Lebensversicherung verkaufen

So holen Sie das meiste Geld aus Ihrer Police raus

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Lebens- oder Rentenversicherung sollten Sie nicht kündigen, falls sie schon länger als fünf Jahre läuft. Das bedeutet immer einen unnötigen finanziellen Verlust.
  • Der Verkauf der Police bringt meist mehr ein als eine Kündigung: in der Regel bis zu 5 Prozent.
  • Achtung: Bei Policenankäufern gibt es schwarze Schafe. Verkaufen Sie Ihre Police daher nur an Anbieter, die im Bundesverband Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) organisiert sind.

So gehen Sie vor

  • Prüfen Sie vorsichtshalber mit unserem Ratgeber, ob die Rendite Ihres Vertrags oder andere Punkte doch für eine Fortführung sprechen.
  • Schauen Sie in der Standmitteilung nach, ob Ihre Police für einen Verkauf einen ausreichenden Rückkaufswert hat.
  • Holen Sie Angebote von mehreren Policenankäufern ein. Wir empfehlen:

Cashlife
Policen Direkt
Partner in Life
Cumerius (CFI Fairpay)

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Wem die Lebensversicherung zu wenig abwirft, wer Geld braucht oder wer des Sparens müde ist, kündigt seine Lebensversicherung. Im Jahr 2015 haben Versicherte Policen im Wert von fast 13 Milliarden Euro aus dem Ordner genommen und gekündigt. Für die meisten dürfte es ein rechtes Verlustgeschäft gewesen sein. Bei einer Kündigung zahlt die Versicherungsgesellschaft nämlich nur den Rückkaufswert der Police. Ansprüche auf den Schlussüberschuss verfallen zu großen Teilen.

Der Verkauf der Lebens- oder Rentenversicherung bringt in der Regel mehr Geld ein. Doch auch mit dieser Variante machen Sie immer noch einen Verlust.

Zuallererst sollten Sie sich drüber klar werden, warum Sie Ihre Lebensversicherung loswerden möchten. Wer nur kurzfristig Kapital braucht, kann seine Police auch beleihen, einzelne Komponenten des Vertrags kündigen oder beitragsfrei stellen. Letzteres ist auch eine Möglichkeit, wenn der Vertrag an sich eine gute Rendite abwirft, Sie aber die Beiträge nicht mehr zahlen möchten oder können. Prüfen Sie mit unserem Rechner, ob sich die Fortführung des Vertrags nicht doch lohnt oder ob andere Aspekte dafür sprechen.

Als Faustregel gilt: Bietet Ihnen ein Policenaufkäufer tatsächlich an, Ihren Vertrag zu kaufen, würde es sich grundsätzlich auch lohnen, den Vertrag fortzuführen. Nur wer wirklich langfristig Geld braucht und seine Police nicht weiterführen möchte, sollte also tatsächlich verkaufen.

Verkauf einer Lebensversicherung: Was bedeutet das?

Wer seine Lebensversicherung verkauft, tritt seine Ansprüche aus der Police an einen sogenannten Policenankäufer ab. Der Anbieter kauft mit dem Vertrag alle Rechte auf die Zahlungen zum Ablauf des Vertrags. Dafür bezahlt er in der Regel bis zum Vertragsende weiterhin die Beiträge.

Ein Vorteil: Solange der Aufkäufer den Vertrag fortführt, bleibt auch der Hinterbliebenenschutz in gewissem Umfang erhalten. Falls Sie sterben, erhalten Ihre Hinterbliebenen die im Vertrag vereinbarte Todesfallsumme. Allerdings zieht der Aufkäufer den Kaufpreis der Police und seine bis dahin bezahlten Beiträge mit 5,5 bis 9 Prozent Zinsen von dem Betrag ab. Manchmal fällt auch eine Bearbeitungsgebühr an. Die Todesfallsumme sinkt dadurch mit der Zeit immer mehr. Im Durchschnitt werden nach Angaben verschiedener Policenaufkäufer etwa 20.000 Euro ausgezahlt, wenn der ursprüngliche Inhaber bereits verkaufter Policen verstirbt. 

Allerdings hat der Policenankäufer das Recht, die Police, die er von Ihnen gekauft hat, nicht mehr weiter zu bedienen und selbst zu kündigen. Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen ist dies sogar meistens der Fall: Die Aufkäufer sind in der Regel nur an den enthaltenen Fonds interessiert.

