Das Wichtigste in Kürze
- Mit einem Saisonkennzeichen zahlst Du die Kfz-Steuer nur anteilig und oft weniger für die Versicherung.
- Besonders sinnvoll ist das für Fahrzeuge, die Du nicht ganzjährig nutzt – etwa Cabrios, Motorräder oder Wohnmobile.
- Du legst Deine Saison selbst fest – außerhalb dieser Zeit gilt absolutes Fahrverbot.
- Ab sechs Monaten Saison-Laufzeit steigst Du bei Schadenfreiheit weiter in der Schadenfreiheits-Klasse (SF-Klasse).
So gehst Du vor
- Vergleiche die Beiträge für Deine gewünschte Saison. Finanztip empfiehlt den doppelten Vergleich: Berechne zunächst die passende günstigste Kfz-Versicherung auf Verivox oder Check24. Mach danach den Gegencheck bei der Huk24.
- Beantrage das Kennzeichen bei der Zulassungsstelle – online sparst Du Gebühren.
- Halte Ausweis, Fahrzeugpapiere und eVB-Nummer bereit.
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Inhalt
- Wann kann sich ein Saisonkennzeichen rechnen?
- Lohnt sich ein Saisonkennzeichen für Dein Wohnmobil?
- Wie viel kostet ein Saisonkennzeichen?
- Wie viel Steuern und Kfz-Versicherung zahlst Du für Saisonkennzeichen?
- Welchen Versicherungsschutz hast Du in der Ruhezeit beim Saisonkennzeichen?
- Wie bekommst Du ein Saisonkennzeichen für Dein Auto?
- Was sind die Vorteile eines Saisonkennzeichens?
- Wie sieht ein Saisonkennzeichen aus?
- Unter welchen Voraussetzungen bekommst Du ein Saisonkennzeichen?
- Welche Alternativen gibt es zum Saisonkennzeichen?
Wenn Du Dein Fahrzeug nur einen Teil des Jahres nutzt – etwa Motorrad im Sommer oder ein Wohnmobil für Urlaubsreisen zwischen Frühling und Herbst – kann sich ein Saisonkennzeichen lohnen. Gerade bei Wohnmobilen, die oft mehrere Monate ungenutzt stehen, sparst Du damit spürbar bei Steuer und Versicherung.
Wann kann sich ein Saisonkennzeichen rechnen?
Ein Saisonkennzeichen kann sich lohnen, wenn Du nur ein paar Monate im Jahr mit Deinem Fahrzeug unterwegs bist. Zu typischen Fahrzeugen dafür zählen beispielsweise:
- Motorräder, Roller und Mofas
- Wohnmobile und Campervan
- Cabrios
- Oldtimer
Besonders für Wohnmobile lohnt sich ein Saisonkennzeichen häufig: Viele Reisemobile werden nur zwischen Frühjahr und Herbst genutzt und stehen im Winter mehrere Monate still. Durch die saisonale Zulassung vermeidest Du unnötige Fixkosten in dieser Zeit.
Wichtige Voraussetzung für ein Saisonkennzeichen ist, dass Du für den Rest des Jahres eine private Garage oder ein Privatgrundstück hast, wo Dein Cabrio, Motorrad oder Reisemobil stehen kann. Denn außerhalb der Saison darf Dein Fahrzeug nicht auf die öffentliche Straße, auch nicht parkend, auch nicht abgedeckt. Das kann vor allem für größere Wagen, etwa Wohnmobile, echte Zusatzkosten verursachen.
Im Unterschied zu einem normalen Kennzeichen ist ein saisonales Kfz-Kennzeichen nicht das ganze Jahr über gültig, sondern nur für einen festgelegten Zeitraum. Für mindestens zwei zusammenhängende und höchstens elf zusammenhängende Monate (§ 10 Abs. 3 FZV).
Lohnt sich ein Saisonkennzeichen für Dein Wohnmobil?
