Rollerversicherung als Jahrespolice

Warum Ihr Roller jedes Jahr ein neues Schild braucht

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Motorroller darf nur mit einer Haftpflichtversicherung auf die Straße.
  • Für Roller, Mofas und Mopeds mit einem Hubraum bis 50 Kubikzentimeter (ccm) benötigen Sie nur eine preiswerte Rollerversicherung. Für schnellere motorisierte Zweiräder brauchen Sie eine Motorradversicherung.
  • Die Regelungen für Roller bis 50 ccm gelten auch für Segways, Quads und Trikes mit dieser Motorgröße sowie größere Elektrofahrräder.
  • Am 1. März 2018 haben blaue Versicherungskennzeichen die alten schwarzen von 2017 abgelöst.
  • Das Kennzeichen gilt längstens bis zum letzten Tag des Monats Februar im Jahr darauf.

So gehen Sie vor

  • Schließen Sie zum Start in die aktuelle Moped-Saison unbedingt erneut eine Haftpflichtversicherung ab und zahlen Sie den Beitrag. Nur so erhalten Sie ein neues Versicherungskennzeichen und können nachweisen, dass Sie versichert sind.
  • Sie zahlen nur so viel Beitrag, wie Sie in der aktuellen Saison noch verfahren können.
  • Wenn Sie ein neueres Roller-Modell haben, prüfen Sie, ob sich auch eine Teilkasko-Versicherung lohnt.
  • Eine Rollerversicherung bekommen Sie problemlos bei fast jeder Versicherung. Für einen schnellen Überblick bietet sich das Vergleichsportal verbraucherforum-info.de an.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Motorradversicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

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Sie sind günstig in der Anschaffung und verleihen dem Fahrer ein Gefühl von Freiheit: Roller, Mofas und Mopeds sind der ideale Sommerbegleiter. Gerade bei jungen Leuten oder Großstädtern sind die wendigen Flitzer mit einem maximalen Hubraum von 50 Kubikzentimetern (ccm) sehr beliebt. Man darf sie mit einem Rollerführerschein oder dem „normalen“ Pkw-Führerschein der Klasse B fahren. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 45 Kilometern pro Stunde. Für schnellere Roller ab 51 ccm ist ein Motorradführerschein (mindestens Klasse A1) und eine Motorradversicherung nötig.

Welche Versicherung braucht Ihr Roller?

Genauso wie ein Auto oder Motorrad müssen auch Kleinkrafträder haftpflichtversichert sein, damit Sie es im Straßenverkehr fahren dürfen. Als Halter weisen Sie die Versicherung am Fahrzeug mit einem Versicherungskennzeichnen nach, das jedes Jahr eine andere Farbe hat.

Als Ergänzung bieten die Versicherer eine Teilkasko an, um das motorisierte Zweirad gegen Diebstahl und Schäden abzusichern. Falls Sie einen neuen Roller haben, sollten Sie daher eine Teilkaskoversicherung in Erwägung ziehen. Achten Sie aber darauf, welche Selbstbeteiligung bei Diebstahl gilt – hier werden oft 300 Euro vereinbart. Das lohnt dann oft nicht mehr für alte Mopeds, für die der Zeitwert knapp drüber liegt.

Einige Anbieter verzichten bei der Teilkasko auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit: Sie zahlen zum Beispiel auch dann, wenn das Gefährt nachts an der Straße steht und gestohlen wird. Das ist in unseren Augen eine sinnvolle Sache. Wir raten Ihnen daher, bei der Wahl der Versicherung darauf zu achten.

Auch schnelle E-Bikes, sogenannte S-Pedelecs, brauchen ein Versicherungskennzeichen, wenn sie durch den Motor mehr als 25 km/h erreichen. Quads und Segways dürfen ebenfalls nicht ohne in den Straßenverkehr.

Wie bekommen Sie die passende Rollerversicherung?

