Ratgeber Kreditkarten

Die besten kostenlosen Kreditkarten

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Banken verlangen Jahresgebühren für ihre Kreditkarten. Das muss nicht sein. Finanztip empfiehlt kostenlose Kreditkarten, bei denen sich auch die weiteren Gebühren in Grenzen halten.
  • Die Anbieter buchen unterschiedlich oft das Geld von der Kreditkarte ab. Das hat für Verbraucher Vor- und Nachteile und ist ein Kriterium bei der Wahl der richtigen Karte.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Konto am Tag der Kreditkartenabrechnung ausreichend gedeckt ist.
  • Beachten Sie unsere Tipps, um zusätzlich Geld zu sparen.

Die besten Angebote

Visa: DKB 
Kombination von Visa-Karte mit Girokonto
Keine Jahresgebühr, monatliche Abbuchung

Visa: Consorsbank
Kombination von Visa-Karte mit Girokonto
Keine Jahresgebühr, sofortige Abbuchung

Visa: 1-Plus-Card der Santander Consumer Bank 
keine Jahresgebühr; teure Ratenzahlung, Komplettüberweisung möglich

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39 Euro Jahresgebühr, jeweils 5,90 Euro fürs Geldabheben – einige Verbraucher zahlen viel für ihre Kreditkarte. Dabei gibt es kostenlose Karten, die den teuren in den wichtigsten Punkten in nichts nachstehen. Damit Sie sich nicht durch das Kleingedruckte kämpfen müssen, haben wir den Markt analysiert und empfehlen Ihnen die besten kostenlosen Kreditkarten.

Kreditkarten-Empfehlungen von Finanztip im Vergleich

Kreditkarte Jahresgebühr Abheben Bezahlen in Fremdwährung
DKB keine weltweit kostenlos 1,75 % (ab Dezember 2016 kostenlos)
Consorsbank keine weltweit kostenlos 1,75 %
Santander Consumer Bank keine weltweit kostenlos 0 %

Quellen: Preisverzeichnisse der Anbieter (Stand: 16. November 2016)

Gründe für eine kostenlose Kreditkarte

Kostenlose Kreditkarten eignen sich für die meisten Verbraucher. Oft verlangen die Banken damit auch fürs Bezahlen und Geldabheben niedrigere Gebühren als bei anderen Kreditkarten-Angeboten. Die Verbraucher müssen zudem auf keine Funktionen Komfort verzichten.

Viele kostenlose Kreditkarten erhalten Sie in Verbindung mit einem Girokonto. Dann funktioniert der Kredit der Karte über den Dispo des Girokontos, falls das Geld täglich oder monatlich abgebucht wird. Der Kreditrahmen der Kreditkarte entspricht der Höhe des Dispokredits, den die Bank gewährt. Klappt das Ganze auch über eine Ratenzahlung, gibt die Bank für den Kredit der Karte in der Regel einen gesonderten Zinssatz an. Sie erhalten mit dem Girokonto meist zusätzlich eine Girocard (alter Name: EC-Karte).

Unser Rechenbeispiel zeigt: Die Kosten des günstigsten Angebots können mehr als 90 Euro im Jahr niedriger sein im Vergleich zu einer zufällig ausgewählten Kreditkarte.

Beispiel für Kreditkartenkosten

  Stadtsparkasse München günstigstes Angebot
Jahresgebühr 29 € 0 €
Partnerkarte 29 € 0 €
zweimal 200 € in Fremdwährung abheben 17,22 € 0 €
500 € in Fremdwährung bezahlen 8,75 € 0 €
zweimal 200 € am Automaten abheben 10,22 € 0 €
Gesamt 94,19 € 0 €

Quellen: Preislisten Stadtsparkasse München und Santander Consumer Bank (Stand: 18. April 2016)

Mittlerweile gibt es auch Anbieter für Gold- und Platinkarten, die damit werben, keine Jahresgebühr zu erheben. Solche Angebote analysieren wir ausführlich in unserem Ratgeber Gold- und Platinkreditkarten. Die Anbieter holen sich die Jahresgebühr oft über andere, teils versteckte Gebühren wieder zurück. Die Karten eignen sich daher nur für wenige Kunden.