Ein Saisonkennzeichen lohnt sich für Wohnmobile in vielen Fällen besonders. Denn viele Reisemobile werden nur einige Monate im Jahr genutzt – oft von Frühjahr bis Herbst. Für den Rest der Zeit zahlst Du mit einer Ganzjahreszulassung unnötig weiter.
Mit einem Saisonkennzeichen sparst Du genau in dieser Standzeit: Kfz-Steuer und Versicherung fallen nur für die Monate an, in denen Du Dein Wohnmobil wirklich nutzt. Weil Wohnmobile in der Versicherung meist teurer sind als Pkw, ist das Einsparpotenzial hier oft überdurchschnittlich hoch.
Wann ist ein Saisonkennzeichen typisch sinnvoll für Dich als Camper?
Wenn,
- Du Dein Wohnmobil jedes Jahr nur in einem festen Zeitraum nutzt (z. B. April bis Oktober),
- es im Winter mehrere Monate ungenutzt steht,
- Du einen privaten Stellplatz für die Ruhezeit hast.
Wichtig zu wissen: Auch in der Ruhezeit bleibt Dein Wohnmobil meist teilkaskoversichert – etwa gegen Diebstahl oder Sturmschäden. Gleichzeitig gilt aber: Du darfst es in dieser Zeit nicht im öffentlichen Raum bewegen oder parken.
Wann lohnt ein Saisonkennzeichen für Dein Wohnmobil eher nicht?
Ein Saisonkennzeichen lohnt sich meist nicht, wenn Du Dein Wohnmobil auch außerhalb fester Monate nutzen willst – etwa für spontane Fahrten jenseits der klassischen Campingsaison. Auch der Trend zum Wintercamping, bei dem immer mehr Camper ihre Fahrzeuge ganzjährig einsetzen, spricht dagegen. In diesen Fällen ist eine Ganzjahreszulassung die bessere Wahl.
Das gilt auch, wenn Du keinen privaten Abstellplatz hast: Außerhalb der Saison darf Dein Wohnmobil nicht im öffentlichen Raum stehen.
Wie viel kostet ein Saisonkennzeichen?
Die einmaligen Zulassungs- und Kennzeichenkosten liegen meist zusammen bei etwa 50 bis 90 Euro, dazu kommen anteilige Steuer- und Versicherungsbeiträge. Die Kosten für ein Saisonkennzeichen setzen sich vor allem zusammen aus Gebühren der Zulassungsstelle, den Kosten für die Kennzeichen selbst, der anteiligen Kfz-Steuer und der saisonalen Kfz-Versicherung.
| Kosten | |
|---|---|
| Zulassungsgebühren | ca. 26 € – 50 € |
| Kennzeichen vom Schilddienst | ca. 25 € – 40 € |
| Wunschkennzeichen (optional) | ca. 2,60 € |
zuzüglich Kfz-Steuer und Versicherung, jeweils anteilig.
Quelle: Gebührenverordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt). (Stand: Februar 2026)
Egal ob Du Dein Auto mit einem normalen Kennzeichen anmeldest oder mit einem Sonderkennzeichen wie dem Saisonkennzeichen: Du zahlst eine Verwaltungsgebühr an die Zulassungsbehörde. Sowohl für die erstmalige Anmeldung als auch für eine Umschreibung oder sonstige Änderung. Wie hoch die Verwaltungsgebühr ist, das orientiert sich an der Gebührenverordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt).
Achtung: Wie viel ein Zulassungsvorgang, also das Ab-, An- oder Ummelden eines Fahrzeugs, Dich genau kostet, hängt von Deiner zuständigen Behörde ab. Von Behörde zu Behörde können die Kosten etwas variieren.
Explizit in der GebOSt genannt sind Saisonkennzeichen-Kosten unter den Punkten 221.1 sowie 227.6. Eine Zulassung oder Wiederzulassung kostet demnach rund 30 Euro Verwaltungsgebühren, wenn Du die Anmeldung vor Ort bei der Behörde machst.
