Paar beim Camping
Bild: VorDa / GettyImages

Verreisen ist in Pandemie-Zeiten gar nicht so einfach. Vielleicht hast auch Du deshalb weniger Urlaub genommen als sonst. Und stehst jetzt vor der Frage: die restlichen Tage aufbrauchen oder mit ins neue Jahr nehmen?

Grundsätzlich kannst Du den Urlaubsanspruch eines Jahres laut Gesetz nur aufs neue Jahr übertragen, wenn Du aus dringenden betrieblichen oder persönlichen Gründen nicht freinehmen konntest. Dann hast Du bis 31. März Zeit, den alten Urlaub abzubauen, bevor er verfällt.

Viele Unternehmen gewähren die Mitnahme ins folgende Jahr aber auch ohne große Hürden. Schau am besten in Deinen Arbeitsvertrag oder sprich mit Deinen Vorgesetzten. Oft finden sich entsprechende Klauseln auch im Tarifvertrag, der für Deine Branche gilt.

Keine Sorge: Auch wenn Du nichts tust, verfällt Dein Urlaubsanspruch nicht einfach. Dein Arbeitgeber muss Dir die Chance geben, den Urlaub auch tatsächlich zu nehmen. Und er muss Dich dazu aktiv auffordern. Das hat der Europäische Gerichtshof klargestellt (Urteil als PDF). Angestellte sollen nicht denken, sie dürfen ihren wohlverdienten Urlaub nicht nehmen, weil sie den Laden am Laufen halten müssten. Der Urlaub soll die Gesundheit erhalten; Vorgesetzte haben eine Fürsorgepflicht.

Unklar ist, ob Kurzarbeit den Urlaubsanspruch verringert. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf meint, ja. Ende November urteilt nun das Bundesarbeitsgericht (Az. 9 AZR 225/21). Bis dahin solltest Du Deiner Chefin schreiben, dass Du mit einer Kürzung nicht einverstanden bist.

Zum Ratgeber

Nina C. Zimmermann
Autor

Stand:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate-Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate-Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.