Das Wichtigste in Kürze
- Bei einem ETF berechnet der Fondsanbieter laufende Kosten, die sogenannte Total Expense Ratio, kurz TER.
- Investierst Du in einen Fonds oder ETF, fallen zudem beim Kauf und Verkauf Gebühren an, je nach Depotanbieter und Börsenplatz.
- Schau vor dem Kauf in die Kosteninformationen, um nicht negativ überrascht zu werden. In diesem Ratgeber erklären wir Dir, wie Du die Infos richtig interpretierst.
So gehst Du vor
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Inhalt
- Welche Kosten fallen bei einem ETF an?
- Was ist die TER?
- Welche Kosten entstehen beim Kauf von Fonds und ETFs?
- Welche Kosten entstehen beim ETF-Verkauf?
- Was steht in der Kosteninformation?
- Welche Kosten stehen im Basisinformationsblatt?
- Was ist ein kostenloser ETF-Sparplan?
- Welche Kosten musst Du noch berücksichtigen?
Welche Kosten fallen bei einem ETF an?
Die Kosten, die Du bei einem Investment in einem ETF – Exchange Traded Fund – beachten musst, lassen sich in drei Bereiche unterteilen:
- Die Kosten beim Kauf der ETF-Anteile
- Die Kosten des ETF während der Anlage
- Die Kosten beim Verkauf der ETF-Anteile
Wie hoch die Kosten des ETF während der Anlage sind, hängt von den laufenden Kosten des ETF ab. Sie sind für jeden einzelnen ETF festgelegt und werden meistens im Basisinformationsblatt des ETF angegeben. Der Fachbegriff dafür ist die Total Expense Ratio (TER). Mehr dazu, liest Du auch im Kapitel „Was ist die TER?“.
Anders die Kosten, die beim Kauf und Verkauf anfallen. Diese sind abhängig von Deinem Depotanbieter. Sie können sich also bei ein- und demselben ETF unterscheiden. Die genaue Höhe findest Du in den Kosteninformationen, die Du vor dem Abschluss eines Kaufs oder Verkaufs in der Eingabemaske des Depots erhältst.
Die wichtigsten Begriffe erklärt
Wenn Du Dich mit den Kosten Deines ETF beschäftigst, begegnen Dir viele Begriffe. Hier erklären wir Dir die Wichtigsten.
Total Expense Ratio
Die Total Expense Ratio (TER) bezeichnet die laufenden Kosten eines ETF. Sie wird in Prozent angegeben und bezieht sich immer auf ein Jahr. Die Fondsgesellschaft entnimmt die Kosten täglich aus dem Fondsvermögen. Du zahlst die TER also indirekt über eine schlechtere Wertentwicklung des Fonds. Zur TER zählen zum Beispiel die Kosten für die Verwaltung und den Vertrieb. Mehr dazu liest Du im Kapitel „Was ist die TER?“.
Transaktionskosten
Die Transaktionskosten sind ein weiterer Kostenpunkt, die auf Ebene des ETF entstehen. Sie fallen an, wenn die Fondsgesellschaft Wertpapiere kauft und verkauft, aus denen der Fonds besteht. Die Transaktionskosten sind nicht Teil der TER. Beispielsweise muss die Fondsgesellschaft in manchen Jahren mehr kaufen und verkaufen als in anderen. Mehr dazu liest Du im Kapitel „Was ist die TER?“.
Ordergebühr
Diese Gebühr berechnet Dir Dein Depotanbieter, wenn Du Anteile an einem ETF kaufst. Dabei gibt es unterschiedliche Modelle: Manche Anbieter haben einen festen Betrag, den sie pro Kaufauftrag in Rechnung stellen. Andere machen die Höhe der Ordergebühr davon abhängig, wie viel Du investierst. Mehr dazu liest Du im Kapitel „Welche Kosten fallen beim Kauf und Verkauf eines ETF an?“.
Handelsplatzgebühr
Wie der Name schon sagt, hängt die Handelsplatzgebühr vom börslichen Handelsplatz ab, über den Du den Kauf tätigst. Die Höhe legt ebenfalls Dein Depotanbieter fest. Es kann zum Beispiel sein, dass Du bei einem Anbieter für den Kauf über den wichtigsten deutschen Handelsplatz Xetra mehr zahlst als bei einem anderen. Mehr dazu liest Du im Kapitel „Welche Kosten fallen beim Kauf und Verkauf eines ETF an?“.
Courtage
Die Courtage wird von den Börsenbetreibern erhoben und ist quasi eine Gebühr dafür, dass diese den Handel organisieren. Manche Depotanbieter reichen die Courtage eins zu eins an Dich weiter. Andere rechnen diese in ihre Handelsplatzgebühr ein. Mehr dazu liest Du im Kapitel „Welche Kosten fallen beim Kauf und Verkauf eines ETF an?“.
