Bettler
Bild: IMAGO / JochenTack

Für manche von uns war es wieder ein schwieriges Jahr – auch finanziell. Und die Coronakrise ist noch nicht bewältigt. Und doch gibt es viele, die es deutlich härter traf als die meisten: etwa die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal und anderen Regionen. Außerhalb Europas gilt das sowieso.

Wir geben viele Tipps, wie Du Geld sparen kannst. Vielleicht willst Du etwas davon abgeben und für Menschen in Not spenden. Der Deutsche Spendenrat rechnet damit, dass wir Deutschen in diesem Jahr mehr spenden als je zuvor: mehr als 5,8 Milliarden Euro.

Sogar beim Spenden kannst Du ein wenig sparen: Denn der Staat belohnt Dich steuerlich. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wen kannst Du unterstützen?

Gute Zwecke gibt es genug: Sei es das Ziel, die Folgen von Naturkatastrophen zu mildern, Frauenrechte im Senegal zu stärken oder ein Jugendprojekt in Deiner Nachbarschaft zu fördern. Spendenportale wie betterplace.org, helpdirect.org oder spendenportal.de geben Anregungen – und einen guten Überblick.

Welche Art Spende ist sinnvoll?

Spende lieber Geld als Dinge. Sachspenden müssen Helfer erstmal sichten und einlagern, bevor sie sie weiterleiten – das verursacht zusätzliche Kosten. Und vermeide bei Geldspenden eine Zweckbindung wie „Hurrikan Irma“. Bei Katastrophen, über die viel berichtet wird, kommt überproportional viel Hilfe zusammen. Die Hilfsorganisation könnte Dein Geld vielleicht anderswo sinnvoller einsetzen, für etwas, das Du beim Spenden nicht vor Augen hattest.

Wieviel solltest Du spenden?

Das liegt ganz an Dir. Im Durchschnitt geben die Deutschen 40 Euro pro Spende. Größere Summen sind natürlich immer willkommen, aber auch kleinere Beträge helfen.

Wie erkennst Du seriöse Organisationen?

Es gibt Heerscharen möglicher Spendenempfänger: Neben unzähligen kleinen lokalen Initiativen kommen etwa bekannte Organisationen wie Amnesty international und der Naturschutzbund Nabu oder Stiftungen wie die Heinz-Sielmann- und die Mercator-Stiftung infrage.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, dann achte auf die drei Spendensiegel: das vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), das Zertifikat des Deutschen Spendenrats und das „Wirkt“-Siegel von Phineo. Ein weiterer Weg zu seriösen Helfern sind die oben genannten Spendenportale.

Geht es auch ohne Siegel?

Nicht jede Organisation hat ein Spendensiegel. Kleinere Projekte bei Dir um die Ecke können sich die zum Teil kostenpflichtigen Siegel nicht leisten. Trotzdem haben sehr viele ein gerechtes Anliegen. Informiere Dich also vor Ort über die Vereinsarbeit, schau deren Jahresberichte an – und höre Dich in der Nachbarschaft um.

Wie erzielst Du den größten Effekt?

Relativ neu ist eine Idee aus dem angelsächsischen Raum, Hilfsorganisationen danach zu beurteilen, wie wirksam sie das Geld einsetzen. Mit den Tipps der Spenden-Plattform Effektiv Spenden findest Du solche Empfänger.

Wie kannst Du Spenden von der Steuer absetzen?

Spenden an gemeinnützige Organisationen sind als Sonderausgaben steuerlich absetzbar. Bei Spenden von bis zu 300 Euro je Zahlung ist seit dem Steuerjahr 2021 keine formale Bescheinigung mehr erforderlich. Nur auf Verlangen des Finanzamts musst Du noch einen einfachen Nachweis (Kontoauszug und Beleg vom Empfänger) vorlegen.

Zum Ratgeber

Nina C. Zimmermann
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