Versicherung E-Auto So fährt Dein Elektroauto günstig

Kathrin Gotthold-Hildebrandt
Kathrin Gotthold-Hildebrandt
Expertin Vorsorge und Versicherung

Das Wichtigste in Kürze

  • Sind Versicherungen für E-Autos teurer als für Benziner oder Diesel? Nein, nicht unbedingt.
  • Finanztip zeigt Dir, auf welche Absicherung es bei Deinem Stromer ankommt.

So gehst Du vor

  • Die wichtige Absicherung Deines Akkus vor Tierbissfolgeschäden kann die Autoversicherung für Dein E-Auto schnell teurer machen. Wir erklären Dir, wie Du das umgehst.
  • Die beste Versicherung für Dein Elektroauto findest Du, wenn Du die Angebote richtig vergleichst.
  • Finanztip-Empfehlung zum Finden der passenden Kfz-Versicherung: der doppelte Vergleich! Berechne erst die passende günstige Kfz-Versicherung auf Verivox oder Check24. Mach danach den Gegencheck bei der Huk24.

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Verbrenner sind Auslaufmodelle, die Elektromobilität wird das Bild auf unseren Straßen künftig immer mehr prägen. Wenn Du ein neues Auto brauchst und daher überlegst, ein Elektroauto zu kaufen, musst Du es versichern, bevor es auf die Straße darf. Genau wie für einen Benziner oder ein Dieselfahrzeug brauchst Du für einen reinen Stromer oder ein Hybridfahrzeug eine Kfz-Haftpflicht. Insbesondere für einen teuren Neuwagen solltest Du zusätzlichen Schutz in Betracht ziehen. Welche Kfz-Versicherung für Deinen Strom-Pkw die beste ist, kannst Du schnell mit unserem Ratgeber herausfinden.

Wie viel kostet die Kfz-Versicherung für ein E-Auto?

Tarife zum Preis zwischen 536 Euro und 642 Euro zeigt unser Finanztip-Preisbeispiel für ein E-Auto mit Vollkasko. Auch für E-Autos gilt: Meist ist eine Teilkaskoversicherung günstiger als eine Vollkaskoversicherung. Und eine reine Auto-Haftpflicht nochmal günstiger als eine Teilkasko. Pflicht ist nur die Haftpflichtversicherung (Pflichtversicherungsgesetz), ohne bekommst Du nicht mal ein Kfz-Kennzeichen.

Der Fall hinter dem Finanztip-Preisbeispiel: Ein 40 Jahre alter Angestellter aus München fährt einen zwei Jahre alten Skoda Enyaq. Nur er selbst soll das Auto fahren. Er legt zudem Wert auf Akkuschutz für sein E-Auto, wir setzen also das Häkchen entsprechend bei den Vergleichsportalen und Versicherungsrechnern.

Die Ergebnisse auf den von uns empfohlenen Portalen und der Huk24:

  • Check24 zeigt einen Tarif von Inshared für 536 Euro.
  • Die Huk24 würde ihn und sein Auto wiederum für 617 Euro versichern.
  • Auf Verivox wird ihm als günstigstes Angebot ein Tarif der EuropaGo ausgespielt, für rund 642 Euro.

Schon zwischen dem günstigsten und dem drittgünstigsten Angebot liegen also mehr als 100 Euro. In den zehn günstigsten Angeboten auf von uns untersuchten Vergleichsportalen fanden wir aber auch Tarife für mehr als 700 Euro. Auf von uns nicht empfohlenen Vergleichsrechnern sogar für über 780 Euro.

Preisbeispiel für Vollkaskotarife eines E-Autos

Brauchst Du eine Teilkasko oder Vollkasko für Dein E-Auto?

Für Elektroautos ist eine Kaskoversicherung empfehlenswert. Denn sie deckt auch teure Komponenten wie etwa Schäden am Akku ab. Teilkasko oder Vollkasko? Wenn Du Dir einen Neuwagen oder Jahreswagen zulegst, gilt wie beim Verbrenner, dass Du Vollkasko prüfen solltest. Sie bietet Dir umfangreichere Leistungen als die Teilkasko.

Bei neueren E-Autos kann zusätzlich zur Haftpflicht also eine Teil- oder Vollkaskoversicherung sinnvoll sein.

Eine Teilkasko springt unter anderem bei Schäden durch Diebstahl oder einem Wildunfall ein. 

