Das Wichtigste in Kürze
- Die Kryptowährung Bitcoin kannst Du inzwischen auch auf seriösen und namhaften Plattformen kaufen.
- Außer echten Bitcoins gibt es eine Reihe von Finanzprodukten (wie sogenannte CFDs und ETNs), die auf Bitcoin basieren. Mit diesen können weitere Risiken und Kosten verbunden sein.
- Der Handel mit Bitcoins ist hochspekulativ und es gibt kaum gesetzliche Rahmenbedingungen. Nimm dafür nur Geld, dessen Verlust Du verschmerzen kannst.
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Inhalt
- Welche Bitcoin-Plattform empfiehlt Finanztip?
- Wie eröffnest Du ein Bitcoin-Konto?
- Wie kannst Du für Bitcoins bezahlen?
- Wie kaufst Du Bitcoins Schritt für Schritt?
- Kannst Du Bitcoins über Dein Wertpapier-Depot kaufen?
- Welche Steuern zahlst Du auf Bitcoins?
- Wie hat Finanztip Bitcoin-Handelsplätze analysiert?
Die Idee einer von Staaten und Zentralbanken unabhängigen Währung fasziniert viele, die sagenhaften Preisanstiege des Bitcoins machten noch mehr Menschen neugierig. Und auch wenn sich der ganz große Hype früherer Jahre etwas gelegt hat: Das Interesse an Bitcoin ist nach wie vor groß. Wer einsteigen möchte, sollte allerdings die Idee des Bitcoins verstehen, die Risiken kennen. Grundlegende Infos dazu liest Du in unserem Ratgeber zu Bitcoin. In diesem Ratgeber schauen wir uns an, worauf Du beim Kauf und Verkauf von Bitcoins achten musst.
Welche Bitcoin-Plattform empfiehlt Finanztip?
Die Auswahl erfolgt nach verbraucherfreundlichen Finanztip-Kriterien, sortiert nach Preis-Leistungs-Bewertung. Mehr erfahren.
Hinweis zum Vergleich
Der Finanztip-Vergleich von Anbietern für den Bitcoinkauf basiert auf Daten von Dienstleistern, die wir selbst über die Websites der Anbieter, Preis- und Leistungsverzeichnisse und Abfragen bei den Anbietern gesammelt haben. Wir übernehmen keine Gewähr und Haftung für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen.
Die Reihenfolge der Depots in der Tabelle wird durch ein Scoring vorgegeben, Du hast die Wahl zwischen der Bewertung von Preis-Leistung, Kosten und Leistung. Beim Scoring spielen zum Beispiel folgende Konditionen eine Rolle: Jahresgebühren, Kosten für den Kauf von Bitcoins, Einlagensicherung des Referenzkontos, Einzahlungsmöglichkeiten, Steuerinformationen oder die Kostentransparenz. Alle Empfehlungen erfolgen redaktionell unabhängig.
Die Auswahl der Anbieter erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Wir nennen nur Anbieter, die Kunden in Deutschland ansprechen und die notwendigen Lizenzen für Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen nach der MiCA-Regulierung halten oder Dienstleister nutzen, die diese entsprechenden Lizenzen halten.
Welche Anbieter haben im Finanztip-Test gut abgeschnitten?
In unserem Vergleich zum Kauf und Verkauf von Bitcoins im Herbst/Winter 2025 haben die Anbieter Bitvavo, Finst und Bison am besten abgeschnitten. Intensiv getestet haben wir ebenfalls den Bitcoinhandel über Coinbase und Trade Republic, die allerdings keine Empfehlungen geworden sind. Bei allen genannten Anbietern kannst Du echte Bitcoins kaufen und sie auf Wunsch treuhänderisch lagern oder auf ein eigenes Wallet übertragen. Mit einem deutschen Girokonto kannst Du Euro-Guthaben ein- und auszahlen.
Welche weiteren Kriterien wir in unserer Untersuchung herangezogen haben, liest Du unter Wie hat Finanztip Bitcoin-Handelsplätze analysiert.