Wer keine kostenlose oder Gold-Kreditkarte erhält, kann es mit einer Prepaid-Kreditkarte versuchen. Die bekommen auch Menschen mit schlechterer Bonität. Allerdings sind die Gebühren oft unübersichtlich und teilweise recht hoch. Diese Karten sind deshalb nur für bestimmte Zielgruppen interessant, wie Sie in unserem Ratgeber Prepaid-Karten genauer nachlesen können.

Unterschiedliche Abbuchungsarten

Die Anbieter buchen den Umsatz unterschiedlich oft vom Giro- oder Kreditkartenkonto ab. Das hat für Verbraucher Vor- und Nachtteile:

Charge - Bei Charge-Kreditkarten werden die Umsätze gesammelt und einmal im Monat abgebucht. Dadurch erhalten Verbraucher bis zum Zeitpunkt der Verrechnung einen kostenlosen Kredit. Sie können so auch den Dispo umgehen: Falls sie knapp bei Kasse sind, nutzen sie die Kreditkarte zum Bezahlen und Abheben anstatt der Girocard. Wichtig dabei ist, dass das Geld vor dem Abbuchen wieder auf dem Konto ist. Deshalb müssen Verbraucher darauf achten, wie viel Geld sie mit der Kreditkarte ausgeben.

Debit - Mit einer Debit-Kreditkarte wird das Geld direkt vom Konto abgebucht. Ausnahme sind sogenannte Deffered-Debit-Kreditkarten, damit dauert es ein paar Tage. Mit einer Debit-Kreditkarte behalten Sie also leichter Ihre Ausgaben im Blick. Die Banken gestalten den Kredit und die Einsatzmöglichkeiten unterschiedlich. So kann es sein, dass die Kunden die Karte nicht über das Guthaben auf dem Konto hinaus nutzen können. Oder aber sie rutschen dadurch direkt in den Dispo. Einige Hotel- oder Mietwagenanbieter akzeptieren zudem keine Debit-Kreditkarten.

Revolving - Bei Revolving-Kreditkarten können die Kunden ihre Ausgaben in Raten zurückzahlen – mit Zinsen. Diese Sollzinsen sind im Vergleich zu anderen Krediten wie einem Ratenkredit deutlich höher. Deshalb sollten Verbraucher auf diese Option verzichten. Meist haben die Kunden die Möglichkeit, den Umsatz auch komplett zu bezahlen. Entweder die Bank bucht dann automatisch selbst ab oder die Verbraucher überweisen es.

Achtung

Unseriöse Anrufe

Bei Kreditkarten geht es nicht immer seriös zu. So kann es passieren, dass die Karten über Telefon angeboten werden. Teilweise wird dabei der Anschein erweckt, dass es sich um die Nachfolgekarte der eigenen Kreditkarte handele. Dahinter steckt womöglich ein Angebot, bei dem die Kunden für die Karte sehr hohe Gebühren zahlen müssen, und das per Nachnahme. Verbraucher sollten sich immer zu den Gebühren informieren und sich nicht auf die Angaben in solchen Anrufen verlassen.

Das sind die besten kostenlosen Kreditkarten

Es gibt zahlreiche kostenlose Kreditkarten, mit denen Sie bargeldlos bezahlen, sich im In- und Ausland mit Bargeld versorgen sowie Hotels oder Mietwagen buchen können. Wir empfehlen folgende Angebote:

Die beste kostenlose Charge-Kreditkarte: Visa-Karte der Deutschen Kreditbank (DKB)
Die Deutsche Kreditbank (DKB) gibt mit dem „DKB-Cash“-Girokonto eine gute Visa-Kreditkarte dazu. Die Kunden erhalten neben der Kreditkarte automatisch auch das Girokonto samt Girocard sowie ein Tagesgeldkonto von der DKB.

Die Bank verlangt keine Gebühren, falls die Kunden in einer fremden Währung bezahlen oder Geld abheben. Allerdings können die Kunden nur Summen ab 50 Euro abheben.

Die Bank schichtet das Geld zum monatlichen Abbuchungstermin automatisch vom Giro- auf das Kartenkonto um. Reicht das Guthaben nicht aus, rutschen die Kunden in den Dispokredit und müssen 6,9 Prozent Zinsen zahlen.

