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Inhalt
Egal ob Campervan, Wohnmobil oder Wohnwagen: Nur richtig versichert dürfen Reisemobile auf die Straße. Doch wie findest Du den für Dich geeigneten Versicherungsvertrag? Wir erklären Dir, wie Du an den passenden Versicherungsschutz für Dein Wohnmobil kommst.
Unsere jüngste Finanztip-Untersuchung zu Wohnmobilversicherungen zeigt: Es sind Vergleichsrechner auf kleineren Seiten, die bei Wohnmobilversicherungen die Nase vorn haben. Die großen Vergleichsportale hingegen bringen Camper auf der Suche nach Versicherungsschutz nicht weiter. In unserem Test haben die großen Portale unsere Ansprüche für einen empfehlenswerten Vergleich nicht erfüllt.
Finanztip empfiehlt: Nutze den Rechner auf der Seite Innofima.de, um den für Dich optimalen Versicherungs-Tarif für Dein Wohnmobil zu finden. Der Innofima-Rechner schnitt in der jüngsten Finanztip-Untersuchung für Wohnmobilversicherungen am besten ab: Die dort angezeigten Preise für Wohnmobiltarife waren im Vergleich zu anderen besonders günstig. Filter und Angaben in der Klickstrecke entsprechen unseren Anforderungen.
Günstige Kfz-Versicherungstarife für Wohnmobile und Reisemobile bieten unter anderem die Versicherungsgesellschaften:
Diese Anbieter mit ihren Tarifen wurden uns von Finanztip beim Test günstiger Wohnmobilversicherungen über den Rechner von Innofima angezeigt. Finanztip empfiehlt Dir, über den Rechner von Innofima zu gehen, wenn Du eine Wohnmobilversicherung suchst. Denn auch wenn Du diese Anbieter jetzt im Hinterkopf hast, solltest Du stets eine Markteinschätzung auf einem Vergleichsrechner einholen. Und nicht direkt zu einem der Versicherer gehen.
Der größte Pluspunkt: Der Rechner von Innofima hat uns den größten Marktüberblick gegeben, also die meisten Versicherungsgesellschaften gezeigt, die Reisemobile absichern. Außerdem zeigte er auch gerade die Versicherer an, die in unserer Untersuchung die günstigsten Preise angeboten haben.
Ein Versicherer mit besonders häufig günstigen Preisen: die WGV mit ihrem Tarif WGV Optimal. Sie konnte in unserer Untersuchung in zehn von zwölf Fällen den Bestpreis stellen.
Weiteres Pro bei Innofima: als Makler gibt das Unternehmen zudem Rabatte an Kunden und Kundinnen weiter. Wenn Du einen Tarif angezeigt bekommst, auf den es einen sogenannten Maklerrabatt gibt, ist die Ermäßigung in den Beitrag bereits eingerechnet. Dieser Rabatt hat keine Auswirkungen auf Deinen Versicherungsschutz. Ist nichts anderes angegeben, bekommst Du den vergünstigten Beitrag dauerhaft.
Minuspunkt: Der Rechner von Innofima zeigt auch Versicherer an, die nicht direkt vermittelt werden. Negativ daran: solche Tarife kannst Du nicht direkt abschließen, in der Ergebnisliste ist der Button für den Tarifabschluss ausgegraut. Immerhin kannst Du so aber selbst entscheiden, ob ein günstigerer Preis es wert ist, die Kfz-Versicherung direkt anzufragen.

Ihr innovativer Finanzmakler
Tarife in der Kfz-Versicherung sind von vielen Merkmalen abhängig; bei Wohnmobilen insbesondere. Schon eine kleine Änderung im persönlichen Bereich oder auch am Fahrzeug kann zu deutlichen Preisunterschieden führen.
Einen Überblick bekommst Du daher am besten, wenn Du über ein Portal oder einen Vergleichsrechner gehst. Im Fall der Wohnmobilversicherungen gibt Innofima diesen Überblick. Eine Einschränkung: Innofima zeigt WGV-Tarife zwar an, doch kannst Du sie über Innofima nicht abschließen. In unsere oben beschriebene Bewertung sind die Tarife von WGV daher gar nicht eingeflossen. Dass WGV bei Innofima überhaupt angezeigt wird, kommt also als Pluspunkt nochmal zum ersten Platz des Vergleichsrechners dazu.