Die Vollkaskoversicherung leistet außerdem bei selbst verschuldeten Unfällen für Schäden am eigenen Auto, bei Vandalismus und Fahrerflucht. Wann sich welcher Schutz lohnt, kannst Du in unserem Ratgeber über Teilkasko oder Vollkasko lesen.

Kosten E-Autos in der Kfz-Versicherung mehr als Verbrenner?

Nein, E-Autos kosten nicht per se mehr als Verbrenner in der Versicherung. Es ist nämlich nicht die Antriebsart, die für Preisunterschiede oder auch starke Preisschwankungen verantwortlich ist. Vielmehr schlagen sich Typklasse und Tarifart (Premium/Basis) nieder. Und vor allem auf den Punkt Tarifart haben Versicherte Einfluss bei der Wahl ihres Anbieters – durch den richtigen Vergleich.

Der Versicherungsverband GDV benennt jedoch sogenannte elektrospezfische Reparaturkosten – also Schäden, die nur bei Elektroautos anfallen können oder ins Gewicht fallen. Ein kaputter Akku ist da wohl das Paradebeispiel. Sind diese Schäden am eigenen Auto in Vollkaskotarifen abgedeckt, können sie die Kosten für die Reparatur beeinflussen. Nach Zahlen des GDV kostet die Reparatur eines Elektroautoschadens im Jahr 2024 im Schnitt ein Viertel mehr als bei einem vergleichbaren Verbrenner.

Nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox sind Vollkaskoversicherungen für E-Autos entsprechend stärker gestiegen als für Verbrenner. Sowohl für reine Elektro- als auch für Hybridfahrzeuge seien die Preise im Mittel 30 Prozent teurer geworden. Für Verbrenner hatte das Vergleichsportal einen Anstieg von 25 Prozent ausgemacht – und bestätigt damit unsere Finanztip-Berechnungen, die 26 Prozent Preisanstieg zeigen.

Wie wirkt sich die Typklasse auf den Preis Deiner E-Auto-Versicherung aus?

Automodelle, mit denen mehr und teurere Unfälle gebaut werden, sind tendenziell kostspieliger zu versichern. Entsprechend teurer oder günstiger ist die Typklasse eines Wagens. Für Autos mit weniger Unfallpotenzial zahlst Du meistens weniger. Keinen Einfluss hat, ob es ein Stromer oder ein Verbrenner ist.

Ein Stromer mit einer teuren Typklasse kostete in der Regel mehr als ein Verbrenner, der besser eingestuft wird. Aber eben auch umgekehrt. Die oft pauschal von Versicherern beworbenen Rabatte für E-Autos haben in unserer Untersuchung nicht durchgeschlagen – sie machten Versicherungen für Stromer nicht durchgängig günstiger. Wenn wir einen Rabatt ausmachen konnten, wurde der schnell wieder aufgebraucht, wenn das E-Auto in eine andere Typklasse rutschte.

Bei welchen typischen Schäden an E-Autos springt eine Kaskoversicherung ein?

Eine gute Kaskoversicherung springt bei E-Autos unter anderem bei folgenden Schäden ein:

  • Schäden durch Marder- oder Tierbisse: mit Folgeschäden abgesichert. Am besten mit unbegrenzter Deckung.
  • Kurzschluss: Schäden und Folgeschäden an Kabeln und Akkus abgesichert. Am besten mit unbegrenzter Deckung.
  • Akkuschaden durch Bedienfehler wie etwa Tiefentladung abgedeckt.
  • Überspannungsschäden: Schäden am Akku durch Gewitter in ausreichender Höhe mitversichert.
  • Zustandsdiagnostik: Kosten für Überprüfung der Batterie nach einem Schaden sollten mitversichert sein.
  • Sind Neuwert oder Zeitwert des Akkus abgedeckt?
  • Diebstahl des Ladekabels: sollte mitversichert sein.
  • Optional: Schäden an der Wallbox mitversichert. In der Regel solltest Du Deine festinstallierte Ladeeinrichtung aber über Deine Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung versichern.

