Krankentagegeld

Für Selbstständige und Gutverdiener wichtige Absicherung

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Krankentagegeld ist eine wichtige Versicherung. Sie zahlt einen Tagessatz, wenn bei Krankheit Ihr Einkommen wegfällt.
  • Wer kein Krankengeld von der gesetzlichen Krankenkasse bekommt, braucht zwingend ein Krankentagegeld.
  • Wer Krankengeld bekommt, muss prüfen, ob dieses bei längerer Krankheit ausreicht.
  • Krankentagegeld ist steuer- und abgabenfrei und wird daher netto ausbezahlt.
  • Für gesetzlich versicherte Selbstständige ist in der Regel das Krankengeld eine gute Basis, die durch ein Krankentagegeld ergänzt werden kann.
  • Eine Krankenhaustagegeld-Versicherung ist dagegen meist überflüssig.

So gehen Sie vor

  • Berechnen Sie Ihren monatlichen Geldbedarf. Wenn Sie Krankengeld bekommen, ermitteln Sie die Lücke zwischen dem Krankengeld und Ihrem tatsächlichen Bedarf.
  • Schließen Sie ein Krankentagegeld in Höhe der Lücke ab oder passen Sie Ihr bestehendes Krankentagegeld entsprechend an.
  • Suchen Sie einen passenden Tarif auf dem Portal versicherung-vergleiche.de anhand unserer Kriterien aus.
  • Vergleichen Sie diesen mit dem Tarif der Huk Coburg und Pax-Familienfürsorge, die beide bei der Stiftung Warentest gut abschnitten.
  • Tipp: Sollen wir Sie rund um Zusatzversicherungen sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

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Wer länger krank ist und deshalb nicht mehr arbeiten kann, sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben. Diese fängt den Wegfall des Gehalts auf. Doch auch schon bei kürzeren Erkrankungen wird es finanziell manchmal schwierig. Denn nach sechs Wochen zahlt der Arbeitgeber das Gehalt nicht mehr weiter. Stattdessen gibt es von der gesetzlichen Krankenkasse ein Krankengeld, das deutlich niedriger ausfällt. Diese Einkommenslücke kann eine Krankentagegeld-Versicherung schließen. Bei privat Versicherten ist sie Standard – aber nur die wenigsten gesetzlich Krankenversicherten haben sie. Dabei gehört sie zu den sinnvollen Versicherungen – je nach individueller Situation.

Der Unterschied zwischen Krankentagegeld und Krankengeld

Zwei Begriffe geraten leicht durcheinander: Krankengeld und Krankentagegeld. Beides sind Lohnersatzleistungen – Krankengeld wird von der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) gezahlt, Krankentagegeld von einer privaten Versicherung. Nur gesetzlich Krankenversicherte können Krankengeld erhalten. Wer voll privatversichert ist, bekommt kein Krankengeld und braucht deswegen unbedingt ein ausreichendes Krankentagegeld.

Leicht verwechseln kann man das Krankentagegeld auch mit dem Krankenhaustagegeld, das sich als zusätzliche Leistung bei Aufenthalten im Krankenhaus abschließen lässt. Im Gegensatz zum Krankentagegeld ist eine Krankenhaustagegeld-Versicherung meist überflüssig.

Um das Krankentagegeld zu erhalten, brauchen Sie ein Attest Ihres Arztes, das Ihre Arbeitsunfähigkeit für den erforderlichen Zeitraum bescheinigt. Dieses reichen Sie bei Ihrer Versicherung ein.

Für wen lohnt sich eine Krankentagegeld-Versicherung?

Ob Sie eine Krankentagegeld-Versicherung brauchen, hängt zunächst einmal davon ab, ob Sie angestellt oder selbstständig sind und ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind:

Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer
Als Arbeitnehmer erhalten Sie bei Krankheit in der Regel sechs Wochen lang Ihren Lohn vom Arbeitgeber weiter bezahlt. Danach bekommen Sie Krankengeld. Sofern Sie unter der Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von 4.350 Euro brutto verdienen, ist das Krankengeld circa 21 Prozent niedriger als Ihr Nettoeinkommen. Falls diese Lücke zu groß ist, sollten Sie eine Krankentagegeld-Versicherung abschließen. Wenn Sie mehr als 4.350 Euro verdienen, wird die Lücke mit steigendem Einkommen immer größer. Eine Krankentagegeld-Versicherung hat dann immer mehr Sinn.