Aufwendig ist das Ergebnis bei Innofima aus einem weiteren Grund: Die Liste mit den günstigsten Tarifen enthält auch jene, die nicht alle Anforderungen erfüllen, die die Nutzerin zuvor ausgewählt hatte. Ob alle Merkmale erfüllt sind, zeigt der Rechner über ein Ampelsystem – grün, gelb, rot. Bedeutet: Jeden Tarif, der keinen grünen Kreis vorweisen kann, musst Du entweder überspringen oder selbst auf alle Voraussetzungen prüfen.
In unserer Untersuchung fanden wir für unterschiedliche Musterkunden Tarife zum Preis von 148 Euro bis 582 Euro bei der WGV. Der Versicherer zeigte im Finanztip-Test besonders günstige Tarife. Im Folgenden siehst Du eine Übersicht zu Preisunterschieden in der Kfz-Versicherung für Wohnmobile und Pkw am Beispiel der WGV:
Beispiele Wohnmobiltarife und Pkw-Tarife aus Finanztip-Erhebungen.
fiktiver Beispiel-Fall | Pkw 67-jährige Corsa-Fahrerin aus Friedrichshafen (BW) darf 14.000 km im Jahr fahren: Mann und 24-jähriger Sohn stehen als Mitfahrer im TK-Vertrag. | Pkw als Zweitwagen Zweitwagen-Vertrag für 3er BMW Cabrio in Mainz (RLP). 36-jähriger Fahrer darf 7.000 km pro Jahr fahren: Haftpflichtvertrag. | Campervan, Zweitwagen, Saisonfahrzeug Ausgebauter Renault als Zweitwagen mit 15.000 km Fahrleistung pro Jahr: 33-jähriger Fahrer und sein Partner fahren, TK-Saison-Vertrag mit 150 Euro SB. Wohnhaft: Mecklenburg-Vorpommern. | Wohnmobil Teilintegriertes Wohnmobil Adria Coral XL mit 55.000 km Jahresleistung. 56-jähriger Fahrer und sein Lebenspartner stehen im Vollkasko-Vertrag. Wohnhaft: in Schleswig-Holstein. |
|---|---|---|---|---|
| Tarif der WGV | 582 Euro | 148 Euro | 331 Euro | 402 Euro |
| günstigster Tarif im Test | 555 Euro | 135 Euro | 331 Euro | 402 Euro |
| Differenz | 27 Euro | 13 Euro | - | - |
Quelle: Abfrage auf den Portalen Nafi-Auto, Verivox, Check24 sowie auf dem Rechner der WGV im Rahmen des Finanztip-Kfz-Versicherungstests 2024 sowie des Finanztip-Wohnmobil-Versicherungstests 2024 (Stand: August 2025)
| Innofima | Onverma |
|---|---|
| + In unserer Untersuchung waren die meisten günstigen Versicherungen online abschließbar. | • Hat viele auch günstige Versicherer gelistet, doch weniger als Innofima. |
| + Weitere günstige Versicherer wurden darüber hinaus angezeigt, auch die in unserer Untersuchung häufig günstige WGV. | • Zeigte neben den abschließbaren Tarifen in der Ergebnisliste auch Preise von weiteren Versicherern an. |
| + Innofima gab Maklerrabatte an Kundinnen weiter. | - Maklerrabatte waren in unserer Untersuchung nicht ersichtlich. |
| • Durchschnittliche Abweichung vom Bestpreis: 19 Prozent (ohne Einbeziehung von WGV). | • Durchschnittliche Abweichung vom Bestpreis: 20 Prozent. |
| • Maximaler Ausreißer nach oben: 58 Prozent (ohne Einbeziehung von WGV). | • Maximaler Ausreißer nach oben: 60 Prozent. |
| - Ergebnisliste enthält auch unpassende Tarife, diese sind im Ampelsystem gelb, bzw. rot, markiert. Die Verbraucherin muss also darauf achten, nur grün gekennzeichnete Tarife zu wählen – oder selbst nachzuprüfen. | + Kein Ampelsystem: alle als abschließbar angezeigten Tarife entsprachen den eingestellten Kriterien. |
Quelle: Datenabfrage auf den Vergleichsrechnern, Finanztip-Berechnungen (Abfrage März 2024, Stand: August 2025)
Schritt 1: Die Klickstrecke. Lass Dich bei dem von Finanztip empfohlenen Vergleichsrechner von Innofima zunächst von der Klickstrecke durch alle wichtigen Fragen und Angaben führen. So findest Du die für Dich passende Wohnmobilversicherung.
