Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung für Schüler, Azubis und Studenten

Die Arbeitskraft früh absichern

Martin Klotz
Finanztip-Experte für Vorsorge
21. April 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Bereits vor dem Berufseinstieg können Schüler und Studenten eine Versicherung für Berufsunfähigkeit abschließen.
  • Finanziell lohnt sich das vor allem, wenn diese später keinen reinen Bürojob wählen.
  • Außerdem gilt: Je niedriger das Einstiegsalter, desto einfacher kommen sie in der Regel durch die Gesundheitsprüfung.
So gehst Du vor
  • Lass Dich vor Abschluss einer Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung beraten und hole Dir unbedingt mehrere Angebote ein. Als spezialisierte Versicherungsvermittler empfehlen wir Hoesch & Partner, Buforum24, Zeroprov, Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung sowie P&F.
  • Wichtige Hinweise und Tipps für die Suche nach dem passenden Vertrag findest Du in unserer BU-Checkliste.

Sie ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt: die Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung, kurz BU. Der Vertrag sichert Dich finanziell ab für den Fall, dass Du nicht mehr arbeiten kannst. Junge Menschen haben den großen Vorteil, dass sie meist kaum Vorerkrankungen haben und ohne Probleme eine BU zu einem günstigen Beitrag abschließen können.

Wir erklären, wie eine BU schon „ohne Beruf“ funktionieren kann und wo Du Dich individuell beraten lassen kannst. Denn es gibt sehr viele BU-Optionen, und Du solltest nichts unüberlegt abschließen.

Was umfasst eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung?

Eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung springt ein, wenn Du voraussichtlich auf Dauer nicht mehr in Deinem bisherigen Beruf arbeiten kannst. Dann bekommst Du eine monatliche Rente – ganz gleich, ob Du den Job aufgrund eines Unfalls nicht mehr ausüben kannst oder wegen einer körperlichen oder psychischen Erkrankung.

Sinnvoll ist eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung, obwohl es mit der Er­werbs­min­de­rungs­ren­te eine entsprechende staatliche Absicherung gibt. Denn die bietet deutlich weniger Schutz.

Die staatliche Er­werbs­min­de­rungs­ren­te zahlt Dir nur dann eine volle Rente, wenn Du in Deinem eigenen oder einem anderen Beruf täglich weniger als drei Stunden arbeiten kannst. Zum Vergleich: Eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung springt in der Regel bereits dann ein, wenn Du Deinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich dauerhaft nur noch zu weniger als 50 Prozent ausüben kannst.

Ein weiteres Plus der privaten Absicherung: Du kannst sie an Deine Lebens- und Einkommenssituation anpassen. Die ohnehin relativ geringe staatliche Er­werbs­min­de­rungs­ren­te hingegen hängt von Deinem individuellen Rentenanspruch ab.

Welche Vorteile bietet eine frühe Absicherung?

Noch vor dem Berufsstart – bereits als Schüler oder Student – eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung abzuschließen, mag abwegig klingen. Auf lange Sicht aber kann es sich positiv auswirken.

Junge Menschen bekommen leichter einen Vertrag

Wenn Du berufsunfähig wirst, zahlt Dir die Versicherung monatlich eine Rente, bis Du wieder arbeiten kannst. Dauert die Berufsunfähigkeit viele Jahre, können das je nach Höhe der vereinbarten Absicherung insgesamt Hunderttausende Euro sein. Deshalb prüft der Versicherer ganz genau, wie Dein gesundheitlicher Zustand ist, bevor er einen Vertrag mit Dir schließt. Du musst dafür einen ausführlichen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Details zu den Gesundheitsfragen und weitere wichtige Tipps zum Abschließen einer BU findest Du in unserem Ratgeber Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung.

Da junge Menschen in der Regel kaum Vorerkrankungen haben, ist es für sie wesentlich einfacher, einen Vertrag zu bekommen. Daher lohnt es sich häufig, eine BU schon früh abzuschließen. Im Laufe des Lebens werden manche von uns zwar bisweilen schöner, aber selten gesünder. Auch dürfte es im Schüler- oder Studentenalter einfacher sein, die nötigen Informationen zum Gesundheitszustand zusammenzutragen als Jahre oder gar Jahrzehnte später.

Der Monatsbeitrag ist meist günstiger

Ein weiterer Vorteil für junge Menschen ist, dass sie aufgrund des niedrigen Risikos nur geringe Beiträge zahlen müssen. Eines haben die Rechenformeln, mit denen die Unternehmen die Beitragshöhe kalkulieren, gemeinsam: Je älter der Versicherte beim Abschluss, umso höher der Beitrag – auch wenn alle anderen Merkmale gleich bleiben.