Die DKB übernimmt die Haftung, falls die Kreditkarte verloren geht. Normalerweise haften Kunden mit bis zu 150 Euro zwischen Verlust und Sperren der Karte. Notfallkarte und Notfallgeld gibt es dazu. Das Geld wird vom Girokonto abgebucht. Um die Kreditkarte zu bekommen, müssen Sie volljährig sein und eine entsprechende Bonität mitbringen. Ein regelmäßiger Geldeingang ist nicht notwendig.

Verbraucher können dieses Kontomodell ein Jahr lang testen. Danach trennt die Bank die Kunden. Wenn durchschnittlich 700 Euro im Monat auf das Konto eingehen, gehören Kunden zu den Aktiv-Nutzern, die Konditionen ändern sich für sie nicht. Für die anderen Kunden setzt die Bank vermutlich einen höheren Dispozinssatz an und verlangt eine Fremdwährungsgebühr, falls die Kunden die Kreditkarte außerhalb der Eurozone einsetzen. Auch das kostenlose Notfallpaket und die Haftungsbefreiung entfallen. Die 50-Euro-Grenze beim Abheben gilt für alle Kunden.

Deutsche Kreditbank (DKB)
Kombination von Girokonto mit Visa-Karte

  • keine Jahresgebühr
  • kostenlos Bargeld abheben im In- und Ausland
  • keine Fremdwährungsgebühr beim Bezahlen
  • monatliche Abrechnung
  • auch für Selbstständige erhältlich


Die beste kostenlose Debit-Kreditkarte: Visa-Karte der Consorsbank
Die Consorsbank (ehemals Cortal Consors) hat eine gute kostenlose Debit-Kreditkarte im Programm. Die Bank verlangt 1,75 Prozent des Umsatzes, wenn der Kunde mit der Karte in einer fremden Währung bezahlt. Beim Abheben entsteht keine Gebühr. Die kostenlose Kreditkarte gehört zum Girokonto, dazu gehört auch eine Girocard. Bei dieser Karte fallen aktuell Kosten beim Abhebe und Bezahlen an.

Die Bank verrechnet die Abbuchungen taggenau mit dem Guthaben auf dem Girokonto. Das ist eine gute Wahl für Verbraucher, die die volle Kostenkontrolle über ihre Ausgaben behalten wollen. Allerdings bekommen sie keinen kostenlosen Kredit und rutschen in den Dispo, falls nicht genug Guthaben auf dem Girokonto liegt. Reicht der Dispo nicht aus, wird die Zahlung geblockt.

Als Zusatzleistung erhalten Kunden pro Zahlung mit der Visa- oder Girocard eine Gutschrift von 10 Cent, maximal 25 Euro im Quartal. Wer das Konto auch als Gehaltskonto nutzt, erhält eine einmalige Gutschrift von 50 Euro.

Es ist kein regelmäßiger Gehaltseingang notwendig, um die Karte zu erhalten. Die Bank kontrolliert jedoch die Bonität der Kunden, bevor sie die Kreditkarte ausgibt.

Consorsbank
Kombination von Girokonto mit Visa-Karte

  • keine Jahresgebühr
  • kostenlos Bargeld abheben im In- und Ausland
  • 10 Cent Gutschrift pro Kartenbenutzung (maximal 25 Euro pro Quartal)
  • taggenaue Abrechnung
  • auch für Selbstständige erhältlich
  • Fremdwährungsgebühr von 1,75 Prozent für Zahlungen außerhalb der Eurozone

Consorsbank

Die beste kostenlose Revolving-Kreditkarte: 1-plus-Visa-Card der Santander Consumer Bank
Die Santander Consumer Bank bietet ihre 1-plus-Visa-Card ohne Jahresgebühr an. Das Abheben und Bezahlen ist in jeder Währung kostenlos. Auch eventuell anfallende Gebühren von automatenbetreibenden Banken, wie sie beispielsweise in den USA beim Abheben manchmal vorkommen, erstattet Santander auf Anfrage.

Als Extraleistung erhalten die Kunden weltweit 1 Prozent Rabatt für Tankrechnungen von bis zu 400 Euro im Monat, wenn sie an der Tankstelle mit der Visa-Karte bezahlen. Pro Jahr können sie also bis zu 48 Euro extra kassieren.