Schritt 2: Die Ergebnisliste. In der Ergebnisliste bei Innofima siehst Du wahrscheinlich Versicherungstarife, die mit einem grünen Button versehen sind. Und Tarife, die einen grauen Button haben. Mit den „grünen“ Tarifen hat Innofima einen Vertrag. Das bedeutet unter anderem, dass Deine Angaben, die Du in der Klickstrecke gemacht hast, direkt als Antrag zum Versicherer weitergeleitet werden können.
So schließt Du einen grauen Tarif bei Innofima ab: Entscheidest Du Dich für einen Anbieter, mit dem der Vergleichsrechner keinen Vermittlungsvertrag hat, einen „grauen“ Tarif, musst Du die Angaben auf der Seite des Versicherers nochmal machen. Auch kein Problem, schließlich hast Du die erforderlichen Unterlagen bereits zur Hand.
In jedem Fall werden Deine Angaben geprüft und Du bekommst bei Abschluss der Kfz-Versicherung für Dein Wohnmobil direkt eine sogenannte eVB-Nummer, eVB steht für elektronische Versicherungsbestätigung. Du brauchst sie, wie beim Pkw, für die Zulassungsstelle, wo Du Deinen Wagen anmeldest, um ein Kfz-Kennzeichen zu bekommen.
Bei Deiner Wohnmobilversicherung ist es wichtig, Laufzeit und Kündigungsfristen im Blick zu behalten.
Finanztip-Tipp: Gerade als Camper solltest Du Deine Versicherungspolice digital speichern, damit Du auch unterwegs jederzeit Zugriff auf alle Vertragsdetails hast – etwa bei einem Schadenfall, bei Rückfragen zu Deckung oder SF-Klasse, oder wenn Du außerhalb der Reichweite Deines Versicherungsordners Deine Versicherung wechseln möchtest.
Für die meisten Kfz-Versicherten, einschließlich Wohnmobilbesitzerinnen und -besitzern, endet das Versicherungsjahr am 31. Dezember. Eine ordentliche Kündigung zur Hauptfälligkeit muss in der Regel spätestens am 30. November beim Versicherer eingehen, sonst verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Sonderkündigungsrechte bestehen unter anderem bei einer Beitragserhöhung, nach einem Schadenfall oder beim Verkauf des Fahrzeugs.
Mehr wichtige Infos rund um das Thema Kündigung findest Du in unserem Ratgeber Kfz-Versicherung kündigen. Die Regeln gelten für Dich als Camper genauso wie für die ganz gewöhnlichen Alltags-Autofahrerinnen und -Autofahrer.
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Du solltest Deine alte Kfz-Versicherung aber erst kündigen, nachdem Du die elektronische Versicherungsbestätigung, die sogenannte eVB-Nummer, Deines neuen Versicherers in Händen hast – beziehungsweise in Deinem E-Mail-Posteingang.
Welche Vorgaben und Fristen Du für die Kündigung beachten musst, unterscheidet sich nicht von den Regeln zu Kfz-Versicherungen für Pkw. Lies alles dazu in unserem Ratgeber Kfz-Versicherung kündigen nach. Dort findest Du auch ein Musterschreiben für Deine Kündigung.
