EC-Karte

Die EC-Karte gibt es nicht mehr

Josefine Lietzau Stand: 19. März 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Viele von uns nennen ihre Girocard immer noch beim alten Namen: EC-Karte.
  • Fast jeder hat sie. Denn die Girocard ist bei den allermeisten Bankkonten dabei. Wir nutzen sie täglich zum Geld abheben und bezahlen – in Deutschland und außerhalb.
  • Schnell handeln sollten Sie, wenn Ihre Karte abhandenkommt: Lassen Sie sie sperren. Das geht zum Beispiel über die Telefonnummer 116 116.
So gehen Sie vor
  • Wählen Sie ein passendes Konto für sich aus, eine EC-Karte gehört in der Regel dazu – oft kostenlos.
  • Gute Konten finden Sie über unseren Girokonto-Rechner.

EC-Karte? Das ist doch die Karte zum Girokonto, mit der man Geld abhebt und in Geschäften bezahlt. So ganz richtig ist das nicht. Denn diese Karte heißt schon seit 2007 Girocard.

Was kann die EC-Karte?

Zu fast jedem deutschen Konto gehört eine Girocard. Mit dieser Karte heben Sie im In- und Ausland an Geldautomaten ab und bezahlen an der Kasse im Laden. Das Geld wird dabei zeitnah direkt von Ihrem Girokonto abgebucht, das nennt sich im Fachsprech „Debitkarte“. Im Internet können Sie mit der Karte nicht bezahlen.

Mit den Karten von Mastercard und Visa hat sie dabei fast nichts zu tun: Bei Girocard handelt es sich um ein System der deutschen Banken. Damit die Karte trotzdem im Ausland funktioniert, arbeiten die deutschen Banken mit internationalen Kartenunternehmen zusammen, die eigene Debitkarten im Programm haben. Bei Mastercard und Visa sind das Maestro und V-Pay. Deshalb finden Sie auf vielen EC-Karten zwei Logos: Girocard und eben V-Pay oder Maestro.

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Was kostet das Abheben und Bezahlen?

Wo Verbraucher die Gebühren für den Karteneinsatz finden, hängt davon ab, ob sie im Ausland oder in Deutschland Geld abheben. Wenn Sie in Deutschland bei der eigenen Bank Geld abheben, ist das meist kostenlos. Ist dies nicht der Fall, finden Sie die Preise in der Entgeltinformation zu Ihrem Kontomodell. In der Regel legen die Banken diese auf ihrer Webseite ab.

Sollten Sie bei einer fremden Bank Geld abheben oder bei einem unabhängigen Automatenbetreiber, so legen diese die Gebühren fest. Sie nennen die Gebühren entweder in einem Aushang oder direkt auf dem Bildschirm des Automaten.

Die Preise für das Abheben im Ausland werden auch in der Entgeltinformation genannt. Aber: Nun greift das internationale System, also V-Pay oder Maestro. Zusätzlich zu diesen Kosten können die Geldautomatenbetreiber weitere Gebühren verlangen, über die sie die Kunden vorher informieren müssen.

Beim Bezahlen in Deutschland funktionieren beide Systeme, Sie bekommen davon allerdings nichts mit: Die Händler stellen das für sie preiswertere System ein, deren Auswahl kostet Sie aber nichts. Anders sieht es im Ausland aus – die entsprechenden Gebühren finden Sie wieder in der Entgeltinformation.

Wie sperrt man eine EC-Karte?

Falls die Karte verloren geht oder gestohlen wird, müssen Sie aktiv werden und sie sperren. Das geht über die Telefonnummer 116 116 oder bei der eigenen Bank. Die Nummer ist in Deutschland kostenlos, im Ausland fallen Gebühren an.

Viel Zeit dürfen und sollten Sie sich nicht mit dem Anruf lassen – bis zur Sperrung haften Sie mit bis zu 50 Euro. Zudem kann es passieren, dass die Banken bei einer zu späten Sperrung von grober Fahrlässigkeit ausgehen, dann haften Sie womöglich für den gesamten Schaden. Was genau „zu spät“ ist, ist allerdings nicht festgelegt.

Was passiert mit dem Namen?

Der Begriff EC-Karte hat eine längere Geschichte. Zunächst war er eine Abkürzung für Eurocheque. Mit diesen Schecks konnten Verbraucher von 1969 bis 2002 grenzüberschreitend bezahlen, das Einlösen war garantiert. Neben dem Scheck gab es auch die Eurocheque-Karten (EC-Karten). Die Eurocheque-Garantie lief Ende 2001 aus, die Eurocheque-Karten wurden nicht mehr ausgegeben.

Die Abkürzung EC-Karte blieb jedoch weiter in den Köpfen der Menschen, schließlich nannte sich eines der beiden Debit-Zahlungssysteme der Deutschen Kreditwirtschaft Electronic Cash. Das zweite war das Deutsche Geldautomaten-System. Seit 2007 heißt sowohl das System zum Bezahlen und Geldabheben als auch die Plastikkarte selber Girocard.

Auch wenn die Verbraucher weiterhin den Namen EC-Karte nutzen: Die Banken machen nicht mit. Das liegt auch daran, dass die Markenrechte für die Bezeichnung EC-Karte nicht bei ihnen liegen, sondern bei der internationalen Konkurrenz: Mastercard. Sie bewirbt damit teilweise eine andere Karte: die Mastercard Debit.

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Finanztip-Kommentar: Zum monatlichen Geldeingang gehören zum Beispiel Gehalt, Rente und Bafög. Der Geldeingang kann die Kontogebühren beeinflussen.

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Der Finanztip-Girokontorechner basiert auf Daten von Banken, die der Dienstleister Financeads GmbH Co KG, Nürnberg (Datenschutzhinweise), zur Verfügung stellt. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass nur bundesweit verfügbare Banken angezeigt werden, die ein verbraucherfreundliches Girokonto nach den Finanztip-Kriterien anbieten. Die Auswahl der Banken mit Girokonten erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Die teilnehmenden Banken finden Sie am Ende des Artikels. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Autor
Josefine Lietzau

Stand: 19. März 2020


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