Kosteninformation
Die Kosteninformation erhalten Anlegerinnen und Anleger von Ihrem Depotanbieter, bevor sie in einen ETF investieren. Darin sind sowohl die Kosten für den Kauf- und Verkauf-, als auch während der Anlage abgebildet. Wie Du die Kosteninformation richtig liest, erfährst Du im Kapitel „Was steht in der Kosteninformation?“.
Basisinformationsblatt
Das Basisinformationsblatt wird vom Anbieter des ETF veröffentlicht. Darin stehen alle wichtigen Informationen zum ETF. So findest Du dort auch die laufenden Kosten des ETF, sowie die Transaktionskosten. Wie Du das Basisinformationsblatt richtig liest, erfährst Du im Kapitel „Welche Kosten stehen im Basisinformationsblatt?“.
Was ist die TER?
Die Abkürzung TER steht für Total Expense Ratio und bezeichnet die laufenden Kosten eines Fonds oder ETF. Sie wird in Prozent angegeben und bezieht sich immer auf ein Jahr.
Die TER sagt aus, um wie viele Prozentpunkte die Kosten im Jahr Deine Rendite schmälern. Sie wird deswegen auch Gesamtkostenquote oder Effektivkostenquote genannt.
Beispiel: Hat ein ETF eine TER von 0,2 Prozent und erzielt mit den enthaltenen Wertpapieren in einem Jahr einen Wertzuwachs von sechs Prozent, beträgt die Rendite für Anlegerinnen und Anleger in dem Jahr 5,8 Prozent.
Den Abzug der Kosten bekommst Du als Anlegerin beziehungsweise Anleger gar nicht direkt mit. Denn Du bezahlst sie nicht wie bei einer Rechnung. Die Fondsgesellschaft entnimmt die Kosten täglich aus dem Fondsvermögen.
Du zahlst die TER also indirekt über eine schlechtere Wertentwicklung des Fonds. Zur TER zählen zum Beispiel die Kosten für die Verwaltung und den Vertrieb. Die Gebühren für die Depotbank, die die Wertpapiere des Fonds verwahrt, sind ein weiterer Posten. Hinzu kommt dann noch die Mehrwertsteuer.
Beispiel: Wie senken die Kosten Deine Rendite?
Wie sich die Kosten auf die Rendite auswirken, zeigt dieses Beispiel: Christiane legt 20.000 Euro an. 10.000 Euro steckt sie in einen ETF mit einer TER von 0,3 Prozent. Die anderen 10.000 Euro legt sie in einem aktiven Fonds mit einer TER von 2 Prozent an. Wir nehmen nun an, dass sowohl ETF als auch aktiver Fonds in der Folge mit ihrer Anlage ein Plus von 6 Prozent pro Jahr erzielt.
Um ihre Rendite zu berechnen, muss Christiane nun die Kosten abziehen. Für den ETF ergibt sich so eine Rendite von 5,7 Prozent pro Jahr und für den aktiven Fonds von 4 Prozent pro Jahr. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich Christianes Anlage im Zeitverlauf entwickelt.
Tabelle: Das wird aus 10.000 Euro Anlage
| Zeitpunkt | ETF mit 0,3 % TER | aktiver Fonds mit 2 % TER |
| zu Beginn | 10.000 € | 10.000 € |
| nach 5 Jahren | 13.194 € | 12.166 € |
| nach 10 Jahren | 17.408 € | 14.802 € |
| nach 15 Jahren | 22.968 € | 18.009 € |
| nach 30 Jahren | 52.753 € | 32.434 € |
Quelle: Finanztip-Berechnung (Stand: 2024)
Das Ergebnis ist eindeutig. Schon nach fünf Jahren liegt der ETF mit 1.000 Euro mehr im Plus als der aktive Fonds. Nach 30 Jahren beträgt die Differenz 20.000 Euro. Christiane hat aufgrund der höheren Kosten also in den 30 Jahren 20.000 Euro weniger Gewinn gemacht.
Wie aussagekräftig ist die TER?
Die TER dient dazu, die Kosten verschiedener Fonds und ETFs einigermaßen vergleichbar zu machen. Aber Vorsicht: Nur weil zum Beispiel ein ETF eine geringere TER hat als ein anderer, ist er nicht automatisch der bessere. Schließlich kann der Fonds besser performen und so die Kosten wieder reinspielen.
Die regelmäßigen Analysen, die wir von Finanztip regelmäßig für die von uns empfohlenen ETFs durchführen, zeigen immer wieder, dass ein ETF mit niedriger Gesamtkostenquote schlechter abschneiden kann als einer mit hoher – und umgekehrt.
Gibt es auch bei aktiven Fonds eine TER?
Klassische aktive Fonds haben ebenfalls eine TER. Sie ist in der Regel deutlich höher als bei ETFs. So liegt sie bei ETFs nach unseren Analysen meist zwischen 0,1 und 0,5 Prozent im Jahr, bei aktiven Fonds in der Regel deutlich über einem Prozent.