Zusätzliche Spar-Optionen bei der Wohnmobilversicherung, die sich lohnen:
Garage oder Carport - Mit einem wind- und wettergeschützten Platz, an dem Dein Wagen bei Nichtnutzung steht, kannst Du ebenfalls sparen. Hast Du keine Garage, spart oft auch schon eine Überdachung Geld bei der Versicherung. Gib beim Vergleich an, wenn Du diese Möglichkeit zum Schutz Deines Fahrzeugs hast. Das kann sich positiv auf den Preis Deiner Kasko-Komponente auswirken.
Achtung: Wenn Du Dein Wohnmobil länger parkst, denk daran, die Batterie im Blick zu behalten – besonders dann, wenn Du überdacht stehst und der Akku an einer PV-Anlage hängt.
Genau wie beim Auto spielen viele Faktoren in den Preis für Deine Versicherung hinein. Alter und Anzahl der Fahrer, Baujahr, Ort der Zulassung und Kaufpreis des Wohnmobils sind wichtige Punkte. Achte vor allem auch auf den Wert des fest eingebauten Inventars – sei es Küche, praktisches Bett mit Stauraum oder auch die luxuriöse Nasszelle mit Himmelblick. Denn nur so kommst Du auf den Betrag, den Du versichern musst.
Du darfst mit Deinem Wohnmobil unter 7,5 Tonnen in der Regel unbegrenzt am Straßenrand parken. Einen abgekoppelten Wohnwagen ohne Sondernutzungsgenehmigung hingegen musst Du in Wohngebieten alle zwei Wochen umparken.
Wichtig für die Batterie beim Überwintern oder längeren Abstellen: Gibt es einen passenden Anschluss, solltest Du die Batterie dauerhaft mit einem vollautomatischen, spannungsgeregelten Ladegerät laden. Und wenn nicht, gehört sie raus aus dem Womo. Lager sie trocken und kühl – und vergiss nicht, sie regelmäßig an den Strom anzuschließen.
Im Gegensatz zur Kfz-Versicherung haben Versicherer bei Wohnmobilen weniger Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) – entsprechend geben Dir die Versicherer auch kaum unterschiedliche Schadenfreiheitsrabatte. Das zeigt ein Blick in die Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Wohnmobilversicherer. Meist bis zu 20, wie beispielsweise der oben genannte Anbieter WGV. In der normalen Autoversicherung sind es bis zu 35.
Bis vor einigen Jahren kannten Reisemobile sogar nur zehn SF-Klassen. Einige Wohnmobilversicherer sind bei dieser Systematik geblieben. Bist Du seit mehr als zehn oder 15 Jahren unfallfrei unterwegs, kann ein Blick in die SF-Tabelle Deines Anbieters also besonders lohnen. Bist Du bei einem Anbieter mit nur wenigen SF-Klassen, kann ein Wechsel allein wegen des Rutschens in eine höhere SF-Klasse günstig sein.
Innerhalb der EU, Schweiz, Norwegen und Großbritannien darfst Du bereits mit der Basisvariante eines guten Tarifs problemlos unterwegs sein. Willst Du weiter weg fahren, sprich das unbedingt bei Deiner Versicherung an.
Im Finanztip-Test zu Wohnmobilversicherungen haben wir angegeben, dass die Fahrzeuge ausschließlich in EU, Schweiz, Norwegen und Großbritannien gefahren werden – damit wir die Tarife besser vergleichen konnten. Viele Versicherer bieten das als Basis an.
Typische Schadensfälle, in denen eine Kfz-Versicherung fürs Wohnmobil einspringt, sind:
Hast Du nur eine Pflichtversicherung, die Haftpflichtversicherung, werden Dir nur Schäden erstattet, die Du anderen mit Deinem Wohnmobil im Straßenverkehr zufügst. Nur wenn Du zusätzlich eine freiwillige Kaskoversicherung hast, zahlt die Versicherung auch für Reparaturkosten am eigenen Fahrzeug.