In solchen Situationen erlischt der Hinterbliebenenschutz komplett, er ist also nicht garantiert. Das Recht auf Kündigung oder auch Weiterverkauf halten sich alle Aufkäufer offen. In der Regel führen die Investoren die aufgekauften kapitalbildenden Versicherungen aber fort.

Ein Anbieter, Partner in Life, bietet sogar den Tarif „Risikoschutz“ an, bei dem Todesfallschutz und Zusatzversicherungen wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung weitergeführt werden. Das kostet aber extra und mindert daher den Verkaufserlös.

Tipp

Widerruf prüfen

Wer seine Lebensversicherung zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen hat, wurde möglicherweise nicht richtig über seine Widerrufsmöglichkeit belehrt. Dann lässt sich noch heute der Vertrag rückabwickeln. Das ist in jedem Fall besser als zu kündigen und meist auch besser als der Verkauf. 

Das bekommen Sie für Ihre Police

Um den Preis zu bestimmen, berechnet der Policenankäufer den sogenannten inneren Wert der Police. Wichtige Faktoren dafür sind die prognostizierte Rendite des Vertrags, das Alter des Versicherungsnehmers und die Kostenquote des jeweiligen Versicherers. Je günstiger diese Faktoren bei Ihrem Vertrag ausfallen, desto höher ist der Kaufpreis für Ihre Police, weil sich der Käufer einen höheren Gewinn ausrechnet. Meist liegt der Kaufpreis zwischen 3 und 5 Prozent über dem Rückkaufswert. In Ausnahmefällen kann noch mehr drin sein: Besonders bei guten Rentenversicherungen kann der Aufschlag auch mal bei bis zu 15 Prozent liegen.

Jeder Anbieter kalkuliert den inneren Wert anders, deshalb sollten Sie auf jeden Fall mehrere Angebote einholen und vergleichen. Liegt ein angebotener Kaufpreis unter dem von der Versicherung angegebenen Rückkaufswert, sollten Sie nachhaken.

Die Erfahrung zeigt, dass nicht jeder Versicherte für seine Police ein Angebot bekommt. Vor allem in den Jahren während der Finanzkrise verkauften sich nur wirklich renditestarke Verträge. Doch der Markt scheint sich wieder zu entspannen. Aus der Branche heißt es, dass etwa jede zweite Police aufgekauft wird. Investoren suchen derzeit nach guten Anlagemöglichkeiten.

Der Weiterverkauf von Policen an andere Anleger erfolgt übrigens anonym. Ein Anleger weiß nicht, von wem die Police stammt, die er übernommen hat. Den Name der versicherten Person schwärzt der Policenankäufer in den Dokumenten.

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Sonderfall Fondspolicen

Etwa 21 Prozent der Versicherungen sind fondsgebundene Policen. Zwar ist der Rückkaufswert ausschlaggebend für den Kaufpreis. Aber der kann sogar unter dem Rückkaufswert liegen, da der Wert von Fondspolicen stark schwankt. Policen Direkt garantiert zum Beispiel einen Kaufpreis von 97 Prozent des Rückkaufswerts.

Interessant wird ein Verkauf erst durch die steuerlichen Aspekte. Wer eine fondsgebundene Police verkaufen möchte, sollte deshalb vorher unbedingt seinen Steuerberater oder das Finanzamt fragen. Rechnen Sie die Möglichkeiten Verkauf und Kündigung durch. Kündigen Sie, bekommen Sie zwar den vollen Rückkaufswert ausgezahlt. Alle Zinsen, die auf die Beiträge gutgeschrieben wurden, müssen Sie aber möglicherweise versteuern. Bei einem Verkauf fällt die Steuer dagegen nur auf die Differenz zwischen Kaufpreis und gezahlten Beiträgen an. Liegt der Kaufpreis sogar unter den bisher gezahlten Beiträgen, können Sie dagegen möglicherweise einen Veräußerungsverlust bei der Steuer geltend machen und erhalten Geld zurück. Der Verlust lässt sich allerdings nur mit anderen Kapitalerträgen verrechnen, sofern diese über dem Sparerpauschbetrag liegen.

Steuern auf den Verkauf

Nicht nur bei fondsgebundenen Verträgen, auch bei kapitalbildenden Lebensversicherungen sollten Sie vor dem Verkauf prüfen, ob auf den Erlös eine Steuer fällig wird. Bei Verträgen, die vor dem Jahr 2005 abgeschlossenen wurden, ist das meist nicht der Fall. Sofern der Vertrag seit mindestens zwölf Jahren besteht und Sie fünf Jahre lang Beiträge bezahlt haben, ist der Verkauf steuerfrei. Für Policen, die ab dem 31. März 1996 abgeschlossen wurden, muss außerdem ein Todesfallschutz von mindestens 60 Prozent der Beitragssumme vereinbart sein. Achten Sie beim Verkauf darauf, dass der Ankäufer vom Kaufpreis keine Steuer abzieht.