Bison ist eine Smartphone-App für Privatanleger der Börse Stuttgart. Beaufsichtigt wird Bison nach der europäischen Mica-Regulierung, Mica steht für Markets in Crypto-Assets, von der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Bafin. Bei einzelnen Bitcoin-Käufen oder -Verkäufen sowie bei regelmäßigen Sparplänen zahlst Du keine Gebühr, aber einen Teil der Spanne zwischen Ankauf- und Verkaufskurs. Dieser sogenannte Spread beträgt in der Regel anteilig 1,25 Prozent pro Kauf oder Verkauf. Ein- und Auszahlungen laufen über ein zugehöriges Konto bei der deutschen Solarisbank. Für Deine Bitcoins kannst Du das hauseigene Wallet der Boerse Stuttgart Digital Custody GmbH nutzen, einer Tochter der Börse Stuttgart. Neben Bitcoin lassen sich über Bison auch Ethereum und 39 andere Kryptowährungen handeln.
Seit März 2023 gibt es bei Bison auch die Möglichkeit, Aktien und andere klassische Wertpapiere zu kaufen und zu handeln. Wir empfehlen für den Handel mit Wertpapieren allerdings ein klassisches Depot.

Bitcoin-Plattform
- in Deutschland regulierter Anbieter
- Handelspartner ist Euwax, Tochter der Börse Stuttgart
- Verrechnungskonto bei Solarisbank oder der Deutschen Bank, kostenlose Ein- und Auszahlungen per Überweisung
- Handelsspanne (Spread) bei Kauf und Verkauf: 1,25 Prozent des Bitcoin-Wertes
- kostenlose Limit-Order, 90 Tage gültig
- kostenloser Sparplan möglich (ohne zusätzliche Gebühren)
- hauseigenes kostenloses Wallet bei der Börse Stuttgart Digital Custody GmbH nutzbar
Bitvavo ist eine Kryptobörse mit Sitz in Amsterdam. Seit September 2025 ist sie wieder für deutsche Anlegende verfügbar. Beaufsichtigt wird Bitvavo nach der europäischen Mica-Regulierung von der niederländischen Aufsichtsbehörde für die Finanzmärkte, AFM. Die Gebühren sind niedrig und hängen davon ab, ob Du beim Kauf beziehungsweise Verkauf von Bitcoins eine Order zum Marktpreis beauftragst oder ein Preislimit festlegst. Eine Order zum nächsten Marktpreis kostet 0,25 Prozent des Bitcoin-Wertes (Taker-Gebühr), eine Limit-Order kostet 0,15 Prozent (Maker-Gebühr). Für einen Bitcoin-Sparplan zahlst Du 0,25 Prozent des Bitcoin-Wertes. Ein- und Auszahlungen in Euro laufen über ein Konto der Sutor Bank. Euro-Guthaben dort unterliegen der deutschen Einlagensicherung. Neben Bitcoin lassen sich über Bitvavo auch Ethereum und über 400 andere Kryptowährungen handeln.

Bitcoin-Broker
- in den Niederlanden regulierter Anbieter
- Handelspartner sind andere Nutzer und professionelle Händler
- Verrechnungskonto bei der deutschen Sutor Bank, kostenlose Ein- und Auszahlungen per Überweisung
- sehr niedrige Handelsspanne (Spread) bei Kauf und Verkauf: durchschnittlich etwa 0,01 Prozent des Bitcoin-Wertes
- kostenlose Limit-Order
- Sparplan möglich (ohne zusätzliche Gebühren)
- hauseigenes kostenloses Wallet nutzbar
- Gebühr bei Kauf und Verkauf: 0,25 Prozent des Bitcoin-Wertes bei Order zum Marktpreis oder 0,15 Prozent bei preislimitierter Order
Finst ist eine Kryptoplattform für Privatanlegende aus den Niederlanden. Seit Juli 2025 können auch deutsche Kunden über Finst Bitcoin und andere Kryptowährungen handeln. Beaufsichtigt wird Finst nach der europäischen Mica-Regulierung von der niederländischen Aufsichtsbehörde für die Finanzmärkte, AFM. Für den Kauf und Verkauf von Bitcoin oder eine Sparplanausführung zahlst Du eine Pauschalgebühr von 0,15 Prozent pro Handel. Ein- und Auszahlungen in Euro laufen über die niederländische Bank Bunq. Damit unterliegen Euro-Guthaben dort der niederländischen Einlagensicherung. Neben Bitcoin lassen sich über Finst auch Ethereum und rund 340 andere Kryptowährungen handeln.