Den richtigen Zeitpunkt für den Vertragsabschluss zu finden, ist dennoch eine Abwägung. Denn wer jung eine BU abschließt, zahlt meist niedrigere Beiträge – diese aber logischerweise über einen längeren Zeitraum, als wenn er oder sie später einsteigt. Wer lieber wartet, riskiert andererseits, dass Unvorhergesehenes, wie eine Krankheit, dazwischenkommt. Welche Entscheidung für Dich die richtige ist, hängt von Deinen beruflichen Plänen, aber ein Stück weit auch vom Schicksal ab. Bei welchen Berufszielen es besonders sinnvoll ist, sich früh mit einer Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung zu beschäftigen, erklären wir im nächsten Punkt.

Der „Beruf“ ändert sich, die Einstufung bleibt

Ein Merkmal, das sich (hoffentlich) über die Zeit ändern wird, ist der Berufsstatus. Denn wer als Schüler oder Student eine BU abschließt, möchte ein paar Jahre später wahrscheinlich in einem bezahlten Job landen. Bei guten Verträgen sind diese neuen Stationen im Lebenslauf nicht von Nachteil.

Da junge Menschen bei Abschluss einer Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung noch gar keinen Beruf ausüben, werden sie von der Versicherung meist in eine günstige Berufsgruppe eingestuft, die im Laufe des Berufswegs erhalten bleibt. Das kann insbesondere für Schüler vorteilhaft sein, die eine Ausbildung in einem körperlich anstrengenden Beruf anstreben. Denn gerade wer einen Handwerksberuf ausübt oder im künstlerischen oder sozialen Bereich arbeitet, muss oft viel für den Berufsunfähigkeitsschutz zahlen. Unser Preisbeispiel zeigt, dass ein Tischler-Azubi für einen Vertrag mit 1.000 Euro versicherter Rente fast dreimal so viel zahlen muss, wie ein zwei Jahre jüngerer Hauptschüler.

Hast Du schon als Schüler oder Student einen guten Vertrag abgeschlossen, kannst Du weiter von den günstigen Beiträgen profitieren, auch wenn Du nach Schule oder Studium einen riskanten Beruf ausübst.

BU-Versicherung für Schüler: Finanziell abgesichert sind die Eltern

Eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung dient dazu, einen Teil des Einkommens zu ersetzen, das Dir entgeht, wenn Du nicht mehr arbeiten kannst. Schüler, die nicht mehr zur Schule gehen können, haben in der Regel keinen unmittelbaren Einkommensausfall. Allerdings ermöglicht die monatliche Rente den Eltern, die Kosten zu stemmen, die durch die Schulunfähigkeit entstehen. Zum Beispiel könnten sie weniger arbeiten, um das schulunfähige Kind zu betreuen.

Für Studenten: Die Absicherungslücke zum Berufsstart ist gedeckt

Einen Anspruch auf die staatliche Er­werbs­min­de­rungs­ren­te hast Du in der Regel erst, wenn Du fünf Jahre in die gesetzliche Ren­ten­ver­si­che­rung eingezahlt hast. Beim Berufsstart bist Du deshalb ohne BU meist überhaupt nicht abgesichert. Es gibt zwar Ausnahmen, die in manchen Fällen auch für Auszubildende greifen, jedoch sind diese Ausnahmen stark begrenzt. Zudem prüft die zuständige Deutsche Ren­ten­ver­si­che­rung bei der Er­werbs­min­de­rungs­ren­te, ob Du nicht stattdessen in einem beliebigen anderen Beruf arbeiten kannst, bevor es Er­werbs­min­de­rungs­ren­te gibt. Gering ist oft auch die monatliche Rente, die Du im Falle einer frühen Erwerbsminderung erhalten würdest.

Was macht gute Verträge aus?

Schon eine normale Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung lässt sich schwer ohne Beratung abschließen. Bei einer BU für Schüler und Studenten gibt es zusätzliche Besonderheiten. Wo Du Dich beraten lassen kannst, erfährst Du am Ende dieses Ratgebers. Im Folgenden findest Du einen Überblick über die Punkte, die für Schüler und Studenten besonders wichtig sind.

Schüler- und Studentenklauseln

Im Fall der Fälle entscheiden einzelne Formulierungen, ob Du als berufsunfähig giltst oder nicht. Für junge Menschen ist ein sehr wichtiger Punkt, dass ihre tatsächliche Beschäftigung als Schüler oder Student versichert ist. Man könnte meinen, das wäre immer der Fall, schließlich klingt es logisch. Doch ist das nicht in allen Verträgen so geregelt.