Um die Kreditkarte zu bekommen, reicht eine gute Bonität nicht aus. Es ist auch ein Geldeingang auf dem Konto nötig. Zudem verlangt die Santander Consumer Bank eine Gehaltsabtretung vom Kunden. Das heißt, dass die Bank sich direkt an den Arbeitgeber wenden kann, falls die Kunden ihre Schulden nicht bezahlen. Dann bekommt die Bank das Geld aus dem pfändbaren Teil des Gehaltes.

Achtung: Lieber Gesamtbetrag bezahlen
Kunden erhalten die Kreditkarte ohne Girokonto. Santander bietet ausschließlich eine Teilzahlungsfunktion an (Revolving-Kreditkarte). Die jeweils fällige Rate wird regelmäßig vom Referenzkonto abgebucht. Kunden können bei dieser Kreditkarte kein automatisches Abbuchen der kompletten Summe einstellen.

Die Kreditzinsen sind mit 13,98 Prozent effektiv pro Jahr im Vergleich zu anderen Anbietern sehr hoch. Falls Kunden diese Kosten vermeiden wollen, müssen sie selber aktiv werden, indem sie die komplette Rechnung einmal im Monat begleichen. Wer die Karte nutzt, sollte also gut organisiert sein und immer rechtzeitig zahlen. Für alle anderen kann die Kreditkarte eine teure Angelegenheit werden.

Wir raten zudem vom Abschluss einer optionalen Ratenschutzversicherung ab.

Tipp

Probleme beim Antrag?

Falls Sie Probleme mit der Kreditkarte haben, berichten Sie uns und anderen Lesern davon in der Finanztip-Community.

Santander Consumer Bank
1-plus-Visa-Card

  • keine Jahresgebühr
  • kostenlos Bargeld abheben im In- und Ausland
  • keine Gebühr für Zahlungen außerhalb der Eurozone
  • auch für Selbstständige erhältlich
  • teure Teilzahlungsoption voreingestellt
  • Kunden müssen aktiv überweisen, um Kosten zu vermeiden
  • Sollzins von 13,98 Prozent effektiv pro Jahr
  • Gehaltsabtretung

Auch die Kreditkarte der DAB hätte unsere Kriterien erfüllt. Das Angebot der DAB Bank wurde jedoch eingestellt, die Kunden wurden zur Consorsbank überführt.

Weitere solide Kreditkarten

Für unsere Empfehlungen war wichtig, dass nicht nur die Kreditkarten selbst kostenlos sind, sondern auch das Abheben weltweit. Aber nicht alle Verbraucher verlassen überhaupt die Eurozone. Für sie können folgende Kreditkarten interessant sein:

ING Diba - Die ING Diba bietet eine Visa-Kreditkarte kostenlos an. Beim Bezahlen und Abheben in einer anderen Währung müssen die Kunden 1,75 Prozent zahlen. Interessant an der Kreditkarte: Es handelt sich um eine Deffered-Debit-Kreditkarte, der Umsatz wird nach drei Tagen abgebucht.

Barclaycard New Visa - Mit der kostenlosen Revolving-Kreditkarte von Barclaycard können die Kunden in Euro kostenlos Geld abheben. Für andere Währungen fallen 1,99 Prozent des Umsatzes an. Dies gilt auch, falls die Kunden in einer anderen Währung bezahlen.

Es gibt auch Angebote, die Girokonto und Kreditkarte kombinieren und Geld abheben weltweit kostenlos ermöglichen:

Comdirect Girokonto - Bei der Comdirect können die Kunden mit der Kreditkarte nur außerhalb der Europäischen Union, Islands, Liechtensteins und Norwegens kostenlos Geld abheben. Die Kreditkarte gehört jedoch zum Girokonto. Mit der Girocard heben Verbraucher in den restlichen Ländern kostenlos Geld ab.

Norisbank Girokonto - Mit der Kreditkarte der Norisbank können die Kunden nur im Ausland kostenlos Geld abheben. Die Mastercard gehört zum kostenlosen Girokonto. Mit der Girocard zum Konto heben die Kunden der Bank kostenlos in Deutschland ab. Wichtig bei diesem Angebot: Das mTAN-Verfahren ist nicht kostenlos. Außerdem ist der Dispozins sehr hoch, weshalb es das Konto nicht in unsere Girokonto-Empfehlungen geschafft hat.

