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Monatliche Dividende: Was dieser ETF anders macht

Setzt Du auf einen Dividenden-ETF, bekommst Du die Erträge meist jährlich ausgezahlt. Ein neuer ETF zahlt monatliche Dividenden.

Markus Grimm Private Finanzen
Monatliche Dividende: Was dieser ETF anders macht

Ein Dividenden-ETF schüttet seine Erträge in der Regel einmal im Jahr oder quartalsweise an Dich aus. Ein echtes monatliches „Zusatzeinkommen“ ist das also normalerweise nicht – Du musst Dir die Ausschüttungen selbst entsprechend einteilen oder gleich mehrere Dividenden-ETFs mit unterschiedlichen Ausschüttungszeitpunkten besparen.

Es gibt inzwischen aber auch ETFs, die tatsächlich monatlich ausschütten. Seit dem 15. Januar 2026 gibt’s z. B. den L&G Global Quality Dividends ETF (ISIN: IE0005AJA0P1). Er kostet 0,29 % pro Jahr (TER) und investiert in rund 900 Unternehmen. Die Dividenden der Unternehmen werden monatlich ausgeschüttet. Wenn das für Dich bequemer ist, kann der ETF einen Blick wert sein. Er hat allerdings auch ein paar kleinere Haken:

  1. Unzureichende Streuung: Der L&G-ETF enthält anders als der MSCI World bzw. FTSE Developed nur rund 900 statt 1.400 bzw. über 2.000 Unternehmen. Damit ist er ein gutes Stück schlechter gestreut als ein ETF auf die Standard-Indizes
  2. Zu kurze Historie: Der ETF ist erst seit etwa einem Jahr am Markt. Aussagekräftige Performance-Daten fehlen noch – wir würden solche Produkte frühestens nach mehreren Jahren bewerten
  3. Geringes Fondsvolumen: Mit unter 100 Mio. € ist der ETF noch relativ klein. Das kann langfristig ein Risiko sein (z. B. bei einer möglichen Schließung)
  4. Unklare Nachhaltigkeitskriterien: Der ETF wird teilweise als "nachhaltig" vermarktet. Die Auswahl der Unternehmen nach ESG-Kriterien ist aber wenig transparent. Das zeigt sich auch daran, dass der Fonds keinen klaren Nachhaltigkeitsfokus im Namen trägt

Unabhängig von dem konkreten ETF gilt aber vor allem: Eine Dividendenstrategie ist für den langfristigen Vermögensaufbau nicht die beste Wahl. Denn:

  • Dividenden sind kein Zusatzgewinn: Bei einer Ausschüttung sinkt der Kurs entsprechend. Entscheidend ist immer die Gesamtrendite
  • Hohe Dividenden können täuschen: Eine hohe Rendite kann auch ein Warnsignal sein, etwa bei schwächelnden Unternehmen
  • Weniger Wachstum: Unternehmen, die viel ausschütten, investieren oft weniger in ihr eigenes Wachstum

Wenn Du mehr dazu wissen möchtest: Schau Dir unseren ausführlichen Artikel zur den vier Haken bei der Dividende an. Außerdem findest Du weitere Infos in unserem Ratgeber zur Dividende.

Was wir stattdessen empfehlen

Setz auf breit gestreute Aktien-ETFs, die Dividenden direkt wieder anlegen (thesaurierende ETFs). Unser ETF-Finder hilft Dir, den für Dich passenden ETF auszuwählen.

Für alle Fälle empfehlen wir Dir unter anderem diese ETFs auf den MSCI ACWI: Amundi MSCI ACWI (LU1829220216), Vanguard FTSE All-World (IE00BK5BQT80), iShares MSCI ACWI (IE00B6R52259), SPDR MSCI ACWI IMI (IE00B3YLTY66), SPDR MSCI ACWI (IE00B44Z5B48).

Bevor Du in ETFs investierst, brauchst Du noch ein passendes Wertpapierdepot: Als unseren Preis-Leistungs-Sieger empfehlen wir Dir Traders Place. Weitere Empfehlungen dazu findest Du in unserem Broker- und Depot-Vergleich.

Übrigens: Um Dir ein passives Einkommen nur mit Dividenden aufzubauen, musst Du ziemlich viel Geld in die Hand nehmen. In der Mini-Serie zum passiven Einkommen haben wir Dir berechnet, wie hoch Dein Startkapital jeweils für 500, 1.000 und 3.000 € im Monat sein muss.  

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Von Giulia Tita
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