Bitcoin-Broker
- in den Niederlanden regulierter Anbieter
- Handelspartner sind andere Nutzer und professionelle Händler
- Verrechnungskonto bei der niederländischen Bank Bunq, kostenlose Ein- und Auszahlungen per Überweisung
- Gebühr bei Kauf, Verkauf und Sparplänen: 0,15 Prozent des Bitcoin-Wertes
- sehr niedrige Handelsspanne (Spread) bei Kauf und Verkauf: durchschnittlich etwa 0,01 Prozent des Bitcoin-Wertes
- kostenlose Limit-Order
- kostenloser Sparplan möglich (ohne zusätzliche Gebühren) kostenloses Wallet durch Fireblocks nutzbar
Über welche Anbieter solltest Du keine Bitcoins kaufen?
Keinesfalls solltest Du zu einer Bitcoin-Handelsplattform gehen, die Dir nur in Werbemails, Anzeigen oder Internet-Foren begegnet und über die es keine neutralen Informationen gibt. Bitcoin und andere Kryptowährungen sind ein stark gehyptes Thema, und Du solltest immer hinterfragen, wer hinter solchen Angeboten steckt.
Wie eröffnest Du ein Bitcoin-Konto?
Nachdem Du Dir einen Anbieter ausgesucht hast, kannst Du Dein Kundenkonto eröffnen. Dazu musst Du einige persönliche Angaben machen, darunter in der Regel Deine Anschrift, Deinen Geburtstag und -ort, Deine Steuer-ID sowie eine Kontoverbindung, die als Referenzkonto für Deine Ein- und Auszahlungen dient.
Musst Du Deine Identität nachweisen, um Bitcoins zu kaufen?
Wie bei einer normalen Kontoeröffnung musst Du Dich in Deutschland und einigen anderen Staaten auch zum Kauf von Bitcoins legitimieren. Das bedeutet, dass die Plattform prüfen muss, mit wem sie den Vertrag schließt. Du benötigst also ein Ausweisdokument. Bei den von uns empfohlenen Plattformen weist Du Deine Identität per Videoident- oder Postident-Verfahren nach oder kannst die Online-Ausweisfunktion nutzen.
Dein Kundenkonto ist normalerweise sehr schnell einsatzbereit. Bei hohem Kundeninteresse kann es allerdings etwas dauern, bis Deine Identität vom Anbieter bestätigt ist.
Wie kannst Du für Bitcoins bezahlen?
Um Deinen Bitcoin-Kauf in Euro zu bezahlen, zahlst Du in der Regel vorher einen Euro-Betrag auf Dein Kundenkonto. Schau bei Deiner Bitcoin-Plattform nach, welche Bankverbindung für die Überweisung gilt. Eine Überweisung im Sepa-Raum – also innerhalb der EU, Großbritanniens, der Schweiz und einer Reihe weiterer Länder – dauert einen Bankarbeitstag. Das Wochenende oder Feiertage zählen also nicht mit. Wenn Du die Überweisung vormittags an einem Wochentag einreichst, kommt das Geld oft schon wenige Stunden später an.
Bei einigen Plattformen gibt es neben der Banküberweisung auch die Möglichkeit, mit Kreditkarte, Paypal oder Sofortüberweisung für einen Bitcoin-Kauf zu bezahlen. Das geht häufig schneller. Achte aber darauf, welche Gebühren bei Kreditkartenzahlung oder den anderen Optionen anfallen.
Wie ist Dein Geld geschützt?
Die Sicherung der Euro-Einlagen wird je nach Anbieter unterschiedlich gehandhabt. Gibt es ein Verrechnungskonto mit eigener Iban, gilt die übliche Einlagensicherung des Landes, in dem die Bank ansässig ist. Solange Du bei einer Bank in der EU Euro-Guthaben liegen hast, ist es bis maximal 100.000 Euro gegen die Zahlungsunfähigkeit der Bank gesichert. Für Guthaben in Bitcoin gilt aber keine Einlagensicherung.
