Amazon Kreditkarte

Diese Visa-Karte lohnt sich nur für Fans des Onlinehändlers

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Versandhändler Amazon bietet seinen Kunden eine eigene Kreditkarte an, die sie wie eine normale Kreditkarte auch bei anderen Händlern nutzen können.
  • Ab dem zweiten Jahr fallen bei der Amazon-Kreditkarte Jahresgebühren in Höhe von 19,99 Euro an.
  • Es handelt sich um eine Visa-Karte mit Teilzahlungsfunktion. Verbraucher können ihre Kartenschulden also in Raten zurückzahlen, allerdings mit hohen Zinsen.
  • Die Kunden sammeln beim Bezahlen mit der Karte Punkte, die sie für Einkäufe bei Amazon nutzen können.
  • Für die meisten Kunden ist eine kostenlose Standard-Kreditkarte die bessere Wahl.

So gehen Sie vor

  • Rechnen Sie durch, wieviel Geld Sie pro Jahr schätzungsweise bei Amazon ausgeben. Ab 1.000 Euro können Sie die Jahresgebühr durch das Punktesammeln wieder reinholen.
  • Verzichten Sie darauf, die Kartenrechnung in Raten zu begleichen. Zahlen Sie stattdessen den offenen Betrag monatlich vollständig zurück.
  • Nutzen Sie zum Geldabheben sowie zum Bezahlen im Ausland eine Kreditkarte mit niedrigeren Gebühren.
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Der Versandhändler Amazon bietet in Zusammenarbeit mit der Landesbank Berlin (LBB) eine Kreditkarte von Visa an. Das Online-Unternehmen wirbt mit Vergünstigungen, wenn Kunden dort viel einkaufen. In den meisten Fällen ist eine Standard-Kreditkarte mit guten Konditionen aber die bessere Wahl als das Amazon-Angebot.

Das kostet die Visa-Karte von Amazon

Die Kreditkarte kostet im Jahr 19,99 Euro. Für eine Partnerkarte bezahlen Kunden weitere 9,99 Euro jährlich. Neuen Kunden erlässt Amazon die Jahresbeiträge für die Haupt- und für die Partnerkarte im ersten Jahr.

Wenn Kunden ihre monatliche Rechnung nicht vollständig begleichen, sondern die sogenannte Teilzahlungsfunktion nutzen, fallen hohe Sollzinsen von 14,98 Prozent effektiv im Jahr an. Das ist um einiges höher als zum Beispiel der Dispozins bei einem Girokonto. Es ist daher besser, die Rechnung auf einen Schlag zu zahlen. Dazu überweisen die Kunden den offenen Betrag in Gänze auf das Kartenkonto.

Bei Kartenzahlungen außerhalb der Eurozone beträgt die Gebühr für das Bezahlen in fremder Währung 1,75 Prozent. Beim Abheben sowohl im In- als auch im Ausland entstehen keine Kosten, solange Guthaben auf dem Kartenkonto ist. Falls Kunden allerdings den Verfügungsrahmen übersteigen und somit den Kredit der Karte beanspruchen, wird es richtig teuer. Dann bezahlen sie 3 Prozent des Umsatzes, mindestens jedoch 5 Euro im Ausland und sogar 7,50 Euro im Inland.

Insgesamt ist die Amazon-Kreditkarte damit deutlich teurer als die besten kostenlosen Kreditkarten.

Überblick über die wichtigsten Kosten

Jahresgebühr (entfällt im ersten Jahr) 19,99 €
Sollzinsen 14,98 % effektiv im Jahr
Geldabhebungen aus Verfügungsrahmen 3 % des Umsatzes, mind. 5 € (Ausland) oder 7,50 € (Inland)
Geldabhebungen vollständig aus Guthaben 0 €
Fremdwährungsgebühr außerhalb der Eurozone 1,75 % des Umsatzes

Quelle: Website des Anbieters (Stand: 6. November 2017)

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Das bietet die Amazon-Visa-Karte

Mit der Visa-Kreditkarte nehmen Sie am Rabattprogramm von Amazon teil und erhalten kleine Extras wie die Auswahl zwischen mehreren Motiven auf Ihrer Kreditkarte.

Rabattprogramm
Neukunden erhalten einen Einkaufsgutschein in Höhe von 30 Euro bei Amazon. Für jeden weiteren Einkauf bei dem Versandhändler gibt es je Euro Warenwert zwei Amazon-Bonuspunkte. Falls Sie die Karte auch für andere Zahlungen, beispielsweise beim Tanken, nutzen, erhalten Sie je einen Bonuspunkt pro volle 2 Euro Kartenumsatz.

Die Bonuspunkte können Sie zum Einkaufen auf Amazon einsetzen. Sie haben dabei die Wahl: Entweder Sie lösen die gesamten Punkte ein oder Sie wählen eine Anzahl an Punkten aus. Die Amazon-Kreditkarte muss dafür als Zahlungsart im Amazon-Konto festgelegt sein. Eine weitere Möglichkeit ist es, mit den Punkten den Jahrespreis der Kreditkarte zu drücken.

Der Wert eines eingelösten Punktes beträgt 1 Cent. Für jeden Euro, den Sie bei Amazon ausgeben, erhalten Sie also höchstens 2 Cent gutgeschrieben. Für Einkäufe bei anderen Händlern bekommen Sie höchsten 0,5 Cent pro ausgegebenem Euro. Ab ungefähr 1.000 Euro Umsatz auf Amazon holen Sie also den Jahrespreis der Karte wieder rein. Die gesammelten und eingelösten Punkte werden auf der Kreditkarten-Rechnung genannt.

Punkte bei der Amazon-Kreditkarte

Rückerstattung
Einkauf bei Amazon, je Euro Warenwert maximal 2 Cent
Einkauf bei anderen Händlern, je Euro Warenwert maximal 0,5 Cent

Quelle: Website des Anbieters (Stand: 6. November 2017)

Kreditkarten-Konto bei Amazon

Die Kartenumsätze und Kreditkarten-Rechnungen können Sie über den Online-Banking-Zugang der LBB einsehen. Über den Zugang können Sie auch die Teilzahlung einstellen und die Ratenhöhe dafür festlegen oder kündigen. Dabei steht es Ihnen offen, ob Sie eine feste Rate in Euro oder Prozent des Umsatzes wählen.

Falls Sie keine Teilzahlung ausgewählt haben, wird der Umsatz einmal im Monat abgebucht. Sollte sich bereits Guthaben auf dem Kartenkonto befinden, verrechnet die Bank die Umsätze damit.

Mehr dazu im Ratgeber Kreditkarten

Josefine Lietzau
Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Kostenlose Kreditkarte als Basisausstattung

  • Bei Kreditkarten fallen oft hohe Kosten an.
  • Achten Sie auf Gebühren beim Abheben.
  • Auch das Bezahlen im Ausland ist oft teuer.
  • Einige Anbieter verlangen nur geringe Gebühren.

» Zum Ratgeber

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Dr. Manuel Kayl

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis August 2016)

Manuel Kayl war bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Er hat am 31. August 2016 Finanztip verlassen.

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.