Fidor Bank

Girokonto und Kreditkarte

Josefine Lietzau Stand: 02. Juli 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Fidor Bank bietet ihren Kunden ein Girokonto samt Karte an.
  • In Notsituationen können Fidor-Kunden schnell einen Dispo beantragen – der ist aber hoch verzinst.
So gehen Sie vor

Die Fidor Bank versuchte schon früh auf digitale Prozesse zu setzen – und auf ein kostenloses Girokonto samt Karte. Zumindest vom letzteren ist nur wenig übriggeblieben.

Was bietet das Girokonto?

Für das „Smart Girokonto“ zahlen Sie fünf Euro im Monat. Diese Kontoführungsgebühr fällt nur weg, wenn monatlich mehr als zehn Transaktionen auf dem Konto stattfinden. Zu den Transaktionen, die Fidor dafür akzeptiert, gehören zum Beispiel Überweisungen, Kartenzahlungen und Geldabhebungen. Sollten Sie neben dem Konto noch einen Ratenkredit oder einen Spar- oder Kapitalbrief von Fidor haben, entfällt die Kontoführungsgebühr.

Zum Konto gehört keine Girocard (früher: EC-Karte), stattdessen erhalten Sie eine Mastercard Debit. Bei der wird das Geld zeitnah vom Konto abgebucht, so wie Sie es von der Girocard kennen. Zudem können Sie damit im Internet einkaufen – ein Vorteil gegenüber der Girocard. Es kann jedoch passieren, dass die Karte im Laden nicht funktioniert. Dabei kommt es darauf an, ob der Händler Mastercard akzeptiert.

Falls das Girokonto nicht ausreichend gedeckt ist, fallen Dispozinsen von derzeit 8,5 Prozent an.

Mit unserem Girokontorechner das beste Konto finden

Ihr monatlicher Geldeingang

Finanztip-Kommentar: Zum monatlichen Geldeingang gehören zum Beispiel Gehalt, Rente und Bafög. Der Geldeingang kann die Kontogebühren beeinflussen.

Brauchen Sie eine Kreditkarte?

Finanztip-Kommentar: Bei einigen Konten ist die Kreditkarte immer dabei, bei anderen buchen Sie die Karte auf Wunsch dazu.

Wo möchten Sie kostenlos abheben?
Brauchen Sie eine Filiale?

Der Finanztip-Girokontorechner basiert auf Daten von Banken, die der Dienstleister Financeads GmbH Co KG, Nürnberg (Datenschutzhinweise), zur Verfügung stellt. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass nur bundesweit verfügbare Banken angezeigt werden, die ein verbraucherfreundliches Girokonto nach den Finanztip-Kriterien anbieten. Die Auswahl der Banken mit Girokonten erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Die teilnehmenden Banken finden Sie am Ende des Artikels. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Welche Kreditkarten bietet Fidor an?

Fidor hat drei Karten im Angebot: die Digital Mastercard Debit, die Mastercard Debit und die Smartcard.

Die digitale Karte erhalten Sie direkt zum Girokonto dazu. Damit können Sie im Internet einkaufen und auch in Läden bezahlen – wenn Sie dabei Ihr Smartphone benutzen und mobil bezahlen. Geld abheben klappt auch, allerdings nicht an Geldautomaten, sondern bei teilnehmenden Läden. Dazu müssen Sie auch das Smartphone benutzen.

Falls Sie eine physische Karte brauchen, zum Beispiel weil Sie nicht mit dem Handy bezahlen wollen, dann müssen Sie sich zwischen den zwei anderen Karten entscheiden.

Die Debit Mastercard kostet 12 Euro im Jahr. Wenn Sie Geld abheben, bezahlen Sie jedes Mal 3 Euro. Sollte es sich um eine andere Währung als Euro handeln, fallen beim Abheben und Bezahlen zusätzlich 1,5 Prozent des Umsatzes als Gebühr an.

Für die Smartcard bezahlen Sie 24 Euro im Jahr. Im Gegenzug können Sie zweimal im Monat kostenlos Geld abheben, jede weitere Abhebung kostet Sie 2,50 Euro. Bei anderen Währungen zahlen Sie auch bei dieser Karte 1,5 Prozent des Umsatzes.

Bei den Karten handelt es sich um Debit-Karten, das Geld wird also zeitnah vom Konto abgebucht. Bei solchen Karten kann es Probleme geben, wenn Sie Hotels oder Mietwagen buchen. Sie werden vor Ort nicht immer akzeptiert.

Was bietet die Fidor Bank neben dem Girokonto?

Neben dem Girokonto und der Kreditkarte können Sie bei der Fidor Bank weitere Finanzdienstleistungen nutzen.

Geld anlegen

Fidor bietet unterschiedliche Möglichkeiten an, Geld zu investieren: Sparbriefe, Kapitalbriefe, Devisenhandel, Edelmetalle und Kryptowährungen. Den Sparbrief verzinst die Fidor Bank seit Anfang 2019 nicht mehr, das gilt auch für den Kapitalbrief. Das Handeln mit Währungen, Rohstoffen und Kryptowährungen empfehlen wir nicht. Wir raten stattdessen, bei der Geldanlage auf Tagesgeld, Festgeld und ETFs zu setzen.

Geld leihen

Neben dem Dispo kommen Fidor-Kunden auch auf andere Weise an Geld: mit einem Ratenkredit. Der Zins ist bonitätsabhängig und liegt zwischen 1,61 und 13,47 Prozent, der Zweidrittelzins ist 6,88 Prozent effektiv im Jahr. Beim Zweidrittelzinssatz handelt es sich um den Zins, den mindestens zwei Drittel der Kunden erhalten, die den Kredit auch tatsächlich bekommen.

Wir empfehlen bei Ratenkrediten immer, die Angebote mehrerer Banken einzuholen. Das klappt über einen Kreditvergleich. Wie der geht und was Sie dabei beachten sollen, erklären wir Ihnen im Ratgeber Kreditvergleich. Alles Wichtige zum Thema Kredit lesen Sie in unserem Kreditratgeber.

Mehr dazu im Ratgeber Kredit

  • Bei Krediten können Sie die Kosten drücken, indem Sie Zinsen über Portale vergleichen.
  • Unsere Anbieter-Empfehlung: Verivox, Check24, Finanzcheck, Smava

Zum Ratgeber

Die Fidor Bank bietet ihren Kunden einen sogenannten Speed-Dispo an. Den gibt es laut der Bank innerhalb von 60 Sekunden – für satte 12,5 Prozent Zinsen.

Autor
Josefine Lietzau

Stand: 02. Juli 2020


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