Für Studenten gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, nicht das Studium, sondern einen Zielberuf zu versichern. In dem Fall erhält ein Student, der aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter studieren kann, möglicherweise keine Rente. Der Versicherer prüft dann nämlich nur, ob der Versicherte den Beruf ausüben kann, den er als Zielberuf angegeben hat.

Um solche Konflikte zu vermeiden, sollten Studenten darauf achten, ihre Beschäftigung als Student zu versichern. Bei Schülern hingegen ist es wichtig, dass der Versicherer die Teilnahme am regulären Schulunterricht als Maßstab für eine Berufsunfähigkeit anerkennt.

Keine Verweisung auf andere Schulform oder Fachrichtung

Auch bei der Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung kann es grundsätzlich vorkommen, dass eine Versicherung die berufsunfähige Person auf eine andere Tätigkeit oder einen anderen Beruf verweist. Das bedeutet vereinfacht, dass der Versicherer nicht zahlt, weil der Versicherte noch etwas anderes machen kann.

Solche Regelungen solltest Du unbedingt meiden und einen Anbieter suchen, der auf jegliche Arten von Verweisung verzichtet.

Maßstab für eine solche Verweisung ist zwar immer, dass der neue Job der bisherigen Lebensstellung entspricht. Bei Schülern und Studenten kann er dennoch einen völligen Umsturz des Lebensweges bedeuten.

Bei Schülern gibt es die Verweisung auf eine andere Schulform. Das heißt, der Versicherer könnte feststellen, dass ein Gymnasiast noch auf die Realschule gehen kann. Zahlungen aus der Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung erhält der Schüler dann nicht.

Einen Studenten kann der Versicherer hingegen auf eine andere Fachrichtung verweisen. So erhält der Medizinstudent im Zweifel keine Leistungen, wenn er zum Beispiel noch in der Lage ist, Theaterwissenschaften zu studieren.

Nach­ver­si­che­rungs­ga­ran­tie

Die versicherte Rente sollte reichen, um im Krankheitsfall den Lebensunterhalt zu finanzieren. Bei Schülern und Studenten reichen dabei zu Beginn meist kleinere Summen zwischen 1.000 Euro und 1.500 Euro. Denn eine höhere Rente kostet immer auch mehr Beitrag. Allerdings steigt der Absicherungsbedarf während des Lebens normalerweise: Der Berufseinstieg, die erste Beförderung und die Hochzeit sind dabei nur einige Beispiele.

Deshalb solltest Du darauf achten, dass der Versicherer Dir erlaubt, die vereinbarte Rente zu erhöhen. Mindestens sollte dies ohne erneute Gesundheitsprüfung, am besten sogar ohne erneute Risikoprüfung möglich sein. Letzteres bedeutet, dass der Anbieter zum Beispiel auch darauf verzichtet, zu prüfen, ob Du einen risikoreicheren Beruf hast.

Kein höherer Beitrag bei Wahl eines risikoreichen Berufs

Einige Verträge beinhalten Regelungen, die Dich dazu verpflichten, dem Versicherer einen Berufswechsel anzuzeigen. Bewertet dieser den neuen Beruf schlechter als den letzten, musst Du höhere Beiträge für das erhöhte Risiko zahlen. Um das zu vermeiden, solltest Du einen Anbieter wählen, der diese Anzeigepflicht ausschließt. Dadurch bleiben die Beiträge niedrig, selbst wenn Du nach dem Studium einen risikoreichen Beruf ausübst. Das Gleiche gilt für gefährliche Hobbies: Auch dafür sollte es keine Anzeigepflicht geben.

Besserstellung bei Wahl eines risikoärmeren Berufs

Neben dem Ausschluss von Anzeigepflichten bei einem Berufswechsel ist es genauso wichtig, dass der Versicherer Dir die Möglichkeit einer Besserstellung zugesteht. Er sollte Dir niedrigere Beiträge gewähren, wenn Du in einen risikoärmeren Beruf wechselst.

Wie viel kostet ein Vertrag für Schüler und Studenten?

Die folgenden Preisbeispiele vermitteln Dir einen Eindruck über die Kosten der Versicherung. Allerdings gilt: Bei kaum einer Versicherungsart gibt es so viele unterschiedliche Beiträge wie bei der BU-Versicherung. Dies liegt vor allem an der Vielzahl der Berufsgruppen. Die Anbieter versuchen nämlich einzuschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Interessent berufsunfähig wird. Körperlich anstrengende Berufe halten die Versicherer beispielsweise für risikoreicher als Schreibtischjobs.