Was kostet die Online-Anmeldung beim Saisonkennzeichen?
| Kosten | |
|---|---|
| Zulassungsgebühren | ca. 26 € – 50 € |
| Kennzeichen vom Schilddienst | ca. 25 € – 40 € |
| Wunschkennzeichen (optional) | ca. 2,60 € |
Quelle: Gebührenverordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) (Stand: Februar 2026)
Bei der Online-Anmeldung eines Saisonkennzeichens beträgt die Verwaltungsgebühr etwa 13 Euro statt rund 30 Euro bei persönlicher Anmeldung. Die Kennzeichen selbst musst Du zusätzlich machen lassen.
Beim Saisonkennzeichen sparst Du bei der Online-Zulassung Gebühren: Nach Nr. 221.1.1 GebOSt zahlst Du für die Online-Anmeldung rund 13 Euro statt etwa 30 Euro bei der Zulassungsstelle. Das Kennzeichen wird Dir per Post zugeschickt. Für das Prägen der Schilder fallen zusätzlich circa 20 bis 30 Euro an – nicht mehr als bei normalen Kennzeichen.
Den Betriebszeitraum (Fahrsaison) kannst Du online bislang nicht ändern; i-Kfz sieht das derzeit nicht vor. Änderungen sind weiterhin nur vor Ort bei der Zulassungsbehörde möglich.
Weitere Infos zu Voraussetzungen und Sparmöglichkeiten findest Du im Ratgeber Mit der digitalen Anmeldung richtig sparen.
Wie viel Steuern und Kfz-Versicherung zahlst Du für Saisonkennzeichen?
Die Steuerersparnis beim Saisonkennzeichen ist klar kalkulierbar: Du zahlst nur anteilig für die Nutzungsmonate. Bei der Versicherung ist das nicht automatisch so – der Beitrag kann etwa halb so hoch sein, muss es aber nicht.
Kfz-Steuern zahlst Du grundsätzlich nur anteilig – bei sechs Monaten also 50 Prozent der Jahressteuer, zum Beispiel statt 150 Euro nur 75 Euro.
Die Ersparnis beim Beitrag für Deine Autoversicherung durch ein Saisonkennzeichen hingegen kann stark variieren, wie eine Finanztip-Stichprobe zeigt. Bei sechs Monaten Laufzeit fiel er für ein BMW 3er Cabrio genau halb so hoch aus wie beim Ganzjahrestarif. Bei einem Golf sollte die Musterkundin etwa 113 Euro für sechs Monate statt 227 Euro für zwölf Monate zahlen; je nach Versicherer waren Unterschiede von bis zu rund 130 Euro möglich.
Bei Wohnmobilen fällt die Kfz-Steuer oft höher aus als bei Pkw, da sie nach Gewicht berechnet wird. Entsprechend stärker wirkt sich ein Saisonkennzeichen hier aus: Nutzt Du Dein Fahrzeug nur sechs Monate im Jahr, halbierst Du die Steuerlast entsprechend.
Finanztip-Stichprobe: Wie sparst Du beim Saisonkennzeichen deutlich?
Um für Dein Saisonkennzeichen nicht zu viel zu bezahlen, solltest Du Deinen Versicherungstarif jedes Jahr auf den Prüfstand stellen. Dabei empfiehlt Dir Finanztip für Dein Saisonfahrzeug dasselbe wie für Wagen mit Ganzjahreszulassung: den doppelten Vergleich. Berechne zunächst die passende günstigste Kfz-Versicherung auf Verivox oder Check24. Mach danach den Gegencheck bei der Huk24.
