Steuerfreibetrag

Diese Frei- und Pauschbeträge zahlen sich aus

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt feste Frei- und Pauschbeträge, die Ihr zu versteuerndes Einkommen reduzieren. Einige zieht der Fiskus automatisch ab, andere müssen Sie beantragen.
  • Wichtige Pauschbeträge für alle Arbeitnehmer sind die Werbungskosten- sowie die Entfernungspauschale.
  • Wenn Sie Kinder haben, können Sie von weiteren Freibeträgen profitieren, Alleinerziehende erhalten einen zusätzlichen Freibetrag: den Entlastungsbetrag, der 2015 deutlich erhöht wurde.
  • Übungsleiter- und Ehrenamtsfreibeträge fördern ein freiwilliges Engagement.
  • Pflege-, Behinderten- und Hinterbliebenen-Pauschbeträge unterstützen Steuerzahler in schwierigen Lebenslagen.
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Ob Handwerkerkosten oder Fachliteratur: Wer sich private oder berufliche Ausgaben über die Steuererklärung zurückholen will, muss diese oft auch belegen können. Doch um die Bürokratie ein wenig zu entschärfen, gibt es im deutschen Steuerrecht viele Frei- und Pauschbeträge, die Sie als Steuerzahler ohne Quittung oder Rechnung nutzen können.

Freibetrag oder Pauschbetrag – Was ist der Unterschied?
Freibeträge und Pauschbeträge bieten beide einen finanziellen Vorteil für den Steuerzahler – mit einem entscheidenden Unterschied.
Freibetrag - Er markiert die Höhe, bis zu der ein bestimmtes Einkommen steuerfrei bleibt. Alles, was darüber liegt, müssen Sie versteuern. Ein Beispiel hierfür ist der Sparerfreibetrag in Höhe von 801 Euro für jeden Steuerpflichtigen. Sie müssen nur Steuern auf Kapitaleinkünfte zahlen, die diesen Betrag übersteigen.
Pauschbetrag - Den Pauschbetrag erkennt das Finanzamt in der Regel ohne Nachweis an, um einen bestimmten Teil des Einkommens steuerfrei zu stellen. Haben Sie Ausgaben, die über dem Pauschbetrag liegen, können Sie diese meist zusätzlich geltend machen. Sind Ihre Ausgaben niedriger, wird auf jeden Fall der Pauschbetrag von Ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen. Bekanntestes Beispiel hierfür: der Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro.

Arbeit und Einkommen

Grundfreibetrag
Ein weiteres Beispiel für einen Freibetrag ist der Grundfreibetrag für Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit: Wer als Alleinstehender im Jahr 2016 weniger als 8.652 Euro (2017: 8.820 Euro) verdient, muss keine Lohnsteuer zahlen; für Verheiratete gelten 17.304 Euro (2017: 17.640 Euro, 2018: 18.000 Euro) als Grundfreibetrag. Erst für das Einkommen, das den Grundfreibetrag übersteigt, müssen Sie Steuern zahlen.

Dieser Freibetrag wird nach dem Sozialhilferecht ermittelt und soll das Existenzminimum für jeden Steuerzahler sichern. Der Grundfreibetrag ist bereits in die Steuertabellen eingearbeitet und wird automatisch berücksichtigt. Sie müssen also nichts tun, um ihn zu erhalten.

Arbeitnehmerpauschbetrag
Der Klassiker unter den Pauschbeträgen ist der Arbeitnehmer-Pauschbetrag, auch als Werbungskostenpauschale bekannt. Der Fiskus zieht von Ihrem zu versteuernden Einkommen automatisch 1.000 Euro als Werbungskosten ab. So werden beruflich veranlasste Kosten ohne Nachweis anerkannt. Erst wenn Sie Werbungskosten über der 1.000-Euro-Grenze haben, lohnt es sich, diese in der Steuererklärung einzutragen (Anlage N). Diese Ausgaben werden dann zusätzlich anerkannt.

