Kfz-Versicherung der S-Direkt

Profitable Autoversicherung der Sparkasse

Eric Brandmayer Stand: 04. Februar 2016
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Sparkassen Direktversicherung (S-Direkt) bietet preiswerte Autoversicherungen an, allerdings geht es in vielen Fällen noch günstiger.
  • Viele wichtige Zusatzoptionen sind im Autoplusprotect-Tarif mit dabei. Er ist der teuerste, aber auch beste Tarif.
  • Die Versicherung bot als eine der ersten einen Telematik-Tarif an

Die Sparkassen Direktversicherung (S-Direkt) betreute 2015 rund 157.000 Fahrzeuge in der Kfz-Versicherung. Sie zählt damit zu den kleineren Anbietern in Deutschland, versicherte aber im Vergleich zum Vorjahr 11 Prozent mehr Fahrzeuge. Das Unternehmen gehörte zu den ersten Anbietern eines Telematik-Tarifs.

Preise: Mal sehr günstig, mal eher teuer

Die Preise der S-Direkt-Autoversicherung sind sehr unterschiedlich. Bei der Finanztip-Stichprobe im Januar 2016 für vier Beispielprofile kamen mal sehr teure und mal sehr günstige Angebote heraus. Im Schnitt waren die Preise 30 Prozent höher als beim jeweils billigsten Anbieter auf dem Portal Nafi-Auto. Unsere Beispielprofile unterscheiden sich unter anderem beim Alter, beim Beruf, bei der Stadt und beim Auto der Versicherungsnehmer. Nicht jede Versicherung ist für jedes Kundenprofil günstig. Kunden sollten immer vergleichen.

 

Dresden,

Renault Clio,

Haftpflicht

mit Vollkasko

Rheingau-

Taunus-Kreis,

VW Golf,

Haftpflicht

mit Teilkasko

Bassum

(Nieder-

sachsen),

VW Bus

Haftpflicht,

München,

Mercedes

Benz C 180,

Haftpflicht

S-Direkt Autoplusprotect847 €426 €413 €240 €
Nafi-Auto-Sieger821 €380 €241 €181 €
Differenz in €26 €46 €172 €59 €
Differenz in %3 %12 %71 %33 %

Angaben pro Jahr. Bedingungen für unsere Berechnung waren unter anderem: Versicherung trotz grober Fahrlässigkeit, Werkstattbindung, Versicherung bei Marderbiss und „erweiterte Wildschäden“.
Quellen: Finanztip-Stichprobe auf sparkassen-direkt.de und Marktvergleich auf nafiauto.de (Stand: 22. Januar 2016)

Zusatzoptionen: Richtigen Tarif wählen

Für unsere Berechnungen haben wir den Autoplusprotect-Tarif herangezogen, da nur darin wichtige Optionen wie Mallorca-Police, Zusammenstöße mit Tieren aller Art und Tierbissschäden versichert sind. Abgesehen davon können Kunden folgende Optionen hinzuwählen:

Werkstattbindung - Wenn Sie die Werkstattbindung akzeptiert haben, gibt Ihnen die S-Direkt bei einem Schaden die Werkstatt vor. Dadurch sparen Sie Versicherungsbeiträge. Wir empfehlen, die Werkstattbindung zu wählen.

Verkehrsrechtsschutz - Sie können zusätzlich zum gewählten Tarif eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung abschließen. Ob sich eine solche Police lohnt, hängt von Ihrer persönlichen Risikoeinschätzung ab und Ihrer Neigung, den Rechtsweg einzuschlagen.

Fahrerschutzversicherung - Dieser Schutz ist nur für Kunden interessant, die keine Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung haben, aber viel Auto fahren. Sie begleicht den Verdienstausfall und zahlt Schmerzensgeld bei einem selbst- oder mitverschuldeten Unfall. Bei der S-Direkt heißt dieser Punkt Fahrerplusprotect.

Telematik-Tarif: Momentan nicht mehr angeboten

Die S-Direkt war eine der ersten Versicherungen, die Telematik-Tarife angeboten hat. Ende 2015 endete das Pilotprojekt. Teilnehmer konnten 5 Prozent der Versicherungsprämie einsparen, wenn sie vorsichtig genug fuhren.

Versicherungen erhoffen sich von solchen Tarifen, dass ihre Kunden weniger Schäden verursachen. Jede Versicherung berechnet die Güte des Fahrstils anders. Die S-Direkt ermittelte diese über ihren Kooperationspartner O2 anhand von vier Merkmalen, die je nach Gewichtung in den Gesamtwert einflossen sind.

Fahrweise (40 Prozent) - Wer stark bremst, hat den Verkehr um sich herum nicht im Blick. Das wurde mit Punktabzug bestraft. Auch schnelles Beschleunigen führte zu einem schlechteren Punktewert.

Geschwindigkeit (30 Prozent) - Überhöhte Geschwindigkeit führt zu mehr Unfällen und schwereren Unfallfolgen. Hielten Autofahrer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung, dann stieg die Bewertung der Fahrweise.

Nachtfahrten (20 Prozent) - Bei Dunkelheit ist die Sicht schlechter als am Tag, dadurch steigt das Unfallrisiko. Als Nachtfahrten wurden die Stunden zwischen 23 Uhr und 5 Uhr gewertet.

Stadtfahrten (10 Prozent) - In Städten geschehen mehr Unfälle als auf dem Land. Fuhren Kunden viel in der Stadt, sank auch der Score.

Um den Telematik-Tarif der S-Direkt nutzen zu können, brauchten Kunden eine kleine Box von O2, die die Versicherung stellte. Rund 80 Prozent der S-Direkt-Kunden bekamen die Box auch umsonst eingebaut, nur bei Versicherten mit kleinen Versicherungsprämien erhob die S-Direkt eine Einbaupauschale. Diese lag je nach Fall entweder bei 18,95 oder 71,40 Euro. Die Box war mit GPS und eigenen Sensoren ausgestattet und erhob auf diese Weise den Fahrstil.

An dem Pilotprojekt nahmen etwa 1.000 Versicherte teil. Die S-Direkt prüft, wann und wie sie wieder einen Telematik-Tarif anbietet.

Kunden der S-Direkt, die das „Car Connection“-Modul von O2 besitzen, konnten ebenfalls einen Telematik-Tarif erhalten.

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S-Direkt im Porträt: Gute Schaden-Kosten-Quote

Die S-Direkt versicherte 2015 rund 157.000 Fahrzeuge und nahm dadurch knapp 80 Millionen Euro ein. Die Schaden-Kosten-Quote lag 2014 bei 93,9 Prozent. Die Versicherung steht damit gut da und gilt als profitabel. Die Quote sagt aus, in welchem Verhältnis die Aufwendungen für versicherte Leistungen zu den eingenommenen Prämien stehen.

Die Beschwerdequote der S-Direkt-Kfz-Versicherung lag 2014 laut einer Statistik der Bundesfinanzaufsicht (Bafin) bei 2,88 je 100.000 Verträge. Das ist über dem Marktschnitt von 1,66. Allerdings beschwerten sich in dem Zeitraum auch nur sieben Versicherte.

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Zum Ratgeber 

Autor
Eric Brandmayer

Stand: 04. Februar 2016


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