Bei unseren Empfehlungen Bitvavo und Bison ist Dein Verrechnungskonto bei einer deutschen Bank und es gilt die übliche deutsche Einlagensicherung. Bei Finst gilt die niederländische Einlagensicherung, die wir von Finanztip als ebenfalls sehr sicher einstufen. Beim Kryptoangebot von Trade Republic gilt dieselbe Einlagensicherung wie für andere Dienstleistungen des Anbieters: Dein Geld wird entweder bei einer deutschen oder französischen Partnerbank gelagert. Bei größeren Summen kann es sogar in einem Geldmarktfonds angelegt werden, bei denen es keine Einlagensicherung gibt. Warum das weniger sicher sein kann, liest Du in unserem Ratgeber zur Einlagensicherung bei Trade Republic. Bei Coinbase gibt es keine individuellen Verrechnungskonten und keine gesetzliche Einlagensicherung. Sollte Coinbase pleitegehen, ist Dein Euro-Guthaben dort laut Angaben des Unternehmens aber als Sondervermögen nicht Teil der Insolvenzmasse.
Kannst Du auch weniger als einen Bitcoin kaufen?
Es ist kein Problem, einen kleinen Bruchteil eines Bitcoins zu kaufen. Ein kompletter Bitcoin kostet immerhin so viel wie ein Neuwagen. Bei vielen Handelsplattformen kannst Du schon für wenige Euro Anteile an einem Bitcoin kaufen.
In Bitcoin investieren – oder lieber nicht? Und was ist die Blockchain? Das lernst Du in diesem Kurs.
Wie kaufst Du Bitcoins Schritt für Schritt?
Sobald Du Dein Bitcoin-Konto eingerichtet hast und Euro-Guthaben für den Kauf eingezahlt hast, sind es nur noch ein paar Klicks. So kaufst Du Deine ersten Bitcoins:
1. Vor dem Kauf oder Verkauf die Kostenübersicht checken
Wie bei jeder Banküberweisung oder Wertpapierorder solltest Du auch hier genau darauf achten, dass Du den gewünschten Betrag richtig eingetippt hast. Es werden nicht nur ganze Bitcoins gehandelt – das wäre bei den aktuellen Kursen eine sehr teure Angelegenheit –, sondern auch Teile von Bitcoins. Daher musst Du Nachkommastellen zählen. 0,001 Bitcoins entsprachen im Dezember 2025 ungefähr 100 Euro.
Die kleinste theoretisch handelbare Einheit ist ein Hundertmillionstel Bitcoins (nach dem Pseudonym des Bitcoin-Erfinders ein „Satoshi“ genannt – ein Bitcoin entspricht also 100 Millionen Satoshi). Je nach Handelsplatz kann es aber Mindestbeträge geben. Achte unbedingt auf die Kostenübersicht, damit Du nicht böse überrascht wirst.
Achte außerdem darauf, tatsächlich Bitcoins und keine Variante zu kaufen. Es gibt auch Hebelprodukte auf Bitcoins, sogenannte CFDs, oder andere Bitcoin-Derivate, bei denen es noch einmal andere Details zu bedenken gibt. Mehr dazu liest Du weiter unten im Abschnitt Kannst Du Bitcoins über Dein Wertpapier-Depot kaufen?
2. Bei Bedarf: Preislimit setzen
Bei manchen Plattformen kannst Du ein sogenanntes Limit setzen. Das ist eine Preisgrenze, die Du höchstens für die Bitcoin-Anteile ausgeben willst. Als Beispiel betrachten wir die Bison-App, dort kannst Du das gewünschte Limit einfach eintragen.

Quelle: Bison (Stand: 5. April 2022)
Das Preislimit schützt Dich vor plötzlichen Kursbewegungen, wie es sie bei Kryptowährungen oft geben kann. Allerdings passiert es dann durchaus, dass Deine Kauforder eine Weile liegen bleibt, bevor sie ausgeführt wird – nämlich dann, wenn sich der Bitcoin-Kurs in die andere Richtung bewegt.
