Umgang mit Geld: Diese Fehler solltest Du vermeiden

Die 7 großen Fehler beim Thema Geld

Dein Geld nicht investieren

Der erste und größte Fehler liegt darin, Dein Geld nicht zu investieren, sondern es einfach nur auf Deinem Girokonto liegen zu lassen. Erstens, auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto wird es durch die Inflation, also die Preissteigerung, jedes Jahr automatisch weniger wert.

Zweitens verschenkst Du Geld, weil Du auf Rendite, also Gewinn aus Deinem Geld, verzichtest. Auch wenn Investieren immer ein gewisses Risiko bedeutet, ist es grundsätzlich schlimmer, wenn Du wartest und nichts tust. Insbesondere mit weltweit anlegenden Indexfonds (ETFs) ist das Risiko über einen längeren Zeitraum außerdem sehr gering, denn über zehn bis 15 Jahre werden sich Börsenschwankungen ziemlich wahrscheinlich ausgleichen.

Fang klein an: Sparpläne gibt‘s ab 25 Euro im Monat

Gut zu wissen: Du brauchst zum Geldanlegen nicht schon ein Vermögen angespart zu haben. Auch mit kleinem Geld kannst Du jederzeit anfangen. Mach Dir von Anfang an einen realistischen Sparplan und ziehe ihn durch.

Mehr zum ETF-Sparplan

Ein kleines Rechenbeispiel, wie Du mit kleinen Beträgen einen ETF-Sparplan startest: Wenn Du 100 Euro im Monat in Deinen ETF einbezahlst, hast Du bei einer durchschnittlichen Rendite von 8 Prozent pro Jahr nach 30 Jahren über 141.000 Euro. Das Beste dabei: Du hast nur 36.000 Euro eingezahlt, über 105.000 Euro sind durch den Wertzuwachs zustande gekommen. Klingt doch gut, oder?

Notgroschen immer greifbar

Vor lauter Investieren schadet es allerdings nicht, ein bisschen Geld greifbar auf dem Konto zu haben – den sogenannten Notgroschen. Der ist für den Notfall gedacht, beispielweise wenn Dein Auto kaputt geht oder eine Steuernachzahlung fällig ist. Für all diese Dinge solltest Du ungefähr drei Monatsnettogehälter immer greifbar haben. Am besten parkst Du das Geld nicht auf dem Girokonto – denn dort gibst Du es womöglich aus – sondern auf einem getrennten Tagesgeldkonto, auf das Du wirklich nur im Notfall zugreifst.

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Verträge abschließen, die Du nicht verstehst

Grundsätzlich solltest Du die Finger von Dingen lassen, bei denen Du nicht sicher bist, was genau dahintersteckt. Transparenz ist bei allen Geld-Dingen immer das oberste Gebot.

Das gilt vor allem für die Geldanlage. Also schließ keine Verträge ab, wenn Du Dir nicht sicher bist, was mit Deinem Geld passiert. Denn Deine Geldanlage ist Dein langfristiger Plan für die Zukunft. Wenn Dir also beispielsweise bei einer privaten Ren­ten­ver­si­che­rung nicht klar ist, welche Kosten abgezogen werden, oder wie das Geld genau angelegt wird, dann lass es lieber sein.

Aber auch bei kleineren Geld-Dingen sollte Dir klar sein, was eigentlich dahintersteckt. Beim Abschluss eines Stromvertrags wird Dir ein Bonus für Neukunden versprochen, bei dem aber unklar ist, wie und wann Du diesen überhaupt bekommst? Finger weg!

Wir bei Finanztip helfen Dir dabei, Geld-Dinge zu verstehen und die für Dich richtige Option zu finden. Dabei sind wir immer transparent und ehrlich. Empfehlungen geben wir immer nur redaktionell unabhängig und nach strengen Finanztip-Kriterien. Mehr zu uns und unserer Arbeitsweise erfährst Du hier.

Den Überblick verlieren

"Bitcoin, Le­bens­ver­si­che­rung­en, Riester, Tech-ETF, Rechts­schutz­ver­si­che­rung, Brillenversicherung, Netflix und und und…"

Verliere nicht den Überblick! Du solltest immer im Kopf haben, welche Verträge und Konten Du hast und wofür sie gut sind.

Ganz besonders bei Versicherungen schließen wir oft mehr Verträge ab, als wir wirklich brauchen. Faustregel: Überlege vor Abschluss einer Versicherung immer, ob Du die Kosten im Versicherungsfall auch aus eigener Tasche bezahlen könntest. Wenn ja, dann lass die Versicherung weg. Das betrifft zum Beispiel die Handy-, Brillen-, Reisegepäck- und Tier­kran­ken­ver­si­che­rung.

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Doch auch in anderen Finanzbereichen brauchst Du nicht viel: Mit wie wenigen Konten Du beispielweise bei der Geldanlage auskommen kannst, erfährst Du hier. Diese Grundausstattung solltest Du nur erweitern, wenn Du dabei nicht den Überblick verlierst.

Geld-Dinge nicht selbst machen

Du denkst, dass Du immer erst einen Bankberater, Versicherungsmakler oder Steuerberater kontaktieren musst? Quatsch! Jeder von uns kann die allermeisten Geld-Dinge in seinem Leben selbst regeln, ohne dafür ein Experte sein zu müssen. Du musst Dich nur ein klein wenig schlau machen – und genau dafür gibt es ja Finanztip!