Genau wie beim Auto ist für Wohnmobile und Campervans eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben – das folgt aus dem Gesetz über die Pflichtversicherung für Kraftfahrzeughalter. Für Schäden am eigenen Auto durch einen Unfall, aber auch durch Fahrerflucht, Vandalismus oder Diebstahl, musst Du zusätzlich eine Kaskoversicherung abschließen. Je nach Umfang musst Du Dich zwischen einer Teil- oder Vollkasko entscheiden.
Wichtig für Dich als Camper: Achte auf Schutz gegen Elementarschäden und Tierunfälle – sie kommen bei Campingfahrzeugen häufiger vor als bei Pkw.
Die Teilkasko bietet Schutz bei äußeren Einwirkungen. Sie deckt typische Risiken ab, die nicht durch eigenes Verschulden entstehen.
Sie zahlt in der Regel bei:
Gerade für Camper ist es wichtig, auf ausreichenden Schutz gegen Elementarschäden und Tierunfälle zu achten – diese Risiken treten bei Reisemobilen häufiger auf als bei Pkw.
Die Vollkasko bringt Die zusätzlichen Schutz bei Eigenverschulden. Sie umfasst alle Leistungen der Teilkasko und geht darüber hinaus.
Sie zahlt zusätzlich bei:
Allerdings gilt: handelst Du grob fahrlässig Fahrlässigkeit – fährst Du etwa unter Alkoholeinfluss – darf der Versicherer seine Leistung kürzen.
Eine Vollkasko ist die teuerste Variante. Sie lohnt sich vor allem für neue oder hochwertige Wohnmobile. Bei Reisemobilen sind einige Risiken höher als bei Pkw. Schließlich lebt, liebt, schläft und kocht der Camper eben auch in seinem mobilen Heim. Das erhöht sowohl Nutzung als auch Schadenspotenzial.
Ein Schutzbrief, der im Falle einer Panne hilft, ist kein Muss, kann aber eine Überlegung wert sein. Unser Ratgeber zu Auto-Schutzbriefen hilft Dir bei der Entscheidung weiter.
Spartipp: Wenn Du schon einen Schutzbrief für ein Auto hast, kannst Du ihn bei einigen Anbietern kostengünstig auf Deinen Camper erweitern. Frag dafür beim Aussteller Deines Schutzbriefes nach.
Nur fest eingebautes Inventar ist im Kaskoschutz enthalten, bewegliches nicht. Und bei fest eingebautem Inventar gibt es auch einen wichtigen Punkt zu beachten, damit die Versicherung greift:
Alle Ein- und Umbauten solltest Du von Tüv oder Dekra in den Fahrzeugschein eintragen lassen und sie Deiner Versicherung nennen. Ohne Eintragung in den Fahrzeugschein, also die Zulassungspapiere, darf ein umgebauter Wagen nicht auf die Straße. Und Deine Versicherung wird einen Schaden an den nicht gemeldeten Einbauten nicht übernehmen – egal, wie nützlich sie für Dich sind.
Für das bewegliche Inventar gibt es extra Camping- oder Inventarversicherungen, da Hausratversicherungen oft nicht greifen, wenn etwas aus dem Camper gestohlen wird. Ob eine solche Zusatzversicherung das Richtige für Dich ist, liest Du im nächsten Abschnitt.
Bewegliches Inventar wie Wäsche und Co., aber auch technisches Equipment im Wohnmobil sind über die Kfz-Versicherung nicht versichert. Diebstahl, Vandalismus, Brand oder auch Regen – zuhause sind diese Risiken für lose Gegenstände über die Hausratversicherung abgedeckt. Doch greift die meist nicht beim Camping.
Eine Hausratversicherung und die oft darin enthaltene Außenversicherung gelten in aller Regel nur innerhalb von Gebäuden, zum Beispiel in Hotelräumen. Nicht aber im Wohnmobil.
Auch wenn Du eine Reisegepäckversicherung hast, ist die für Dein Leben als Camper nicht unbedingt geeignet. Denn mit „Gepäck“ ist dort das gemeint, was Du mit Dir führst – im Koffer oder Rucksack, nicht im Fahrzeug.