Du kannst nicht davon ausgehen, dass Dein Versicherer für ein Ganzjahreskennzeichen auch das für Dich passende günstige Angebot für ein Saisonkennzeichen hat. Diesen Schluss lässt auch eine Stichprobe zu, die wir im April 2025 gemacht haben, um die Kostenunterschiede von Saison- und Ganzjahreskennzeichen zu sehen.
Die Beispielfälle: Wir haben auf dem Vergleichsportal Check24 günstige Teilkasko-Angebote für zwei verschiedene Wagen überprüft: ein 3er BMW Cabrio mit 136 PS und ein Golf VIII mit 75 PS. Die Autos sollten jeweils von einer Frau Mitte 30 gefahren werden, und zwar bis zu 6.000 Kilometer im Jahr (Fahrleistung). Die fiktive Beispielfahrerin hat eine Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) von 15. Variiert haben wir nur das Merkmal Saisonkennzeichen. Abfragen konnten wir so jeweils die Teilkaskobeiträge für Saisonkennzeichen von Mai bis einschließlich Oktober, sowie Beiträge für Jahreskennzeichen in der Teilkaskoversicherung. Versicherungsbeginn war jeweils der 1. Mai 2025.
Die Ergebnisse der Stichprobe: Im Fall des BMW-Cabrios entspricht der Versicherungsbeitrag für die sechs Monate der Hälfte des Versicherungsbeitrags für das Ganzjahreskennzeichen. Das Angebot ist der identische Tarif des Versicherers Kravag.
Für den Golf jedoch sahen die Angebote differenzierter aus. Der uns auf Check24 angezeigte, günstigste passende Saisonkennzeichen-Tarif kostete zwar nur geringfügig weniger als die Hälfte des Ganzjahres-Tarifs: rund 113 Euro für sechs Monate gegenüber rund 227 Euro für ein ganzes Jahr.
Anders als bei den Angeboten für das BMW-Cabrio kamen die Angebote aber von unterschiedlichen Versicherern. Während für die Ganzjahresversicherung der Versicherer Bavaria auf Check24 die Nase vorne hatte, hatte der Versicherer DA Direkt das günstigste passende Saisonangebot parat.
Zum Vergleich: für die Saisonversicherung rief Bavaria rund 122 Euro auf. Rund zehn Euro mehr als DA direkt. Andersrum wollte DA direkt für den Ganzjahrestarif gut 359 Euro haben, mit Check24-Rabatt lag der Preis bei rund 287 Euro. Das sind circa 130 Euro, beziehungsweise 60 Euro mehr als bei der Bavaria Direkt.
Günstigste Beiträge in der Kfz-Versicherung – Saisonkennzeichen vs. Ganzjahres-Kennzeichen
| Fahrzeug mit Beispielfahrerin | günstigstes passendes Teilkasko-Angebot für Ganzjahreskennzeichen | günstigstes passendes Teilkasko-Angebot für Saisonkennzeichen (6 Monate) |
| 3er BMW Cabrio | 278,12 Euro – Versicherer: Kravag | 139,07 Euro – Versicherer: Kravag |
| Golf VIII | 226,96 Euro – Versicherer: BavariaDirekt | 112,98 Euro – Versicherer: DA direkt |
Beispielfahrerin: 35-jährige Fahrerin, ledig, wohnhaft Berlin, SF-Klasse 15, 6.000 Kilometer Fahrleistung, Abstellort Straße, Versicherungsbeginn 1. Mai 2025. Variiert haben wir „Saisonkennzeichen“ – Mai bis einschl. Oktober.
Quelle: Finanztip-Abfrage auf Check24 am 29. April 2025 (Stand Februar 2026).
Draufzahlen beim Versicherungsbeitrag würde bei unserem Golf-Fall also wahrscheinlich derjenige, der einfach nur Ganzjahresversicherung gegen Saison-Tarif beim vorhandenen Versicherer tauscht. Vermeide das, indem Du die Angebote der Versicherer auf Vergleichsportal und beim von uns empfohlenen Direktversicherer vergleichst.
