannten systemrelevanten Banken. Würde das Geldhaus pleitegehen, hätte dies weitreichende Konsequenzen für die Finanzmärkte. Deshalb muss es mehr Eigenkapital aufbringen als andere Kreditinstitute.

Das Unternehmen ist auf unterschiedlichen Geschäftsfeldern aktiv, neben dem Privatkunden-Geschäft etwa im Investmentbanking. In acht Ländern arbeitet es im Massengeschäft mit privaten Kunden, dazu gehören zum Beispiel Deutschland und Spanien.

Die Deutsche Bank machte in den vergangenen Jahren oft durch Skandale Schlagzeilen. So bezeichnete der damalige Vorstandssprecher Hilmar Kopper einst 50 Millionen Mark als „Peanuts“. Außerdem musste die Bank einräumen, dass sie die Referenzzinssätze Libor und Euribor manipuliert hatte.

Mehr dazu im Ratgeber Festgeld

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Autor
Dirk Eilinghoff
& Co-Autor
Josefine Lietzau

Stand: 21. September 2018


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