Was zwar toll klingt, aber leider dennoch oft nicht passt, ist die Campingversicherung. Mit vollem Namen heißt sie Campingkaskoversicherung – klingt schon anders. Und liest Du die Bedingungen, erkennst Du schnell: sie ist auf Dauercamper ausgerichtet, also Leute, die ihre Sachen ständig im Fahrzeug aufbewahren, nicht nur vorübergehend. Für Reisende ist sie daher die falsche Wahl.
Hast Du eine Hausratversicherung, schau genau in die Bedingungen oder lass Dir von Deinem Versicherer bestätigen, ob auch Gegenstände im Reisemobil als „Hausrat“ gelten ‒ und damit von ihm versichert sind. Wenn ja, bist Du fein raus. In den meisten Fällen sind allerdings nur Gegenstände im „normalen“ Pkw versichert.
Du kannst eine Hausratversicherung speziell für Camper und Reisende abschließen – eine sogenannte Inhaltsversicherung. Allerdings musst Du rechnen, ob sie sich für Dich lohnt.
Mit einer Inhaltsversicherung ist das Inventar, also die losen Teile im Fahrzeug, abgesichert. Das reicht – denn für festverbautes Inventar kannst Du eine Kaskoversicherung abschließen. Wann diese greift, haben wir weiter oben beschrieben.
Es gibt unterschiedliche Tarife, die von Anbieter zu Anbieter variieren. Je nach Tarif kannst Du entweder nur Dein Reisegepäck versichern, Laptop, Handy, Kamera und Tablet oder sonstige Elektronik einbeziehen, oder auch Sportausrüstung wie Fahrräder, Kajaks oder Surfbretter mitversichern.
Schau Dir an, wie essenziell die Absicherung dieser Gegenstände für Dich ist. Ähnlich wie bei der Hausratversicherung gilt: Wenn Du es Dir leisten kannst, notwendige Dinge aus eigener Tasche zu ersetzen, brauchst Du dafür keine Versicherung abschließen. Inhaltsversicherungen für Campingfahrzeuge hängen von der Versicherungssumme für die zu versichernden Dinge ab. Es gibt sie für unter 100 Euro im Jahr.
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Wie hoch Deine Kfz-Steuer fürs Wohnmobil ist, richtet sich nach Gewicht und Schadstoffklasse Deines Fahrzeugs.
Eine wichtige Grenze liegt bei 2.800-Kilo – achte vor allem auf die Emissions-Schlüsselnummer.
Du findest beides in den Zulassungsunterlagen. Die Emissions-Schlüsselnummer steht wie beim Pkw in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 in Feld „14.1“. In „alten“, also noch 2005 ausgegebenen Fahrzeugscheinen, findest Du die Zahlenfolge unter „Schlüsselnummer - zu 1“ – ganz oben auf dem Falt-Heftchen. Das Gewicht Deines Wohnmobils kennst Du wahrscheinlich – es steht aber auch in Feld F.2: „zulässige Gesamtmasse“. Handelt es sich um einen alten Fahrzeugschein, findest Du das zulässige Gesamtgewicht im Feld 15.
Du hast alles parat? Dann lies jetzt einfach in unserer Steuer-Tabelle ab, wie hoch Deine Steuer ist.