Im Beispiel geht es um einen Gegenwert von etwa zehn Euro. Wenn Du hier ohne Limit, also zum sogenannten Marktpreis, kaufen würdest, wird der Kauf sofort ausgeführt und Du nutzt den aktuellen Angebotspreis von 96.260 Euro, wofür Du 0,00010389 Bitcoins bekommst und zehn Euro zahlst.
Mit einem Limit von 96.000 Euro wird der Kauf erst dann ausgeführt, wenn der Angebotspreis unter diese Schwelle sinkt. Das hat dann zur Folge, dass Du nur 9,97 Euro für dieselbe Menge Bitcoins zahlen musst.
Steigt der Preis allerdings, statt zu fallen, passiert vorerst nichts.
Bei Bison kannst Du auf diese Weise Limits für den Kauf (und auch den Verkauf) von Bitcoins einstellen.
Um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob Du einen guten Kurs bekommst, lohnt es sich, Seiten wie blockchaincenter.net zur Hilfe zu nehmen. Sie bieten eine Übersicht über den aktuellen Preis für einen Bitcoin an unterschiedlichen Börsen und Tauschplattformen.
3. Nach der Transaktion prüfen, ob die Bitcoins korrekt verbucht wurden
Du solltest genau checken, ob alles geklappt hat. Die gekauften Bitcoin-Anteile sollten nun in Deinem Kundenkonto angezeigt werden. Du bekommst in der Regel auch eine Abrechnung über den Kauf in die Postbox oder per Mail.
4. Auf Wunsch Bitcoins zum separaten Wallet senden
Die meisten Handelsplattformen verwahren Deine gekauften Bitcoin-Anteile in sogenannten Custodial Wallets, virtuellen Geldbörsen für Kryptowährungen. Und zwar so lange, bis Du sie entweder wieder verkaufst oder auf ein anderes Wallet überträgst. Seriöse Anbieter wie die Finanztip-Empfehlungen setzen auf spezialisierte Dienstleister, Krypto-Verwahrer, die eine Lizenz nach der Mica-Verordnung haben. Sie werden von Behörden des jeweiligen EU-Landes beaufsichtigt und treffen Sicherheitsvorkehrungen, um die Coins vor Diebstahl zu schützen. Eine Einlagensicherung wie bei Bankkonten gibt es für Bitcoins und andere Kryptowährungen allerdings nicht.
Du kannst Bitcoins auf ein anderes Wallet übertragen, wenn Du möchtest. Beachte allerdings, dass viele Wertpapierdepots keine Übertragung zulassen – ein Grund, warum wir diese Anbieter nicht als Finanztip-Empfehlung für den Bitcoin-Kauf berücksichtigt haben. Hier liest Du mehr über eigene Wallets.
5. Bitcoin-Sparplan anlegen
Manche Bitcoin-Handelsplattformen bieten auch einen regelmäßigen Bitcoin-Sparplan an. Das bedeutet, dass Du eine Art Dauer-Kauforder erteilst, die dann regelmäßig ausgeführt wird, für einen festen Euro-Betrag.
Unsere Finanztip-Empfehlungen bieten Sparpläne an. Du kannst den Sparplan zum Beispiel jede Woche, jeden Monat oder jedes Quartal ausführen lassen. Die Kaufgebühr beim Sparplan ist häufig niedriger als bei einem Einzelkauf.
Was sind Maker- und Taker-Gebühren?
Maker- und Taker-Gebühren beziehen sich auf unterschiedliche Orderarten beim Kauf von Kryptowährungen wie Bitcoin. Eine Taker-Order wird zum nächsten verfügbaren Marktpreis ausgeführt. Man nennt sie auch Market Order. Für eine Maker-Order legst Du dagegen eine Preisgrenze fest, ein Limit. In aller Regel zahlst Du für eine Maker-Order weniger Gebühren als für eine Taker-Order.
Kannst Du Bitcoins über Dein Wertpapier-Depot kaufen?