Privat versicherte Arbeitnehmer
Wenn Sie Arbeitnehmer und in der privaten Krankenversicherung (PKV) sind, bekommen Sie nach den sechs Wochen Entgeltfortzahlung kein Krankengeld. Daher müssen Sie innerhalb Ihrer privaten Krankenversicherung ein Krankentagegeld ab dem 43. Tag abgeschlossen haben, das Ihre monatlichen Ausgaben deckt.

Gesetzliche versicherte Selbstständige

Als Selbstständiger in der GKV können Sie frei wählen, ob Sie von der Krankenkasse Krankengeld erhalten wollen oder nicht. Wenn nicht, zahlen Sie bei einer Krankenkasse mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent insgesamt 15,1 Prozent von Ihrem Gewinn. Mit Krankengeld zahlen Sie bei derselben Kasse dann 15,7 Prozent. Maximal kostet Sie das Krankengeld 26,10 Euro im Monat. Sie erhalten das Krankengeld wie ein Arbeitnehmer nach sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit.

Für Selbstständige mit einem Gewinn nach Steuern unter der Beitragsbemessungsgrenze von 4.350 Euro monatlich ist das Krankengeld in der Regel die günstigste Absicherung. Falls Sie die Zeit bis zur siebten Krankheitswoche nicht durch Ersparnisse abdecken können, sollten Sie entweder in einen Wahltarif bei einer gesetzlichen Kasse wechseln, in dem das Krankengeld früher ausgezahlt wird. Oder Sie schließen ein privates Krankentagegeld ab, das früher einsetzt, zum Beispiel ab der dritten oder vierten Krankheitswoche.

Mehr dazu im Ratgeber gesetzliche Krankenversicherung

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Leistungen meist gleich

  • Kassen erheben unterschiedliche Zusatzbeiträge.
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Auch wenn Sie einen höheren monatlichen Gewinn als 4.350 Euro haben, können Sie das Krankengeld als Basis vereinbaren und durch ein privates Krankentagegeld ergänzen. Dieses kann zum Beispiel schon ab dem 22. Krankheitstag beginnen.

Insbesondere wenn Ihr Gesundheitszustand so schlecht ist, dass Sie keine Krankentagegeld-Versicherung bekommen, ist das Krankengeld die richtige Lösung. Denn bei der gesetzlichen Kasse müssen Sie keine Gesundheitsprüfung machen.

Nur wenn Sie zwingend schon eine hohe Zahlung vor der siebten Krankheitswoche brauchen, ist es wahrscheinlich sinnvoll, auf das Krankengeld zu verzichten und dafür ab der dritten oder vierten Krankheitswoche ein ausreichend hohes Krankentagegeld abzuschließen.

Privat versicherte Selbstständige
In Ihrer PKV ist in aller Regel bereits ein Krankentagegeld enthalten. Prüfen Sie aber unbedingt regelmäßig, ob dieses zeitlich und von der Höhe her gut abgestimmt ist. Viele Selbstständige vereinbaren ein Krankentagegeld ab dem 22. Tag – aber dies muss zu ihrer geschäftlichen Situation und zu ihren Rücklagen passen.

Beamte brauchen keine Krankentagegeld-Versicherung innerhalb ihrer PKV, da ihr Dienstherr die Bezüge auch im Krankheitsfall ohne bestimmte Frist weiterbezahlt. Sie sollten in der Regel aber eine Dienstunfähigkeitsversicherung haben.

Wie hoch sollte das Krankentagegeld sein?

Wie viel Krankentagegeld Sie brauchen, hängt von Ihrem monatlichen Budget ab. Sie müssen keineswegs Ihr gesamtes Nettoeinkommen absichern, wenn Sie über Spielraum verfügen.

Haushaltsaufstellung
Machen Sie zunächst eine Haushaltsaufstellung. Ermitteln Sie die monatlichen Ausgaben, auf die Sie im Falle einer längeren Krankheit nicht verzichten können. Bei Selbstständigen kommen wahrscheinlich auch weiterlaufende Betriebsausgaben hinzu. Diese Kosten sollten Sie monatlich im Krankheitsfall durch Krankengeld und/oder Krankentagegeld abgesichert haben.

Tipp

Gesunkenes Nettoeinkommen

Melden Sie Ihrem Versicherer, wenn Ihr Nettoeinkommen dauerhaft geringer ausfällt. Dann senkt der Versicherer das versicherte Tagegeld und Ihren Beitrag entsprechend ab. Sonst zahlen Sie zu hohe Beiträge. Denn im Leistungsfall bekommen Sie nie mehr als Ihr tatsächliches Nettoeinkommen. Einseitig darf die Versicherung die Leistungen bei niedrigerem Einkommen aber nicht einfach senken, hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 6. Juni 2016, Az. IV ZR 44/15).