Auf neuere Lebensversicherungen, die 2005 oder später abgeschlossen wurden, zahlen Sie dagegen 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag. Die Steuer fällt an auf den Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis der Police und die Summe der gezahlten Beiträge. In keinem Fall müssen Sie den Erlös versteuern, wenn die insgesamt gezahlte Beitragssumme höher ist als der Kaufpreis Ihrer Police. 

Klären Sie steuerliche Fragen unbedingt mit Ihrem Steuerberater oder dem Finanzamt.

Voraussetzungen für den Verkauf

Die Hälfte kündigt

Nach Zahlen des Versicherungsverbandes GDV und der Deutschen Aktuarvereinigung werden 32 Prozent der Versicherungen innerhalb der ersten zwölf Jahre gekündigt, über die gesamte Laufzeit sogar mehr als die Hälfte. Die durchschnittliche Laufzeit eines Vertrags beträgt 28 Jahre, die durchschnittliche Versicherungssumme etwa 32.000 Euro, ermittelte die Dr.-Karl-Wilder-Stiftung im Auftrag des GDV.

Policenankäufer sind auf der Suche nach Lebens- oder Rentenversicherungen, mit denen sie einen möglichst großen Gewinn machen können, wenn sie den Vertrag übernehmen. Dafür müssen die Policen einige Voraussetzungen mitbringen. So sind zum Beispiel oft Verträge uninteressant, die in ein oder zwei Jahren auslaufen. Gleichzeitig ist die Rendite von Verträgen höher, die sich schon in der zweiten Hälfte ihrer Laufzeit befinden.

Rentenversicherungen sind komplizierter als Lebensversicherungen, die Aufkäufer müssen sie intensiver auf Renditechancen prüfen. Daher ist ein höherer Rückkaufswert beim Verkauf zunächst ein Vorteil. Führt der Ankäufer den Vertrag fort, sind für ihn manchmal höhere Gewinne drin. Stimmt die Rendite, werden Sie daher mitunter auch eine kleine Police los.

Die von uns untersuchten Anbieter kaufen Policen mit Rückkaufswerten zwischen mindestens 10.000 und 25.000 Euro. Im Großen und Ganzen haben sich aber 10.000 Euro als Standard etabliert.

Fondsgebundene Lebensversicherungen finden seltener einen Abnehmer. Der Anbieter Policen Direkt ist die Ausnahme, auch Cashlife vermittelt solche Verträge. Seit Dezember 2016 nimmt auch CFI Fairpay Fondspolicen an, schränkt die Auswahl allerdings stark ein. Voraussetzung ist, dass der Rückkaufswert mindestens 20.000 Euro beträgt, zusätzlich muss der Vertrag vor Januar 2005 abgeschlossen worden und damit steuerfrei sein. Damit erfüllt CFI Fairpay beim Ankauf von fondsgebundenen Lebensversicherungen nicht die Finanztip-Mindestkriterien.

Bei der geforderten Restlaufzeit unterscheiden sich die Aufkäufer: Einige haben keine Beschränkung, andere Anbieter fordern mindestens 10 bis 15 Jahre, die die Versicherung noch laufen soll. Staatlich geförderte Verträge, also Riester- oder Rürup-Policen, kauft kein Anbieter.

Liegt der Rückkaufswert der Lebensversicherung noch unter der geforderten Mindestsumme, ist eine Kündigung meist die beste Alternative. Denn bei einer Beitragsfreistellung nagen die laufenden Kosten am wenigen angesparten Kapital.

Schließen Sie unseriöse Anbieter aus

Holen Sie nur Angebote von Anbietern ein, die im Bundesverband für Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) organisiert sind. Damit schließen Sie die schwarzen Schafe im Markt von vorneherein aus.

Der Mindestrückkaufswert der Policen beginnt bei diesen Anbietern ab 10.000 Euro. Außerdem ist bei ihnen möglich, den Vertrag über einen Treuhänder abzuwickeln. Das kostet zwischen 200 und 250 Euro.