Tipp

Belege sammeln lohnt sich

Auch wenn Sie zu Jahresbeginn vermuten, dass Sie nicht über die Werbungskostenpauschale kommen, lohnt es sich, alle Quittungen für beruflich veranlasste Kosten zu sammeln. Denn erst am Ende des Jahres wissen Sie, wie hoch Ihre Werbungskosten tatsächlich sind.

Entfernungspauschale
Die Kilometer- oder Entfernungspauschale ist ein wichtiger Teil der Werbungskosten. Für die Fahrten zur Arbeit können Sie die Entfernungspauschale geltend machen. 30 Cent für jeden Kilometer der einfachen Strecke erkennt der Fiskus als Fahrtkosten an.

Viele Arbeitnehmer knacken bereits mit den Fahrtkosten ihren Werbungskosten-Pauschbetrag und können alles, was darüber liegt, zusätzlich absetzen. Fahren Sie beispielsweise an 228 Tagen im Jahr 15 Kilometer zur Arbeit, kommen 1.026 Euro an Fahrtkosten zusammen. Haben Sie noch eine Weiterbildung besucht oder Fachliteratur gekauft, können Sie diese Kosten dann ebenfalls geltend machen. Um die Entfernungspauschale zu erhalten, müssen Sie Ihre Fahrten zur Arbeit in der Steuererklärung eintragen. (Anlage N, Seite 2, Zeile 31 bis 39; Hinweis: Alle Formularangaben beziehen sich auf die Steuererklärung 2015)

Tipp: Falls Ihre Kosten mit dem eigenen Auto 30 Cent pro Kilometer übersteigen, können Sie auch höhere Fahrtkosten angeben, sofern Sie diese belegen können.

Frei- und Pauschbetrag für Versorgungsbezüge
Wer Versorgungsbezüge erhält, also eine Pension, Witwengeld oder Unterhalt, dem steht dafür ein Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 Euro zu. Auch dieser wird automatisch vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen. Die beiden Pauschbeträge von 1.000 Euro und 102 Euro können Sie nebeneinander erhalten, wenn Sie gleichzeitig Arbeitslohn und Versorgungsbezüge beziehen.

Erhalten Sie Versorgungsbezüge, bleiben grundsätzlich ein Versorgungsfreibetrag und ein Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag steuerfrei. Den Rest müssen Sie versteuern. Tragen Sie dazu einfach Ihre Bezüge in die Anlage N der Steuererklärung ein. Die Freibeträge richten sich nach dem Jahr des Zahlungsbeginns laut Tabelle im Einkommensteuergesetz und gelten für die gesamte Laufzeit.

Verpflegungspauschale
Sind Sie beruflich viel unterwegs oder auf Dienstreisen, können Sie auch für die Verpflegung eine Pauschale geltend machen. Es gibt feste Pauschalen, je nachdem, wie lange Sie auf Reisen sind: Bei mehr als 8 Stunden Abwesenheit erhalten Sie 12 Euro, ab 24 Stunden 24 Euro. Für den An- und den Abreisetag können Sie immer 12 Euro geltend machen – unabhängig von der Dauer der Abwesenheit. Tragen Sie die Dauer Ihrer Abwesenheit in der Steuererklärung ein (Anlage N, Seite 2, ab Zeile 52). Höhere Kosten können Sie nicht geltend machen, auch nicht, wenn Sie unterwegs Restaurantrechnungen gesammelt haben.

Umzugskostenpauschale
Wenn Sie aus beruflichen Gründen umziehen oder sich Ihr Weg zur Arbeit nach einem Umzug wesentlich verkürzt, können Sie die Umzugspauschale geltend machen.

Viele Ausgaben, etwa für das Renovieren der alten Wohnung oder den Kabelanschluss in der neuen Wohnung, müssen Sie nicht einzeln belegen. Ehepaare, die ab März 2017 aus beruflichen Gründen umgezogen sind, können in der Steuererklärung pauschal 1.528 Euro geltend machen. Für Ledige gilt 764 Euro. Tragen Sie einfach „Pauschale für Umzugskosten“ in Ihrer Steuererklärung ein (Anlage N, Seite 2, Zeilen 46 bis 48). Die Umzugskostenpauschalen passt das Bundesfinanzministerium regelmäßig an.

