Pauschalen ansetzen bei fehlenden Belegen

In regelmäßigen Abständen werden die Finanzbeamten von ihren oberen Chefs darauf hingewiesen, bei bestimmten Kleinbeträgen nicht so genau hinzuschauen und die jeweilige Steuererklärung, wie vom Steuerzahler eingereicht, zu veranlagen.

Im Amtsdeutsch werden die "Augen zu"-Hinweise als Nichtaufgriffsgrenzen bezeichnet. Sie führen nicht zu einem Rechtsanspruch des Steuerzahlers. Wenn Sie also Pech haben und für Ihre Steuererklärung ein kleinlicher oder strenger Finanzbeamter zuständig ist, können Sie sich nicht auf die Nichtaufgriffsgrenzen berufen. Als Anhaltspunkt, bis zu welchen Beträgen der Fiskus eher großzügig ist, eignen sich jedoch solche Anweisungen der einzelnen Bundesländer ganz gut. Für Sonderausgaben sind zwei Nichtaufgriffsgrenzen bekannt:

1. Versicherungsbeiträge
Belege verlangen die Sachbearbeiter in den Finanzämtern in der Regel erst, wenn die Versicherungsbeiträge (ohne Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung) mehr als 2.000 Euro betragen.

2. Spenden
Finanzbeamte dürfen bei Spenden bis zum Gesamtbetrag von 100 Euro auf die Anforderung von Nachweisen verzichten. Eine Ausnahme gilt nur für Mitgliedsbeiträge an politische Parteien oder Wählervereinigungen. Dies eröffnet Steuerzahlern, die keine Einzelnachweise für Spenden vorlegen können, gute Chancen, maximal 100 Euro als Sonderausgaben anerkannt zu bekommen. Es besteht aber selbstverständlich kein Recht auf Anerkennung einer gesetzlich nicht vorhandenen Pauschale.

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Artikel verfasst von

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