Das Krankentagegeld darf zusammen mit dem Krankengeld und anderen Lohnersatzleistungen nicht das vorherige Nettoeinkommen übersteigen. Dabei wird das Nettoeinkommen für die letzten zwölf Monate herangezogen. Bei Selbstständigen setzen gute Versicherer 70 bis 80 Prozent des Gewinns vor Steuern als maximale Versicherungshöhe an. Bei Existenzgründern gibt es in den ersten zwei Jahren oft nur relativ niedrige Höchstsätze.

Die maximale Höhe des Krankentagegeldes ist auch davon abhängig, ab wann es ausgezahlt wird. Eine tägliche Auszahlung ab dem 15. Tag kann niedriger sein als eine ab dem 43. Tag. Daneben spielen manchmal auch der Beruf und das Berufsrisiko eine Rolle.

Das Krankentagegeld ist steuer- und abgabenfrei und unterliegt – im Gegensatz zum Krankengeld – auch nicht dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass das versicherte Krankentagegeld tatsächlich netto ausbezahlt wird. Nur wenn Ihr Arbeitgeber das Krankentagegeld für Sie abgeschlossen hat und die Beiträge bezahlt, sind die Leistungen wie Arbeitslohn zu behandeln und voll steuerpflichtig. Dies gilt auch bei GmbH-Geschäftsführern, deren Krankentagegeld über die Firma läuft.

Das Krankengeld endet spätestens nach 78 Wochen. Danach sind Sie auf Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung angewiesen. Die Zahlung des Krankentagegelds ist grundsätzlich zeitlich unbeschränkt, endet in der Regel aber spätestens drei Monate, nachdem eine Berufsunfähigkeit festgestellt wurde.

Achtung: Eine Versicherung kann das gezahlte Krankentagegeld zurückfordern, ab dem Zeitpunkt, zu dem Sie berufsunfähig erklärt wurden.

Tipp

Krankengeldrechner

Einige Krankenkassen bieten Ihnen im Internet einen Krankengeldrechner, mit dem Sie die Höhe Ihres Krankengelds berechnen können, wie zum Beispiel die TK.

Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer
Das Krankengeld, das Sie als gesetzlich Versicherter nach sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit erhalten, beträgt bei Arbeitnehmern 70 Prozent des regelmäßigen Bruttoeinkommens, höchstens jedoch 90 Prozent des letzten Nettoarbeitsentgelts. Davon werden die Arbeitnehmeranteile zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung abgezogen, was einen Abzug von etwas mehr als 12 Prozent ausmacht. Da die Beitragsbemessungsgrenze das Krankengeld deckelt, beträgt das maximale Krankengeld 2675,64 Euro netto im Monat.

Falls Sie weniger als 4.350 Euro brutto monatlich verdienen, ist das Krankengeld etwa 21 Prozent niedriger als Ihr Nettoeinkommen. Rechnen Sie aus, ob Ihnen das reicht oder ob Sie die Lücke durch Rücklagen leicht ausgleichen können. Wenn nicht, brauchen Sie ein entsprechendes Krankentagegeld, das in der Regel weniger als 10 Euro monatlich kostet.

Bei einem monatlichen Verdienst von mehr als 4.350 Euro brutto bekommen Sie maximal 2603,64 Euro netto Krankengeld. Dadurch ist die Lücke erheblich höher. Ermitteln Sie die Differenz zwischen Ihren unverzichtbaren Ausgaben und 2676 Euro.

Die jeweilige Differenz teilen Sie durch 30 Tage. Dies ergibt den Tagessatz, für den Sie ein Krankentagegeld ab dem 43. Tag abschließen sollten.

Privat versicherte Arbeitnehmer
In diesem Fall ist es einfach: Teilen Sie das Ergebnis Ihrer Haushaltsaufstellung durch 30 Tage und überprüfen Sie, ob die private Krankenversicherung ein ausreichendes Krankentagegeld vorsieht. Falls nicht, beantragen Sie eine Anpassung. Sollte Ihr Gesundheitszustand dabei zu Schwierigkeiten führen, warten Sie Ihre nächste Gehaltssteigerung ab. Sie können dann in der Regel ohne Gesundheitsprüfung Ihr Krankentagegeld aufstocken.

Gesetzliche versicherte Selbstständige
Haben Sie bei Ihrer Krankenkasse Krankengeld für Selbständige vereinbart, so beträgt dieses 70 Prozent des Einkommens, das auch der Berechnung Ihrer Beiträge zugrunde liegt. Das Krankentagegeld sollte auch in diesem Fall die Differenz zwischen dem Krankengeld  und dem Ergebnis der Haushaltsaufstellung schließen, sofern Sie diese Lücke nicht durch Ihre Rücklagen einfach bewältigen können.