Zusätzlich zur Pauschale können Sie viele weitere Ausgaben für Ihren Umzug absetzen, die Sie aber belegen müssen. Dazu gehören beispielsweise die Fahrten zu Wohnungsbesichtigungen, der Transport des Hausrats oder eine doppelte Miete.

Freibeträge für Kinder

Kinderfreibetrag und BEA-Freibetrag
Der Staat unterstützt auch Familien und Alleinerziehende mit Freibeträgen. So gibt es ab 2016 den Kinderfreibetrag in Höhe von 4.608 Euro für beide Elternteile. Dieser soll für Zusammenveranlagte das Existenzminimum des Kinds abdecken (2017: 4.716 Euro; 2018: 4.788 Euro). Hinzu kommt der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA-Freibetrag) von 2.640 Euro. Ehepaaren stehen 2016 somit 7.248 Euro an Steuerfreibeträgen je Kind zu. 2017 wird dieser Betrag auf 7.356 Euro und 2018 auf 7.428 Euro steigen.

Die Freibeträge berücksichtigt der Fiskus allerdings nur, wenn die Ersparnis daraus höher ist als das Kindergeld, das Sie während des Jahres erhalten haben. Was für Sie vorteilhafter ist, ermittelt das Finanzamt in der sogenannten Günstigerprüfung. Dazu müssen Sie nur die Anlage Kind ausfüllen. Das Kindergeld für das erste und zweite Kind beträgt 2015 je 188 Euro, ab 2016 je 190 Euro.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende
Wenn Sie alleinstehend sind und ein Kind erziehen, für das Sie Anspruch auf Kindergeld beziehungsweise einen Kinderfreibetrag haben, können Sie einen Entlastungsbetrag von 1.908 Euro steuerlich geltend machen. Das sind 600 Euro mehr als noch 2014. Für jedes weitere im Haushalt gemeldete Kind gibt es seit 2015 einen zusätzlichen Entlastungsbetrag von 240 Euro je Kind. Den Entlastungsbetrag zieht das Finanzamt von der Summe Ihrer Einkünfte ab. Diesen beantragen Sie über Ihre Steuererklärung (Anlage Kind, Seite 2, Zeile 44 bis 49). Sind Sie der Steuerklasse II zugeordnet, wird der Entlastungsbetrag schon im laufenden Jahr beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

Ausbildungsfreibetrag
Als Eltern können Sie einen weiteren Freibetrag für Sonderbedarf in der Berufsausbildung erhalten. Allerdings nur, wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter volljährig ist und nicht mehr bei Ihnen wohnt. Den Ausbildungsfreibetrag von 924 Euro bekommen Sie, solange Sie Kindergeld beziehen und Ihr Kind zur Schule geht oder eine betriebliche Ausbildung macht. Sie beantragen ihn in der Anlage Kind (Anlage Kind, Seite 2, Zeile 50 bis 52). In unserem Ratgeber lesen Sie mehr zu den Freibeträgen für Kinder.

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Nebentätigkeiten und Ehrenämter

Übungsleiterfreibetrag
Wenn Sie sich als Ausbilder, Künstler oder Pfleger nebenberuflich etwas dazuverdienen, können Sie in vielen Fällen vom Übungsleiterfreibetrag profitieren: Von Ihrem Einkommen wird ein Freibetrag von 2.400 Euro abgezogen, den Sie nicht versteuern müssen. Wichtig ist, dass Sie nebenberuflich für eine öffentlich-rechtliche oder gemeinnützige Organisation tätig sind. Auch Hausmänner, Rentner oder Arbeitslose können diesen Freibetrag nutzen.

