Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung

Mit Sicherheit auf den Hund gekommen

Henriette Neubert
Expertin für Versicherungen
12. März 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Wenn Du einen Hund hast, haftest Du für alle Schäden, die Dein Vierbeiner anrichtet – egal ob er jemanden beißt oder bei Freunden das Parkett zerkratzt.
  • Deine private Haft­pflicht­ver­si­che­rung schließt Schäden durch Hunde nicht mit ein.
  • Ob Du für Deinen Hund eine Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung benötigst, hängt davon ab, in welchem Bundesland Du wohnst, und was Du für einen Hund hast. Wenn Du nicht sicher bist, schau in die Tabelle unten im Text.
So gehst Du vor
  • Am besten schließt Du Deine Hundeversicherung über ein Vergleichsportal ab.
  • Wähle auf dem Portal die folgenden Merkmale aus: eine ausreichend hohe Versicherungssumme (mindestens fünf Millionen Euro), Mietschäden (bis mindestens 300.000 Euro), Vermögensschäden (bis 50.000 Euro), Auslandsaufenthalt, Deckschäden.
  • Wir haben die Vergleichsportale für Dich untersucht und empfehlen Verivox. Auch Mr-Money und mit Einschränkung finanzen.de zeigen gute Ergebnisse.

Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland, das Statistische Bundesamt geht von rund zehn Millionen Tieren aus. Doch der beste Freund des Menschen kann – ob groß oder klein, gut erzogen oder nicht – Schäden verursachen, für die Du als Halter haftest. Und dafür muss Dein Hund nicht zubeißen oder den Ledereinband eines wertvollen Buches zerkauen. Es reicht schon, wenn er mit seinen Krallen das neue Parkett der Wohnung zerkratzt. Oder er erschreckt sich beim Gassigehen, läuft auf die Straße und verursacht dadurch einen Autounfall. Dein haariger Begleiter kann so sehr hohe und unvorhersehbare Kosten verursachen.

Warum ist eine Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung sinnvoll?

Wenn Du einen Hund hast, solltest Du eine Hundehalterhaftpflicht abschließen, damit diese für die Übeltaten Deines Tieres aufkommt. Der Gesamtverband der deutschen Versicherer registriert pro Jahr immerhin 80.000 Schäden, die in Deutschland von Hunden verursacht wurden. Gut, wenn die Versicherung die Kosten übernimmt.

In einigen Bundesländern gibt es sogar eine generelle Versicherungspflicht. In anderen Bundesländern gilt die Pflicht für Hunde mit speziellen Merkmalen, die als riskant eingestuft werden. Nur in Mecklenburg-Vorpommern ist die Hundehaftpflicht für jeden Hundehalter freiwillig.

Ob verpflichtend oder nicht, eine Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung kann Dich vor hohen Kosten bewahren. Außerdem ist sie nicht teuer. Eine gute Hundehaftpflicht kannst Du bereits ab etwa 30 Euro im Jahr abschließen. Besitzer von Hunden, die nach den Hundegesetzen der Länder als gefährlich eingestuft sind, zahlen etwas mehr. Die Tarife für diese Hunde beginnen bei gut 40 Euro.

Um eine passende Hundehaftpflicht zu finden, suchst Du am besten auf einem Vergleichsportal. Dabei ist es wichtig, die genaue Rassebezeichnung Deines Hundes anzugeben. Falls Dein Hund eine Promenadenmischung ist, gibst Du mehrere Rassen an. Worauf Du außerdem achten musst, erfährst Du weiter unten.

Wo findest Du eine günstige Hundehaftpflicht?

Wir haben Vergleichsportale untersucht
28 Portale

Wir haben uns 28 Portale mit Vergleichsrechnern angeschaut, die zu den wichtigsten Suchbegriffen rund um „Hundehaftpflichtversicherung" und „Hundehaftpflichtversicherung Vergleich“ auf Google zu finden waren.

19 Profile

Wir haben mit 19 Profilen getestet, mit welchem Rechner Du günstige Tarife mit gutem Versicherungsschutz findest.

3 Empfehlung

Die günstigsten Tarife, die unseren Kriterien für eine gute Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung entsprechen, findest Du bei Verivox. Ebenfalls empfehlenswert sind Mr-Money und Finanzen.de.

Wofür zahlt die Versicherung?