Welchen Versicherungsschutz hast Du in der Ruhezeit beim Saisonkennzeichen?
Wenn Du ein Saisonkennzeichen wählst, sind in der restlichen Zeit Haftpflicht- und gegebenenfalls Teilkasko- und Vollkaskoversicherung offiziell außer Betrieb. In unseren Beispielfällen also von November bis einschließlich April.
Wichtig: In der Ruhezeit besteht kein Haftpflichtschutz für Fahrten. Du darfst Dein Fahrzeug in dieser Zeit nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegen – auch kurze Fahrten sind unzulässig.
Ganz ohne Schutz ist Dein Auto in dieser Ruhezeit aber nicht: Für bestimmte Risiken besteht weiterhin ein eingeschränkter Versicherungsschutz – typischerweise über die Teilkasko.
Die Teilkasko etwa zahlt auch dann, wenn ein Marder Deine Kabel im Spätherbst oder Winter anknabbert. Oder in dieser Zeit Hagel Dein Autodach verdellt. Das bedeutet für Deinen Versicherer: Er geht auch in der Ruhezeit ein gewisses Risiko mit Dir und Deinem Auto ein. Kein so hohes, als würdest Du durch die Straßen cruisen – deshalb sind Aufschläge für die Ruhezeit deutlich geringer.
Für Wohnmobile ist dieser Ruhe-Schutz besonders wichtig: Sie sind oft deutlich teurer als Pkw und stehen in der Ruhezeit über längere Zeit unbewegt. Risiken wie Diebstahl, Sturm- oder Hagelschäden spielen daher eine größere Rolle.
Zusammenstöße mit Tieren, Glasbruch, Diebstahl des Autos: Wann eine Teilkaskoversicherung einspringt, welche Klauseln Du dringend vereinbart haben solltest und wie Du an den richtigen Ecken sparen kannst, haben wir Dir im Ratgeber Kfz-Teilkasko zusammengestellt.
Für welche Schäden die Kfz-Haftpflicht zahlt und was Du bei diesem Pflichtversicherungsschutz beachten solltest, liest Du im Finanztip-Ratgeber Auf die Höhe Deiner Absicherung kommt es an.
Wie bekommst Du ein Saisonkennzeichen für Dein Auto?
Ein Saisonkennzeichen für Dein Auto bekommst Du, indem Du bei der Zulassungsstelle (oder online über i-Kfz) einen festen Betriebszeitraum zwischen zwei und elf Monaten festlegst und das Fahrzeug entsprechend anmeldest. Dafür brauchst Du zunächst eine eVB-Nummer – das steht kurz für elektronische Versicherungsbestätigung. Mit der weist Du der Behörde nach, dass Du eine Haftpflichtversicherung für Dein Fahrzeug hast – und Du damit überhaupt auf die Straße darfst.
Wie kommst Du schnell an eine EVB-Nummer für Dein Saisonkennzeichen?
Die siebenstellige Kombination aus Buchstaben und Ziffern ersetzt die früher notwendige Deckungskarte. Du bekommst den Nachweis von Deinem Autoversicherer, sobald Du mit ihm einen Vertrag geschlossen hast. Mit den folgenden drei Schritten kommst Du ganz schnell und sicher an Deine eVB-Nummer:
- Such Dir einen Kfz-Versicherer – aber nicht irgendeinen. Wie Du bereits gesehen hast, gibt es hohe Preisunterschiede. Die passende günstige Autoversicherung findest Du, wenn Du möglichst viele Anbieter vergleichst. Der beste Weg dafür ist die Kombination von Vergleichsportal und Direktversicherer: Berechne zunächst die günstigste passende Kfz-Versicherung auf entweder Check24 oder Verivox. Lass Dir dann ein Angebot bei der Huk24 machen.
