Tagesgeldvergleich

Die besten Konten für Tagesgeld

Dirk Eilinghoff
& Co-Autor
Stand: 23. Juli 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Tagesgeldkonto hilft Ihnen, Geld sicher zu parken. Sie können jederzeit Geld abheben oder einzahlen.
  • Auch wenn es weniger Zinsen gibt als früher: Ein Vergleich lohnt sich immer noch.
  • Die aktuell besten Anbieter für Tagesgeld finden Sie in unserem Rechner
Die besten Tagesgeldkonten
  • Für NeukundenRenault Bank Direkt (0,55 Prozent pro Jahr für sechs Monate), Advanzia Bank (0,5 Prozent pro Jahr für sechs Monate)
  • Für alle Kunden: Leaseplan Bank (0,35 Prozent pro Jahr), TF Bank (0,35 Prozent pro Jahr), Klarna über Weltsparen (0,26 Prozent pro Jahr)
  • Dauerhaft gutes Tagesgeld: Leaseplan Bank (0,35 Prozent pro Jahr), TF Bank (0,35 Prozent pro Jahr), Nordax Bank über Weltsparen (0,22 Prozent pro Jahr)

Geld auf der hohen Kante zu haben, das jederzeit verfügbar ist und auch noch ordentlich verzinst wird: Das bot über Jahrzehnte das klassische Sparbuch. Doch mit ihren Kündigungsfristen und Höchstbeiträgen sind Sparbücher nicht mehr die beste Form, um sicher und flexibel zu sparen. Einfacher geht das mit einem Tagesgeldkonto.

Selbst die besten Anbieter bieten allerdings weniger als ein Prozent Zinsen pro Jahr. Und: Manche Banken und Sparkassen haben überhaupt kein Tagesgeldkonto mehr im Programm - oder schrecken Neukunden neuerdings mit einem Negativzins ab. Umso wichtiger ist es, die wenigen Zinschancen, die der Markt heute bietet, zu nutzen.

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Der Finanztip-Tagesgeldrechner basiert auf Daten von mehr als 100 Banken, die der Dienstleister Financeads GmbH & Co KG, Nürnberg, (Datenschutzhinweise) zur Verfügung stellt. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass Sie ein verbraucherfreundliches Ergebnis nach Finanztip-Kriterien bekommen. Die Auswahl der Tagesgeldkonten erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Für diese Ziele ist Tagesgeld gut geeignet

Aufgrund seiner Flexibilität ist das Tagesgeldkonto ein idealer Parkplatz für Geldbeträge, die Sie absehbar benötigen, aber getrennt von den laufenden Einnahmen und Ausgaben auf dem Girokonto halten möchten.

Wer also gerade für das nächste Auto, die Hochzeit oder den Jahresurlaub Geld beiseite legen möchte, sollte die besten Angebote beim Tagesgeld nutzen. Auch Sparer, die gerade einen Wohnungs- oder Hauskauf vorbereiten, können das zukünftige Eigenkapital erst einmal auf ein Tagesgeldkonto einzahlen. Und schließlich lässt sich auf dem Tagesgeldkonto eine gewisse Notreserve für Reparaturen oder sonstige unerwartete Ausgaben vorhalten.

Weniger gut passt das Tagesgeldkonto zum langfristigen Sparen. Denn wer der Bank das Geld für längere Zeit überlässt, erhält in der Regel höhere Zinsen. Wenn Sie also davon ausgehen, dass die Zinsen weiter sinken oder niedrig bleiben, sollten Sie deshalb für benötigtes Guthaben zum Festgeld wechseln. Sie gewinnen damit Zinssicherheit für den gewählten Zeitraum.

Suchen Sie grundsätzlich eine höhere Rendite, erwägen Sie am besten, sichere Anlagen wie das Tagesgeld und Festgeld mit anderen Formen der Geldanlage zu mischen. Aktienfonds sind wie Tagesgeld täglich verfügbar, unterliegen aber Kursschwankungen. Andererseits liegen die Renditen in guten Jahren um ein Vielfaches über den Zinssätzen von Festgeld- und Tagesgeldkonten. Wie Sie bei der Geldanlage richtig vorgehen, beschreibt unser Ratgeber Geldanlage.

Bevor Sie sich aber mit der Geldanlage beschäftigen, sollten Sie zunächst prüfen, ob Sie noch laufende Privatkredite oder Hypothekendarlehen haben. Dann ist es sinnvoll, nicht benötigtes Geld dort einzusetzen. Denn die Zinsen, die Sie auf dem Tagesgeldkonto erhalten, liegen so gut wie immer unter denen, die Sie für bestehende Kredite bezahlen.

