Konto eröffnen

Der Weg zum neuen Konto

Josefine Lietzau Stand: 06. Februar 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Falls die Bank kein Girokonto eröffnet, kann das an einem schlechten Schufa-Score liegen. Denn auch beim Girokonto ist die Bonität der Verbraucher wichtig.
  • Banken können Kunden zwar ein normales Bankkonto verweigern, ein Basiskonto müssen sie aber für jeden eröffnen.
  • Beim Wechsel des Kontos müssen die Banken ihre Kunden inzwischen unterstützen. Das gilt auch, falls sie das Konto schließen wollen.
So gehen Sie vor
  • Wenn Sie ein neues Girokonto eröffnen wollen, sollten Sie vorher gut vergleichen. Denn beim Girokonto sind durchaus 100 bis 200 Euro Ersparnis im Jahr drin. Im Finanztip-Girokontorechner finden Sie das passende Konto. Mit den Konten von Comdirect, der Norisbank, DKB , Santander und der Consorsbank machen Sie nichts falsch.
  • Sie haben die Wahl: Das Girokonto können Sie sich in der Filiale, aber auch zu Hause eröffnen. Bei vielen Anbietern können Sie Ihre Identität direkt am Computermonitor per Videotelefonie nachweisen.
  • Falls die Bank die Kontoeröffnung ablehnt, sollten Sie Ihre Schufa-Einträge kontrollieren und dort mögliche Fehler beheben.

Die Girocard kostet plötzlich etwas, die Bank verlangt außerdem Gebühren für jede Kontobewegung und kostenlos ist das Geldabheben nur noch ein paar Mal im Monat: Bei solchen Änderungen verabschieden sich viele Verbraucher von ihrer bisherigen Bank, um bei einer anderen ein neues Girokonto zu eröffnen.

Das Eröffnen eines Girokontos ist einfach

Das geht in der Regel sehr leicht. Die Kunden füllen die Antragsformulare für die Kontoeröffnung entweder zu Hause am Computer aus oder aber in einer Filiale der ausgewählten Bank. Wer sich für die PC-Variante entschieden hat, musste bis vor Kurzem zusätzlich immer in eine Postfiliale gehen und seinen Pass oder Ausweis vorlegen, um seine Identität nachzuweisen. Inzwischen bieten viele Banken aber neben dem Postident-Verfahren auch das Videoident-Verfahren an. Dazu genügt eine Videoverbindung am Computer. Wer das Konto in der Filiale beantragt, kann sich auch direkt dort ausweisen.

Etwas kompliziert ist das Eröffnen eines Girokontos für Minderjährige. Für sie müssen die gesetzlichen Vertreter den Antrag stellen und unterschreiben. Außerdem ist eine Kopie der Geburtsurkunde des Kindes für das Eröffnen nötig, bei Jugendlichen ab 16 Jahren zusätzlich der Personalausweis.

Mit unserem Girokontorechner das beste Konto finden

Ihr monatlicher Geldeingang

Finanztip-Kommentar: Zum monatlichen Geldeingang gehören zum Beispiel Gehalt, Rente und Bafög. Der Geldeingang kann die Kontogebühren beeinflussen.

Brauchen Sie eine Kreditkarte?

Finanztip-Kommentar: Bei einigen Konten ist die Kreditkarte immer dabei, bei anderen buchen Sie die Karte auf Wunsch dazu.

Wo möchten Sie Geld abheben?
Brauchen Sie eine Filiale?

Der Finanztip-Girokontorechner basiert auf Daten von Banken, die der Dienstleister Financeads GmbH Co KG, Nürnberg (Datenschutzhinweise), zur Verfügung stellt. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass nur bundesweit verfügbare Banken angezeigt werden, die ein verbraucherfreundliches Girokonto nach den Finanztip-Kriterien anbieten. Die Auswahl der Banken mit Girokonten erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Die teilnehmenden Banken finden Sie am Ende des Artikels. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Wenn die Bank kein Konto gewährt

Es kann vorkommen, dass die Bank es aufgrund einer schlechten Bonitätsbewertung des Kunden ablehnt, ein Bankkonto zu eröffnen. Das kann daran liegen, dass der Kunde Kredite nicht bedient hat, aber auch an fehlerhaften Einträgen bei den Firmen, die für die Banken die Kreditwürdigkeit beurteilen, zum Beispiel der Schufa.