Über einige Depots für Aktien und ETFs bei einer Bank oder einem Broker kannst Du auch Bitcoin kaufen. Wenn Du das vorhast, solltest Du vorher genau nachsehen, was Du dort kaufen kannst. Selbst wenn die Rede von Krypto und Bitcoin ist, kann es zu folgenden Verwechslungen kommen:
Welche Verwechslungsgefahren bestehen beim Kauf von Bitcoin?
- Möglicherweise hast Du nach der Aktie des Unternehmens Bitcoin.de gesucht, mit vollem Namen Bitcoin Group SE mit Sitz in Herford. Die kannst Du, wie die Aktien von Tausenden anderer Firmen, über ein normales Depot kaufen. Finanztip bewertet keine Aktien einzelner Unternehmen. Bedenke aber, dass der Kauf von Bitcoin und der Kauf einer Aktie eines Unternehmens etwas völlig anderes ist.
- Ähnlich verhält es sich mit Krypto-ETNs, ETCs und anderen ETPs, die Du vielleicht in der Suchmaske Deines Brokers findest. Hinter den Abkürzungen stehen im Detail unterschiedliche Finanzprodukte. Es sind aber keine Original-Bitcoins, allenfalls kann das herausgebende Unternehmen sein Geschäft mit Original-Bitcoins absichern. Sie ahmen zum Teil einen Kursverlauf nach. Achte darauf, was hinter dem Produkt steht, und auch auf laufende Kosten. Zwischen einem und zwei Prozent der investierten Summe sind pro Jahr nicht untypisch – Du erkaufst die Bequemlichkeit also mit einem Minus bei der Rendite. Du kannst sie außerdem nicht nach einem Jahr steuerfrei verkaufen wie echte Bitcoins, für sie gilt die Abgeltungssteuer.
- Einen ETF auf Bitcoins gibt es in Deutschland aus rechtlichen Gründen nicht. Anders als in den USA, wo seit 2024 Bitcoin-ETFs zugelassen sind. Denn ein ETF muss in der Europäischen Union immer mehrere unterschiedliche Wertpapiere enthalten. Siehst Du also hierzulande einen „Bitcoin-ETF“, könnte allenfalls ein Mix diverser Aktien mit Krypto- oder Blockchain-Bezug dahinterstecken. Auch hier solltest Du unbedingt Kosten und Inhalt prüfen – es ist überhaupt nicht gesagt, dass ein solcher ETF sich ähnlich wie der Bitcoin selbst entwickelt. Ähnlich wie auch ein Wasserstoff-ETF decken solche Themenfonds nur eine einzige Branche ab, im Gegensatz zu dem breit aufgestellten MSCI World oder FTSE All-World.
- Bei manchen Brokern kannst Du zwar echte Bitcoins kaufen, diese aber nicht beliebig auf andere Bitcoin-Konten übertragen. Auch das solltest Du vorher bedenken. Zwar ist ein separates Wallet aus unserer Sicht kein Muss, insbesondere für Einsteiger oder bei einem eher kleinen Gegenwert. Trotzdem möchtest Du Dir ja vielleicht diese Option offenhalten. Bietet der Broker diese Funktion nicht an, bleiben Dir nur der Verkauf der Bitcoins und ein Neukauf woanders.
Bei den von Finanztip getesteten Anbietern für den Bitcoinhandel haben wir auf die genannten Punkte geachtet. Du bekommst dort tatsächliche Bitcoins, die Du auch transferieren kannst.
Welche Steuern zahlst Du auf Bitcoins?
Wenn Du Bitcoins innerhalb eines Jahres nach ihrer Anschaffung mit Gewinn verkaufst, ist dieser als privates Veräußerungsgeschäft steuerpflichtig. Dementsprechend gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr (bis Ende 2023: 600 Euro im Jahr). Auch Gewinne aus dem Verkauf von Kunstgegenständen oder Edelmetallen wie Gold werden für diese Freigrenze zusammengerechnet. Behältst Du die Bitcoins länger als zwölf Monate, ist ein Gewinn beim Verkauf steuerfrei. Was Du sonst noch beachten solltest, liest Du in unserem Ratgeber zu Steuern auf Bitcoin & Co.