Welches Tagesgeldkonto das richtige für Sie ist, zeigt Ihnen der Finanztip-Tagesgeldrechner. Geben Sie einfach ein, wie viel Geld Sie anlegen möchten – und für wie viel Monate.

Die Sicherheit der Bank geht vor

Die Corona-Krise hat deutliche Auswirkungen auf unseren Wirtschaftskreislauf und daher auch auf die Finanzmärkte. Unsere aktuelle Einschätzung zum Thema Einlagensicherung: Es gibt bei Anlagen in Tagesgeld, Festgeld oder auch bei Sparbüchern keinen Anlass zur Beunruhigung. Finanztip empfiehlt grundsätzlich nur Banken in Deutschland und anderen ausgewählten, wirtschaftsstarken Staaten. Was Sie zu Ihren Geldanlagen wissen sollten, lesen Sie in unserem Ratgeber zu Covid-19 und Geldanlage.

Beim Tagesgeld steht der Zins allerdings erst an zweiter Stelle. Noch wichtiger ist die Sicherheit der Bank. Das liegt an der Einlagensicherung. Diese gilt nicht unbegrenzt, sondern bis zu einer Höchstgrenze von derzeit 100.000 Euro je Bank und Kunde. Die Einlagensicherung besteht zwar in allen Ländern der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums EWR; im Ernstfall ist jedoch nicht vorhersehbar, ob sie wirklich in allen beteiligten Ländern funktioniert.

Deshalb sollten Sparer ihr Guthaben nur bei sicheren Banken in zahlungskräftigen Ländern anlegen. Finanztip verwendet für die Bewertung einer Bank ein besonderes Auswahlverfahren. Es basiert auf den Bewertungen, mit denen die Ratingagenturen die Zahlungsfähigkeit der Heimatländer der Banken beurteilen (Bonitätsnoten). Wir empfehlen nur Banken, die schon seit mindestens zwei Jahren Tages- und/oder Festgeld-Angebote für Kunden in Deutschland machen und gleichzeitig ihren Sitz in einem wirtschaftlich stabilen Land wie Deutschland oder Frankreich haben.

Im Finanztip-Tagesgeldrechner finden Sie im Reiter „Empfehlungen“ Banken, die unsere Kriterien erfüllen. Eine Übersicht mit weiteren Tagesgeld-Angeboten finden Sie im Reiter „Alle Tagesgeldkonten“.

Wichtig sind die Zinssätze für Bestandskunden

„Zins-Bonus“ und andere Werbesprüche klingen zwar prima. Kunden, die schon länger bei der Bank sind, erhalten aber keine Aktionszinsen, sondern den (niedrigeren) Zinssatz für Bestandskunden. Doch auch dort gibt es große Unterschiede: Manche Anbieter halten sich für Bestandskunden über Monate und Jahre auf den vorderen Plätzen unserer Rangliste. Sie bieten nach unserer Einschätzung dauerhaft gute Zinsen.


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Im Finanztip-Tagesgeldrechner können Sie die Zinsen für den gewählten Zeitraum direkt ablesen. Ob Sie diesen Betrag am Ende wirklich auf dem Tagesgeldkonto haben, hängt allerdings davon ab, ob der Anbieter die Zinsen während dieses Zeitraums beibehält.

Zinsgarantien richtig nutzen

Mit Tagesgeld bleiben Sie flexibel; Sie können täglich über Ihr Geld verfügen. Im Gegenzug kann die Bank die Verzinsung täglich ändern. Allerdings gibt es immer wieder Angebote mit Zinsgarantie. In der Regel werben Banken damit um neue Kunden. Die Bank verpflichtet sich dann, diesen für eine bestimmte Anzahl an Monaten einen höheren Aktionszins zu zahlen. Danach erhalten die Sparer auf ihrem Tagesgeldkonto aber nur noch den niedrigeren Zinssatz für Bestandskunden. Wer also nicht aufpasst, hat nach dem Ende der Aktion nur noch ein mäßig verzinstes Tagesgeldkonto und sollte überlegen, wieder zu einem besseren Angebot zu wechseln.

Je kürzer die Zinsgarantie, umso häufiger müssen Sie wechseln, falls Sie für Ihr Geld stets die bestmögliche Verzinsung suchen.

