Commerzbank-Filiale
Bild: IMAGO / Schöning

Ab sofort ist das Girokonto der Comdirect nur bedingt kostenfrei – hast Du dort ein Konto, solltest Du schauen, was künftig für Dich gilt. Für viele bleibt das Girokonto eine Empfehlung. Die wichtigste Änderung: Die Comdirect verlangt eine Grundgebühr, wenn nicht genug Geld eingeht. 700 Euro müssen es sein, sonst zahlst Du jeden Monat 4,90 Euro. Mehrere Banken gehen gerade ähnlich vor. 

Immerhin: Die Gebühr lässt sich auch anders umgehen. Falls Du nämlich drei Mal im Monat mit Apple- oder Google-Pay zahlst oder einmal im Monat das Wertpapierdepot bei der Comdirect nutzt. Dafür genügt auch ein Sparplan mit monatlicher Abbuchung. Für Neukunden gelten die neuen Regeln bereits, bei Bestandskunden geht es im Mai los. 

Ebenfalls ärgerlich: Neu ausgestellte Visa-Karten sind künftig nicht mehr automatisch echte Kreditkarten („Charge-Karten“ genannt), sondern nur noch Debit-Karten. Wenn Du damit bezahlst, werden die Beträge umgehend abgebucht – nicht mehr gesammelt einmal im Monat. Die Karten gewähren also keinen Zwischenkredit mehr. Deshalb akzeptieren einige Hotels oder Autoverleiher sie nicht für die Kaution. 

Die Comdirect bietet zwar weiter ihre aktuelle Visa-Karte mit Charge-Funktion an. Diese kostet aber 1,90 Euro im Monat (für Altkunden gilt das ab Mai). Willst Du das nicht, kannst Du sie über die App oder das Online-Banking kündigen – und nur noch mit der neuen Debit-Variante zahlen. 

Eine Sache wird einfacher: Mit der neuen Visa-Karte kannst Du nun auch innerhalb der Eurozone kostenlos abheben, nicht nur außerhalb. Bislang ging das nur mit der Girocard. Allerdings ist weltweit nur noch dreimal Abheben im Monat kostenlos, danach fallen 4,90 Euro an.

 

 

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Josefine Lietzau
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Stand:

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.

4 Kommentare

  1. Gilt der neue Preis auch für Altkunden, die ein „kostenloses Girokonto“ vor zig Jahren abgeschlossen haben?
    Oder warten wir auf eine Musterklage?

  2. Liebes Finanztip-Team,

    danke für den tollen Beitrag und eure Arbeit. Ehrlich gesagt finde ich es etwas unschön, dass comdirect scheinbar nun auch diesen Weg geht, regelmäßig Gebühren für das Konto bzw. Depot zu nehmen und nur unter bestimmten Vorraussetzungen ist dies weiter kostenfrei. Da mich dies auch betrifft habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative gemacht und bin tatsächlich nach einigem Recherchieren fündig geworden.

    Doch diese Entwicklung kannst du auch mit sogenannten Sonderkonditionen für Comdirect umgehen. Es gibt einige Vermittler die mit einem bestimmten Gebührenmodell (nennt sich Konditionsmodell 3 oder 5) das comdirect Konto weiter ohne Gebühren anbieten. Zumindest ist das aus meiner Sicht der sinnvollste Ausweg, anstatt sich zwanghaft mit bestimmten Bedingungen wie einem Sparplan die Gebührenfreiheit zu erkaufen!

    1. Gibt es dazu eine Quelle? Wenn man „comdirect Konditionsmodell 3 5“ googlet, findet man nur Treffer, die sich auf das Depot beziehen. Es wird ausdrücklich erwähnt, das sich das nicht auf die Privatkundenkonditionen bezieht. Sollte es da noch andere Möglichkeiten geben wäre es nett, das etwas genauer zu formulieren!

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