Eine aktive Strategie kostet mehr Geld. So müssen die Fondsmanagerinnen und Fondsmanager intensiv den Markt beobachten und ihre Strategie den aktuellen Entwicklungen anpassen. Bei einem ETF, der starr einen Index nachbildet, fallen solche Kosten weg.
Ein anderer Grund ist banaler: Viele aktive Fonds stehen nicht so stark im Wettbewerb um Kundinnen und Kunden wie die ETFs auf populäre Indizes. Aktive Fonds werden immer noch stark in persönlichen Vertriebsgesprächen zur Anlageberatung verkauft. Das aktive Management kann also stärker bei den Gebühren zugreifen. Bei großen ETFs ist der Kostendruck auf die Anbieter höher.
Bei manchen aktiven Fonds gibt es zudem eine sogenannte Performance Fee. Dabei handelt es sich um ein Erfolgshonorar für die Fondsmanagerinnen und Fondsmanager, wenn der Fonds gute Ergebnisse erzielt. Was ein Erfolg ist, definieren die Fondsanbieter sehr unterschiedlich. So ist bei manchen ein Erfolgshonorar bereits fällig, wenn der Fonds innerhalb eines Jahres eine positive Rendite erzielt. Bei anderen müssen es immerhin mehrere Prozent sein.
Oft machen solche Erfolgsgebühren einen Fonds unnötig teuer. Die Stiftung Warentest stellte bereits 2016 in einer Untersuchung fest, dass Fonds mit einer Performance Fee keine überdurchschnittlich guten Renditen erzielen. Bei ETFs, die einen Index nachbilden, gibt es keine Performance Fee. Schließlich gibt es dort niemanden, der die Anlagestrategie bestimmt.
Was zählt nicht zur TER?
Nicht zur TER gehören die Transaktionskosten. Diese entstehen, wenn die Fondsgesellschaft Wertpapiere kauft und verkauft – also den Bestand des Fonds verändert. Transaktionskosten fließen nicht in die TER ein, da sie variabel sind. Beispielsweise muss die Fondsgesellschaft in manchen Jahren mehr kaufen und verkaufen als in anderen.
Welche Kosten entstehen beim Kauf von Fonds und ETFs?
Wenn Du einen Anteil an einem Fonds oder ETF kaufen willst, musst Du verschiedene Gebühren beachten. Zunächst berechnet Dir Dein Depotanbieter eine Ordergebühr.
Dabei gibt es unterschiedliche Modelle: Manche Anbieter haben einen festen Betrag, den sie pro Kaufauftrag in Rechnung stellen. Andere machen die Höhe der Ordergebühr davon abhängig, wie viel Du investierst.
Wie hoch sind die Ordergebühren?
Bei unseren Empfehlungen für Depots mit niedrigen Gebühren fällt oft eine pauschale Ordergebühr von einem Euro oder weniger an. Bei einigen zahlst Du sogar keine Ordergebühr, wenn Du mehr als 500 Euro anlegst.
Die von uns empfohlenen günstigen Depotanbieter mit einem breiten Leistungsspektrum berechnen etwas höhere Ordergebühren. Typisch sind beispielsweise für den Kauf 4,90 Euro plus 0,25 Prozent des Kurswertes an. Das wären beispielsweise bei 2.000 Euro Anlagesumme rund zehn Euro Gebühren.
Bei Depots anderer Anbieter können die Ordergebühren deutlich höher sein, etwa bei den Depots einiger Sparkassen oder anderer Filialbanken.
0,7 oder sogar ein Prozent des Anlagebetrags ist bei diesen Anbietern durchaus gängig, also bei einem Ordervolumen von 10.000 Euro eine Kaufgebühr von 70 oder 100 Euro. Deshalb solltest Du Dich lieber nach einem kostengünstigen Depot umsehen.
Was ist die Handelsplatzgebühr?
Beim Kauf eines Fonds oder ETF fällt häufig außerdem eine Handelsplatzgebühr Sie hängt vom börslichen Handelsplatz ab, über den Du den Kauf tätigst. Die Höhe legt ebenfalls Dein Depotanbieter fest.
Es kann zum Beispiel sein, dass Du bei einem Anbieter für den Kauf über den wichtigsten deutschen Handelsplatz Xetra mehr zahlst als bei einem anderen. Umgekehrt ist bei diesem Depot vielleicht die Handelsplatzgebühr für eine der Regionalbörsen geringer.
Beim Kauf über einen Direkthändler fällt die Handelsplatzgebühr häufig weg. Auch Neobroker berechnen meist keine gesonderte Handelsplatzgebühr.
Was steckt hinter der Courtage?
Als dritten Kostenpunkt musst Du beim Kauf die Courtage und Transaktionskosten des Handelsplatzes beachten. Sie werden von den Börsenbetreibern erhoben und sind quasi eine Gebühr dafür, dass diese den Handel organisieren.