Privat versicherte Selbstständige

Sie sollten bei der Berechnung Ihres Krankentagegelds nicht zu knausrig sein. Überprüfen Sie, ob Sie wirklich alle wichtigen Posten in Ihrer Haushaltsaufstellung haben und ob Sie ausreichende Rücklagen für die Krankheitswochen haben, in denen das Tagegeld noch nicht gezahlt wird. Das Krankentagegeld stellt eine der wichtigsten Absicherungen dar.

In Ausnahmefällen kann es für Sie Sinn haben, das Krankentagegeld bei einem anderen Versicherer als Ihrem eigentlichen Krankenversicherer zu haben. Dies ist prinzipiell möglich.

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Worauf Sie bei der Police achten müssen

Auf folgende Merkmale sollten Sie bei der Tarifauswahl Wert legen:

Erhöhung ohne Gesundheitsprüfung möglich
Die Krankentagegeld-Versicherung sollte mit der Zeit an ein steigendes Einkommen anpassbar sein, ohne dass Sie dafür wieder Gesundheitsfragen beantworten müssen. Das sollte einmal jedes Jahr möglich sein und keine Wartezeit nach sich ziehen. Meistens müssen Sie die Erhöhung formlos beantragen, nachdem Ihr Einkommen gestiegen ist.

Leistung auch bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit
Auch wenn Sie teilweise (wieder) arbeiten, zum Beispiel nach längerer Krankheit, sollte das Krankentagegeld anteilig noch gezahlt werden.

Für Selbstständige wichtig: Bei Rückfall werden Krankheitstage zusammengezählt
Wenn Sie aufgrund derselben Krankheit immer wieder krankgeschrieben sind, sollten Sie nicht jedes Mal warten müssen, bis das Krankentagegeld gezahlt wird. Die Krankheitstage wegen derselben Krankheit sollten zusammengezählt werden. Dies ist besonders wichtig für Selbstständige, die keine Lohnfortzahlung erhalten.

Leistung bei Arbeitslosigkeit und Berufsunfähigkeit
Werden Sie während Ihrer Krankheit arbeitslos oder berufsunfähig, sollte das Krankentagegeld mindestens drei Monate fortgezahlt werden, damit Sie nicht schnell in einen finanziellen Engpass kommen.

Tarife ohne Altersrückstellungen kaum verfügbar
Zusatzversicherungen kalkulieren ihre Beiträge auf zwei Arten: Die einen Tarife sparen einen Teil der Prämie dafür an, damit die Beiträge mit dem Alter nicht zu stark steigen und kosten dafür von vorneherein etwas mehr. Die anderen beinhalten keinen Sparanteil, sind dadurch etwas günstiger, steigen dafür aber mit dem Alter stärker an. Wir empfehlen zwar grundsätzlich die letzteren Tarife, da Sie diese ohne Verluste kündigen und in einen anderen Tarif mit besseren Leistungen wechseln können. Im Bereich der Krankentagegeld-Versicherung sind aber kaum Tarife ohne Altersrückstellungen verfügbar.

Wie finde ich den richtigen Tarif?

Um Zusatzversicherungen zu vergleichen, sollten Sie nicht in erster Linie nach dem Preis, sondern nach den Leistungen gehen. Es gibt im Internet ein paar hilfreiche Vergleichsportale, die Ihnen die Auswahl leicht ermöglichen, so dass Sie nicht zwingend zu einem Berater gehen müssen.

Finanztip hat im Juli 2014 vier Internet-Vergleichsportale zum Thema Krankentagegeld untersucht und empfiehlt versicherung-vergleiche.de. Vergleichen Sie am besten den Tarif, den besten Tarif dort zusätzlich mit den beiden besten Tarifen des Tests der Stiftung Warentest vom Juli 2013. Denn sowohl die Huk Coburg als auch die Pax-Familienfürsorge sind nicht auf den Vergleichsportalen verfügbar.

Liste der abgedeckten Krankenversicherer

versicherung-vergleiche.de
deckt 16 Versicherer ab. Zeitbedarf für einen Vergleich: ca. 4 Minuten, für ein Angebot ca. 8 Minuten

  • umfangreiche Filtermöglichkeiten
  • sehr detaillierter Vergleich möglich
  • Hinweise zur optimalen Höhe des Krankengelds
  • deckt nur etwa 50% des Marktes ab

Bei versicherung-vergleiche.de müssen Sie vor allem darauf achten, dass Sie auf der rechten Seite des Bildschirms die richtigen Filtereinstellungen („Variationen“ genannt) vornehmen. Orientieren Sie sich dabei an unseren Empfehlungen. Wichtig ist, dass Sie unter „weitere Details“ alle vier Optionen mit einem Häkchen markieren. Scheuen Sie sich nicht, die detaillierten Tarifvergleiche durchzulesen. Sie sind verständlich geschrieben.