Neben diesen Besonderheiten für E-Autos sollte Deine Kaskoversicherung wie bei Verbrennern auch folgende Leistungen abdecken:

  • Unwetterschäden durch Sturm, Blitzschlag, Hagel und Überschwemmung,
  • Verlust des Autos durch
    • Diebstahl,
    • Raub (also Entwendung unter Gewalteinsatz),
    • Unterschlagung (wenn Du Dein Auto beispielsweise verleihst und es Dir nicht zurückgegeben wird),
    • Brand und
    • Explosion,

  • Schäden durch Zusammenstöße mit Tieren,
  • Kabelschäden durch Kurzschluss,
  • Glasbruch, zum Beispiel durch Steinschlag.

Wie versicherst Du Dein Auto richtig gegen Schäden am Akku?

Das wichtigste: Du solltest einen Kaskovertrag haben, der bei Marder- oder Tierbissen und deren Folgeschäden mit unbegrenzter Deckung einspringt.

Dein Stromer kann nach Finanztip-Einschätzung diesen Zusatzschutz der unbegrenzten Deckung vertragen. Bei Verbrennern hält Finanztip eine solche erhöhte Entschädigung für Schäden, die Marder verursachen, nicht für wichtig. Daher reicht bei Benzinern oder Dieselfahrzeugen, auf die Einbeziehung der Folgeschäden zu achten.

Warum ist bei E-Autos der Schutz vor Marderbiss-Folgeschäden besonders wichtig?

Marderbisse an Hochvoltkabeln können bei Stromern teure Schäden verursachen – im Schnitt bis zu 7.000 Euro. Für kleinere Schäden wie beschädigte Isolierungen, geringfügige Kabelschäden, die früh erkannt und repariert werden, kann der Aufwand mit ein paar hundert Euro überschaubar sein.

Sind hingegen Hochvoltleitungen oder wichtige Kabelbäume betroffen, sind Kosten von 2.500 Euro bis 7.000 Euro realistisch. Im schlimmsten Fall, wenn kritische Bauteile betroffen sind, kann ein Marderbiss sogar zum wirtschaftlichen Totalschaden führen. Vor allem bei günstigen Autos führt schon ein geringerer Betrag zu einem wirtschaftlichen Totalschaden. 

Zum Vergleich: Für Marderschäden im Schnitt, also über Verbrenner und Stromer hinweg, zahlten Autoversicherer im Jahr 2023 rund 550 Euro je Schadenfall. Das zeigen Zahlen des GDV.

2022 waren es im Schnitt 500 Euro für Schäden durch Marderbisse. 2021 waren es noch 450 Euro.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Marder bei Stromern die Zähne anlegt, scheint laut Erfahrungswerten des ADAC aber gering zu sein. Ein möglicher Grund: Marder finden bei Elektroautos weniger, um die Zähne reinzuhauen, vermuten die Experten des ADAC. Stromer haben viele Kabel und Leitungen nicht, die Verbrenner haben. Und die, die sie haben, sind meist stark isoliert. Außerdem ist der gesamte Wagen in der Regel mehr verkleidet als herkömmliche Autos. Plus: Unter der Stromerhaube wird es deutlich weniger warm und damit weniger gemütlich für Marder als im Verbrenner-Motorraum.

Wann ist Dein Auto besonders durch Marder gefährdet?

Besonders gefährdet kann Dein Auto sein, wenn es häufig an wechselnden Orten steht. Und zwar egal ob Stromer oder Verbrenner. 

Erfahrungen aus der Corona-Zeit haben verdeutlicht, was die Gründe für Marderbisse sind. Die Zahl der Kabelbisse durch Marder war während der Pandemie zurückgegangen, das zeigen Erhebungen des Versicherungsverbandes GDV. Die Experten wissen, weshalb: Die Tierchen reagieren auf Duftspuren anderer Marder; sie machen sich also vor allem dann an Autos zu schaffen, wenn die Autos häufig an wechselnden Orten und damit in Revieren unterschiedlicher Marder parken. In der Pandemie und vor allem während der Lockdowns waren Fahrten und damit Fremdparken seltener.

Gerade wenn Du mit Deinem Wagen viel unterwegs bist, folgt für Dich daraus: achte auf erhöhten Schutz. Um das richtige Angebot für Dich zu finden, musst Du gut vergleichen. Wie das geht, erklären wir Dir in unserem Ratgeber zur günstigen Autoversicherung. Unser regelmäßiger großer Test von Autoversicherungen zeigt Dir, wie Du dabei am besten vorgehst.

Wie kannst Du den Versicherungsbeitrag für Dein E-Auto senken?

Durch Wahl eines günstigen Tarifs, jährliche Zahlweise, passende Fahrleistung, Vereinbarung von Selbstbeteiligung und Werkstattbindung.