Die genaue Höhe hängt oft von der Art des Wertpapieres ab. Bei einem ETF-Kauf über Xetra zahlst Du zum Beispiel 0,0036 Prozent des Ordervolumens, bei einer Anlagesumme von 1.000 Euro sind das knapp 4 Cent.
Manche Handelsplätze berechnen gar keine Courtage. Das ist zum Beispiel bei vielen elektronischen Handelssystemen der Regionalbörsen der Fall.
Neben der Courtage fallen für den Depotanbieter dann manchmal noch weitere Kosten beim Handelsplatz an. Manche Depotanbieter reichen sie nur zum Teil an Dich weiter. Wieder andere preisen sie in die Handelsplatzgebühr mit ein.
Ob Dein Depotanbieter die Kosten des Handelsplatzes weitergibt, erfährst Du im Preis- und Leistungsverzeichnis. Eine Info über die Höhe findest Du dort aber in der Regel nicht, sondern nur in der Kosteninformation zu Deiner individuellen Transaktion.
Was ist der Spread oder die Handelsspanne?
Der Spread, auch Handelsspanne genannt, ist eine Art von indirekten Kosten beim ETF-Kauf. Wenn Du in Deinem Depot nach den aktuellen Kursen von ETFs oder anderen Wertpapieren suchst, musst Du genau hinschauen: Es gibt nämlich an der Börse immer einen Kauf- und einen Verkaufskurs. Diese können unterschiedliche Namen haben:
- Briefkurs: Das ist der Angebotspreis für ein Wertpapier. Diesen Betrag musst Du zahlen, wenn Du einen ETF-Anteil, eine Aktie oder ein anderes Wertpapier kaufen möchtest. Der Kurs wird auch Ask genannt.
- Geldkurs: Das ist der Nachfragepreis für ein Wertpapier. Diesen Betrag bekommst Du, wenn Du einen ETF-Anteil, eine Aktie oder ein anderes Wertpapier verkaufen möchtest. Der Kurs wird auch Bid genannt.
Der Briefkurs liegt immer über dem Geldkurs. Das heißt: Würde jemand direkt hintereinander ein Wertpapier kaufen und sofort wieder verkaufen, würde er einen Verlust machen.
Diesen Verlust, also die Differenz zwischen Verkaufs- und Ankauf-Kurs wird auch Spanne oder Spread genannt. Selbst wenn Du keinen sofortigen Wiederverkauf planst solltest Du trotzdem auf diesen Spread achten. Denn normalerweise folgt aus einem großen oder hohen Spread, dass sowohl der Preis für einen Ankauf wie auch den Verkauf ungünstig sind.
Wovon hängt der Spread ab?
Faustregel: Je mehr Angebot und Nachfrage, umso kleiner oder enger ist der Spread. Dann bieten oder verlangen mehr Menschen unterschiedlich viel für ein Produkt. Ein kleiner Spread ist für Dich vorteilhafter.
Zum einen liegt das am Produkt. Die Aktie eines kleinen Unternehmens wird seltener und in kleineren Stückzahlen gehandelt als die von Konzernen wie Apple oder Siemens – und hat damit einen größeren und ungünstigeren Spread. Gleiches gilt für Fonds: Ein ETF auf portugiesische Banken ist weniger populär als ein Welt-ETF und hat somit einen größeren Spread. Auch die Uhrzeit und der Handelsplatz beeinflussen dies. Je mehr los ist, um so günstiger sind Spread und Preis für Dich.
Zur Veranschaulichung: Der beliebte Amundi MSCI World III hat bei den großen Börsen Xetra und Tradegate einen Spread unter 0,1 Prozent, ermittelt dienstags um 13:30 Uhr.
Wer kurz hintereinander kauft und verkauft, würde bei einem Kurswert von 70 Euro etwa sieben Cent am Spread verlieren. Ein ETF auf vietnamesische Aktien hat währenddessen einen Spread von rund einem Prozent. Frühmorgens oder spätabends an kleinen Börsen können die Spreads noch höher sein.
Handle also möglichst zu den Öffnungszeiten der deutschen Leitbörse Xetra von 9 Uhr bis 17:30 Uhr und stelle insbesondere bei kleineren Aktien oder ETFs einen Limit-Preis ein – der begrenzt den möglichen Kaufpreis nach oben beziehungsweise den Verkaufspreis nach unten.
Was kostet der Kauf direkt von der Fondsgesellschaft?
Kosten für Fonds und ETF direkt vom Anbieter
Bei manchen Depotanbietern kannst Du einen Anteil am Fonds auch direkt von der Fondsgesellschaft erwerben. Das ist in der Regel aber nur bei klassischen aktiven Fonds der Fall und nicht bei ETFs.
Wählst Du diesen Kauf-Weg fällt dann zusätzlich ein Ausgabeaufschlag an. Der kann bei aktiv gemanagten Fonds locker drei bis fünf Prozent der Kaufsumme betragen.