- Schließ nun einen Vertrag mit dem günstigsten Anbieter ab. Alles zu unserem großen Kfz-Versicherungstest liest Du im Finanztip-Ratgeber Autoversicherung – 50 Prozent gespart durch kluge Wahl.
- Fordere jetzt bei Deinem Autoversicherer kostenlos eine eVB-Nummer an.
Jetzt gehts an die Anmeldung Deines Saisonkennzeichens. Im Folgenden findest Du eine Auflistung der Unterlagen, die Du für die Zulassungsstelle brauchst:
- Für digitale Zulassungsvorgänge: einen elektronischen Personalausweis nPA.
- Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief)
- Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein)
- gültige Tüv-Bescheinigung im Original
- Kennzeichenschilder
- Wie gerade gezeigt, eine evB-Nummer Deines Haftpflichtversicherers.
Was sind die Vorteile eines Saisonkennzeichens?
Hast Du das Fahrzeug einmal entsprechend bei der Zulassungsstelle angemeldet, musst Du Dich in den nachfolgenden Jahren um nichts mehr kümmern. Der Versicherungsschutz läuft automatisch für den auf dem Kennzeichen angegebenen Zeitraum, und auch das Kennzeichen ist für die ausgewiesenen Monate dauerhaft gültig.
Ein halbjährlicher Gang zur Zulassungsstelle entfällt genauso wie die Anmelde- und Abmeldegebühr nach der Gebührenordnung, die Du bereits kennengelernt hast. Du zahlst nur einmalig die Zulassungsgebühr von rund 30 Euro – beziehungsweise 13 Euro bei Online-Zulassung.
Wie steigt Deine SF-Klasse auch beim Saisonkennzeichen?
Auch mit einem Saisonkennzeichen kannst Du in eine bessere Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) aufsteigen, wenn Dein Versicherungsvertrag während der Saison schadenfrei bleibt. Voraussetzung ist in der Regel, dass das Fahrzeug mindestens sechs Monate im Jahr versichert ist.
Umfasst Deine Fahrsaison mindestens sechs Monate, steigt Deine SF-Klasse jedes Jahr weiter – vorausgesetzt, Du verursachst keinen Unfall. Mit jeder höheren SF-Klasse erhöht sich Dein Schadenfreiheitsrabatt, wodurch Dein Versicherungsbeitrag sinkt. Ist das Fahrzeug dagegen weniger als sechs Monate im Jahr angemeldet, erfolgt in der Regel kein SF-Aufstieg. Du bleibst im folgenden Jahr in derselben Schadenfreiheitsklasse.
Apropos SF-Klasse: Hast Du ein Wohnmobil, spielt das Thema für Dich eine weniger große Rolle. Ein Blick in die Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Autoversicherer, die Wohnmobile absichern, zeigt, dass sie weniger SF-Klassen haben – heute meist bis zu 20. In der Autoversicherung für Pkw sind es bis zu 35 SF-Klassen. Bis vor einigen Jahren kannten Reisemobile gar nur zehn SF-Klassen. Andersrum gedacht: Einsparungen durch ein Saisonkennzeichen können stärker ins Gewicht fallen.
Mehr Tipps für die Versicherung rund um Dein Reisemobil liest Du im Ratgeber Wohnmobil richtig versichern.
Wie sieht ein Saisonkennzeichen aus?

Quelle: BMDV (Stand: Februar 2026)
Ein Saisonkennzeichen sieht aus wie ein normales, ganzjährig gültiges Kennzeichen. Einzige Ausnahme: am rechten Rand sind in schwarzer Schrift die Monate vermerkt, in denen Dein Fahrzeug auf die Straße darf. Im Bild oben von April bis einschließlich Oktober.
Eine Jahreszahl findest Du beim Saisonkennzeichen nicht. Anders etwa beim Kurzzeitkennzeichen: bei ihm ist auf der rechten Seite ein gelber Balken, in dem Tag, Monat und Jahr in schwarzen Buchstaben untereinander dargestellt werden. Das ist der Tag, bis zu dem Du mit dem Kennzeichen unterwegs sein darfst.