Gute Bitcoin-Handelsplattformen bieten Dir eine Steuerübersicht oder sogar direkt eine Steuerbescheinigung für die Anlage SO (Handel mit Kryptowährungen) für Deine Steuererklärung. Von den von uns untersuchten Anbietern stellen Bison und Trade Republic die Steuerbescheinigung aus. Bitvavo, Coinbase und Finst unterstützen Dich bei der Steuererklärung mit Transaktionsübersichten und Steuerreports als PDF- oder CSV-Dateien.
Wie hat Finanztip Bitcoin-Handelsplätze analysiert?
Finanztip hat im August bis Dezember 2025 Bitcoin-Handelsplattformen getestet. Ziel war es, empfehlenswerte Angebote zu finden, die Kunden niedrige Kosten und umfangreiche Leistungen bieten.
Hat Finanztip den Handel anderer Kryptowährungen getestet?
Den Handel mit anderen Kryptowährungen als Bitcoin haben wir nicht bewertet. Grund ist, dass wir den Handel mit anderen Kryptowährungen aufgrund der extrem hohen Risiken nicht empfehlen. Den Bitcoinhandel halten wir für sehr risikofreudige Anlegende mit kleinen Beträgen für weniger problematisch.
Welche Anbieter tauchen im Finanztip-Test auf?
Um auf eine Grundgesamtheit zu kommen, haben wir eine Google-Recherche durchgeführt und nach den Suchbegriffen „Bitcoin kaufen“, „Bitcoin“, “Krypto-Börse” und “Kryptowährungen kaufen” gesucht. Wir haben immer drei Seiten à etwa zehn organischen Suchergebnissen herangezogen.
14 Anbieter konnten wir identifizieren, die sich an Privatanlegende richten: Anycoin direct, Binance, Bison App, Bit2me, Bitcoin.de, Coinbase, Bitvavo, Bison, Bitpanda, Bsdex, Börse Stuttgart, Finanzen.net zero, Kraken, BTC Direct, Moonpay. Den Anbieter Binance ließen wir im Folgenden außen vor, da er keine Lizenz nach der Mica-Verordnung hält.
Weiterhin haben wir Okx, OneTrading Exchange, Bybit EU und Trade Republic in die Grundgesamtheit aufgenommen, da sie in der Liste der CASPS (Crypto Asset Service Providers) der ESMA (Stand: September 2025) aufgeführt wurden. Bei unserer Recherche stießen wir außerdem auf die Commerzbank als Anbieter für den Kauf von Bitcoin. Auf unsere Anfrage hin teilte uns die Unternehmenssprecherin allerdings mit, dass sich das Angebot aktuell nicht an Privatanlegende richtet.
Bitcoin.de ließen wir außen vor, da dort Nutzer nur direkt mit anderen Kunden handeln können, ohne dass der Zahlvorgang über die Plattform läuft.
Depotanbieter wie N26, Flatex, Smartbroker+ und weitere haben wir nicht berücksichtigt, da es bei diesen Anbietern nicht die Möglichkeit gibt, Bitcoins auf das integrierte Wallet zu übertragen und Bitcoins vom integrierten Wallet auf ein externes Wallet zu übertragen. Bei Etoro ist dies möglich, allerdings nicht in der App von Etoro, sondern nur, wenn sich die Kunden per Mail an den Kryptoverwahrer Tangany wenden. Daher haben wir auch Etoro ausgeschlossen.
Welche Mindestkriterien müssen die Anbieter erfüllen?
Aus unserem Sample berücksichtigten wir die Anbieter, von denen wir vollständige Rückmeldungen auf unsere Fragen bekamen und für die gelten folgende Kriterien:
- Der Anbieter oder seine Partnerunternehmen halten die jeweilige Mica-Lizenz für alle angebotenen Dienstleistungen.
- Für die Nutzung fallen keine laufenden Gebühren an.
- Bitcoins können direkt gegen Euro gekauft und verkauft werden. Das Gebührenmodell sollte für Nutzer gut nachvollziehbar sein.
- Es muss eine Einzahlungsmöglichkeit von einem deutschen Girokonto geben.
- Es werden echte (physische) Bitcoins gehandelt, keine Derivate.
- Bitcoins müssen mit einem eigenen Wallet eingehend und ausgehend übertragbar sein.