Oft kannst Du auch einen Sparplan bei der Fondsgesellschaft anlegen. Bei Sparplänen auf aktiv gemanagte Fonds wird der Ausgabeaufschlag dann regelmäßig bei jeder Ausführung einbehalten.
Wie hoch der Ausgabeaufschlag eines konkreten Fonds ist, kannst Du den Allgemeinen Anlegerinformationen des Fonds entnehmen. Zusätzlich kann es sein, dass Dein Depotanbieter Dir eine Gebühr berechnet.
Bei den meisten Fonds und ETFs fährst Du mit dem Kauf über die Börse oder den Direkthandel aber günstiger. Manche Fonds berechnen aber auch keinen Ausgabeaufschlag. Das ist zum Beispiel beim Arero Weltfonds der Fall.
Welche Kosten entstehen beim ETF-Verkauf?
Möchtest Du Deine Anteile an einem Fonds oder ETF verkaufen, sind die Kosten dieselben wie bei einem regulären Kauf. Auch hier fallen je nach Depotanbieter und Handelsplatz Ordergebühr, Handelsplatzgebühr und Courtage an. Die Depotanbieter unterscheiden nicht zwischen Kauf- und Verkaufsaufträgen, denn der Prozess ist nahezu derselbe.
Eine wichtige Ausnahme ist aber der Kauf per Sparplan. Das ist ein regelmäßiger Vorgang, bei dem Du zum Beispiel jeden Monat für 100 Euro neue ETF-Anteile kaufst. Im Sparplan gelten andere Ordergebühren als bei einem Einzelkauf. Bei manchen Depotanbietern läuft der Kauf per Sparplan sogar ganz ohne Ordergebühr.
Möchtest Du später Deine Anteile wieder verkaufen, wird aber die Ordergebühr fällig, die für Einzelorders gilt. Mehr zu Kosten bei einem Sparplan erklären wir Dir weiter unten.
Was steht in der Kosteninformation?
Die vorherigen Erläuterungen zeigen: Es gibt viele verschiedene Posten, die Du bei Deinem Investment in einen ETF oder Fonds berücksichtigen musst. Für Anlegerinnen und Anleger ist es oft nicht leicht, die gesamten Kosten zu überblicken.
Immerhin muss Dir der Depotanbieter aufgrund der EU-Richtlinie Mifid-2 vor dem Kauf eines Wertpapieres eine Kosteninformation vorlegen. Meist findest Du dazu einen Link, kurz bevor Du die Kauforder final ausführst.
Die Kosteninformationen werden Dir dann meist als PDF oder Pop-up angezeigt. Du solltest sie Dir vor jedem Kauf anschauen, um nicht von unerwarteten Gebühren überrascht zu werden.
Der Vorteil dieser Kosteninformation: Es müssen sämtliche Kosten aufgelistet sein. Also alle Gebühren, die für den Kauf anfallen. Dann die Gebühren für den späteren Verkauf – dafür werden behelfsmäßig die heute geltenden Gebührensätze verwendet. Und schließlich die laufenden Kosten.
Diese Kosten müssen sich auch auf den konkreten Fonds oder ETF beziehen. Der Depotanbieter darf also keine Durchschnittswerte verwenden. Er darf nicht etwa pauschal für alle ETFs eine TER von 0,3 Prozent annehmen, weil dies nach seiner Einschätzung dem Marktdurchschnitt entspricht.
Welche Anlagesumme taucht in der Übersicht auf?
Oft rechnen die Anbieter in der Kosteninformation mit der konkreten Anlagesumme. Möchtest Du zum Beispiel ETF-Anteile zum aktuellen Kurswert von 1.200 Euro kaufen, beziehen sich die Berechnungen auch auf 1.200 Euro.
Wichtig: Beim Kauf über die Börse kennst Du den genauen Preis erst hinterher. Er kann also etwas über oder unter den 1.200 Euro liegen. Dementsprechend ändern sich auch die Kosten. Meist ist der Unterschied aber minimal. Um Dich abzusichern, kannst Du auch eine Limit-Order erstellen.
Die Anbieter sind nicht dazu verpflichtet, die konkrete Anlagesumme zu nutzen. Sie können auch einen angenommenen Anlagebetrag verwenden – zum Beispiel 10.000 Euro. Das macht es für Dich komplizierter, weil Du die Kosten auf Deine Anlagesumme umrechnen musst. Trotzdem bekommst Du in diesem Fall einen Überblick, welche Kosten anfallen.
Manche Kosten können sich ändern, während Du den jeweiligen Fonds oder ETF hältst. So kann der Fondsanbieter zum Beispiel die laufenden Kosten, also die TER erhöhen oder senken.
Darüber wirst Du aber rechtzeitig informiert. Ändern können sich außerdem die Verkaufsgebühren. Wenn Du Deinen ETF über Jahrzehnte hältst, gelten bis dahin wahrscheinlich ganz andere Ordergebühren als heute.