Im Finanztip-Tagesgeldrechner heben wir Höchstbeträge und zeitliche Begrenzungen klar hervor. Übrigens können Sie immer auch mehr Geld anlegen, als der Höchstbetrag vorgibt. Sie erhalten dann aber für das zusätzliche Guthaben nur die niedrigere Zinsgutschrift, wie sie für Bestandskunden gilt.

Im Überblick: Alles Wichtige zum Tagesgeldkonto

1. Wozu benötige ich überhaupt ein Tagesgeldkonto?

Tagesgeldkonten sind im Schnitt besser verzinst als Girokonten und Sparbücher. Ein weiteres Plus: Geld, das auf einem Tagesgeldkonto liegt, können Sie kurzfristig wieder auf Ihr Girokonto zurücküberweisen. Bei einem Sparbuch kann es dagegen sein, dass Sie drei Monate Kündigungsfrist haben, bis auch der letzte Cent auf Ihrem Girokonto landet.

Damit ist das Tagesgeldkonto ein idealer Parkplatz für Geldbeträge, die Sie absehbar benötigen, aber getrennt von den laufenden Einnahmen und Ausgaben halten möchten. Wer seine Finanzen also gut geordnet halten möchte, sollte ein Tagesgeldkonto haben.

2. Kann ich zum Sparen nicht mein Girokonto oder Sparbuch nutzen?

Grundsätzlich: ja. Allerdings sprechen einige Gründe dagegen. Wer neben dem Girokonto kein leicht benutzbares Tagesgeldkonto hat, gibt einen Überschuss häufig einfach aus – und spart eben nicht. Und selbst wenn Sie sparen, verlieren Sie schnell den Überblick.

Außerdem riskieren Sie beim Missbrauch Ihrer Girokarte einen größeren Schaden, wenn Sie Ihre Sparbeiträge nicht umleiten: Je mehr Guthaben auf dem Girokonto ist, umso mehr kann ein Betrüger abräumen.

Und schließlich: Sie verschenken jedes Jahr einiges an Zinsen. Denn Guthaben auf Girokonten und Sparbüchern werden heute praktisch nicht mehr verzinst. Der durchschnittliche Jahreszins bei Sparbüchern liegt bei gerade einmal 0,01 Prozent, bei den besten Angeboten beim Tagesgeld dagegen bei einem halben Prozent.

Dazu ein Rechenbeispiel: Für 10.000 Euro Guthaben erhalten Sie bei einem Zinssatz von 0,01 Prozent auch nur 1 Euro an Zinsen im Jahr. Bei einem Tagesgeldkonto zu 0,3 Prozent Zinsen sind es dagegen 30 Euro.

3. Wie sicher ist mein Geld auf dem Tagesgeldkonto?

Grundsätzlich gilt: Bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Kunde und Bank gilt innerhalb der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum EWR die gesetzliche Einlagensicherung. Bei Gemeinschaftskonten sind es sogar 200.000 Euro. Gerät eine Bank in einem EU-/EWR-Land in eine finanzielle Notlage, sorgt der Einlagensicherungsfonds des Landes dafür, dass die Kunden ihr Geld zurückerhalten.

Für die Wahl des Tagesgeldkontos bedeutet das: Wenn Sie die Unsicherheit rund um eine Bankenpleite vermeiden möchten, sollten Sie eine finanziell stabile Bank wählen. Die Bank sollte ihren Sitz in einem Land haben, dessen Einlagensicherung Sie vertrauen und das von Ratingagenturen sehr gute Bewertungen erhält. Bei den von Finanztip empfohlenen Banken ist das der Fall.

4. Wie eröffne ich ein Tagesgeldkonto?

Die besten Zinsen beim Tagesgeld erhalten Sie meist bei Direktbanken. Bei diesen Anbietern füllen Sie zunächst online einen Antrag zur Kontoeröffnung aus, den Sie dann direkt ausdrucken können oder per E-Mail zugesandt bekommen.

In jedem Fall überprüft die Bank Ihre Angaben anhand Ihrer Ausweispapiere. Dazu legen Sie in einer Postfiliale Ihren Pass oder Personalausweis gemeinsam mit den Kontounterlagen vor (Postident-Verfahren). Bei manchen Banken können Sie sich auch per Video ausweisen (Videoident-Verfahren). Erst danach eröffnet die Bank das Konto, und Sie können Geld einzahlen. Überweisungen in die andere Richtung – also vom Tagesgeldkonto auf Ihr Girokonto – gehen nur auf ein vorab festgelegtes Referenzkonto. In der Regel ist das Ihr Girokonto.