Arbeiten Sie als Angestellte nebenberuflich, tragen Sie den Übungsleiterfreibetrag in der Anlage N Ihrer Steuererklärung ein (Seite 1, Zeile 26 als „steuerfrei erhaltene Aufwandsentschädigungen/Einnahmen“). Selbstständige geben den Freibetrag als „steuerfreie selbstständige Tätigkeiten im Nebenberuf“ in der Anlage S, Zeile 36 und 37 an.

Ehrenamtsfreibetrag
Helfen Sie nebenberuflich und ehrenamtlich in einem Altenheim, einer Jugendherberge oder in einer Behindertenwerkstatt, können Sie den Ehrenamtsfreibetrag nutzen. Ehrenamtliche dürfen für ihre freiwillige Mitarbeit steuerfrei 720 Euro im Jahr als Aufwandspauschale annehmen. Auch diesen Betrag gibt es nur, wenn Sie ihn in der Steuererklärung eintragen. Dies machen Sie in der Anlage S, Zeile 36 und 37.

Tipp

So erhalten Sie beide Freibeträge

Sie können beide Pauschalen nutzen, aber nicht für dieselbe Tätigkeit. Üben Sie verschiedene Ehrenämter aus, die separat bezahlt werden, können Sie sowohl vom Übungsleiter- als auch vom Ehrenamtsfreibetrag profitieren. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie als Trainer für einen Sportverein arbeiten und zusätzlich die Vereinskasse verwalten.

Kapitalerträge und Sonderausgaben

Sparerpauschbetrag
Wenn Sie Geld anlegen oder Aktien besitzen, sollten Sie sich den Sparerpauschbetrag sichern. Von den Einkünften aus Kapitalvermögen bleiben so für jeden Steuerzahler 801 Euro steuerfrei, für Zusammenveranlagte 1.602 Euro.

Dafür müssen Sie bei Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag einreichen. Ohne Freistellungauftrag oder wenn die Kapitalerträge über den Sparerpauschbetrag hinausgehen, zieht das Kreditinstitut grundsätzlich 25 Prozent Abgeltungssteuer (zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) ab und leitet sie ans Finanzamt weiter. Diese unfreiwillige Zahlung können Sie sich nur über die Steuererklärung wieder zurückholen.

Sonderausgabenpauschbetrag
Für verschiedene Ausgaben des privaten Lebens gilt der Sonderausgaben-Pauschbetrag. 36 Euro beziehungsweise 72 Euro bei Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern zieht Ihnen das Finanzamt automatisch von Ihrem zu versteuernden Einkommen ab. Erst Sonderausgaben, die darüber liegen, müssen Sie in der Steuererklärung eintragen und nachweisen, beispielsweise Kinderbetreuungskosten. Weil der Pauschbetrag relativ niedrig ist, können Sie oft weitere Posten wie Spenden oder Vorsorgeaufwendungen absetzen. Was Sie in die verschiedenen Formulare eintragen können, lesen Sie in unserem Ratgeber Sonderausgaben.

Pauschbeträge für Pflegende, Behinderte und Hinterbliebene

Pflegepauschbetrag
Wer einen Angehörigen im häuslichen Bereich ohne Bezahlung pflegt, kann dafür pauschal 924 Euro geltend machen. Das gilt für nahestehende Personen, die hilflos sind oder Pflegestufe III haben. Den Pauschbetrag müssen Sie im Mantelbogen, Zeile 65 und 66, beantragen.
Der Pauschbetrag ist personenbezogen: Teilen Sie sich beispielsweise die Pflege der Mutter mit Ihrer Schwester, müssen Sie auch den Pflegepauschbetrag aufteilen. Auch wenn Sie den Pflegebedürftigen nicht das ganze Jahr über gepflegt haben, haben Sie Anspruch auf den vollen Pauschbetrag.

Liegen Ihre Ausgaben für die Pflege des Angehörigen über dem Pauschbetrag, können Sie die tatsächlichen Kosten als außergewöhnliche Belastung geltend machen. Der Fiskus erkennt sie allerdings erst an, wenn sie über einer zumutbaren Eigenbelastung liegen.