Unseriöse Anbieter erkennen Sie zum Beispiel daran, dass diese den Kaufpreis nur in Raten zahlen wollen oder für ein Angebot eine Gebühr fordern. Dabei sollte der Handel für den Verkäufer kostenlos sein. Eine Masche ist es auch, dass Sie Ihren Erlös nach dem Verkauf in geschlossene Fonds investieren sollen, die der Anbieter vertreibt. Die Renditeversprechen haben mit der Realität in der Regel nichts zu tun. Lassen Sie die Finger von solchen Angeboten.

Tipp

Treuhänder einschalten

Nutzen Sie die Möglichkeit, beim Verkauf einen Treuhänder einzubinden. Das kostet zwar extra, bietet aber zusätzliche Sicherheit, dass das Geld bei Ihnen ankommt.

So läuft der Verkaufsprozess ab

Der Verkauf der Police funktioniert folgendermaßen: Sie geben bei dem Policenankäufer zunächst Ihre Daten in ein Online-Formular ein. Zu diesen Informationen zählen neben Kontaktdaten auch Angaben zu Ihrem Vertrag, zum Beispiel Policennummer, Versicherer, Vertragslaufzeit und Rückkaufswert.

Im zweiten Schritt schickt Ihnen der Ankäufer eine E-Mail mit einer Informationsvollmacht . Dadurch erlauben Sie dem Ankäufer, Ihre Daten beim Versicherer zu überprüfen und falls nötig weitere relevante Daten anzufordern. Die Vollmacht unterschreiben Sie und senden sie zusammen mit der Kopie Ihres Versicherungsscheins an den Ankäufer. Im Anschluss erhalten Sie ein Angebot. Falls Sie das Angebot annehmen, zeigt der Ankäufer dem Versicherer die Abtretung des Vertrags an und zahlt Ihnen den Kaufpreis. Der gesamte Vorgang dauert in der Regel zwei bis acht Wochen. 

Vorsicht bei Zusatzversicherungen

Zusatzversicherungen wie eine Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung gehen durch den Verkauf der Police verloren. Doch gerade die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet oft einen Schutz, der erhalten bleiben sollte. Einige Versicherungen wandeln die Zusatzversicherung daher in eine eigenständige Police um, oft sogar ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Fragen Sie vor dem Verkauf der Lebensversicherung unbedingt Ihren Anbieter, ob dies möglich ist. Falls er dies nicht anbietet, sollten Sie einen Neuabschluss prüfen. Meist sind die Beiträge dann aber deutlich höher als beim ersten Abschluss der Lebensversicherung.

Wer auf den Todesfallschutz der Lebensversicherung zur Absicherung der Familie angewiesen ist, sollte über den Abschluss einer Risikolebensversicherung nachdenken. Denn nach dem Verkauf sinkt die Summe des Todesfallschutzes stetig und reicht vielleicht im Ernstfall nicht mehr aus.

Mehr dazu im Ratgeber Risikolebensversicherung

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Sichert Hinterbliebene im Todesfall ab

  • Empfehlenswert bei Allein- oder Hauptverdienern
  • Ein Muss bei Immobilienkrediten
  • Die Summe richtet sich nach der individuellen Situation

» Zum Ratgeber

Unsere Anbieter-Empfehlung aus dem Finanztip Ratgeber:

So finden Sie das beste Angebot

Wir haben Aufkäufer unter die Lupe genommen, die Mitglied im Bundesverband für Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) sind. Da jeder Anbieter den Wert der Lebensversicherung anders berechnet, sollten Sie immer mehrere Angebote einholen und den Kaufpreis vergleichen. Für Besitzer einer fondsgebundenen Versicherung empfehlen wir zwei Ankäufer. Kapitalbildende Policen können Sie bei vier Aufkäufern anbieten, sofern Sie den Mindestrückkaufswert erfüllen. 

Der Anbieter Cashlife vermittelt Policen an andere Investoren weiter. Dadurch erreicht Ihre Lebensversicherung möglicherweise eine größere Gruppe von Kaufinteressenten, die ein Angebot abgeben können. Cashlife nimmt Verträge ab einem Rückkaufswert von 10.000 Euro an – auch fondsgebundene Policen. Falls Ihnen der Todesfallschutz wichtig ist, sollten Sie im Kaufvertrag auf die jährlichen Zinsen achten, die der Käufer von der Todesfallsumme abziehen würde.

Cashlife
vermittelt Policen an Investoren

  • vermittelt den Verkauf von kapitalbildenden und fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen
  • Auszahlung als Einmalbetrag
  • keine Gebühren
  • Mitglied im Bundesverband Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL)
  • Ankauf ab 10.000 € Rückkaufswert
  • Vertrag wird mit dem Investor geschlossen, nicht Cashlife
  • Zins auf Kaufpreis und Beiträge bei Todesfallschutz unterscheidet sich je nach Käufer

Vergleichen Sie das Angebot von Cashlife mit weiteren Offerten. Policen Direkt kauft sowohl kapitalbildende Policen als auch fondsgebundene Verträge ab 10.000 Euro.