Eine Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung kommt für Personen-, Sach- und Vermögensschäden auf. Wird ein Mensch gebissen, ist das ein Personenschaden. Zerkratzt Dein Hund das Parkett in der Wohnung eines Freundes, wird das Sachschaden genannt. Beißt Dein Hund den Tierarzt bei einer Untersuchung so heftig, dass der Veterinär in der Folge einen Verdienstausfall erleidet, nennt man dies Vermögensschaden.

Die Versicherung zahlt, wenn Dein Vierbeiner nicht gehorcht hat, obwohl Du als Herrchen oder Frauchen alles richtig gemacht hast. Die Hundeversicherung springt aber auch ein, falls Du gar nicht in der Nähe Deines Hundes warst, als er das Nachbarskind gebissen hat. Wenn Du Deinen Hund einem Freund oder Nachbarn anvertraust, sind in dieser Zeit entstehende Schäden ebenfalls mitversichert. Das bedeutet, dass auch ein Hundesitter von Deiner Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung profitiert.

Achtung: Hast Du Deinen Hund nicht an der Leine und er verursacht dadurch einen Schaden, kann die Versicherung eventuell ablehnen, für den Schaden aufzukommen. Sie könnte dies mit „bedingtem Vorsatz“ begründen der, anders als grobe Fahrlässigkeit, nicht versichert ist. Einige Versicherungen schließen Schäden durch nicht angeleinte Hunde explizit in ihren Vertragsbedingungen aus. Es gibt aber auch Tarife, bei denen diese Schadensfälle konkret mitversichert sind.

Die Versicherung ist grundsätzlich nicht zuständig, falls Dein Hund einem Familienmitglied Schaden zufügt. Das wäre nur durch eine private Unfallversicherung abgedeckt. Die genaue Regelung dazu findest Du in den „Besonderen Bedingungen und Risikobeschreibungen zur Tierhalter-Haftpflichtversicherung“ Deiner Ver­si­che­rungs­be­din­gungen unter dem Punkt „Mitversicherte Personen“.

Für welche Hunde gilt eine Versicherungspflicht?

In sechs Bundesländern besteht grundsätzlich eine Versicherungspflicht für Hunde, in anderen müssen nur potenziell gefährliche Hunde versichert werden. Welche Hunde als gefährlich eingestuft werden, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Grundsätzlich ordnen die Bundesländer bestimmte Hunderassen über ihr Verhalten der Gruppe der gefährlichen Hunde zu. Dann entscheidet ein Wesenstest oder eine Prüfung der Ortspolizeibehörde, ob diese Hunde als gefährlich eingestuft werden. In Nordrhein-Westfalen müssen alle Hunde versichert werden, wenn sie eine Größe von 40 cm (Widerristhöhe) haben oder sie schwerer als 20 Kilogramm sind.

Diese Regelungen zur Versicherungspflicht gelten in den Bundesländern

BundeslandRegelung zur Versicherungspflicht
Baden-WürttembergVersicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde und Hunderassen ab dem 7. Lebensmonat des Hundes
Bayernkeine allgemeine Pflicht, kann aber je nach Gemeinde verlangt werden bei Haltung von als gefährlich eingestuften Hunderassen 
BerlinVersicherungspflicht für alle Hunde; Versicherungssumme mindestens 1 Mio. € pro Schadensfall; Selbstbeteiligung maximal 500 € pro Jahr
BrandenburgVersicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunderassen; für bestimmte Rassen kann sich der Halter von der Versicherungspflicht befreien lassen, wenn ein Gutachter bestätigt, dass der Hund ungefährlich ist (Negativzeugnis)
BremenVersicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunderassen
HamburgVersicherungspflicht für alle Hunde; Versicherungssumme mindestens 1 Mio. € pro Schadensfall, Selbstbeteiligung maximal 500 € pro Jahr
HessenVersicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunderassen 
Mecklenburg-Vorpommernkeine Versicherungspflicht
NiedersachsenVersicherungspflicht für alle Hunde ab dem 7. Lebensmonat des Hundes; Versicherungssumme muss mindestens 500.000 € für Personen- und 250.000 € für Sachschäden betragen
Nordrhein-WestfalenVersicherungspflicht für alle gefährlichen Hunderassen, sowie Hunde ab 40 cm Widerristhöhe oder 20 kg Gewicht; Versicherungssumme muss mindestens 500.000 € für Personenschäden und 250.000 € für sonstige Schäden betragen
Rheinland-PfalzVersicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde; Versicherungssumme mindestens 500.000 € für Personen- und Sachschäden sowie 250.000 € für sonstige Schäden
SaarlandVersicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde (Wesenstest kann die Ungefährlichkeit belegen); Versicherungssumme mindestens 1 Mio. € für Personen- und 500.000 € für Sachschäden; Halter müssen jährlich Versicherung nachweisen
SachsenVersicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunderassen ab dem 7. Lebensmonat des Hundes; Befreiung von der Versicherungspflicht bei Gutachten zur Ungefährlichkeit des Hundes
Sachsen-AnhaltVersicherungspflicht für alle Hunde ab dem 4. Lebensmonat des Hundes; Versicherungssumme mindestens 1 Mio. € für Sach- und Personenschäden, sowie 50.000 € für Vermögensschäden
Schleswig-HolsteinVersicherungspflicht für alle Hunde ab dem 4. Lebensmonat des Hundes; Versicherungssumme muss mindestens 500.000 € für Personen- und 250.000 € für Sachschäden betragen
ThüringenVersicherungspflicht für alle Hunde; Versicherungssumme mindestens 500.000 € für Personen- und Sach- sowie 250.000 € für sonstige Schäden