So sieht hingegen ein Kurzzeitkennzeichen aus
Mit diesem Kurzzeitkennzeichen am Auto durfte der oder die Fahrerin bis 9. März 2010 unterwegs sein.

Quelle: BMDV (Stand: Februar 2026)
Unter welchen Voraussetzungen bekommst Du ein Saisonkennzeichen?
Ein Saisonkennzeichen kannst Du für Pkw, Motorräder oder Wohnmobile beantragen, wenn Du das Fahrzeug nur in einem festen Zeitraum zwischen zwei und elf Monaten im Jahr nutzen willst. Voraussetzung ist eine gültige Hauptuntersuchung, eine bestehende Kfz-Versicherung und ein festgelegter Betriebszeitraum bei der Zulassung.
So praktisch ein Saisonkennzeichen auch ist, genauso streng sind die Regeln für seinen Gebrauch. In der Zeit, in der das Kennzeichen nicht gilt, ist das Fahrzeug nicht zugelassen und darf nicht am Straßenverkehr teilnehmen. Auch nicht für die Fahrt zum Tüv. Sollte der Termin für die Hauptuntersuchung (HU) in diesen Zeitraum fallen, ist das aber kein Problem: Du kannst sie nach Beginn Deiner Saison durchführen. Wichtig: Nach Saisonstart solltest Du den Termin relativ zeitnah wahrnehmen, da sonst ein Bußgeld drohen kann.
Für eine Saisonzulassung benötigst Du ein Winterquartier auf Privatgrund. Am Straßenrand oder auf einem öffentlichen Parkplatz darf das Gefährt nicht stehen. Gerade bei Wohnmobilen ist das relevant: Aufgrund ihrer Größe passen sie oft nicht in normale Garagen. Du brauchst daher einen ausreichend großen privaten Stellplatz für die Ruhezeit.
Welche Alternativen gibt es zum Saisonkennzeichen?
Alternativen zum Saisonkennzeichen sind das jährliche An- und Abmelden des Autos sowie ein Wechselkennzeichen. Sie lohnen sich aber nicht immer.
Ist jährliches An- und Abmelden eine Alternative zum Saisonkennzeichen?
Das jährliche An- und Abmelden kann eine Alternative sein, verursacht aber jedes Mal zusätzliche Zulassungsgebühren und organisatorischen Aufwand. Ein Saisonkennzeichen ist meist einfacher und planbarer, wenn Du Dein Fahrzeug regelmäßig jedes Jahr im gleichen Zeitraum nutzt.
Als Faustformel gilt: Das Saisonkennzeichen lohnt sich, wenn der Beitrag für die Saisonzulassung niedriger ist als der Jahresbeitrag minus der Rückerstattung für die Ruhezeit plus den Gebühren der regelmäßigen Ummeldung.
Bedenke, wenn Du Deine persönliche Saison selbst festlegst: Vereinbare im Voraus einen Termin mit der Zulassungsstelle, das spart Zeit und Nerven. Spätestens ab dem zweiten Jahr sparst Du mit dieser „handgestrickten“ Variante in vielen Fällen gegenüber dem Saisonkennzeichen. Die An- und Abmeldung kostet jedes Jahr Gebühren. Die Versicherung und die Kfz-Steuer für die Zeit, in der das Fahrzeug nicht zugelassen ist, erhältst Du tageweise erstattet. Währenddessen gilt die beitragsfreie Ruheversicherung für Haftpflicht und Kasko.
Ist ein Wechselkennzeichen eine Alternative zum Saisonkennzeichen?
Ein Wechselkennzeichen kann eine Alternative sein, wenn Du zwei Fahrzeuge abwechselnd nutzt, lohnt sich finanziell aber oft weniger als ein Saisonkennzeichen.