Verbraucher müssen sich mit der Ablehnung nicht zufriedengeben: Sie können ihre Schufa-Bewertung kontrollieren. Falls die schlechte Einschätzung nur durch einen Fehler zustande gekommen ist, können sie die falschen Einträge korrigieren lassen.

Falls es aber tatsächlich Probleme mit der Kreditwürdigkeit gibt, darf die Bank sich weigern, ein normales Girokonto zu eröffnen. Anders verhält es sich beim Basiskonto, das jede Bank seit Mitte 2016 anbieten muss: Dessen Eröffnung darf nur aus ganz bestimmten Gründen verweigert werden.

Bei einem Basiskonto handelt es sich um ein Konto mit den grundlegendsten Funktionen, zum Beispiel Geld überweisen oder abheben. Die Banken müssen den Kunden Gründe nennen, falls sie solche Konten nicht eröffnen oder später kündigen.

Video: Diese Kosten können beim Girokonto anfallen

Kontowechsel leicht gemacht

Wenn Sie bereits ein Girokonto haben und dieses Konto wechseln, hilft Ihnen die neue Bank oft dabei. Dabei arbeiten die Geldinstitute in der Regel mit einem anderen Anbieter zusammen, der die regelmäßigen Geldeingänge und Geldausgänge analysiert und dann auf das neue Konto umleitet. Das macht er zum Beispiel, indem er Ihren Arbeitgeber über Ihr neues Konto informiert.

Seit September 2016 sind alle Banken verpflichtet, diesen Umzug für die Kunden abzuwickeln. Natürlich müssen die Kunden für den Wechsel das neue Girokonto vorher eröffnet haben. Das alte Konto sollten sie auch noch ein paar Wochen behalten, falls der Wechsel nicht so gut klappt wie erwartet.

Bei der Suche nach einem neuen Konto sollten Verbraucher nicht nur auf Aktionen oder Bonuszahlungen achten. Damit locken die Banken zwar neue Kunden; die alltäglichen Kosten für das Konto sind jedoch weit wichtiger. Die Gebühren für das Abheben, Bezahlen und Überweisen können im Jahr höher sein als die Bonuszahlung, die es bei der Kontoeröffnung gibt.

In der Regel sind Konten bei Direktbanken um einiges preiswerter als die Girokonten von Banken mit Filialen. Zwar müssen Verbraucher auf die Beratung in der Filiale verzichten, doch es gibt kaum weitere Einschränkungen. So kommen Kunden von Direktbanken problemlos an Bargeld, auch wenn die Banken keine eigenen Automatennetzwerke haben. Entweder die Bank ist Mitglied in einem Verbund (zum Beispiel Cash Group oder Cashpool) oder aber die Kunden können mit ihrer Kreditkarte kostenlos Geld abheben.

Unterschiede bei Online-Girokonten

Im Februar 2020 gab es bei Banken wie der Deutschen Kreditbank (DKB), Comdirect, Norisbank, Santander oder Consorsbank eine kostenlose Kreditkarte von Visa oder Mastercard dazu, falls Verbraucher dort ein Girokonto eröffneten. Doch neben der Kreditkarte und anderen Gemeinsamkeiten bestehen auch einige Unterschiede. Deshalb sollten Verbraucher auch bei diesen Banken die Konditionen genau vergleichen, bevor sie ein Konto eröffnen.

So verlangt beispielsweise die DKB nur einen Dispo-Zinssatz in Höhe von 6,74 Prozent – das ist wesentlich niedriger als etwa der Zinssatz der Norisbank zum selben Zeitpunkt. Die DKB, die Norisbank, Comdirect und Santander zum Beispiel erheben keine zusätzlichen Gebühren, falls Verbraucher in einer anderen Währung als Euro bezahlen (Stand: Januar 2020). Es lohnt sich als insbesondere für Reiselustige ein Bankkonto bei diesen Anbietern zu eröffnen.

Mehr dazu im Ratgeber Girokonto

  • Mit dem richtigen Girokonto können Sie Gebühren sparen und bekommen gute Leistungen.
  • Unsere Anbieter-Empfehlung: Comdirect, Norisbank, DKB, Santander, Consorsbank

Zum Ratgeber

Autor
Josefine Lietzau

Stand: 06. Februar 2020


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