Vielleicht lässt Du den ETF auch zu einem anderen Depotanbieter übertragen. Dann gelten dessen Konditionen. Fix sind hingegen die Kosten für den Kauf des Fondsanteils. Denn diese zahlst Du ja sofort.
Was ist Payment for Order Flow?
Eine Provisionszahlung für die Auftragsvermittlung bei Handelsaufträgen nennt sich „Payment for Order Flow”, kurz: PFOF. Neobroker und Trading-Apps haben sich damit oft zusätzlich finanziert. Sie vermittelten einfach ausgedrückt einen Auftrag zwischen Anlegerinnen und Anlegern und Handelsplattformen – und erhielten dafür eine Provision.
Mittlerweile hat sich das allerdings geändert. EU-Parlament und Europäischer Rat haben ein Verbot beschlossen, das in Deutschland zum 1. Juli 2026 in Kraft getreten ist. Infolgedessen haben manche Depotanbieter ihre Gebührenstrukturen verändert. Manche, wie Scalable Capital, haben auch einen eigenen Börsenplatz gegründet. Über diese und andere Entwicklungen halten wir Dich im Finanztip-Newsletter auf dem Laufenden.
Wie sieht die Kosteninformation aus?
Wie die Kosteninformation genau gestaltet ist, ist bei den einzelnen Brokern und Banken unterschiedlich. Immer bekommst Du aber getrennt aufgeführt die Einstiegskosten, die laufenden Kosten und die Ausstiegskosten aufgelistet.
Du erfährst die Kosten jeweils in Eurobeträgen, sowie auch in Prozent der Anlagesumme. Durch die Prozentangaben erfährst Du, wie stark die Kosten Deine Rendite schmälern.
Im Folgenden zeigen wir Dir ein paar Beispiele von Kosteninformationen und was Du daraus entnehmen kannst. So bekommst Du ein Gefühl dafür, was die einzelnen Punkte bedeuten.
Beispiel 1: Kosteninformation bei der Comdirect
Der Screenshot zeigt einen Ausschnitt der Kosteninformation der Comdirect. Es geht um einen Kauf von 20 Anteilen des Amundi MSCI World III über den Handelsplatz Xetra. Oben kannst Du den aktuellen Kurswert ablesen, auf den sich die Kostenberechnungen beziehen: 1.880,00 Euro.
Kosten des Wertpapierkaufs
Der erste Posten der Abrechnung sind die „Kosten des Wertpapierkaufs“. Hier unterscheidet die Comdirect zwischen „Börsenplatzabhängiges Entgelt“ und „Orderprovision“. Letzteres meint die Ordergebühren der Comdirect. Diese betragen 4,90 Euro plus 0,25 Prozent des Ordervolumens, aber mindestens 9,90 Euro. Beim Kurswert in unserem Beispiel sind die 9,90 Euro Mindestgebühr fällig.
Beim börsenplatzabhängigen Entgelt handelt es sich um die Handelsplatzgebühr der Comdirect. Für den Handelsplatz Xetra sind dies 0,0025 Prozent des Ordervolumens, aber mindestens 2,50 Euro. In unserem Beispiel fällt die Mindestgebühr von 2,50 Euro an. Da bei der Comdirect die Courtage in der Handelsplatzgebühr eingepreist ist, gibt es diesen Posten nicht. Insgesamt fallen für den ETF-Kauf in unserem Beispiel also 12,40 Euro an.
Kosten der Haltedauer und des Verkaufs
Der zweite Posten in der Kosteninformation sind die „Kosten der Haltedauer pro Jahr“. Das sind bei einem ETF die laufenden Kosten, also die TER. Beim Amundi MSCI World III in unserem Beispiel beträgt diese 0,2 Prozent im Jahr. Bezogen auf den Kurswert sind dies 3,76 Euro. Die Kosten für den Verkauf sind der letzte Posten. Hier gilt die Annahme, dass der Verkauf auch wieder über den Handelsplatz Xetra läuft und sich die Gebühren bis zum Verkauf nicht verändern. Deswegen sind die Verkaufskosten hier wie beim Kauf mit 12,40 Euro angegeben.
Der folgende Screenshot zeigt den zweiten Teil der Kosteninformation bei der Comdirect.
Gesamtkosten im Detail
Hier erhältst Du weitere Informationen zu den Gesamtkosten. So erfährst Du zum Beispiel, dass die Kosten Deine Rendite im Schnitt um 0,46 Prozentpunkte im Jahr verringen, wenn Du den ETF für fünf Jahre hältst und dann verkaufst. Das ist eine Wiederholung der schon vorher aufgeführten Gebühr beim Kauf, 12,40 Euro, beim Verkauf, geschätzt: 12,40 Euro, und für die ETF-Produktkosten, 3,76 Euro pro Jahr.
