Miles-and-More-Kreditkarte

Bei der Lufthansa-Karte sind nur die Jahresgebühren auf Höhenflug

Das Wichtigste in Kürze

  • Miles-and-More-Kreditkarten sind Teil des Vielflieger- und Prämienprogramms der Lufthansa und deren Partnern.
  • Teilnehmer von Miles & More können verschiedene Kreditkarten beantragen. Die „Miles & More Credit Card Gold Plus“ kostet 110 Euro im Jahr.
  • Die Kunden nehmen am Lufthansa-Bonusmeilen-System teil und sammeln je 2 Euro Kartenumsatz eine Prämien-Meile.
  • Bei den sonstigen Kosten (etwa für das Abheben am Geldautomat und den Einsatz im Nicht-Euro-Ausland) ist die Gold-Karte eher teuer.
  • Die Miles & More Credit Card Gold Plus beinhaltet einige Versicherungen. Die Leistungen sind allerdings lückenhaft.

So gehen Sie vor

  • Für das Meilensammeln benötigen Sie keine Miles-and-More-Kreditkarte, dafür genügt grundsätzlich eine einfache Miles-and-More-Karte. Diese können Sie sowohl bei Flügen als auch beim Bezahlen bei Partnern von Miles & More vorzeigen.
  • Wollen Sie Ihr Prämienkonto gezielt auffüllen, bietet die Kreditkarte dafür eine zusätzliche Möglichkeit. Für die meisten Kunden dürften die Extra-Meilen die Jahresgebühr nicht aufwiegen.
  • Greifen Sie daher bei einer Kreditkarte eher zu einer günstigeren Karte, und bleiben Sie für das Meilensammeln bei einer einfachen Miles-and-More-Karte.
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Verbraucher können bei der Lufthansa unterschiedliche Kreditkarten beantragen – selbst wenn sie nicht regelmäßig mit der Fluglinie unterwegs sind. Unter dem Karten-Angebot ist auch eine goldene Mastercard, die Miles & More Credit Card Gold. Es gibt sie in den Varianten World, World Plus und World Business. Ausgebende Bank ist die DKB.

Falls Sie sich für die Miles & More Credit Card Gold interessieren, sollte Ihnen klar sein: In den meisten Fällen ist eine gute und günstige Standard-Kreditkarte die bessere Wahl. Goldene Kreditkarten lohnen sich nur, wenn sie genau auf Ihr Nutzungsverhalten passen.

Das kostet die Miles-and-More-Kreditkarte

Bei der Miles & More Credit Card Gold fällt eine Jahresgebühr von 110 Euro an. Beantragen die Kunden eine Partnerkarte, müssen sie dafür weitere 70 Euro im Jahr bezahlen. Für das Abheben fallen 2 Prozent der Abhebesumme als Gebühr an. Bezahlen Kunden in einer anderen Währung als in Euro oder heben in einer anderen Währung ab, verlangt der Anbieter 1,75 Prozent als Fremdwährungsgebühr.

Die Kunden können eine Teilzahlungsoption beantragen. Damit zahlen sie ihre Kreditkartenschulden in Raten. Dafür fallen 8,9 Prozent effektiv pro Jahr an. Das ist im Vergleich zu anderen Karten dieser Art zwar preiswert, trotzdem sollten Kunden darauf verzichten und besser ihre Rechnung komplett zahlen, um Kosten zu sparen.

Übersicht wichtigste Gebühren Miles & More Credit Card Gold Plus

Jahresgebühr 110 Euro
Jahresgebühr Partnerkarte 70 Euro
Gebühr für Geldabhebungen an Automaten 2 % des Umsatzes, mindestens 5 Euro
Fremdwährungsgebühr außerhalb der Eurozone 1,75 % des Umsatzes
Sollzinsen 8,9 % effektiv im Jahr

Quelle: Website der Anbieter (Stand: 8. November 2017)

Das bietet Ihnen die Miles-and-More-Kreditkarte

Mit der Miles-and-More Kreditkarte nehmen Kunden am Meilenprogramm der Lufthansa teil. Für 2 umgesetzte Euro erhalten die Kunden eine Prämienmeile. Das funktioniert beim Buchen von Star Alliance-Flügen oder beim Einkaufen.

Für Teilnehmer am Miles-and-More-Programm ist der Einsatz der Kreditkarte eine zusätzliche Möglichkeit, Prämienmeilen zu sammeln. Wer zum Beispiel 4.000 Euro pro Jahr mit der Karte umsetzt, erhält 2.000 zusätzliche Prämienmeilen. Und wer einen Lufthansa-Flug mit der Kreditkarte bezahlt, erhält außerdem die festgesetzten Prämienmeilen für den Flug. Wie viele das sind, hängt von der Buchungsklasse und den Entfernungskilometern ab.

Allerdings sind 33.000 Meilen nötig, um die Jahresgebühr der Miles & More Credit Card Gold Plus in Meilen „zurückzukaufen“. Für einen Freiflug in der Economy Class innerhalb Europas muss ein Miles-and-More-Kunde dagegen nur 20.000 Prämienmeilen einsetzen. Wer von der einfachen Miles-and-More-Karte zur Miles-and-More-Kreditkarte wechselt, dürfte in den meisten Fällen also mehr für die Karte zahlen, als er an zusätzlichen Meilen sammelt.