Eine Rollerversicherung abzuschließen ist unkompliziert, das geht zum Beispiel online oder bei einem Anbieter vor Ort. Die Versicherung kostet etwa 50 bis 70 Euro im Jahr, für Fahrer bis 23 Jahre kann der Betrag aber auch doppelt so hoch sein. Eine schnelle Übersicht gibt es beim Vergleichsportal verbraucherforum-info.de. Die meisten großen Vergleichsportale wie Check24.de und Co. bieten keine Rollerversicherungen an.

Wir empfehlen eine Versicherungssumme von 50 oder 100 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Mit dieser Summe sind Sie auch gegen gravierende Schäden abgesichert, die möglicherweise durch einen schweren Unfall mit Verletzten entstehen können. Wählen Sie den Versicherer aus, der Sie vom Preis-Leistungs-Verhältnis her überzeugt.

Für den Abschluss müssen Sie die sogenannte Betriebserlaubnis vom Hersteller des Rollers oder Mofas zur Hand nehmen. Dieses Papier ist auf die Maschine ausgestellt und beinhaltet die Fahrgestellnummer sowie das Baujahr. Anhand dieser Informationen stellt Ihnen der Versicherer eine Police aus.

Wenn Sie die Versicherung vor Ort abschließen, können Sie meistens gleich das Nummernschild mitnehmen, das als Versicherungsnachweis dient. Haben Sie die Rollerversicherung online abgeschlossen, schickt die Versicherung das Kennzeichen normalerweise innerhalb weniger Tage per Post. Das klappt aber nur, wenn Sie dem Versicherer ein Lastschriftmandat erteilen. Holen Sie das Kennzeichen direkt ab, können Sie auch bar zahlen. Um mehr müssen Sie sich nicht kümmern.

Kfz-Steuer und Hauptuntersuchung (HU) fallen bei Kleinkrafträdern weg, ebenso die Anmeldung bei der Zulassungsstelle.

Achtung: Schrauben Sie nicht zu sehr an Ihrem Roller. Überschreitet die Höchstgeschwindigkeit die Grenze von 45 km/h, erlischt der Versicherungsschutz.

Was müssen Sie während der Vertragslaufzeit beachten?

Der Versicherungsschutz gilt immer frühestens ab dem 1. März eines Jahres bis zum letzten Tag des Monats Februar im Jahr darauf. Dann erlischt die Police automatisch. Eine Kündigung ist nicht notwendig. Haben Sie allerdings Ihr Moped vorher verkauft, teilen Sie das Ihrer Versicherung mit. Dann erstattet die Ihnen den zu viel gezahlten Beitrag.

Jedes Jahr braucht das Mofa oder der Roller daher eine neue Police. Dies hat den Vorteil, dass ein Wechsel der Versicherung problemlos möglich ist. Schließen Sie die Versicherung unterjährig ab, werden die Beiträge entsprechend anteilig berechnet.

Um den Versicherungsschutz für jedes Jahr einfach nachzuweisen, haben die Kennzeichen von Kleinkrafträdern jedes Jahr eine andere Farbe. Sie wechselt zwischen rot, grün, blau und schwarz. Für die Saison 2018/2019 haben blaue Kennzeichen die alten schwarzen abgelöst.

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Mehr zur Motorrad-Versicherung in unserem Ratgeber

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

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  • Nutzen Sie Vergleichsportale.
  • Achten Sie bei der Kasko-Versicherung auf wichtige Merkmale wie grobe Fahrlässigkeit.
  • Auch für Mofas, Mopeds und Roller lohnt sich ein Vergleich.

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Artikel verfasst von

Silke Kursawe

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Silke Kursawe ist bei Finanztip Expertin für Versicherungen. Sie ist Versicherungsbetriebswirtin und hat einen Master im Versicherungsrecht. Silke verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Branche und im Bereich der Sach- und Haftpflichtversicherungen. Außerdem absolvierte sie erfolgreich ein Studium der Wirtschaftspädagogik in Göttingen.

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen (bis Januar 2018)

Annika Krempel war Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Zuvor hatte sie bereits bei ZDF Wiso, dem RBB und der Stiftung Warentest Erfahrungen als Verbraucherjournalistin gesammelt.