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Wichtige Kosten bei Kreditkarten

Falls Sie nicht die passende Kreditkarte bei Finanztip finden, können Sie sich auch die Angebote auf Kreditkarten-Vergleichsportalen ansehen. Dabei sollten Sie auf folgende Gebühren achten. Einige davon werden allerdings nicht von den Vergleichswebsites angezeigt.

Abhebegebühr - Die Abhebegebühr kann anfallen, wenn Sie im In- oder Ausland Bargeld an Geldautomaten oder Schaltern abheben.

Achtung

Kostenlos Geld abheben

Zwar werben die Banken mit kostenlosem Geldabheben, das heißt jedoch lediglich, dass sie selbst keine Gebühren verlangen. Insbesondere im außereuropäischen Ausland verlangen jedoch die Automatenbetreiber Gebühren. Die Banken erstatten sie meist nicht.

Fremdwährungsgebühr - Diese Gebühr kann beim Bezahlen und Geldabheben in anderen Währungen als dem Euro anfallen. Sie wird meistens als Prozentsatz des fälligen Betrages genannt.

Kreditzinsen - Diese fallen an, falls das Konto nicht ausreichend gedeckt ist oder die Rechnung bis zum Stichtag nicht komplett bezahlt ist. Da diese Sollzinsen im Vergleich zu anderen Krediten teuer sind, sollten Sie diese Möglichkeit nur im Ausnahmefall nutzen.

Außerdem gibt es noch weitere Gebühren, beispielsweise die Kosten für eine Ersatzkarte oder für eine Zweit- beziehungsweise Partnerkarte.

Visa oder Mastercard?

Kostenlose Kreditkarten bieten sowohl Visa als auch Mastercard an. Die beiden Firmen haben keinen direkten Kontakt zum Karteninhaber, sondern vergeben Lizenzen an Banken und Sparkassen. Daher gibt es unzählige Kreditinstitute, die diese Kreditkarten anbieten. Den Banken steht es frei, Ihnen die Kreditkarte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sowohl Visa als auch Mastercard werden weltweit akzeptiert. Wir raten Ihnen, die Entscheidung für eine Kreditkarte von den Kosten abhängig zu machen.

Weitere Kreditkartenanbieter sind American Express und Diners Club, bei denen Sie meist direkt eine Kreditkarte erhalten. Aufgrund der geringeren weltweiten Akzeptanz und den manchmal sehr hohen Jahresgebühren empfehlen wir diese Anbieter jedoch nicht.

Kontaktlos bezahlen

Was vor ein paar Jahren noch eine Seltenheit war, ist inzwischen gar nicht mehr ungewöhnlich: Kreditkarten, mit denen Verbraucher bezahlen können, ohne sie in einen Kartenschlitz zu stecken. Dafür sorgt der Nahfunk Near Field Communication (NFC).

Die Kunden halten ihre Kreditkarte dabei lediglich an die Kasse. Bei Summen unter 25 Euro ist nicht einmal die PIN oder die Unterschrift nötig.

Kontaktlos bezahlen mit unseren Kreditkarten-Empfehlungen

Bank NFC
DKB ja
Consorsbank ja
Santander Consumer Bank nein

Sparen Sie zusätzlich mit unseren Tipps

Es gibt einige Möglichkeiten, mit einer kostenlosen Kreditkarte zusätzlich Geld zu sparen:

Bezahlen und Abheben immer in lokaler Währung - Wenn Sie außerhalb der Eurozone unterwegs sind, werden Sie beim Bezahlen oder Abheben mit der Kreditkarte häufig gefragt, ob Sie das in der jeweiligen lokalen Währung oder in Euro machen wollen. Wählen Sie immer die lokale Währung. Denn falls Sie Euro wählen, rechnet der Anbieter die Währung um und schlägt eine hohe Marge auf. Bei der lokalen Währung hingegen wird der Betrag meist über einen im Internet einsehbaren Wechselkurs des Kreditkartenanbieters umgerechnet, der deutlich günstiger ist.

Vorsicht bei Preisaufschlägen im Internet - Oftmals fallen beim Bezahlen mit der Kreditkarte im Internet zusätzliche Gebühren an, zum Beispiel bei Flugbuchungen. Achten Sie auf diese Preisaufschläge und weichen Sie möglichst auf ein anderes Zahlungsmittel aus. Manche Airlines bieten beispielsweise die Zahlung per Lastschriftverfahren an.