Unter „Gesamtkosten im Detail“, kannst Du ablesen, an wen die Zahlungen gehen.
Der letzte Punkt sind die „Gesamtkosten im Zeitablauf und Auswirkung auf die Rendite“. Hier erhältst Du nochmal einen Überblick, welche Kosten wann anfallen und wie stark sie sich auf die Rendite auswirken.
Um diese und andere Kostenübersichten Deines Brokers besser zu verstehen, ist eines wichtig: Nicht alle Positionen fallen tatsächlich in dieser Höhe an und nicht alle haben mit Deinem Depotanbieter zu tun.
Wenn Du nicht schon nach fünf Jahren das Wertpapier verkaufen möchtest, sondern erst nach beispielsweise 30 Jahren, verteilen sich Deine Ausstiegskosten natürlich auch auf eine längere Haltedauer. Und die Produktkosten des ETF sind unabhängig von Deinem Broker - und in aller Regel deutlich niedriger als die Produktkosten eines aktiv gemanagten Aktienfonds, den Banken oft im Beratungsgespräch verkaufen.
Im zweiten Beispiel geht es um einen ETF-Sparplan mit einer Sparrate von 100 Euro im Monat. Konkret geht es um einen Sparplan auf den ishares Core MSCI World ETF bei der DKB. Der Aufbau der Kosteninformation ist ähnlich wie bei der Comdirect. Zunächst einzeln aufgeschlüsselt die Kosten für Kauf und Verkauf, sowie die laufenden Kosten.
Da es um einen Sparplan geht, ist der Anlagebetrag nicht genau festgelegt. Denn er hängt ja davon ab, wie lange Du Deinen Sparplan laufen lässt. Die DKB nimmt hier fiktiv fünf Jahre an. Der Anlagebetrag, auf den sich die Kosteninformation bezieht, ist daher 6.000 Euro.
Anders als die Comdirect schlüsselt die DKB die Kaufgebühren nicht nach Order- und Handelsplatzgebühr auf. Du erfährst unter dem Punkt „Dienstleistungskosten“ nur die Summe. In unserem Beispiel sind dies 90 Euro. Sie ergeben sich aus der Sparplangebühr von 1,5 Prozent. Unter Ausstiegskosten finden sich die Kosten, wenn Du nach fünf Jahren den gesamten ETF-Bestand verkaufst. Grundlage sind also die Ordergebühren für einen Einmalverkauf.
Hinweis: Die gezeigte Kosteninformation stammt aus 2024. Mittlerweile hat die DKB ihre Gebühren angepasst. Du zahlst nun für die Ausführung eines Sparplans pauschal 1,50 Euro.
Unter Punkt Zwei gibt die DKB wieder die Zusammensetzung der Kosten an bei einer Haltedauer von ebenfalls fünf Jahren. Als Letztes gibt auch die DKB die Auswirkungen der Kosten auf die Rendite an, mit einer Grafik. An den Balken kannst Du ablesen, um wie viel Prozentpunkte sich Deine Rendite im Jahr verringert.
Bei vielen Neobrokern ist die Kosteninformation sehr kompakt. Das liegt auch daran, dass diese in der Regel ein einfaches Preismodell haben. Dieser Screenshot zeigt die Kosteninformation von Trade Republic.
Dort kosten Käufe und Verkäufe pauschal einen Euro Ordergebühr. Handelsplatzgebühr oder Courtage fallen nicht an, müssen also nicht extra aufgeführt werden.
Der zweite Teil der Übersicht zeigt dann wieder die Auswirkungen auf die Rendite. Also um wie viel Prozentpunkte sich die Rendite durch die Kosten in den einzelnen Jahren verringert.
Welche Kosten stehen im Basisinformationsblatt?
Vor dem ETF-Kauf muss Dir Deine Bank neben den Kosteninformationen auch das sogenannte Basisinformationsblatt des ETF zu Verfügung stellen. Oft findest Du das Dokument auch unter der Bezeichnung KID. Das steht für die englische Übersetzung „Key Information Document“.
Aufbau und Inhalt sind gesetzlich vorgeschrieben. Unter anderem müssen die ETF-Anbieter dort die Kosten des Produktes ausweisen (§ 166 KAGB).
Du findest die Angaben im Abschnitt „Welche Kosten entstehen?“. Wichtig: Das Basisinformationsblatt beinhaltet nur die Kosten des ETF selbst. Die Gebühren für den Kauf- oder Verkauf sind nicht enthalten, da sie von dem Broker und dem Handelsplatz abhängen.
Aufgeführt sind hingegen die laufenden Kosten. Das ist zum einen die TER. Zum anderen müssen die ETF-Anbieter hier seit 2023 auch die Transaktionskosten des ETF aufführen.
Warum sind die Transaktionskosten in US-Dollar?