Policen Direkt
kauft auch fondsgebundene Policen

  • kauft kapitalbildende und fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen
  • Auszahlung als Einmalbetrag
  • keine Gebühren
  • Mitglied im Bundesverband Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL)
  • Zins auf Kaufpreis und Beiträge bei Todesfallschutz 7 %
  • Ankauf ab 10.000 € Rückkaufswert

Wer eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung besitzt, sollte außerdem zwei weitere Angebote anfordern.

Partner in Life
bietet den Ankauf von Policen an

  • Ankauf von kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherungen
  • Auszahlung als Einmalbetrag
  • keine Gebühren
  • Mitglied im Bundesverband Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL)
  • Ankauf ab 10.000 € Rückkaufswert
  • Zins auf Kaufpreis und Beiträge bei Nachzahlung im Todesfall 6,5 %
  • kein Ankauf von fondsgebundenen Policen

Cumerius (CFI Fairpay)
bietet den Ankauf von Policen an

  • Ankauf von kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherungen
  • Auszahlung als Einmalbetrag
  • keine Gebühren
  • Mitglied im Bundesverband Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL)
  • Ankauf ab 10.000 € Rückkaufswert
  • Zins auf Kaufpreis und Beiträge bei Nachzahlung im Todesfall 7,5 %
  • kauft fondsgebundene Policen nur ab 20.000 € Rückkaufswert und Abschluss vor 2005

So haben wir ausgewählt

Wir haben im April und Mai 2016 Aufkäufer genauer untersucht, die Mitglied im Bundesverband für Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) sind. Der Verband formuliert Qualitätskriterien an Aufkäufer, an denen sich die Mitglieder orientieren und die wir als wichtig für Verbraucher erachten. Dazu gehören:

  • Auszahlung der Kaufsumme in einem Betrag,
  • keine Bearbeitungsgebühr für Prüfung der Police,
  • Abwicklung über einen Treuhänder möglich.

Es hat sich ein recht einheitlicher Marktstandard durchgesetzt, ab einer Summe von 10.000 Euro Policen zu prüfen und gegebenenfalls anzukaufen. Deshalb haben wir Anbieter mit einer höheren Mindestrückkaufssumme ausgeschlossen.

Außerdem haben wir als weitere Voraussetzung für eine Empfehlung verlangt, dass die Website übersichtlich und auf Deutsch sein muss.

Vier der Anbieter haben alle diese Bedingungen erfüllt, nämlich:

Im November 2016 veränderte Partner in Life die Anforderung des Mindestrückkaufswert von 8.000 auf 10.000 Euro. Damit erfüllt das Unternehmen weiterhin unsere Mindestanforderungen und bleibt daher eine Empfehlung.

Seit Dezember 2016 begrenzt Cumerius (CFI Fairpay) die Restlaufzeit der Policen nicht mehr auf maximal 15 Jahre. Zusätzlich kauft CFI Fairpay auch Fondspolicen an. Allerdings muss der Vertrag vor 2005 geschlossen worden sein und die Police braucht einen Mindestrückkaufswert von 20.000 Euro. Damit erfüllt die Annahme von Fondspolicen nicht unsere Mindestkriterien.

Übersicht untersuchte Policenaufkäufer

Anbieter Mindestrückkaufswert Fondspolicen Restlaufzeit maximal Angebot kostenlos Mitglied im BVZL Empfehlung
Cashlife 10.000 € ja -- ja ja ja
Policen Direkt 10.000 € ja -- ja ja ja
Partner in Life 8.000 € nein -- ja ja ja
Cumerius (CFI Fairpay) 10.000 € nein 15 Jahre ja ja ja
Lifebond/Germanlife 25.000 € nein 10 Jahre ja ja nein
Life Finance 8.000 € ja -- ja nein nein
Cash-lv (Pacta Invest)¹ 1.000 ja -- nein nein nein
Pro Life 1.000 ja -- ja nein nein
Deutscher Policenmakler 10.000/25.000 (fondsgebunden) ja -- ja nein nein
Agis AG 25.000 nein 15 Jahre ja nein nein

¹zahlen höchstens 94,5 Prozent des Rückkaufswerts.
Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 12. Mai 2015)

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.