Behindertenpauschbetrag
Behinderte haben Anspruch auf den Behindertenpauschbetrag. Dieser mindert je nach Grad der Behinderung das zu versteuernde Einkommen um 310 Euro bis 3.700 Euro im Jahr. Der Pauschbetrag muss ebenfalls über die Steuererklärung beantragt werden. Ihre Angaben machen Sie im Mantelbogen unter den außergewöhnlichen Belastungen in Zeile 71 oder 72.

Anstatt den Behindertenpauschbetrag zu nutzen, können Sie höhere Aufwendungen, die Ihnen wegen der Behinderung entstehen, einzeln nachweisen und in voller Höhe als außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art geltend machen. Auch an dieser Stelle kürzt das Finanzamt die Ausgaben um die zumutbare Eigenbelastung. Weiterhin können Sie die Kosten für die Betreuung eines behinderten oder pflegebedürftigen Familienmitglieds in Ihrem Haushalt auch als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzen (Mantelbogen, Zeile 74).

Tipp

Behindertenpauschbetrag übertragen lassen

Sie können beantragen, dass der Behinderten-Pauschbetrag für ein Kind oder Enkelkind auf Sie übertragen wird, wenn Sie für den Nachwuchs Anspruch auf Kindergeld haben. Das ist vor allem sinnvoll, wenn das Kind kein eigenes Einkommen hat. Diesen Antrag stellen Sie, indem Sie in der Anlage Kind die Zeilen 64 bis 66 ausfüllen.

Hinterbliebenenpauschbetrag
In bestimmten Fällen können Witwen, Witwer, Waisen und Halbwaisen den Hinterbliebenen-Pauschbetrag von 370 Euro erhalten. Er wird als Jahresbetrag auch von Ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen, wenn die Voraussetzungen nicht während des gesamten Jahres vorlagen.

Bedingung ist, dass Sie Hinterbliebenenbezüge nach dem Bundesversorgungsgesetz oder vergleichbarer Versorgungsgesetze erhalten. Den Hinterbliebenen-Pauschbetrag müssen Sie im Mantelbogen unter den außergewöhnlichen Belastungen in Zeile 61 bis 64 beantragen.

Tipp

Freibeträge eintragen lassen

Um schon im laufenden Jahr weniger Lohnsteuer zu zahlen, können Sie beim Finanzamt einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen. Ihre Werbungskosten – beispielsweise für die Fahrten zur Arbeit – können als eingetragener Freibetrag jeden Monat den Lohnsteuerabzug reduzieren. Dies ist allerdings erst möglich, wenn die Werbungskosten über 1.000 Euro liegen und zusammen mit anderen Beträgen, beispielsweise den Sonderausgaben, einen Mindestbetrag von 600 Euro überschreiten.

Andere Freibeträge, wie den Behinderten- und den Hinterbliebenenpauschbetrag, können Sie ohne Mindestbetrag eintragen lassen und profitieren sofort von einem geringeren Steuerabzug. Wer Freibeträge eintragen lässt, muss in den meisten Fällen eine Steuererklärung abgeben.

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Hermann-Josef Tenhagen

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Ich halte den ...
16. Dezember 2015 zum Beitrag
Freibeträge / Wie eintragen ?
Guten Tag,
wo erhalte ich die Anträge zum Eintrag der Freibeträge (für Fahrtkosten) in der Lohnsteuerkarte ?


................"Über das Jahr zahlen viele Arbeitnehmer mehr ...
16. Dezember 2015 zum Beitrag
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Artikel verfasst von

Udo Reuß

Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer. Den Autor erreichen Sie unter redaktion@finanztip.de.

Andrea Wekenborg

ehemalige Finanztip-Redakteurin (bis 2015)

Andrea Wekenborg verfasste für Finanztip Artikel im Ressort Recht & Steuern. Ihre Begeisterung für Verbraucherthemen entdeckte sie in der Ombudsredaktion der Berliner Zeitung. Später schrieb sie fünf Jahre für einen Online-Finanzvergleich über Versicherungen, Konten und Steuern. Zudem war sie bereits beim Verbraucherzentrale Bundesverband tätig.