Einkauf in der Apotheke
Bild: IMAGO/Westend61

Als Kassenpatient musst Du öfter Dein Portemonnaie zücken: beim Medikamentenkauf, bei der Physiotherapie oder im Sanitätshaus. Überall zahlst Du etwas dazu, auch wenn Du ein Rezept hast. Die Zuzahlung liegt meist zwischen 5 und 10 Euro, im Krankenhaus oder in der Reha sogar bei 10 Euro pro Tag.

Damit Dich das finanziell nicht überfordert, gibt es eine „individuelle Belastungsgrenze“. Und die solltest Du kennen, denn wenn Du sie überschreitest, kannst Du Geld sparen. Da sich die Freibeträge jährlich ändern, solltest Du sie regelmäßig prüfen.

Die Grenze liegt bei 2 Prozent Deines Familieneinkommens abzüglich der Freibeträge für jedes Familienmitglied. Bei einer Familie mit zwei Kindern und einem Jahresbrutto von 60.000 Euro entspricht das aktuell 746 Euro im Jahr. Für chronisch Kranke liegt die Grenze bei 1 Prozent des Familieneinkommens.

Berechne also am besten gleich mithilfe unseres Ratgebers Deine Belastungsgrenze und sammele alle Zuzahlungsbelege. Sobald die Grenze überschritten ist, kannst Du Dich und Deine Familie für den Rest des Jahres von weiteren Zuzahlungen befreien lassen. Das geht sogar vier Jahre rückwirkend.

Den Antrag dafür gibt es bei Deiner Krankenkasse. Zusammen mit den Belegen und Einkommensnachweisen reichst Du ihn ausgefüllt dort ein. Zu viel gezahltes Geld bekommst Du dann zurück.

Von einigen Zahlungen, etwa für Zahnersatz, Brillen oder orthopädische Schuhe, kannst Du Dich nicht befreien lassen. Du kannst sie aber gegebenenfalls von der Steuer absetzen.

 

Zum Ratgeber

Julia Rieder
Autor

Stand:

Julia Rieder kümmert sich als Redakteurin um Versicherungsthemen. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.

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