Und mittlerweile gibt es noch dazu genügend Tools und intelligente Helfer, die Dir die Arbeit erleichtern, wie

  • Steuer Apps, mit denen Du die Steu­er­er­klä­rung erledigst,
  • Vergleiche, wie unser Stromtarif-Vergleichsrechner, der für Dich den ganzen Markt scannt und den geeigneten Tarif raussucht,
  • Robo-Advisors, also digitale Helfer, die Dich bei der Geldanlage unterstützen.

Mach’s selbst – es ist nicht so schwer

Wenn Du Dich selbst um Deine Finanzen kümmerst, hat das viele Vorteile für Dich:

  • Es ist günstiger. Denn Du zahlst niemanden, der Dir das Produkt vermittelt.
  • Du hast es selbst in der Hand. Wenn Du einen Fehler machst, dann weißt Du, woran es lag und bist nicht wütend, weil es jemand anderes verbockt hat.
  • Du lernst dazu. Und mit dem Wissen steigt auch Deine Motivation. Probier’s aus!

Und wenn Du doch mal Beratung brauchst, dann geh zu einem unabhängigen Honorarberater. Er steht auf Deiner Seite und berät Dich ohne Abschlussinteressen.

Nicht oft genug wechseln

Treue lohnt sich doch, oder?! Leider nein!

Handytarife, Kfz-Versicherung, Stromtarif – bei all diesen Produkten bekommst Du als Neukunde meist die günstigsten Tarife. Der Grund: Im Markt der Finanzprodukte herrscht ein ziemlich großer Wettbewerb und Anbieter versuchen, neue Kunden mit attraktiven Angeboten zu locken.

Die beste Strategie: Regelmäßig vergleichen und wechseln. Wir bei Finanztip helfen Dir dabei - mit unseren Rechnern und Vergleichen.

Tarifvergleiche ansehen

Du bist eigentlich mit Deinem Anbieter zufrieden? Auch dann kann es sich für Dich lohnen, aktuelle Preise zu vergleichen und nachzuhaken, ob Du nicht auch einen Rabatt bekommst, wenn Du bleibst. Schau dazu am besten auf der Webseite des Anbieters nach, welche Neukunden-Angebote es gerade gibt.

Vergleiche den kompletten Markt

Auch bei Dingen, die man meist nur einmal im Leben braucht, wie einer Immobilienfinanzierung, lohnt es sich, zu vergleichen. Verlass Dich nicht ausschließlich auf das Angebot Deiner Hausbank, sondern suche zuverlässige Vergleichsangebote im Internet. Wo Du günstige Kredite bekommst, das überprüfen wir bei Finanztip für Dich regelmäßig mit unserem Kreditvergleich.

Geld ausgeben, das Du nicht hast

Vorab: Es gibt gute Schulden und schlechte Schulden. Bei guten Schulden nimmst Du Geld auf, um in etwas zu investieren.

Beispiel 1: Du nimmst einen Kredit auf, um eine Immobilie zu kaufen. Dann investierst Du in einen Besitz, der in Zukunft hoffentlich sogar noch im Wert steigen wird.

Beispiel 2: Der Klassiker, das Bafög. Auch das sind gute Schulden, denn Du investierst in Deine Ausbildung und eine bessere Ausbildung zahlt sich später in Form eines höheren Gehalts aus.

Einen Kredit solltest Du aber besser nicht aufnehmen, um schlechte Schulden zu machen. Das sind Konsumschulden, also Geld, das Du quasi verbrauchst. Ein Beispiel dafür ist eine Reise, die Du auf Pump finanzierst. Grundsätzlich solltest Du auch besser keinen Kredit für ein Auto aufnehmen. Besonders Neuwagen verlieren schnell an Wert und das Geld ist dann futsch.

Nicht an die Zukunft denken

Wir alle müssen ein Leben lang Finanz-Entscheidungen treffen. Während Du im Alltag mit ein paar kleinen Tricks sparen kannst (welche das sind, zeigen wir Dir hier), solltest Du auch die großen Geld-Dinge im Leben, wie die Vorsorge fürs Alter nicht aus den Augen lassen.

Verliere Deinen Vermögensaufbau nicht aus den Augen

Gerade zum Vermögensaufbau solltest Du Dir frühzeitig Gedanken machen und so früh wie möglich anfangen (siehe Fehler 1 weiter oben). Informiere Dich, welche Art der Geldanlage am besten zu Dir passt.

Sichere Geldanlage

Zieh Deinen Sparplan durch

Wenn Du Dich für einen ETF entscheidest, dann leg am besten einen Dauerauftrag am Monatsersten an. Damit sparst Du direkt am Anfang des Monats etwas fürs Alter und kannst den Rest mit gutem Gewissen ausgeben. Wie hoch der Dauerauftrag ist, hängt von Deinem Alter und Vermögen ab. Faustregel für den Anfang (wenn Du es schaffst): 10 Prozent Deines Nettogehalts.

Abwarten und Däumchen drehen

ETF-Sparen ist immer langfristig gedacht, als werde nicht nervös, wenn der Kurs Deines ETFs auch mal nach unten geht. Im Durchschnitt hat der Weltaktienindex MSCI World seinen Wert über die vergangenen 45 Jahre jedes Jahr um rund 9 Prozent gesteigert. Mehr dazu erfährst Du hier.

* Was der Stern bedeutet:

Finanztip gehört zu 100 Prozent der gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.

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