Zahlen Sie Ihre Kreditkartenrechnung pünktlich - Sorgen Sie dafür, dass am Stichtag der Rechnung Ihr Girokonto ausreichend gedeckt ist. Die Zinsen, die Sie sonst bezahlen müssen, sind weitaus höher als die Zinsen für andere Kredite wie Ratenkredite. Überziehen Sie Ihr Konto daher nur in absoluten Ausnahmefällen.

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So haben wir getestet

Bei unserem Kreditkartentest haben wir ausschließlich kostenlose Kreditkarten berücksichtigt. Prepaid-Kreditkarten oder Karten, die nur an Jugendliche ausgegeben werden, haben wir ausgeschlossen. 20 Kreditkarten haben wir auf die Kosten fürs Geldabheben und Bezahlen hin untersucht.

Weitere Details zu unserer Untersuchung lesen Sie im Artikel zum Kreditkarten-Test.

Von Finanztip empfohlene Kreditkarten

Kreditkarte Kartenunternehmen Fremdwährungsgebühr beim Bezahlen Weltweit kostenlos abheben
Consorsbank Visa 1,75 % ja
DKB Visa 1,75 % / 0%¹ ja
Santander 1Plus Card  Visa keine ja

¹ Ab Dezember 2016
Quelle: Websites der Anbieter (Stand: November 2016)

Weitere untersuchte Kreditkarten

Kreditkarte Kartenunternehmen Fremdwährungsgebühr beim Bezahlen Weltweit kostenlos abheben
Andasa Mastercard Mastercard keine nein, Abhebungen sind immer verzinst
Advanzia Mastercard Gold Mastercard keine nein, Abhebungen sind immer verzinst
Barclaycard New Visa Visa 1,99 % nein, nur Eurozone
Comdirect Visa 1,75 % nein, nur außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes
Deutschland Kreditkarte Visa 1,75 % nein, abheben nicht kostenlos möglich
Fidor Smartcard Mastercard keine nein, abheben nur begrenzt kostenlos
ING Diba Visa 1,75 % nein, nur Eurozone
Hanseatic Bank Genialcard Visa 1,75 % nein, abheben nicht kostenlos möglich
Louis Mastercard Mastercard 1,85 % (+ 2 % Kurszuschlag) nein, nur in Deutschland an Automaten der Targobank
Lufthansa HON Circle Credit Card Mastercard 1,75 % nein, abheben nicht kostenlos möglich
Lufthansa Senator Credit Card Mastercard 1,75 % nein, abheben nicht kostenlos möglich
N26 Mastercard keine nein, abheben nur begrenzt kostenlos
Norisbank Mastercard 1,75 % nein, nur im Ausland
Polo Mastercard Mastercard 1,85 % (+ 2 % Kurszuschlag) nein, nur in Deutschland an Automaten der Targobank
Santander SunnyCard Mastercard 1,75 % nein, abheben nicht kostenlos möglich
Targobank Online Classic Visa 1,85 % (+ 2 % Kurszuschlag) nein, nur in Deutschland an Automaten der Targobank
Visa World Card Visa 1,85% - 2 % nein, nur Eurozone (Ausnahme: Deutschland)

Quelle: Websites der Anbieter (Stand: Oktober 2016)

Community
Die letzten Beiträge zu dieser Diskussion:
Danke für den Hinweis auf Revolut MC!
Das hätte eine Problemlösung sein können, wenn ich iPhone oder Android user wäre - ich nutze aber Windows Phone, schade.
17. März 2017 zum Beitrag
Vielleicht ist die Revolut Mastercard was für dich?
kann man wohl auf EUR, USD oder GBP einstellen, ich habe damit jedoch keine Erfahrungen nur mal zufällig in einem Blog gelesen. Den Artikel ...
17. März 2017 zum Beitrag
Guten Tag,
es scheint nicht einfach zu sein, bei einer deutschen Bank eine Kreditkarte zu bekommen, die auf ein USD-Konto lautet.
Ich bezahle meine Reisekosten (bin selbständig) im (fernen) ...
14. März 2017 zum Beitrag
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Artikel verfasst von

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.