Wichtige Merkmale für den Preis Deiner Versicherung fürs E-Auto sind außerdem die Typklasse Deines Autos, die Regionalklasse Deines Wohnorts, die Höhe Deines Schadenfreiheitsrabatts.

Einige Kostenfaktoren hast Du selbst in der Hand. In unserem Ratgeber zum Sparen in der Kfz-Versicherung findest Du die besten Tipps, um Deinen Beitrag niedrig zu halten. Sparen geht dabei ganz einfach: Unsere regelmäßigen Untersuchungen zeigen etwa, dass Du fast zehn Prozent mehr zahlst, wenn Du den Beitrag monatlich abstotterst, statt den Jahresbetrag auf einmal zu zahlen.

Sind Auto-Schutzbriefe für Elektroautos teurer als für Verbrenner?

Nein, laut Finanztip-Stichprobe kosten sie meist genauso viel oder sogar weniger als bei Verbrennern. Stromer sind durch ihre Akkus deutlich schwerer als Verbrenner. Da könnte man meinen, dass auch Leistungen wie Abschleppen und Co. mehr kosten würden. Eine Finanztip-Stichprobe hat jedoch gezeigt, dass Schutzbriefe von Versicherern fürs Elektroauto nicht teurer sind als Schutzbriefe für Benziner oder Dieselwagen.

Im Vergleich zur Pannenhilfe vom Automobilclub sind die Leistungen aus einem Schutzbrief der Kfz-Versicherung manchmal etwas weniger umfangreich. Dafür kann der Schutzbrief in der Kfz-Versicherung aber erheblich günstiger sein. Such Dir die günstigste Kfz-Versicherung und schau dann nach, was ein Schutzbrief kostet. Im Durchschnitt verlangt eine Gesellschaft dafür etwa 15 Euro pro Jahr. Die Abweichungen nach oben und unten waren in unserer Stichprobe allerdings erheblich.

Kannst Du Deinen SF-Rabatt vom Verbrenner auf ein E-Auto übertragen?

Ja – Dein Schadenfreiheitsrabatt bleibt beim Wechsel auf einen Stromer vollständig erhalten. Und auch vice versa gilt: wenn Du bislang mit einem Verbrenner unterwegs warst, darfst Du Deine eingefahrene Schadenfreiheitsklasse ebenfalls auf einen Stromer mitnehmen. Wie bei jedem sonstigen Fahrzeugwechsel auch bleibt dieser persönliche Rabatt.

Egal ob E-Auto oder Verbrenner: Achte beim Wechsel der Versicherung darauf, wie hoch Deine tatsächliche Schadenfreiheitsklasse ist. Denn bei einigen Verträgen verzerren Rabattretter oder Rabattschutz die Preise.

Welche Besonderheiten gelten bei der Versicherung eines E-Autos?

Wichtig ist Akkuschutz, gegebenenfalls eine Werkstattbindung. Das Herz Deines Stromers ist sein Akku. Solltest Du den Akku tatsächlich einmal ersetzen müssen, kann das teuer werden. Hingegen fehlen in der Regel ein ausgefeiltes Getriebe, Tank und Co., die bei Verbrennern eine regelmäßige Wartung notwendig machen und so den Geldbeutel belasten.

Bei Problemen mit Deinem Elektroauto solltest Du im Zweifel einen Fachbetrieb aufsuchen. Achte daher darauf, ob Dein Versicherungsvertrag eine Werkstattbindung vorsieht. Die macht den Vertrag um rund zehn Prozent günstiger, zeigt die regelmäßige Finanztip-Studie zu Tarifmerkmalen. Allerdings gibt Dir dann Deine Versicherung vor, zu welchen Werkstätten Du Dein Auto bringen musst. Werkstattbindung kann außerdem bei Leasing-Autos (egal ob Verbrenner oder Stromer) vertraglich ausgeschlossen sein.

Was musst Du bei einem gebrauchten E-Auto im Blick haben?

Bei Gebrauchten: Bedingungen zur Batterie genau prüfen! Achte als Stromer-Fahrer daher vor allem darauf, wie gut die Batterie Deines E-Autos versichert ist. Bei Neuwagen greift zunächst die bei E-Autos recht großzügige Herstellergarantie – je nach Autobauer innerhalb der ersten sechs bis acht Jahre oder 160.000 bis 180.000 Kilometer. Du kannst Dich in diesen Zeiträumen bei Akku-Problemen also an den Autobauer wenden.

