Bankschließfach - Haftung - Risiko

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Ein Bankschließfach empfiehlt sich für die sichere Aufbewahrung von Wertgegenständen. Schmuck, Bargeld, Versicherungspolice, Familienstammbuch, Testament oder IT-Backup sind übliche Gegenstände für eine Aufbewahrung im Banktresor.

Was im Bankschließfach enthalten ist, weiß nur der Bankkunde selbst. Wichtig ist für den Fall eines Brandes oder einer Explosion ein Verzeichnis aller im Bankschließfach deponierten Gegenstände und Dokumente. Bei Wertgegenständen sollte möglichst auch eine Expertise bzw. der Kaufbeleg und ein Foto vorliegen. So kann die Versicherung der Bank im Schadensfall eine Entschädigung leisten, wenn das im Mietpreis enthalten ist (Schließfachversicherung). Ist der Wert der im Schließfach deponierten Gegenstände höher als die Versicherungssumme der Bank, kann auch eine Extraversicherung abgeschlossen werden. Manche Banken haben auch eine Versicherung gegen Hochwasserschäden.

Wann haftet die Bank?

Wenn das Schließfach leer ist und nach Ansicht des Bankkunden ausgeräumt wurde, stellt sich die Frage nach der Haftung der Bank. Grundsätzlich gilt: Kann der Bankkunde nicht nachweisen, dass etwas unbefugt aus dem Schließfach entnommen wurde, kann er keinen Schadensersatz von der Bank verlangen. So hat das Oberlandesgericht Düsseldorf im Urteil vom 28.02.2012, Az.: I-24 U 193/11 eine Haftung und eine Schadensersatzpflicht der Bank nach § 280 Abs. 1 BGB verneint, weil der Bankkunde nicht nachweisen konnte, dass sich die angeblich entwendeten Wertgegenstände jemals im Schließfach befunden hatten. <Mehr hierzu im Artikel Risiko einer Vollmacht für Bankschließfach>.

Risiko Bankeinbruch

Die Bank haftet bei Fahrlässigkeit ihrer Mitarbeiter. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Banktresor geknackt wird, ist sehr gering. Jeder Bankkunde sollte aber für sich abwägen, wie häufig er sein Schließfach öffnet. Denn mit jedem Weg zur Bank und zum Bankschließfach erhöht sich die latente Gefahr, das Diebe in der Schalterhalle dies beobachten und ihre draußen wartenden Komplizen über mögliche Opfer informieren.

Ein weiterer Aspekt darf nicht vergessen werden: Wenn das Bankschließfach geknackt wird, sind in der Regel Sachwerte nur bis zu einem bestimmten Betrag und Bargeld überhaupt nicht versichert. So erging es zum Beispiel Kunden der Commerzbank Ende Juli 2008 in Berlin als die "Panzerknacker" den Banktresor aufbrachen.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

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