Quelle: Hundegesetze und Hundeverordnungen der einzelnen Bundesländer (Stand: 15. März 2021)

Für einen Hund, den Du für die Jagd einsetzt, brauchst Du keine Hundehaftpflicht. Stattdessen musst Du eine spezielle Jagdhaftpflichtversicherung abschließen.

Welche Kriterien sollte eine gute Hundehaftpflicht erfüllen?

Wähle eine ausreichend hohe Versicherungssumme: Wir empfehlen mindestens 5 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Die folgenden Leistungen solltest Du außerdem versichern, um Dir im Schadensfall Ärger zu ersparen:

Mietschäden - Als Mieter solltest Du Mietschäden unbedingt mitversichern. Dann springt die Versicherung ein, wenn Dein Hund beispielsweise an einer Zimmertür hochspringt und diese zerkratzt. Der Schutz gilt auch in Hotels und Ferienwohnungen. Nicht abgedeckt sind Schäden, die über einen längeren Zeitraum entstanden sind, etwa wenn Dein Hund regelmäßig über das Parkett läuft und es dabei immer ein bisschen mehr zerkratzt. Mietschäden sollten bis mindestens 300.000 Euro versichert sein.

Vermögensschäden - Beißt Dein Hund jemanden, der deswegen seinen Beruf eine Zeit lang nicht ausüben kann, kommt die Versicherung für den wirtschaftlichen Schaden auf. Wir empfehlen eine Deckung von Vermögensschäden bis zu 50.000 Euro.

Auslandsaufenthalt - Möchtest Du Deinen Hund auch mit in den Urlaub ins Ausland nehmen, prüfe auch den Versicherungsschutz im Ausland. Bei vielen Versicherungen gelten die Leistungen innerhalb der EU unbegrenzt. Ein weltweiter Schutz ist oft auf eine Aufenthaltsdauer von drei oder fünf Jahren begrenzt. Die Versicherungssumme gilt aber in diesem Zeitraum meist ohne Einschränkung.

Deckschäden - Schwängert Dein Rüde eine Rassehündin, kann ihrem Züchter wirtschaftlicher Schaden entstehen. Unter anderem durch Tierarztkosten oder dadurch, dass die Hündin erst einmal keine reinrassigen Welpen bekommt. Wenn Dein Rüde kastriert ist, brauchst Du auf diese Klausel natürlich nicht zu achten.

Wie lässt sich Geld sparen?

Wenn Du eine Hundeversicherung abschließt, kannst Du mit den richtigen Kniffen Geld sparen:

Selbstbeteiligung wählen - Du kannst den Versicherungsbeitrag durch eine geringe Selbstbeteiligung senken. Bei unserem Test ergab eine Selbstbeteiligung von 125 beziehungsweise 150 Euro je nach Tarif eine Ersparnis von zehn bis 25 Prozent.

Mehrere Hunde beim selben Anbieter - Wenn Du mehrere Hunde hast, solltest Du alle gemeinsam absichern. Bei den meisten Anbietern gibt es Rabatt für den Zweit- oder Dritthund. In unserem Test gab es zehn bis 25 Prozent Ermäßigung.