Doch auch zwischen den verschiedenen BU-Anbieter kann es deutliche Unterschiede geben, wie sie einen Beruf bewerten. Um zu erfahren, was der BU-Schutz für Dich persönlich kosten würde, musst Du Dir deshalb Angebote machen lassen, die Deine Tätigkeit und Deine Gesundheit berücksichtigen.

Preisbeispiele für Schüler und Studenten

 Alter beim AbschlussMonatlicher Beitrag
Hauptschüler15 Jahreab 33 Euro
Gymnasiast17 Jahreab 34 Euro
Tischler-Azubi17 Jahreab 83 Euro
Jurastudent19 Jahreab 33 Euro

Annahmen: 1.000 Euro versicherte Rente, keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Nichtraucher, männlich, 170 Zentimeter, 70 Kilogramm, Absicherung im Leistungsfall bis zum 67. Lebensjahr, Tischler-Azubi hat 20 Prozent Berufsschulzeit 
Quelle: Onlineabfrage Hoesch & Partner (Stand: 2. März 2020)

Generell kann man feststellen: Eine Absicherung für den Tischler-Azubi belastet das schmale Budget als Auszubildender schon sehr. Hier kommt der Einstieg in die Absicherung deutlich günstiger, wenn der zukünftige Tischler-Lehrling schon vor dem Start der Ausbildung den BU-Vertrag abschließt. Wer also später einen risikoreichen (handwerklichen) Beruf anstrebt, sollte sich möglichst schon in der Schulzeit mit dem Thema Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung beschäftigen.

Für Bürojobs und deren Ausbildungswege liegt der Vorteil einer frühen BU-Versicherung dagegen nicht beim Beitrag, im Gegenteil: Jeder Monat der Absicherung kostet ja auch einen entsprechenden Beitrag. Allerdings ist der Gesundheitszustand meist besser, je jünger ein Mensch ist. Mit jedem weiteren Lebensmonat steigt also die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Versicherung nach einer Erkrankung oder einem Unfall nicht mehr abschließen kannst.

Wo kann ich mich beraten lassen?

Beim komplexen Thema Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung kommst Du in aller Regel nicht an einer individuellen Beratung vorbei. Einen ersten Eindruck von den Kosten einer BU kannst Du Dir zwar auf Vergleichsseiten im Internet oder bei Direktversicherern verschaffen. Allerdings wird bei solchen Vergleichen Dein Gesundheitszustand oft nicht berücksichtigt. Der angezeigte Preis ist dann nur realistisch, sofern Du keinerlei Vorerkrankungen hast.

Der Online-Vergleich kann jedoch keine Beratung ersetzen – die aber brauchst Du, wenn Du Dich nicht alleine durch die vielen Tarife und Ver­si­che­rungs­be­din­gungen kämpfen möchtest. Denn bei der Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung kommt es am Ende vor allem auf die Leistung an, weniger auf den Preis.

Zudem schaffen viele Interessenten die Gesundheitsfragen nicht ohne Weiteres. Ein Versicherungsvermittler kann anonymisierte Risikovoranfragen bei verschiedenen Unternehmen stellen und so die Versicherung finden, die für Dich persönlich die günstigsten Bedingungen hat.

Diese Vermittler empfehlen wir

Es ist schwierig, einen Versicherungsvermittler zu finden, der vertrauenswürdig und kompetent ist. Wir haben in einer Ausschreibung Spezialisten für die Beratung zur BU und alternativen Absicherungsformen gesucht und Versicherungsmakler gefunden, die wir für empfehlenswert halten.

Wir haben diese Makler nach formalen Kriterien ausgewählt, wie Erfahrung und Qualifikation, und uns zu stichprobenartig ausgewählten Fällen Beratungsdokumentationen angesehen. Die Qualität der individuellen Beratung können wir jedoch nicht überprüfen. Erzähle uns deshalb bitte in unserer Community von Deinen Erfahrungen mit unseren Empfehlungen.