| zulässiges Gesamtgewicht in Tonnen | mindestens Schadstoffklasse 4 | Schadstoffklassen S2 – S3 | Schadstoffklasse 1 und schlechter |
|---|---|---|---|
| 1,8 | 144 | 216 € | 360 € |
| 2,0 | 160 € | 240 € | 400 € |
| 2,2 | 170 € | 250 € | 410 € |
| 2,4 | 180 € | 260 € | 420 € |
| 2,6 | 190 € | 270 € | 430 € |
| 2,8 | 200 € | 280 € | 440 € |
| 3,0 | 210 € | 290 € | 450 € |
| 3,2 | 220 € | 300 € | 460 € |
| 3,4 | 230 € | 310 € | 470 € |
| 3,6 | 240 € | 320 € | 480 € |
| 3,8 | 250 € | 330 € | 490 € |
| 4,0 | 260 € | 340 € | 500 € |
| 4,2 | 270 € | 350 € | 510 € |
| 4,4 | 280 € | 360 € | 520 € |
| 4,6 | 290 € | 370 € | 530 € |
| 4,8 | 300 € | 380 € | 540 € |
| 5,0 | 310 € | 390 € | 550 € |
| 5,2 | 320 € | 400 € | 565 € |
| 5,4 | 330 € | 410 € | 580 € |
| 5,6 | 340 € | 420 € | 595 € |
| 5,8 | 350 € | 430 € | 610 € |
| 6,0 | 360 € | 440 € | 625 € |
| 6,2 | 370 € | 450 € | 640 € |
| 6,4 | 380 € | 460 € | 655 € |
| 6,6 | 390 € | 470 € | 670 € |
| 6,8 | 400 € | 480 € | 685 € |
| 7,0 | 410 € | 490 € | 700 € |
| 7,2 | 420 € | 500 € | 715 € |
| 7,4 | 430 € | 510 € | 730 € |
| 7,6 | 440 € | 520 € | 745 € |
Quelle: Anlage XIV zu § 48 StVZO, Zoll.de (Stand: Dezember 2025)
Mit Blick auf die Unterschiede bei Versicherungsnehmern und Fahrzeugen hat Finanztip zwölf Versicherungsnehmer und ihre Wohnmobile ausgearbeitet, um für diese eine passende und günstige Kfz-Versicherung zu finden. Wir nennen diese fiktiven Profile im Folgenden Musterkunden.
Verteilung der Autos: sieben klassische Wohnmobile, fünf Campervans, also ausgebaute Kleinbusse. Davon jeweils ein Elektro-Wohnmobil und ein Elektro-Bus. Neunmal haben wir nach Tarifen für einen Versicherungswechsel gefragt. Dreimal haben wir angegeben, dass der fiktive Kunde sich das Wohnmobil neu gekauft habe.
Um die Tarife besser vergleichen zu können, haben wir stets angegeben, dass das Fahrzeug ausschließlich in der EU, Schweiz, Norwegen und Großbritannien genutzt wird. Willst Du weiter weg fahren, solltest Du das mit Deiner Versicherung besprechen.
Wir haben eine Grundgesamtheit über Google erhoben. Dafür haben wir bei Google gesucht nach den Begriffen:
„Wohnmobil Versicherung“,
„Wohnmobil Versicherung Vergleich“,
„Wohnwagen Versicherung“,
„Wohnwagen Versicherung Vergleich“,
„Camper Versicherung“,
„Camper Versicherung Vergleich“.
Die jeweils ersten drei Google-Ergebnis-Seiten habe wir nach Vergleichsseiten, Vergleichsrechnern und Vergleichsportalen durchsucht. Uns wurden 35 Webseiten angezeigt, die angaben, Vergleiche für Kfz-Versicherungen für Wohnmobile anzubieten.
Diese Seiten haben wir auf folgende Voraussetzungen untersucht:
Das Angebot auf der Seite musste aus einem Versicherungsvergleich in Form eines (funktionierenden) Rechners bestehen, über den Verbraucherinnen Tarife online abschließen können; reine Anbietertabellen reichten nicht. Der Vergleich musste für Verbraucher kostenlos sein. Außerdem haben wir Rechner aussortiert, die eine reine Kopie anderer Seiten waren. Übrig blieben 16 Seiten.
Wir haben uns dann die Marktabdeckung angeschaut. Dafür haben wir in einem ersten Schritt die von der Website angegebene Anzahl der am Vergleich teilnehmenden Versicherungsgesellschaften herangezogen. In einem zweiten Schritt haben wir durch Online-Recherche oder Nachfrage bei den Versicherungsgesellschaften geschaut, ob die in den Listen zu den teilnehmenden Gesellschaften angegebenen Kfz-Versicherer tatsächlich Wohnmobile versichern.