- Bitcoins können dennoch auf Wunsch beim Broker selbst in einem Custodial-Wallet gelagert werden.
- Das Angebot muss mindestens drei Monate am deutschen Markt verfügbar sein, um ein Mindestmaß an Erfahrung zu gewährleisten.
Von den angefragten 18 Anbietern blieben fünf übrig: Bison, Bitvavo, Coinbase, Finst und Trade Republic. Finanzen.net Zero antwortete nur lückenhaft. Von den Anbietern BSDEX und Börse Stuttgart erhielten wir keine Antwort, da sich nur das dazugehörige Angebot Bison an Privatanlegende richtet.
Zu diesen betrachteten wir über 50 Produktmerkmale, die sich auf die Handelsgebühren, die Darstellung der Informationen, die Flexibilität von Sparplänen und weitere Kategorien beziehen. Die einzelnen Merkmale haben wir zu Kategorien zusammengefasst und unterschiedlich gewichtet. Wie aus der folgenden Tabelle abzulesen ist, ergeben sich daraus für Kosten und für Leistungen jeweils 100 Punkte. Um auf den Score für die Finanztip-Empfehlungen zu kommen, teilen wir die Bewertungspunkte durch 10.
| Kategorie | Punkte | |
|---|---|---|
| Kosten | Jahresgebühr | 5 |
| Kosten Kauf | 20 | |
| Kosten Verkauf | 20 | |
| Kosten Sparplanausführung | 20 | |
| Auszahlung auf eigenes Wallet | 10 | |
| Einzahlung von externer Wallet | 5 | |
| Ein-/Auszahlungsmöglichkeiten in Euro | 5 | |
| einfache Kostenstruktur | 15 | |
| Summe | 100 | |
| Leistungen | verschiedene Ordertypen | 10 |
| Verfügbarkeit verschiedener Handels-Modi | 5 | |
| Transparenz der Kostenübersicht | 15 | |
| flexible Sparplanausführung | 20 | |
| Handelbarkeit weiterer Kryptowährungen | 5 | |
| Verrechnungskonto mit deutscher oder gleichwertiger Einlagensicherung | 5 | |
| Sicherheitsmechanismen der Anwendung | 10 | |
| Steuerbescheinigungen und -reports | 30 | |
| Summe | 100 |
Stand: Dezember 2025
Da es bei Coinbase einen großen Unterschied zwischen den Kaufgebühren im regulären und im Advanced Modus gibt, haben wir die günstigeren Preise im Advanced Modus in unserem Test bewertet. Im Ratgeber und in der Anbietertabelle werden beide Preise dargestellt.
Wir haben uns auch den Service verschiedener Anbieter angeschaut, diesen allerdings nicht zu einem verbindlichen Kriterium gemacht. Eindrücke anderer Finanztip-Leser, die aber immer ein individuelles Nutzungsverhalten darstellen, findest Du auch bei unseren Erfahrungsberichten und im Finanztip-Forum.
Welche Anbieter empfiehlt Finanztip?
Für den Kauf von Bitcoin empfehlen wir Bison, Bitvavo und Finst. Die untersuchten Anbieter Coinbase und Trade Republic bleiben unter der Empfehlungsschwelle von mindestens 6 Punkten im Preis-Leistungs-Score.
| Scores | Bison | Bitvavo | Coinbase | Finst | Trade Republic |
|---|---|---|---|---|---|
| Kosten | 5,1 | 8,1 | 3,3 | 8,5 | 5,8 |
| Leistungen | 7,3 | 7,0 | 6,9 | 5,9 | 5,5 |
| gesamt | 6,2 | 7,5 | 5,1 | 7,2 | 5,6 |
Stand: Dezember 2025
* Was der Stern bedeutet:
Finanztip ist kein gewöhnliches Unternehmen, sondern gehört zu 100 Prozent zur gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.
Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, eigenständig die für sie richtigen Finanzentscheidungen zu treffen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).
Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links jedoch anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion ausführlich analysiert und empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.
Für uns als gemeinwohlorientiertes Unternehmen hat es natürlich keinen Einfluss auf die Empfehlungen, ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Dich als Verbraucher ist.
Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.