Alle von uns empfohlenen Makler bieten Beratung in ihrem Büro an sowie per Telefon, E-Mail, Videochat und Online-Konferenz mit Fernzugriff auf Deinen Computer. Folgende Versicherungsmakler können wir Dir empfehlen:

Hoesch & Partner
Beratung zu BU und Alternativen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 1983
  • 30 beratende Makler
  • 8 Standorte (Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Berlin, Köln, Hannover)
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
  • bieten auch Honorarberatung und Nettotarife an
BUForum24
Beratung zu BU und Alternativen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2003
  • 4 beratende Makler
  • 1 Standort in Neudorf (Schleswig-Holstein)
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
Nur beim Anbieter abschließbar
Zeroprov
Beratung zu BU und Alternativen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2012
  • 3 beratende Makler
  • 1 Standort in Schkölen (Thüringen)
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
  • bieten vorrangig Honorarberatung und Nettotarife an
Nur beim Anbieter abschließbar
Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung
Beratung zu BU und Alternativen
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2005
  • 2 beratende Makler
  • 1 Standort in Köln
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
  • bieten auch Honorarberatung und Nettotarife an
Nur beim Anbieter abschließbar
P&F
Beratung zu BU
  • Erfahrung mit Arbeitskraftabsicherung seit 2001
  • 2 beratende Makler
  • 1 Standort in Hövelhof (Nordrhein-Westfalen)
  • beraten persönlich, telefonisch, online und per E-Mail
  • keine nachgewiesene Erfahrung mit BU-Alternativen

Welche Alternativen gibt es?

Wenn Du, zum Beispiel aufgrund von bestimmten Vorerkrankungen, gar keine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung bekommen würdest oder die Absicherung zu teuer ist, gibt es noch ein paar andere Möglichkeiten, etwa die Grundfähigkeitsversicherung oder die sogenannte Schwere-Krankheiten-Versicherung. Sie schützen in der Regel weniger gut als eine BU, sind aber meist besser als nichts. Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen haben wir in unserem Ratgeber zu BU-Alternativen zusammengestellt.

So haben wir ausgewählt

Versicherungsmakler für die Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung 2018

Die Auswahl der Versicherungsmakler, die wir empfehlen, basiert auf einer Online-Ausschreibung für Spezialisten für Arbeitskraftabsicherung. Dafür hat Finanztip einen Fragebogen mit 21 Fragen entwickelt. In den Auswahlprozess kamen Versicherungsmakler und -berater, die unsere Fragen bis zum 31. August 2018 beantwortet haben.

Die bis zu diesem Datum eingegangenen 86 Bewerbungen haben wir überprüft auf Kriterien wie formale Qualifikation, Marktabdeckung, Erfahrung, Zahl der Berater und Routine in der Beratung zur Arbeitskraftabsicherung.

In den weiteren Auswahlprozess nahmen wir nur Bewerber auf, die nach eigenen Angaben einen formal höheren Berufs- oder Bildungsabschluss als die IHK-Prüfung zum Versicherungsfachmann angegeben haben und Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rungen von mindestens 25 Gesellschaften sowie Er­werbs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rungen von acht Unternehmen vermitteln konnten.

Zudem mussten mindestens zwei Mitarbeiter im Unternehmen zum Thema BU beraten und alle BU-Berater mindestens fünf Jahre Erfahrung in diesem Bereich haben. Um eine gewisse Routine in der Beratung sicherzustellen, haben wir nur Bewerber genauer betrachtet, die im zweiten Quartal 2018 pro Mitarbeiter im Schnitt mindestens 15 Kunden zur Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung beraten hatten.

Auf Basis dieser Kriterien blieben neun Makler übrig. Ein Makler reagierte nicht auf Nachfragen, ein anderer entschied sich, nicht am weiteren Auswahlprozess teilzunehmen. Einen dritten Kandidaten konnten wir nicht weiter berücksichtigen, weil sich zeigte, dass der Fokus seines Unternehmens stark auf der Beratung zur betrieblichen Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung lag. Im Bereich der Privatkunden-Beratung erreichte er die von uns geforderte Mindestzahl an Beratungen nicht.

Nachdem wir offene Fragen und Inkonsistenzen bei den Angaben aus dem Fragebogen durch Rückfragen bei den Maklern geklärt hatten, haben wir von den verbliebenen sechs Maklern exemplarisch anonymisierte Informationen zu beratenen Kunden und empfohlenen Tarifen angefordert sowie Beratungsprotokolle zu stichprobenartig ausgewählten Beratungen zur BU und anderen Produkten zur Arbeitskraftabsicherung. Für diese Fälle haben wir dann überprüft, ob die Makler ihren gesetzlichen Dokumentationspflichten nachgekommen sind.

Auf Basis dieses Auswahlprozesses halten wir derzeit folgende Versicherungsmakler für empfehlenswert: Hoesch & Partner, Buforum24, Zeroprov, Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung sowie P&F.

Die Finanztip-Ausschreibung für BU-Spezialisten ist derzeit geschlossen. Auf eine erneute Ausschreibung weisen wir rechtzeitig an dieser Stelle hin.

Empfehlungen aus dem Ratgeber

* Was der Stern bedeutet:

Finanztip gehört zu 100 Prozent der gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.