Beitragsrückerstattung

Wann die PKV Beiträge zurückzahlt

Das Wichtigste in Kürze

  • Private Krankenversicherungen erstatten einen Teil der Beiträge zurück, sofern der Versicherte keine Rechnungen einreicht.
  • Die garantierte Beitragsrückerstattung ist selten. Stattdessen hängt es meist davon ab, wie gut es wirtschaftlich für die Versicherung lief.
  • Wählen Sie einen Tarif nicht nach der versprochenen Rückerstattung aus. Achten Sie stattdessen auf die Leistungen.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema private Krankenversicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Für einige Versicherte der privaten Krankenversicherungen (PKV) gibt es Geld zurück. Und zwar dann, wenn sie in einem Jahr keine Rechnungen bei ihrem Anbieter eingereicht haben. Die Versicherung erstattet dann einen Teil der Beiträge zurück. Es gibt verschiedene Varianten, wie das funktioniert. Grundsätzlich unterscheiden die Versicherungsbedingungen zwischen einer erfolgsunabhängigen und einer erfolgsabhängigen Rückerstattung.

Die garantierte Rückgewähr von Beiträgen

Eine erfolgsunabhängige und auch vertraglich garantierte Rückerstattung bieten nur sehr wenige Versicherungen an. In diesem Fall garantiert das Unternehmen eine Beitragsrückerstattung unabhängig davon, wie sein Gewinn in dem entsprechenden Jahr ausfiel. Voraussetzung ist lediglich, dass der Versicherte keine Rechnungen bei seiner Versicherung einreicht, um diese erstatten zu lassen.

Die erfolgsabhängige Rückgewähr von Beiträgen

Die meisten Versicherer bieten nur die erfolgsabhängige Beitragsrückzahlung an. „Erfolgsabhängig“ bedeutet, dass das Unternehmen in dem betreffenden Jahr ausreichend Überschüsse erwirtschaftet hat, um einen Teil wieder an seine Versicherten auszuschütten. Der Kunde hat keinen Anspruch auf die Rückerstattung, denn es handelt sich um eine freiwillige Leistung des Versicherers.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema private Krankenversicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

So funktioniert die Beitragsrückerstattung

Sind die Kosten der privaten Krankenversicherung niedriger als angenommen, erwirtschaftet das Unternehmen Überschüsse. Einen Teil dieser Überschüsse schleust jede private Krankenversicherung in einen Topf, der sich „Rückstellungen für Beitragsentlastungen“ (RfB) nennt. Dieses Geld kann die Versicherung unterschiedlich verwenden. Entweder zahlt sie es bar an die Versicherten aus, nutzt es, um Leistungen zu verbessern und Beiträge zu senken, oder setzt es ein, um Beitragserhöhungen einmalig abzumildern.

Will der Anbieter langfristig Beiträge senken, braucht er dafür vergleichsweise viel Geld im RfB-Topf. Um eine Beitragserhöhung abzumildern, wird ein Preisaufschlag dagegen meist nur in einem Jahr abgefedert. Im Folgejahr schlägt die Preiserhöhung dann voll durch.

Am bekanntesten ist die Beitragsrückerstattung als Barzahlung. Damit werden Kunden belohnt, die in einem Jahr keine Kosten verursacht haben. Die Versicherung gibt einen Teil der gezahlten Beiträge zurück – entweder prozentual oder ganze Monatsbeiträge. Nach einem Jahr kann es so beispielsweise 15 Prozent Rückerstattung geben oder zwei Monatsbeiträge. Oftmals steigt die Erstattung an, wenn ein Versicherter mehrere Jahre lang keine Rechnungen einreicht.

Vorsorgeuntersuchungen bezahlen die Versicherungen meist, ohne dass das die Beitragsrückerstattung gefährdet. Allerdings greift dann der Selbstbehalt – mindestens einen Teil der Kosten trägt der Versicherte also selbst.

Ob es eine Beitragsrückerstattung gibt, ist nicht garantiert und hängt auch von der Gesundheit der Kunden ab. Daher sollte dies nicht ausschlaggebend sein bei der Entscheidung für einen PKV-Tarif. Vor allem sollte aber die Aussicht auf eine Rückerstattung nicht verhindern, dass Kranke einen Arzt aufsuchen.

Beitragsrückerstattung bei der Steuer

Durch die Regelung im sogenannten Bürgerentlastungsgesetz, das seit 2010 gilt, lassen sich die Beiträge zur Krankenversicherung und zur Pflegeversicherung als Sonderausgabe von der Steuer absetzen. Es stellt sich daher für manchen Versicherten die Frage, was für ihn günstiger ist: Beitragsrückerstattung oder die steuerliche Auswirkung der Krankenkassenbeiträge.

Das Finanzamt berücksichtigt bei der Einkommensteuer nämlich nur Versicherungsbeiträge steuermindernd, die den Steuerzahler auch tatsächlich belastet haben. Beitragserstattungen muss er deshalb in seiner Steuererklärung mit den Beitragszahlungen verrechnen. Das erfolgt in dem Jahr, in dem das Geld ausbezahlt wird.

Mehr dazu im Ratgeber private Krankenversicherung

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Die Leistung zählt

  • Wechseln Sie nur, wenn Sie sich die PKV langfristig leisten können.
  • Prüfen Sie, welche Leistungen Sie brauchen.
  • Nur leistungsstarke Tarife bieten umfassende Absicherung.
  • Schauen Sie auch auf die Finanzkraft der Versicherung.

» Zum Ratgeber

Sollen wir Sie
zum Thema private Krankenversicherung
sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten?

Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps - kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

  • Wertvolle Spartipps für Ihr Geld
  • Urteile, die Sie kennen sollten
  • Updates zu unseren beliebten Rechnern und Musterschreiben
  • Unverbindlich und jederzeit kündbar


Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

Vielen Dank für Ihre Anmeldung

Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

  1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
  2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
  3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei

Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.