5. Benötige ich neben dem Tagesgeld- auch ein Festgeldkonto?

Ja, Sie brauchen auch ein Festgeldkonto. Denn der Zinssatz für das Tagesgeldkonto ist variabel. Die Bank kann also jederzeit entscheiden, den Zinssatz zu senken.

Gerade bei Angeboten für neue Kunden locken Banken mit attraktiven Zinsen, begrenzen ihre Aktion aber auf wenige Monate und Höchstbeträge, die in vielen Fällen nicht reichen. Nach Ablauf der Aktionszeit fällt der Zinssatz häufig auf ein Viertel oder Fünftel des alten Wertes ab. Wer keine Zinsen verschenken möchte, muss sich zu diesem Zeitpunkt wieder nach den besten Angeboten umsehen und den Anbieter wechseln.

Um diesen Aufwand zu vermeiden, sollten Sie entscheiden, wie viel Geld Sie wirklich flüssig halten wollen. Sofern Sie eine sichere Bank wählen und auf die Einlagensicherung vertrauen, spricht nichts dagegen, Ihr Geld für eine bestimmte Zeit festzulegen. Beim Festgeld lässt sich das Geld zwar nicht täglich zurückbuchen, dafür erhalten Sie Zinssicherheit und einen deutlichen Zinsbonus gegenüber dem Tagesgeld.

6. Wo kann ich sonst noch höhere Zinsen erhalten?

Interessanterweise bei Ihnen selbst – solange Sie noch Schulden haben. Denn der Zinssatz bei einem Dispokredit, Ratenkredit, Autokredit oder einem Immobilienkredit ist oft um ein Vielfaches höher als die Guthabenzinsen bei Sparkonten: 5.000 Euro an Schulden kosten bei 9 Prozent Zinsen 450 Euro im Jahr. Selbst ein gut verzinstes Tagesgeldkonto bringt dagegen nur rund 25 Euro. Sie sparen also 425 Euro, wenn Sie die 5.000 Euro nicht auf dem Tagesgeldkonto oder einem schlechter verzinsten Sparkonto halten, sondern damit Kredite abzahlen. Und Sie haben dazu noch das gute Gefühl, Ihre Schulden verringert oder ganz zurückgezahlt zu haben.

7. Soll ich eine Notreserve von zwei bis drei Monatsgehältern vorhalten?

Ja, aber selbst dieses Geld muss nicht unbedingt auf dem Tagesgeldkonto liegen. Es geht darum, dass Sie im Notfall auf den Betrag zugreifen können. Dazu benötigen Sie nicht unbedingt Guthaben auf einem Girokonto oder Sparkonto. Sie können sich auch eine Kreditlinie sichern und das Geld dann nicht abrufen. Das geht mit einem Rahmenkredit oder einer Kreditkarte mit Teilzahlungsfunktion. Wenn Sie dann doch einmal auf den Kredit zugreifen müssen, zahlen Sie zwar Zinsen dafür, haben aber vorher über Jahre bessere Zinsen für Ihr Guthaben erhalten, weil Sie etwa vom Tagesgeld zum Festgeld wechseln konnten.

8. Wie werden die Zinsen auf meinem Tagesgeldkonto besteuert?

Von den Zinsen eines Tagesgeldkontos geht grundsätzlich die Abgeltungssteuer von 25 Prozent sowie Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls auch Kirchensteuer ab. Solange Sie allerdings mit Ihren Zinseinnahmen unterhalb der Grenzen des Sparer-Pauschbetrags – 801 Euro (bei Singles) oder 1602 Euro (bei Ehegatten) – bleiben, können Sie den Steuerabzug mit einem Freistellungsauftrag vermeiden. Auch wer etwa als Rentner oder Student eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorlegen kann, erhält den gesamten Zinsbetrag ausgezahlt. Manche ausländische Banken ohne Tochtergesellschaft in Deutschland zahlen die Zinsen ohnehin ohne Abzüge aus. Der Sparer ist dann selbst dafür verantwortlich, die jeweiligen Freibeträge im Blick zu behalten.