Der Vorteil: mit einem Wechselkennzeichen brauchst Du kein zusätzliches Saisonkennzeichen für Deine Fahrzeuge, die Du nur zeitweise bewegst.
Wann lohnt ein Wechselkennzeichen gegenüber einem Saisonkennzeichen?
Finanziell ist das Saisonkennzeichen fast immer günstiger, wenn Du ein Fahrzeug nur einige Monate nutzt. Das Wechselkennzeichen lohnt sich meist nur organisatorisch, nicht steuerlich.
| Saisonkennzeichen (z. B. 6 Monate) | Wechselkennzeichen (2 Fahrzeuge) | |
|---|---|---|
| Zulassungsgebühr | ca. 13 € online / ~30 € vor Ort | ca. 65–75 € |
| Kennzeichen | ca. 20–40 € | ca. 40–70 € (mehrteilig) |
| Kfz-Steuer | nur anteilig (z. B. 50 %) | für beide Fahrzeuge voll |
| Versicherung | meist deutlich reduziert (oft etwa halber Beitrag) | meist nur geringer Nachlass |
| finanzieller Vorteil | klare Ersparnis bei Steuer + oft Versicherung | meist geringe oder keine echte Ersparnis |
Quelle: Finanztip-Recherche: Gebührenverordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) (Stand: Februar 2026)
So sieht ein Wechselkennzeichen aus

Quelle: BMDV (Stand: April 2025)
Was sind die Nachteile eines Wechselkennzeichen?
Beim Wechselkennzeichen bleibt immer eines der beiden Fahrzeuge ohne Kennzeichen und ohne Zulassung zurück und darf nicht im öffentlichen Raum stehen – ohne eigene Garage oder privaten Stellplatz brauchst Du also einen zusätzlichen Parkplatz. Versicherer müssen zudem keinen nennenswerten Rabatt gewähren.
Finanziell bedeutet das: Du zahlst Kfz-Steuer für beide Fahrzeuge in voller Höhe sowie in der Regel auch zwei Versicherungsverträge, darfst aber immer nur eines auf öffentlichen Straßen fahren. In den meisten Fällen rechnet sich das daher nicht – auch wenn das Modell für Wohnmobil, Oldtimer oder Motorrad interessant klingt. Zudem ist es nur für Fahrzeuge derselben Fahrzeugklasse möglich.
Was das bedeutet, zeigt Dir die folgende Tabelle:
Bei welchen Fahrzeugen kannst Du ein Wechselkennzeichen nutzen?
| Pkw | Motorrad | E-Auto | Wohnmobil | Oldtimer-Pkw | |
|---|---|---|---|---|---|
| Pkw | + | - | + | + | + |
| Motorrad | - | + | - | - | - |
| E-Auto | + | - | + | + | + |
| Wohnmobil | + | - | + | + | + |
| Oldtimer-Pkw | + | - | + | + | + |
Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: Februar 2026)
Was als Kombination geht: wenn eines der Fahrzeuge ein Verbrenner, das andere ein E-Auto ist. Oder ein Oldtimer und ein jüngerer Wagen. Im Bild zu Beginn dieses Abschnitts hast Du ein Kennzeichen gesehen, das auch für einen Oldtimer bestimmt ist – zu erkennen am zusätzlichen H. Extra-Buchstaben, die sich nur auf eines der Fahrzeuge beziehen, werden dann direkt an diesem Fahrzeug, neben dem Platz für das Wechselkennzeichen, angebracht. Bei einem Stromer mit E-Kennzeichen steht dort ein E.
Denn das Wechselkennzeichen besteht aus zwei Teilen: ein Teil ist fest am Fahrzeug angebracht. Den anderen kannst Du um- und aufstecken – dieser Teil gehört immer auf das Fahrzeug, das Du auf der Straße fahren oder parken willst.
* Was der Stern bedeutet:
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