Nach dieser Auswertung blieben vier Seiten mit Vergleichsrechnern übrig, die wir in die weitere Untersuchung mitnahmen:
CampingAssec.de – Marktabdeckung: 25 teilnehmende Kfz-Versicherer, darunter mindestens 20 Womo-Versicherer
Innofima.de – Marktabdeckung: 57 teilnehmende Kfz-Versicherer, darunter mindestens 45 Womo-Versicherer,
Onverma.de – Marktabdeckung: 41 teilnehmende Kfz-Versicherer, darunter mindestens 32 Womo-Versicherer
SAW-Assekuranz – Marktabdeckung: 35 teilnehmende Kfz-Versicherer, darunter mindestens 29 Womo-Versicherer
Als Referenz außerdem Nafi-Auto – Marktabdeckung: 53 teilnehmende Kfz-Versicherer, darunter mindestens 43 Womo-Versicherer.
Das Vergleichsportal Nafi-Auto haben wir als Referenz in unsere Untersuchung einbezogen. Nafi-Auto bietet für Wohnmobile, wie auch für Pkw, einen umfangreichen Kfz-Versicherungsvergleich. Bei dem Portal sind viele Versicherungsgesellschaften gelistet – „gelistet“ bedeutet bei Nafi, dass das Portal die Tarife in der Ergebnisliste anzeigt (57 Kfz-Versicherer, darunter mindestens 45 Kfz-Versicherer, die auch Womos versichern). Online abschließbar sind Tarife dort nicht. Zudem richtet sich das Portal an Makler, mittlerweile ist es außerdem kostenpflichtig.
Außerdem vertreibt Nafi-Auto Vergleichsrechner. Die von uns untersuchten Vergleichsseiten für Wohnmobilversicherungen basieren allesamt auf solchen Nafi-Rechnern. Das Angebot der einzelnen Seiten unterscheidet sich aber. Die Rechner variieren nicht nur in der Aufmachung, sondern auch in der Anzahl der teilnehmenden Gesellschaften, als auch in den Preisen für die Tarife. Teils geben einzelne Seiten Preisermäßigungen von Versicherungsunternehmen an Verbraucherinnen weiter, wir nennen diese Ermäßigungen Maklerrabatte (in dieser Untersuchung in der Regel zehn Prozent).
Wir haben zwischen dem 4. und 7. März 2024 für alle unsere zwölf Womo-Musterkunden auf den oben genannten fünf Vergleichsrechnern (inklusive Nafi) Tarife erhoben. Die Ergebnisse haben wir dann gegenübergestellt.
Im Vergleich mit den anderen Rechnern schnitt ein Rechner am besten ab: Innofima zeigte sowohl die niedrigste durchschnittliche Abweichung vom Bestpreis als auch den geringsten Ausreißer nach oben. Das gute Abschneiden ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Innofima den größten Marktüberblick hat, also die meisten teilnehmenden Gesellschaften listet. Außerdem sind unter den angezeigten Tarifen auch gerade solche, die in unserer Untersuchung die günstigsten waren. Wir empfehlen daher, den Vergleichsrechner auf der Seite Innofima.de zum Vergleich von Kfz-Versicherungen für Wohnmobile und Campervan zu nutzen.
| Innofima1 | Onverma | CampingAssec | SAW-Assekuranz | Nafi-Auto2 | WGV Tarif Optimal3 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| durchschnittliche Abweichung vom Bestpreis in Prozent | 191 | 20 | 33 | 23 | 1 | 8 |
| höchste Abweichung vom Bestpreis (Ausreißer nach oben) in Prozent | 581 | 60 | 113 | 60 | 10 | 76 |
| Anzahl Bestpreise | 21 | 2 | 0 | 2 | 10 | 10 |
1 Alle Daten bei Innofima ohne Einbeziehung der WGV gewertet, da die WGV-Tarife nicht direkt abschließbar waren; Innofima auch ohne WGV stärkster Vergleichsrechner.
2 Nafi-Auto: nur als Referenz erhoben
3 WGV: in zehn von zwölf Fällen war der WGV-Tarif Optimal das günstigste Angebot – nicht einzeln erhoben, sondern über Nafi ermittelt.
Quelle: Datenabfrage auf den Vergleichsrechnern, Finanztip-Berechnungen (Stand 14. März 2024)
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Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.