9. Soll ich mit einem Tagesgeldkonto für die Altersvorsorge sparen?

Für diesen Ansatz spricht, dass ein Tagesgeldkonto anders als etwa die klassische Lebensversicherung flexibel und kostenfrei ist. Allerdings gibt es keine Förderung vom Staat, und der häufige Wechsel der Zinssätze macht diese Lösung recht aufwendig. Besser ist es, zunächst die geförderte Altersvorsorge wie Riester und Betriebsrente zu prüfen. Mit beiden Optionen können Sie in der Sparphase Steuern sparen, müssen aber später die Rente versteuern.

Wen diese Vorgaben zu sehr einengen, der sollte nicht beim Tagesgeld bleiben, sondern wenigstens zum Festgeld wechseln. Damit lassen sich steigende Preise (Inflation) besser ausgleichen – zumindest, solange die Zinsen sinken. Eine deutlich bessere Rendite können Sie aber nur erwarten, wenn Sie Festgeld mit Indexfonds mischen. Das bedeutet aber auch, dass der Wert der Geldanlage kurz- und mittelfristig schwanken kann. Wenn Sie noch mehr als zehn Jahre Zeit bis zur Rente haben, sollten Sie sich diese Lösung zumindest ansehen. Lesen Sie dazu unseren Ratgeber Geldanlage.

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Banken mit dauerhaft guten Zinsen

Anleger, die nicht ein- bis zweimal im Jahr das Tagesgeldkonto wechseln wollen, sollten auf Banken mit dauerhaft guten Zinsen setzen. Zahlte eine Bank in den vergangenen Monaten und Jahren regelmäßig attraktive Zinsen, so sehen wir das als Hinweis, dass die Bank die Sparguthaben ihrer Kunden langfristig halten möchte. Wir haben die Konditionen der vergangenen 12 Monate von den Anbietern verglichen, die unsere Stabilitätskriterien erfüllen. Wir bewerten eine Bank als dauerhaft gut, wenn sie zu einer Gruppe mit den höchsten durchschnittlichen Zinssätzen gehört. Mitte 2020 bedeutet das: In den vergangenen 12 Monaten betrug der Durchschnittszins mindestens 0,23 Prozent pro Jahr. Die Ergebnisse finden Sie in der folgenden Tabelle. Die Zinsen gelten jeweils für einen Anlagebetrag von 10.000 Euro.

Diese Banken bieten dauerhaft gute Zinsen

Anbieterdurchschnittlicher Zins
vergangene 12 Monate,
pro Jahr
derzeitiger Zinssatz
für Bestandskunden,
pro Jahr
besseres Tagesgeld  
TF Bank0,45 %0,35 %
Leaseplan Bank0,40 %0,35 %
Nordax Bank (Weltsparen)0,38 %0,22 %
Hoist Finance (Weltsparen)0,33 %0,05 %
Advanzia Bank10,33 %0,25 %
Opel Bank0,30 %0,25 %
Renault Bank Direkt10,28 %0,25 %
Cosmosdirekt 0,28 %0,21 %
PSA Direktbank0,25 %0,25 %
Ikano Bank0,24 %0,24 %
Akbank0,24 %0,15 %
NIBC Direct0,23 %0,20 %
weitere Banken  
Volkswagen Bank / Audi Bank0,08 %0,05 %
ING0,005 %0,001 %
DKB0,09 %0,01 %2
Consorsbank0,01 %0,01 %

Quelle: Finanztip-Berechnung, aktuelle Zinssätze (Stand 16. Juli 2020), Durchschnitte linke Spalte (Stand: 17. Juli 2020). 1 Für Neukunden gelten zunächst höhere Zinsen. 2 Für Neukunden 12 Monate lang nach Kontoeröffnung sowie Kunden mit einem Geldeingang von jeweils mindestens 700 Euro in den zurückliegenden drei Monaten auf dem Girokonto. 

Empfehlungen aus dem Ratgeber

  • Für NeukundenRenault Bank Direkt (0,55 Prozent pro Jahr für sechs Monate), Advanzia Bank (0,5 Prozent pro Jahr für sechs Monate)
  • Für alle Kunden: Leaseplan Bank (0,35 Prozent pro Jahr), TF Bank (0,35 Prozent pro Jahr), Klarna über Weltsparen (0,26 Prozent pro Jahr)
  • Dauerhaft gutes Tagesgeld: Leaseplan Bank (0,35 Prozent pro Jahr), TF Bank (0,35 Prozent pro Jahr), Nordax Bank über Weltsparen (0,22 Prozent pro Jahr)
Autor
Dirk Eilinghoff
& Co-Autor
Josefine Lietzau

Stand: 23. Juli 2020


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