Besonders bei gebrauchten E-Autos aber kann sich eine spezielle Versicherung im Anschluss an die Zeit der Garantie lohnen. 

Gehen Akkus schnell kaputt bei E-Autos?

Nein. Eine Tiefentladung dürfte im normalen Alltag kaum eine Rolle spielen – außer Du lässt Dein Auto während eines Urlaubs oder über den Sommer längere Zeit stehen. Kaufst Du jedoch einen gebrauchten Stromer, solltest Du beim Händler nachfragen, wie lange das Auto bei ihm stand und Dir von ihm vertraglich zusichern lassen, dass das Fahrzeug nicht tiefentladen war und regelmäßig nachgeladen wurde.

Grundsätzlich halten Akkus über eine lange Zeit. Das steckt auch hinter der Idee, ausgefahrene Akkus aus E-Autos als Speicher für erneuerbare Energien zu verwenden.

Studien zeigen zudem, dass Akkus auch in E-Autos deutlich länger durchhalten als einst gedacht. So geht etwa die TU Eindhoven von Laufzeiten bis zu 500.000 Kilometern aus, bevor die Kapazität zu knapp wird. Eine Untersuchung der TU München bestätigt das.

Brennen E-Autos schneller als Verbrenner?

Nein. Es ist ein Mythos, dass E-Autos schneller oder häufiger brennen als Benziner oder Dieselfahrzeuge. Laut Versicherungsverband GDV brennen Elektrofahrzeuge nicht häufiger als Autos mit Verbrennungsmotor. Vielmehr besitzen Autos mit Verbrennungsmotor – wegen ihres brennbaren Treibstoffs – im Vergleich zu Stromern eine höhere Brandlast.

Welche Förderungen gibt es fürs E-Auto und was sind Umweltbonus und THG-Quote?

Stromer wurden staatlich gefördert. Bis zum überraschend kurzfristigen Auslaufen des Umweltbonus für E-Autos am 18. Dezember 2023

Für „echte“ Stromer, also reine E-Fahrzeuge, bekommst Du als Halter weiterhin eine Treibhausgasquote – kurz THG-Quote – die Du verkaufen kannst. Sie kann Dir zwischen 250 und 350 Euro einbringen. Die THG-Quote ist ein gesetzliches Instrument, das langfristig die CO2-Emissionen verringern soll. Die Industrie muss solche Quoten wie Zertifikate kaufen, um ihre Treibhausgasemissionen auszugleichen.

Seit 2022 haben alle Halter von Elektrofahrzeugen Anspruch auf eine solche THG-Quote. Schließlich fahren Stromer im Gegensatz zu Verbrennern weitgehend CO2-neutral. Steht Dir eine solche THG-Quote zu, kannst Du sie verkaufen. Es gibt zahlreiche Anbieter, über die Du verkaufen kannst. Sie übernehmen den gesamten Vorgang für Dich – von Antrag bis Auszahlung.

Seit Mai 2022 ist zudem klar, dass Du auf Deine Erlöse aus der THG-Quote keine Einkommenssteuer zahlen musst – wenn Du das Elektrofahrzeug privat hast. Du kannst Dich auf eine Veröffentlichung des Landesamtes für Steuern Rheinland-Pfalz beziehen, die eine bundeseinheitlich abgestimmte Verwaltungsauffassung erklärt (Kurzinformation Nr. ST 3_2022K029 vom 29.03.2022 - S 2240/S 2256/S 2257 A - St 32 1, St 31 4, St 31 5 - Aktualisierung vom 10.05.2022).

Weshalb sind Kosten für E-Autos bei Tüv günstiger?

Durch den Tüv kommen E-Autos günstiger.

Alle Neuwagen müssen nach drei Jahren zur Hauptuntersuchung (HU), danach wechselt das Prüfintervall für den Tüv in einen Zweijahresrhythmus. Da E-Autos aber keine Abgase ausstoßen, fällt die Abgasuntersuchung weg. Die HU-Kosten für E-Auto-Fahrer sind bei Tüv und Co. daher rund 40 Euro niedriger als für Fahrer von Verbrennern. In der Regel bezahlst Du zwischen 55 und 75 Euro für die HU deines Stromers.

* Was der Stern bedeutet:

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