Die Kosten sind jeweils in Prozent des Fondsvermögens, sowie in Geldbeträgen angegeben. Sie beziehen sich auf eine beispielhafte Anlagesumme – etwa 10.000 Euro. Den Geldbetrag müssen die ETF-Anbieter jeweils in der Fondswährung ausweisen. Sei also nicht irritiert, wenn Du dort Angaben in US-Dollar siehst. Warum es für Dich als Anlegerin oder Anleger egal ist, ob die Fondswährung US-Dollar oder Euro ist, erklären wir Dir in unserem Ratgeber zu MSCI World-ETF.
Welche Kosten zur TER zählen, haben wir Dir oben erläutert. Die Transaktionskosten sind Kosten, die durch den Kauf und Verkauf der Wertpapiere entstehen, die der ETF hält. Da die Zahl der Käufe und Verkäufe schwankt, lassen sich die Transaktionskosten nur schätzen. Der Wert im Basisinformationsblatt ist der Durchschnitt der jährlichen Kosten in den vergangenen drei Jahren in Prozent des Fondsvermögen.
In der Regel sind die Transaktionskosten von ETFs sehr gering und liegen unter 0,1 Prozent des Fondsvermögens. Auf Deine Rendite haben sie fast keinen Einfluss.
Was ist ein kostenloser ETF-Sparplan?
Viele Broker bieten für ausgewählte ETFs Sparpläne ohne Ausführungsgebühr an. Oft spricht man auch von einem kostenlosen Sparplan. Komplett kostenlos ist ein solcher Sparplan aber letztlich nicht.
Zum einen zahlst Du auch hier die laufenden Kosten des ETF, also die TER, die die Fondsgesellschaft aus dem Vermögen entnimmt. Diese lassen sich nicht vermeiden. Sie entstehen auch bei einem Einzelkauf ohne einen Sparplan.
Zum anderen fallen natürlich auch Kosten an, wenn Du Deine ETF-Anteile später verkaufst. Bei Finanztip schreiben wir daher von einem Sparplan ohne Kaufgebühr statt von einem kostenlosen Sparplan.
Mit einem ETF-Sparplan kannst Du zum Beispiel monatlich eine bestimmte Summe in einen ETF investieren. Dein Depotanbieter kauft dann für Dich jeden Monat an einem bestimmten Tag Anteile am jeweiligen ETF für die entsprechende Summe. Für diese regelmäßigen Kaufaufträge berechnen die Depotanbieter eine sogenannte Ausführungsgebühr. Handelsplatzgebühr oder Courtage fallen bei einem Sparplan nicht an.
Von uns empfohlene ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühr findest Du mit unserem ETF-Finder.
Welche Kosten musst Du noch berücksichtigen?
Neben den laufenden Kosten des Fonds und Gebühren für den Kauf- und Verkauf können noch weitere Kosten auf Dich zukommen. So berechnen manche Depotanbieter zusätzlich zu den Ordergebühren eine Depotgebühr.
Die Sparkasse Hannover verlangt zum Beispiel 2,95 Euro im Monat als Grundpreis für das Sparkassen-Depot. Pro Jahr zahlst Du dafür dann 35,40 Euro. Manche Banken nehmen eine Mindestgebühr pro Depotposition. Wenn Du also beispielsweise drei verschiedene Aktien und zwei verschiedene ETFs im Depot hast, fällt für alle fünf Positionen eine bestimmte Jahresgebühr an.
Die von uns empfohlenen Depotanbieter verzichten auf ein solches Verwahrentgelt oder schließen es aus, wenn Du dort einen Sparplan führst.
Was kannst Du gegen hohe Depotkosten tun?
Bist Du bei einem Anbieter, der eine solche Depotgebühr erhebt, solltest Du über einen Wechsel nachdenken. Die von uns empfohlenen Anbieter findest Du im Ratgeber zum Wertpapierdepot.
Der Depotwechsel ist in Deutschland kostenlos. Allerdings darf der Depotanbieter Gebühren an Dich weitergegeben, die er von Dritten in Rechnung gestellt bekommt. Das können zum Beispiel Gebühren von der Verwahrstelle sein, in der ein Wertpapier bisher gelagert wurde.
Dass solche Kosten entstehen, kommt aber eher selten vor. Wie Du ETFs und andere Wertpapiere zu einem anderen Depot überträgst, liest Du im Ratgeber zum Depotwechsel.
Welche Kosten durch Steuern fallen an?
Nicht außer Acht lassen solltest Du auch das Thema Steuern. Verkaufst Du Deinen ETF-Anteil mit Gewinn, fallen darauf 25 Prozent Abgeltungssteuer an. Dazu Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer.
Deine Depotbank zieht sie bei der Abrechnung automatisch ab und reicht sie an das Finanzamt weiter. Bei Aktienfonds bleibt allerdings ein Teil der Gewinne steuerfrei. Die sogenannte Teilfreistellung verschont 30 Prozent der Gewinne. Mehr dazu liest Du in unserem Ratgeber ETF-Steuern.
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