Allerdings hat die Kreditkarte weitere Vorteile: So bleiben etwa die gesammelten Prämienmeilen bei der Miles & More Credit Card Gold Plus unbegrenzt gültig, während sie bei einer einfachen Miles-and-More-Karte nach 36 Monaten verfallen. Wahrscheinlich lohnt es sich jedoch für die meisten Kunden nicht, mit dem Wechsel zur Kreditkarte den Meilen-Verfall zu verhindern.

Die Karte enthält auch Versicherungen

Eine weitere Zusatzleistung der Kreditkarten der Lufthansa sind Versicherungen. Mit der Miles & More Credit Card Gold Plus erhalten Sie eine Reiserücktrittskosten-Versicherung, eine Auslandsreise-Krankenversicherung und eine Mietwagen-Vollkasko-Versicherung. Die Versicherungen greifen nur, wenn Sie die Reise und den Mietwagen mit der Kreditkarte bezahlt haben. Sie sollten bei den Versicherungspaketen bei den Kreditkarten immer überprüfen, ob einzelne Versicherungen preiswerter sind und womöglich mehr abdecken.

Die Kunden können 24 Stunden pro Tag den Service der Lufthansa in Anspruch nehmen und beispielsweise Hotels reservieren oder Flüge buchen lassen. Auch bei Notfällen im Ausland verspricht die Lufthansa ihren Kunden Hilfe durch ihr mehrsprachig geschultes Personal.

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Kartenkonto bei der Miles-and-More-Kreditkarte

Mit der ersten Kreditkartenabrechnung steht der monatliche Rhythmus für das Abrechnen der Kreditkartenumsätze fest. Das Abrechnungsdatum können Sie im Online-Kartenkonto einsehen. Auch die aktuellen Umsätze finden Sie dort.

Im Kartenkonto können Sie auch die Teilzahlungsoption beantragen. Die Ratenhöhe geben Sie in Prozent an, es müssen mindestens 10 Prozent des Umsatzes sein. Besser ist es allerdings, die gesamte Rechnung auf einmal zu begleichen, weil Sie bei der Ratenzahlung hohe Zinsen zahlen müssen.

Im Miles-and More-Konto werden auch die gesammelten Meilen aufgelistet. Die Zahl wird monatlich nach der Kreditkartenabrechnung aktualisiert.

Transaktionen auslesbar

Bei den Miles-and-More-Kreditkarten handelt es sich um NFC-Karten, Kunden können mit ihnen dank Funktechnik kontaktlos bezahlen. Bei einigen Karten mit NFC-Chip ist es möglich, mit einem Smartphone Daten zu den letzten zehn Transaktionen auszulesen, falls die passende App auf das Handy geladen ist. Die Miles-and-More-Karten gehören dazu. Dabei handelt es sich nach Unternehmensangaben um die Standard-Einstellung von Mastercard, andere Anbieter deaktivieren diese Funktion allerdings.

Die auslesbaren Daten sind nicht personenbezogen; Name, Adresse oder Geburtstag des Karteninhabers werden nicht auf der Karte gespeichert. Weder Daten zu den Händlern noch die Kartenprüfziffer können ausgelesen werden. Doch mit der App kommt man an die Kartennummer, an das Ablaufdatum der Karte und an die Transaktionsdaten. Ein Sicherheitsrisiko besteht dem Anbieter zufolge nicht. Zurzeit bleibt Kunden, denen das trotzdem nicht geheuer ist, nur, die Bank zu wechseln.

Andere Kreditkarten-Angebote von Miles & More

Falls Sie bei der Miles & More Credit Card Gold die „World“-Variante der Karte statt der „World Plus“ wählen, entfällt die Auslandsreise-Krankenversicherung und die Mietwagen-Vollkasko-Versicherung. Auch der 24-Stunden-Service fehlt. Dafür kostet sie 10 Euro weniger im Jahr.

Noch preiswerter weg kommen Sie mit der Miles & More Credit Card Blue. Für die World-Plus-Variante zahlen Sie 70 Euro, bei der World-Variante sind es 55 Euro im Jahr. Der Versicherungsschutz ist jedoch eingeschränkter: Zur teureren Karte gehört die Reiserücktrittskosten-Versicherung und die Auslandsreise-Krankenversicherung, bei der günstigeren fällt der Versicherungsschutz komplett weg. Auch den 24-Stunden-Service gibt es nur bei der Plus-Karte.

Die Karten unterscheiden sich nicht bei den Kosten für das Abheben oder Bezahlen. Die Fremdwährungsgebühr beträgt 1,75 Prozent. Beim Geldabheben fallen 2 Prozent der Summe an (mindestens 5 Euro), bei anderen Währungen wird die Fremdwährungsgebühr dazugerechnet.

Mehr dazu im Ratgeber Kreditkarten

Josefine Lietzau
Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Kostenlose Kreditkarte als Basisausstattung

  • Bei Kreditkarten fallen oft hohe Kosten an.
  • Achten Sie auf Gebühren beim Abheben.
  • Auch das Bezahlen im Ausland ist oft teuer.
  • Einige Anbieter verlangen nur geringe Gebühren.

» Zum Ratgeber

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Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Dr. Manuel Kayl

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis August 2016)

Manuel Kayl war bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Er hat am 31. August 2016 Finanztip verlassen.

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.