Bei schlechten Leistungen wechseln - Wenn Du bereits eine Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung hast und feststellst, dass die Leistungen nicht optimal sind, dann vergleiche die Versicherungen und wechsle den Anbieter. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel drei Monate zum Ende des Versicherungsjahres. Wenn Du eine Mindestlaufzeit vereinbart hast, geht das jedoch nicht, solange diese nicht abgelaufen ist.

Für einen Besuch in der Hundeschule konnten wir keinen Effekt auf den Preis feststellen. Für ungechipte Hunde konnten wir bei einem Versicherer einen Preisaufschlag erkennen. Ebenso verlangen einige Versicherer einen Aufschlag für junge Hundehalter (in unserem Test 20 Jahre) beziehungsweise gewähren einen Rabatt für Senioren.

An der Versicherungssumme solltest Du nicht sparen, denn eine ausreichend hohe Versicherungssumme ist das wichtigste Merkmal einer guten Absicherung.

Wie findest Du den besten Tarif?

Über ein Vergleichsportal findest Du bequem die günstigste Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung, die alle wichtigen Kriterien erfüllt. In den von uns untersuchten Vergleichsportalen konnten nicht immer alle wichtigen Merkmale einer Hundehaftpflicht gefiltert werden. Allerdings enthielten die Ergebnisse immer alle wichtigen Merkmale. Bei einigen Rechnern kam es zu falschen Ergebnissen als wir „Kampfhunderassen“ abfragten. Um sicher zu gehen, dass Deine Versicherung die Rasse Deines Hundes absichert, schau besser vor Vertragsabschluss in die Leistungsübersicht.

Bei unserem Test im Februar 2021 haben wir zwölf Vergleichsrechner untersucht. Sie mussten entsprechende Filtermöglichkeiten enthalten und Tarife anzeigen, die unseren Mindestkriterien entsprechen. Von dieser Gesamtheit konnte uns Verivox am meisten überzeugen. Das Portal zeigte über alle Profile am häufigsten den günstigsten Tarif an und wich am wenigsten vom durchschnittlichen Bestpreis ab. Ebenfalls gute Ergebnisse zeigte Mr-Money. Hier wurde etwas weniger häufig der günstigste Tarif angezeigt, dennoch waren die Ergebnisse so gut, dass dieser Rechner eine gute Alternative ist.

Eine weitere Nebenempfehlung ist finanzen.de. Über alle Tarife schnitt der Vergleichsrechner etwas schlechter ab als die anderen beiden. Der Rechner von finanzen.de bot aber das beste Ergebnis, wenn wir die Profile um die „Kampfhundeprofile“ bereinigten. Für Kampfhunde zeigte finanzen.de dementsprechend sehr teure Tarife an. Fielen diese weg, bot finanzen.de fast immer den günstigsten Tarif an.

Verivox
Zeigte am häufigsten den Bestpreis
  • Bei 16 der 19 Profile Bestpreis
  • Im Durchschnitt der beste Preis
  • Viele Filter- und Einstellungsmöglichkeiten
  • Bestpreis auch für Listenhunde
Mr-Money
Günstige Tarife über alle Profile
  • Bei 13 der 19 Profile mit Bestpreis
  • Im Durchschnitt ebenfalls sehr gute Preise
  • Viele Filter- und Einstellungsmöglichkeiten
  • Bestpreis auch für Listenhunde
finanzen.de
Günstige Tarife mit Ausnahmen
  • günstigste Preise im Test, außer für Listenhunde
  • Nur wenige Suchmerkmale einstellbar
  • Für Listenhunde Tarife teuer

So haben wir getestet

Im Februar 2021 haben wir Vergleichsportale zum Thema Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung getestet. Zunächst suchten wir Vergleichsportale heraus, die auf den ersten fünf Google-Seiten zu den Begriffen "Hundehaftpflichtversicherung" und "Hundehaftpflichtversicherung Vergleich" erschienen. So entstand eine Grundgesamtheit von 28 Portalen.

Einige Vergleichsportale, die selbst auch zur Grundgesamtheit gehörten, nutzen den Rechner von Mr-Money. Da jedoch jedes Portal etwas andere Versicherungsunternehmen in seinem Vergleich einschloss, haben wir alle untersucht, nicht nur das Original von Mr-Money.

