American Express

Von der Zahnzusatzversicherung bis zur schwarzen Kreditkarte

Josefine Lietzau Stand: 15. Januar 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • American Express bietet Kreditkarten mit vielen Zusatzleistungen an. Die Karten werden jedoch weniger akzeptiert als die Karten von Mastercard und Visa.
  • American Express gibt seine Kreditkarten im Gegensatz zur Konkurrenz selber aus und legt die Konditionen fest.
  • Falls die Karte verloren gehen sollte, müssen die Kunden sie sperren. Das geht bei Amex über die Telefonnummer +49 69 9797 2000.

Bankprodukte wirken zwar in der Regel nicht sonderlich aufregend, in die Popkultur schaffen sie es trotzdem hin und wieder. Das gilt auch für die schwarze Kreditkarte von American Express (Amex), die durch ihre reichen Nutzer bekannt geworden ist. Trotzdem hat Amex in Deutschland keine so große Bedeutung wie Mastercard oder Visa.

Akzeptanz der American-Express-Kreditkarten

Amex spricht von mehreren hunderttausend Akzeptanzstellen in Deutschland, macht aber keine weiteren Angaben zu Bezahlmöglichkeiten, zum Beispiel in Europa. Die Kreditkarten sollen zudem an mindestens 860.000 Geldautomaten akzeptiert werden. Bei der Konkurrenz sieht das deutlich besser aus: Visa und Mastercard werden nach eigenen Angaben an zwei Millionen Automaten weltweit akzeptiert.

Die Kunden können mit den Kreditkarten von American Express auch kontaktlos per Near Field Communication (NFC) zahlen. Das geht bei Beträgen bis zu 25 Euro ohne Pin oder Unterschrift, die Kunden müssen die Karte nur an das Lesegerät halten.

Sicherheit bei American-Express-Kreditkarten

Kreditkarten können schon einmal verloren gehen oder gestohlen werden. Für Verbraucher heißt das: Sie müssen die Karte so schnell wie möglich sperren. Bei Amex geht das unter der Telefonnummer +49 69 9797 2000. American-Express-Kunden haften bis zur Anzeige mit bis zu 50 Euro, falls die Karte missbräuchlich genutzt wurde.

Auch Amex schützt wie Visa und Mastercard die Kreditkarteninhaber über ein sogenanntes 3-D-Secure-Verfahren beim Online-Shopping. Das Verfahren soll verhindern, dass Unbefugte mit der Kreditkarte einkaufen. Dazu geben die Kunden im Online-Shop neben den Kreditkartendaten auch eine Tan oder ein Passwort ein. Amex nennt das eigene Verfahren American Express Safekey.

Kreditkartenvarianten, Versicherungen und Reisen

Amex bietet eine ganze Reihe von Kreditkarten für Privat- und Geschäftskunden an. Dabei unterscheidet sich American Express in einem Punkt sehr auffällig von Visa und Mastercard. Die Konkurrenz gibt ihre Kreditkarten nicht selber aus, das machen verschiedene Banken. Die Kartenunternehmen stellen zum Beispiel die Infrastruktur für das Bezahlen bereit. Amex hingegen gibt die Karten selber aus und legt auch die Konditionen fest. Allerdings arbeitet American Express auch mit Partnern zusammen, dazu gehören BMW und Sixt.

American Express bietet bei seinen Kreditkarten auch zahlreiche Zusatzleistungen an. Welche das sind, ist von der Karte abhängig. Es kann sich um einen Online-Reise-Service handeln, um weltweit kostenloses Wlan, um Versicherungen oder andere Leistungen. Die Kunden sammeln zudem mit einigen Karten Punkte für ihre American-Express-Mitgliedschaft, die sie später über Prämien einlösen können.

Schwarze Kreditkarte für Superreiche

Am bekanntesten ist sicherlich die schwarze Kreditkarte von American Express, American Express Centurion Card genannt. Die Kunden erhalten sie nur auf Einladung und können sie nicht beantragen. Welche Kriterien die Kunden erfüllen müssen, hat Amex nicht öffentlich gemacht, es handelt sich aber wohl um ein hohes Einkommen oder Vermögen und einen hohen Umsatz mit Amex-Kreditkarten in den Jahren zuvor. Zu der Karte gehören wie bei Platinum-Kreditkarten üblich unterschiedliche Zusatzleistungen, zum Beispiel einen Concierge-Service oder einen „Personal Shopper“, der für die Kunden in den Edelboutiquen der Stadt einkauft.

American Express bietet neben Kreditkarten auch Reisen und Versicherungen an. Amex-Mitglieder erhalten Ermäßigungen für bestimmte Reisen. Im Versicherungsbereich bietet das Unternehmen zum Beispiel Zahnzusatzversicherungen, Auslandskrankenschutz oder Rechtsschutzversicherungen an.

American Express im Porträt

Als American Express 1850 gegründet wurde, war das Unternehmen noch ein Eilzustelldienst, was sich noch immer im Namen des Unternehmens widerspiegelt. 1882 kamen mit Postanweisungen Finanzprodukte ins Spiel, 1891 dann die American Express Traveler's Cheques. 1958 begann Amex schließlich Kreditkarten auszugeben.

Inzwischen ist American Express eine Aktiengesellschaft mit einer Bilanzsumme von 188 Milliarden US Dollar (Stand: 2018). Unternehmensangaben zufolge werden 114 Millionen Kreditkarten von American Express genutzt.

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Autor
Josefine Lietzau

Stand: 15. Januar 2020


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