Börse Frankfurt
Bild: Boris Roessler / dpa

Finanztip empfiehlt zur langfristigen Geldanlage unter anderem synthetische, also „künstliche“, Indexfonds (ETFs). Im Gegensatz zu physischen, quasi „echten“, ETFs kauft der Anbieter die im Index enthaltenen Aktien nicht eins zu eins nach. Stattdessen lässt er sich die Wertentwicklung des Index von einer Bank garantieren. Ist das jetzt schlecht oder gar gefährlich, wie die ARD-Sendung „Plusminus“ am vergangenen Mittwoch nahegelegt hat? Nein, nach unserer sorgfältigen Recherche ist das Risiko bei synthetischen wie physischen ETFs gering und die eine Art nicht gefährlicher als die andere.

Viele machen sich Sorgen: Was, wenn die Bank pleitegeht und die Aktien, die der ETF-Anbieter tatsächlich auch besitzt, viel weniger wert sind als der Index? Was, wenn der ETF-Anbieter gar keine Aktien besitzt – oder nur wertlose? In Europa sind synthetische ETFs streng reguliert. Besitzt der ETF-Anbieter weniger Aktienwert als im Index enthalten ist, so muss er die Differenz zu 100 Prozent absichern. Meist mit Staatsanleihen oder Bargeld.

Im Fall einer Bankenpleite haben Sie als Anleger nicht nur Anspruch auf die Aktien, die der ETF-Anbieter in seinem Aktienkorb hält, sondern auch auf die hinterlegten Sicherheiten. Im Ernstfall bekämen Sie also den Wert des Index zurück – genauso wie bei physischen Indexfonds. Außerdem sind Ihre ETFs sogenanntes Sondervermögen, das separat aufbewahrt wird und bei einer Anbieter-Pleite weiterhin Ihnen gehört.

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Sara Zinnecker
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Sara Zinnecker ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

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