Quelle: www.versicherung-vergleiche.de (Screenshot vom 21. Juli 2014)

Wie Sie den Tarif wechseln

Eine Krankentagegeld-Versicherung können Sie meistens zum Ende des Kalenderjahres kündigen, wobei am Anfang eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten gilt. In aller Regel ist der Termin für die Kündigungsfrist der 30. September, so dass Sie zum folgenden 1. Januar in eine andere Versicherung wechseln können. Falls der Tarif außerplanmäßig teurer wird (sogenannte Beitragsanpassung), haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Bevor Sie Ihre Police kündigen, sollten Sie die neue abgeschlossen haben, um sicherzugehen, dass Sie auch wechseln können.

Beachten Sie, dass Sie bei Tarifen mit Altersrückstellungen diese Ansparungen verlieren, wenn Sie kündigen.

Mehr dazu im Ratgeber Kündigungsdienste

Daniel Pöhler
von Finanztip, Experte für Mobilität & Digitales

Dienstleister beenden unliebsame Verträge

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Unsere Anbieter-Empfehlung:

So haben wir ausgewählt

Wir haben uns im Juli 2014 Vergleichsportale für Krankentagegeld-Versicherungen näher angeschaut. Dabei haben wir uns auf Portale konzentriert, bei denen der Benutzer nicht zuerst seine persönlichen Daten eingeben muss, um an Informationen zu gelangen. Genauer angeschaut haben wir uns Blaudirekt, ino24.de, krankenversicherung.org und versicherung-vergleiche.de. Als Auswahlkriterien haben wir die Marktabdeckung, einstellbare Filter zur Tarifauswahl, Hilfestellung bei der Höhe des Krankentagegelds sowie die vorgehaltenen Informationen zu den angebotenen Tarifen herangezogen.

Am meisten überzeugte uns das Portal versicherung-vergleiche.de der Firma Acio. Die Seite punktete bei den Auswahlfiltern, den ausführlichen Informationen zu angebotenen Tarifen und auch bei den Hilfen zur Auswahl der angemessenen Versicherungssumme. Bei den verfügbaren Versicherungen jedoch blieb das Portal mit nur 16 Versicherungen hinter anderen zurück. Zum Vergleich: Die Zeitschrift „Finanztest“ hatte in einem Test von Krankentagegeld-Versicherungen 30 Anbieter aufgeführt (Ausgabe 7/2013). Um einen wirklich guten Vergleich zu haben, empfehlen wir Ihnen daher, auch Angebote von weiteren guten Direktversicherern zu berücksichtigen.

Übersicht Vergleichsportale

Anbieter Marktabdeckung (Anzahl Versicherer) Hilfe bei Höhe des Krankentagegeldes Filter und Einstellungen Ausführliche Tarifinformationen
Blaudirekt 2 1 1 2
ino24.de 5 2 2 5
krankenversicherung.org 5 1 1 1
versicherung-vergleiche.de 3 5 4 5

Vergeben haben wir maximal 5 Punkte (besonders gut) und mindestens 1 Punkt (nicht überzeugend).
Quelle: Finanztip-Erhebung (Stand Juli 2014)

Community
Die letzten Beiträge zu dieser Diskussion:
Ein nach §34e zugelassener Versicherungsberater?
4. Dezember 2014 zum Beitrag
Ein Versicherungsberater hat dies geäußert
3. Dezember 2014 zum Beitrag
Hallo,
zunächst vorab: Kein Krankentagegeld als PKV-Vollversicherter abzuschließen halten wir für grenzwertig fahrlässig, es sei denn, man ist sehr vermögend.
Den AG-Anteil zur ...
3. Dezember 2014 zum Beitrag
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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Finanztip-Redaktion

Die Experten für Verbraucherfinanzen

Die Finanztip-Redaktion besteht aus einem Team von Experten, die völlig unabhängig für Sie recherchieren, damit Sie die beste Entscheidung treffen können. Die Experten arbeiten in den Teams Bank & Geldanlage, Versicherung & Vorsorge, Recht & Steuern sowie Energie/Reise/ Mobilität & Medien. Bei der Wahl der Zeitschrift „Wirtschaftsjournalist“ zur Wirtschaftsredaktion des Jahres belegte die Redaktion 2015 den zweiten Platz.