Wartezimmer
Bild: ArtmannWitte / GettyImages

Vielleicht hast Du erst jetzt auf Deiner Gehaltsabrechnung bemerkt, dass Deine Krankenkasse zum Jahreswechsel teurer geworden ist. Dein Sonderkündigungsrecht hast Du dann verpasst. Dieses gilt immer bis zum Ende des Monats, in dem die Krankenversicherung erstmals den erhöhten Zusatzbeitrag verlangt. Aber das muss Dich nicht ärgern. Wenn Du schon zwölf Monate bei Deiner aktuellen Kasse bist, kannst Du jederzeit kündigen und wechseln.

Wir haben im Januar in einem großen Vergleich überregionale Krankenkassen mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis ermittelt. Bewertet haben wir die Kassen in den Bereichen Serviceangebot, Familie, Vorsorge, alternative Heilmethoden, Bonusprogramm, Beitrag und Transparenz. Mit Abstand am besten abgeschnitten hat in diesem Jahr die HKK*. In den Top Fünf folgen die ebenfalls empfehlenswerten Anbieter IKK Classic*, Big direkt gesund, BKK VBU* und Energie-BKK*.

Möchtest Du die Krankenkasse wechseln, musst Du nur einen Mitgliedschaftsantrag bei der Kasse Deiner Wahl ausfüllen. Diese kümmert sich dann um den Rest. Sie kündigt der alten Krankenkasse. Nur Deinen Arbeitgeber musst Du selbst über den Wechsel informieren. Die reguläre Kündigungsfrist in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt zwei volle Monate zum Monatsende. Wenn Du also im Februar bei der alten Kasse kündigst und Dich bei einer neuen anmeldest, bist Du ab 1. Mai bei der neuen versichert.

Hinweis der Redaktion vom 9. Februar: In der Fassung dieses Artikels für den Newsletter vom 4. Februar 2022 schrieben wir fälschlicherweise, dass die neue Kasse auch den Arbeitgeber über den Wechsel informiert. Das ist nicht der Fall. Du musst ihm nur keine Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse mehr vorlegen. Sag ihm einfach formlos Bescheid, wo Du versichert bist. Die Mitgliedschaftsbescheinigung bekommt er dann direkt elektronisch von der Kasse.

Julia Rieder
Autor

Stand:

Julia Rieder kümmert sich als Redakteurin um Versicherungsthemen. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.

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