Im ersten Schritt haben wir die Vergleichsrechner ausgeschlossen, die keine Maklerlizenz hatten oder nur mit Anmeldung funktionierten. Damit verblieben 24 Vergleichsportale im Test. Konnten wir keine Versicherungssumme angeben und erhielten dann Tarife mit zu geringer Summe, war das ebenfalls ein Ausschlusskriterium. Das Gleiche galt für die Laufzeit, die nur ein Jahr sein soll.

Als nächstes haben wir eine Testabfrage für einen sogenannten Kampfhund gemacht. Ziel war es, zu prüfen, ob die entsprechenden Filter vorhanden sind und die angezeigten Tarife diese Hunde wirklich versichern. Bei Mr-Money und einigen Seiten, die den Rechner nutzen, wurde uns ein Tarif angezeigt, der Kampfhunde ausschließt. Darauf angesprochen, erklärte uns Mr-Money, dass es sich um einen Fehler handelte, der innerhalb eines Tages behoben wurde. Daher blieben diese Seiten weiter im Test.

Andere Portale enthielten mehrere Tarife von Condor, bei denen unklar war, ob Kampfhunde versicherbar sind. Das Versicherungsunternehmen erklärte uns, dass es zwar auf Nachfrage auch Kampfhunde versichere, aber nicht über Vergleichsseiten. Die Betreiber der Vergleichsportale werden explizit darauf hingewiesen, die Tarife nicht einzublenden. Aus diesem Grund wurden diese Seiten nicht weiter getestet.

Es verblieben 12 Vergleichsportale, die wir genauer testeten. Dafür haben wir 19 Hundehalterprofile erstellt, die sich in Bezug auf Alter des Hundehalters, Hunderasse (vier Profile mit Kampfhunden), Anzahl der Hunde und Selbstbeteiligung (keine oder bis 150 Euro) unterschieden. Zudem haben wir gechipte und ungechipte Hunde einbezogen und geprüft, welchen Einfluss der Besuch einer Hundeschule hat.

Wir haben folgende Mindestkriterien aufgestellt, die eine Hun­de­haft­pflicht­ver­si­che­rung erfüllen sollte:

  • Deckungssumme mindestens 5 Millionen Euro
  • Summe Mietschäden mindestens 300.000 Euro
  • Summe Vermögensschäden mindestens 50.000 Euro
  • Laufzeit ein Jahr

Um eine Empfehlung auszusprechen, haben wir uns angeschaut, wie häufig der beste Preis angezeigt wurde und wie hoch die durchschnittliche beziehungsweise maximale Abweichung vom Bestpreis für jedes Vergleichsportal war.

Verivox zeigte 16 Mal den besten Preis an, gefolgt von finanzen.de mit 14 Mal und Mr-Money mit 13 Mal. Bei allen anderen Portalen erhielten wir den Bestpreis seltener. Vom durchschnittlichen Bestpreis wich Verivox nur um 1,2 Prozent ab und lag maximal 8,1 Prozent über einem Bestpreis. Auch mit diesen Werten bietet Verivox die besten Ergebnisse.

Bei der durchschnittlichen und maximalen Abweichung vom Bestpreis lag Mr-Money mit 3,5 beziehungsweise 32,2 Prozent vor finanzen.de (8,5 Prozent über durchschnittlichem Bestpreis und 42,7 Prozent maximal über Bestpreis).

Verivox zeigt also über alle Profile hinweg stabil günstige Tarife an, weshalb dies unsere Hauptempfehlung ist. Da auch Mr-Money gut abschnitt und es sich auf dieser Seite um den Originalrechner handelt, ist dieses Portal eine empfehlenswerte Alternative.

Bei finanzen.de liegen die stärkeren Abweichungen vom durchschnittlichen und maximalen Bestpreis an den Testprofilen mit Kampfhund. Ohne diese vier Profile zeigte der Vergleichsrechner sehr gute Ergebnisse an. Von 15 Profilen boten 14 den Bestpreis, die durchschnittliche Abweichung lag nun nur noch bei 0,4 Prozent und die maximale Abweichung vom Bestpreis bei 5,7 Prozent. Deshalb ist finanzen.de ebenfalls eine Nebenempfehlung und eine gute Alternative, wenn kein Kampfhund abgesichert werden soll.

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